FreeBSD KDE4-Status-Report

Na was ist das? Genau KDE4 unter FreeBSD. Genauer gesagt KDE 4.1 RC1. Mehr Bilder gibt es dort zu bestaunen, nebst der Ankündigung von Miwi:

  • FreeBSD 6.3 amd64/i386 is now 100% supported
  • xine backend works now natively without gstreamer support
  • Fix LASTEST link
  • Fix qt4/cmake problems with mkspecs
  • QT4 split (qt4-phonon* and codecs now optional)
  • All known conflicts are solved (kdepim3/4 and kdewebdev/4)
  • Koffcie 2.0 alpha 9 is now available in area51
  • i18n-ports now 10% done

Es tut sich also gewaltig etwas, aber auch ein Dilemma offenbart sich. Die Rufe nach KDE4 waren und sind sehr laut, die Hinweise jener die Testen jedoch mit 10–15 eher recht kleinlaut. Zeter und Mordio aber wird wieder an der Tagesordnung sein, wenn der Port eventuell noch einige Kinderkrankheiten offenbaren wird in freier Wildbahn. I wonder why so many people want to have kde4 in the Ports tree but only about 10–15 Users are willing to test. So, we get ready for the war then, when we commit and it does not work 100%. Also bitte, wer heiß darauf ist … TESTEN! Das ganze nennt sich Opensource, ansonsten nimmt man Windows, kauft sich ein Support-Ticket und wundert sich warum nichts geschieht :-)

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16 Antworten zu “FreeBSD KDE4-Status-Report”

  1. Phil sagt:

    Hm, und wie läuft KDE 4 denn so? Besser als 3.5? Kann man es denn schon, zumindest 4.0, nutzen?

  2. Oliver sagt:

    Als RC wohl noch nicht besser, 4.1 soll in Bälde erscheinen, Kinderkrankheiten wirds auch dann noch geben. Funktionell besser, von der Stabilität her kann man wohl erst berichten wenn es richtig fertig ist.

  3. miwi sagt:

    KDE4 braucht bei weitem weniger RAM als KDE3, rennt bei weitem schneller als KDE3 es jemals gewesen ist. Es ist keine Übertreibung sondern eine Tatsache :D. Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit der Entwicklung. Stabile ist es weitestgehend auch. Wir haben einige reports das KDE4 gerne crasht wenn kde3 daneben installiert ist. Das problem scheinen allerdings alle zuhaben nicht nur wir unter BSD.

    Gruss Martin

  4. ori sagt:

    kde 4 ist schon ideenmäßig sehr geil. ich will mich jetzt mal dran machen kdemod4 (basierend auf KDE 4.1 RC 1) auf meinem arch zu installieren.

    @miwi: ich will jetzt nich mutmaßen, aber ich vermute das die kdemod jungs auch deswegen generell sagen «deinstalliert allen kde kram bevor ihr kdemod installiert». Das scheint wohl generell ein problem zu sein mehrere versionen paralell laufen zu haben.

  5. Oliver sagt:

    >aber ich vermute das die kdemod jungs auch deswegen generell sagen

    Das liegt wohl eher an deren «Arbeitsweise».

  6. ori sagt:

    deswegen vermute ich ja auch nur. wie gesagt, ich habe mich noch nicht näher mit kdemod beschäftigt und werde das wohl mal testen. 😉

  7. Phil sagt:

    Also KDE 3.5.x ist ein Graus. So habe ich Distri-Übergreifend immer irgendwelche Abstürze von KDE-Programmen auch auf verschiedenen Rechnern, wenn ich die Programme schließe.

    Mit Gnome habe ich diese Probleme überhaupt nicht, es sei denn, ich habe wiederum irgendwelchen KDE-Krams installiert.

  8. Oliver sagt:

    >So habe ich Distri-Übergreifend immer irgendwelche Abstürze von KDE-Programmen auch auf verschiedenen Rechnern, wenn ich die Programme schließe.

    Da scheint sich wohl sonst irgendetwas zu beißen, da ich selbst im Team von DesktopBSD einige Jahre war kann ich jedenfalls nichts von derart haarsträubenden Rückmeldungen in puncto KDE 3.5.x berichten und drüben bei den Mannen um PC-BSD ebenso wenig. Meine Frau setzt beispielsweise KDE 3.5.x ein für produktive Zwecke ohne jegliche Probleme.

  9. Phil sagt:

    Bisher habe ich folgende Distris mit 3.5.x aufgesetzt:

    Mandriva 2008.0
    Kubuntu 7.10

    Rechner:
    Selbstbau AMD mit 1,6 GHz
    T41
    Shuttle XPC — Intel
    Medion — ältere Bauaurt

    auf jedem Rechner immer wieder Abstürze beim Schließen von Programmen. Selbst auf einem jungfräulichen System. Wobei ich meine, Mandriva läuft etwas besser.

  10. Oliver sagt:

    Japp es gibt gewiß solche Ausreißer wie bei jeder Software, aber eine Regel konnte ich bisher nie erkennen — einzig das Gnome und KDE imho zuviele Ressourcen fressen.

  11. Phil sagt:

    einzig das Gnome und KDE imho zuviele Ressourcen fressen.

    Jap, da ist was dran. Insbesondere Gnome könnte sich eine Scheibe von xfce abschneiden.

    Japp es gibt gewiß solche Ausreißer wie bei jeder Software

    Ob das noch ein Ausreißer ist? Vor allem bei solch unterschiedlichen Rechnern?
    Oder habe ich nur Pech mit meiner HW-Auswahl? Wobei beim T41 sollte es sich um hochwertige Komponenten handeln.

    Und diese Abstürze habe ich ausschließlich mit KDE-Programmen wie Akregator. Firefox, OOo etc. lassen sich ohne Abstürze schließen bzw. betreiben bzw. die Abstürze im Betrieb sind verschwindend gering.

  12. Jan sagt:

    … da kommt man gerade ausm Wochenendurlaub und muss dann sowas hier lesen 😉

    @ ori:
    Du hast da etwas ganz und garnicht verstanden :) Es geht beim “deinstalliert allen kde kram bevor ihr kdemod installiert” nicht um KDE3/KDE4, sondern um _dieselbe_ KDE Version…

    KDEmod ist 100% kompatibel zum «original KDE» in den Arch Repos, also wirds auch in denselben Prefix etc installiert… Und jetzt erzähl mir mal einer, wie man 2x KDE an die selbe Stelle installiert 😉

    Natürlich gibt es da einen Konflikt, ist ja schliesslich KDE3 und KDEmod3, die an dieselbe Stelle installiert werden und beide zu allen zusätzlichen/3rdparty/wasauchimmer KDE/Qt Apps in den Repos kompatibel sind…

    Desweiteren kann man schon immer unsere KDE3 und KDE4 Pakete problemlos nebeneinander installieren, das war seit unserem ersten KDE4 Build möglich. Das kleine Problem sind dabei nur die Profile. Diese kann man aber in beiden KDE Versionen einfach direkt in startkde sourcen und die Dateien in /etc/profile.d einfach auf nicht-ausführbar setzen, und dann gibts auch keine Probleme mehr…

    Leider funktioniert das «nebeneinander installieren von KDE3 und KDE4» aber jetzt gerade mal nicht, da wir mitten in einer Umstrukturierung sind, welche auch in den Arch Repos stattfindet… Nach unseren nächsten KDE3 rebuild wird auch das wieder möglich sein :)

    @ oliver: Dasselbe, erst lesen und sich informieren 😉

    PS: Wer sich über unsere «Arbeitsweise» informieren möchte, kann gerne in unsere PKGBUILDs schauen, und bei Bedarf Kritik anmelden oder nen Bug eröffnen 😉

    So, Schlafenszeit :)

  13. Oliver sagt:

    >oliver: Dasselbe, erst lesen und sich informieren

    Ich kenne ArchLinux über viele Jahre hinweg, habe auch Erfahrungen mit kdemod gesammelt. Die Arbeitsweise bezog sich auf die mindere Qualität allgemein gegenüber Systemen wie Slackware, FreeBSD oder auch gegenüber Gentoo. Bleeding edge ist dort ebenso eine gerne genommene Ausrede, wie es eine für Debian ist uralte Software unters Volk zu bringen. Das gesagt, ich halte ArchLinux für eine Distro mit Potential, nur fehlt es in der Regel an tatsächlicher Erfahrung bei den Machern und den Partizipierenden und so zeigt sich dieses Potential auch nach Jahren oft nur im Ansatz und pacman muß sooft als herausstechendes Merkmal herhalten.

    Kurzum Distro und Pakete genügen der «produktiven» Arbeit diverser Schüler, vielleicht auch der so manches technischen Studenten und das war es dann auch schon.

    Bevor man also Weisheiten unters Volk bringt und sich in seiner Ehre gekränkt fühlt, sollte man vielleicht etwas mehr Erfahrung sammeln.

    Manches mal habe ich den Eindruck Basteln wird mit Irrsinn gleichgesetzt. ArchLinux und die Nutzung diverser Pakete ist wohl vergleichbar wie die Bastelei mit dem Lötkolben und dem Gaudi ab und an mal in die Steckdose zu langen. Ich gab mich auch viele Jahre dieser Bastelei hin, Ansprüche hatte man dennoch und verlor sich nicht fortwährend in Ausreden wie im US-Forum von Arch usus. Kritik wird dort permanent abgeschmettert, ob der Zeit der Akteure, der Mitarbeit etc. pp. Alles legitim, nur scheint es das Kredo des Systems inzwischen zu sein und somit ist ein System das sich selbst nicht ernst nimmt, auch von außen her nicht ernst zu nehmen.

    Kurzum die oben angesprochene Arbeitsweise ist bei Arch gleichbedeutend mit Versions-Wahn und teils irrsinnigen Bastelattacken, gepaart mit der Ausrede es doch erst einmal besser zu machen. Hat sicherlich seine Berechtigung irgendwo, aber verdient auch im halbwegs produktiven Umfeld und selbst nur für den profanen Desktop-User die gesonderte Markierung des Begriffes Arbeitsweise. Außerdem war es noch die höfliche Umschreibung, wenn jedoch einige meinen hierhin stiefeln zu müssen, um mir ihre Unerfahrenheit auch noch anschaulich zu demonstrieren, nun dann ist es keineswegs verwunderlich das ich mehr als nur ein nebensächliches Wort verliere.

    Auch ein Grund warum Linux auf dem Server immer eine große Nummer sein wird, auf dem Desktop jedoch nur ein Traum einiger Enthusiasten.

    Und wer darin einen der üblichen Flamwars sieht, zeigt damit nur seine Unerfahrenheit. Ich kenne und nutze eine Vielzahl von Linux-Distros, Slack beispielsweise seit Beginn dieser. FreeBSD kam vor ein paar Jahren hinzu und bei DesktopBSD half ich einige Jahre im Team mit. Genutzt wird prof. auch als privat, die ersten Schritte in puncto UNIX machte ich unter Irix. Das alles dient nicht dem Ego-Tripp, sondern ist nur einem Umstand geschuldet: Erfahrung. Wenn ich etwas «abwerte» hat das seinen Grund und beruht eben auf dieser Erfahrung, ich tendiere mehr zur Qualität als zum Habitus eines Konsum-Lemmings, der immer dem hippesten hinterher läuft. Wenn ich Leuten etwas empfehle dann weitesgehend Qualität, wäre ich jetzt 20 Jahre jünger wäre vielleicht auch ein Großteil Gaudi drunter, der mit einigem Ach und Weh ebenso noch dem jugendlichen Anspruch genügen würde.

    Aber um die Sache kurz zu machen, viel lesen gehört meist nicht zum Repertoire vieler, mir ist es im Prinzip völlig egal was jemand nutzt, hellhörig werde ich nur und steuere meinen Senf zu, wenn jemand Qualität in Anspruch nimmt.

  14. Jan sagt:

    Hi Oliver,

    also, zuerst einmal: KDEmod ist kein Teil von Arch. Wir sind kein «offizielles Projekt», sondern das ganze ist ein reines Community Ding. Ich kann daher halt hier nur von uns sprechen, und auch von einigen meiner Erfahrungen mit Arch und deren Entwicklern…

    Das Projekt wurde damals von mir gestartet, weil mir einfach einige der Features größerer Distros in KDE fehlten, und natürlich die gesplitteten Pakete… Für mich war das damals ein Lernprojekt, besonders was das Paketieren angeht, und ich habe in den 3 Jahren bis jetzt eine ganze Menge Erfahrungen gesammelt, und setze «gutes» auch Gnadenlos um, da ich kein Freund unsauberer Lösungen oder «Hacks» bin…

    Unsere KDE3 Pakete sind im Nachhinein betrachtet eine Katastrophe :) Wir haben weit mehr als 100 Patches reingepackt, und auch das splitten der Module war nicht wirklich ausgereift, was aber auch am altertümlichen Buildsystem von KDE3 liegt. Bei den Usern ist aber meist nicht viel davon angekommen. Wir haben mehrere tausend User, und die wenigsten haben sich jemals beschwert, und wenn dann waren es meist irgendwelche Konfigurationsfehler oder halt ein Bug in Arch — für ein Projekt dieser Größe ist auch unser Bugtracker noch erstaunlich leer :) Im Endeffekt habe ich dann über die letzten Monate so ziemlich alles ausgemerzt, was man auf dieser «Basis» noch ausmerzen konnte, z.b. die installation auch ohne Theme (wir haben 4 Installationsvarianten [1] ), das ausmisten von Patches usw usw — aber es war ziemlich klar, das wir eigentlich einen kompletten Neustart brauchten…

    Dazu noch eines: Wir sind und waren jederzeit offen für jegliche Verbesserungsvorschläge, Patches etc, nur leider haben es bis jetzt nur wenige in Anspruch genommen… :/ Desweiteren ist nicht «Unwissenheit» oder mangelnde Erfahrung unser Problem, sondern schlichtweg Manpower… Zusammen mit dem Riesenwust an Paketen und Patches war das bei KDE3 schon eine leicht explosive Mischung… Seit KDE4 hat sich das aber gebessert, da wir nun ein festes Team von 5 Leuten haben, die sich um die Pakete kümmern und/oder Grafische Tools wie z.B. Shaman [2] schreiben, welches ich Dir übrigens mal ans Herz lege — die beste Pacman/ABS GUI aller Zeiten :) (zu haben bei uns oder im community repo) …

    Nun zu KDE4. Vor ca einem Jahr haben wir angefangen uns Gedanken darüber zu machen, was wir wirklich brauchen und vor allem über eine wirklich solide Basis, da wir natürlich aus unseren Erfahrungen mit KDE3 gelernt haben… Das ging los mit makepkg, welches von uns durch einen kleinen Patch erweitert wurde, um gesplittete Pakete direkt zu unterstützen — vorher war das einfach nur ein Riesen-Hack… Desweiteren habe ich mich auch schon lange gefragt, warum Arch eigentlich immer das neuste an Software anbietet, aber dann keine Debug Symbole mitliefert (und neu bauen ist oft keine Option, da oft ein ganzer Rattenschwanz an Paketen neu gebaut werden muss, besonders bei KDE), also habe ich auch da einen Patch für makepkg geschrieben, welcher die Debug Symbole in eigene Pakete schiebt [3] … Für eine Bleeding Edge Distro ist das meiner Meinung nach absolut notwendig, aber mal sehen was die Jungs von Arch dazu sagen :) Ausserdem wurde unser Buildsystem komplett neu geschrieben, und wer mir etwas saubereres und einfacher zu bedienendes (mit derselben Anzahl an Features) zeigen kann, bekommt ein Bier von mir — versprochen :)

    Desweiteren Patchen wir auch nicht mehr und liefern nur noch ein reines «Vanilla» KDE aus. Allein der Umstand, das man Bugs jetzt nicht mehr erst mühsam aussortieren muss, sondern direkt bei KDE melden kann, rechtfertigt das absolut. Zusammen mit den separat installierbaren Debug Symbolen ist das ganze ein Luxus, den eigentlich nur die «Großen» bieten…

    Im Endeffekt hat sich die ganze Vorarbeit nun auch schon ausgezahlt: Wir haben vor ein paar Tagen 4.1 in unser Testing-Repo gepackt [4], und soweit gab es nur einen kleinen Bug in den Paketen, den ich beim drüberschauen noch gefunden habe. Nichts weltbewegendes, und bis dahin hatte es nichtmal einer der User bemerkt…

    Zu dem Erfahrungsding kann ich noch sagen: Menschen lernen, oder sie tun es nicht — bei uns ist ersteres der Fall :)

    Nun zu Arch…

    Ich nutze Arch nun schon ca 4 Jahre, und habe selten irgendwelche größere Patzer oder «Bastelattacken» oder sonstiges erlebt… Manchmal geht etwas nicht glatt, aber dann gibt es garantiert auch ne Ansage dazu — entweder unter den Announcements im engl. Forum, oder halt in den News… Kann aber auch daran liegen das ich nur Arch Core installiert habe und ansonsten nur unsere eigenen KDE Pakete, und kaum sonst noch etwas…

    Meiner Meinung nach sind die Entwickler auch ziemlich konservativ, dies sieht man unter anderem auch an den Diskussionen auf dem Bugtracker. Wäre es nach mir gegangen, hätten wir z.B. schon lange Support für gesplittete Pakete und Debug Symbole in makepkg, aber die Entwickler wollen halt immer die beste und sauberste Lösung und schauen sich neues sehr genau an, jedenfalls ist das mein Eindruck… Was anderes würde imho auch bei einer Bleeding-Edge Distro garnicht funktionieren — wenn man schon die neuste Software anbietet, dann sollten wenigstens die Tools der Distro ausgereift sein um Fehler auf ein Mindestmaß zu reduzieren, und auch vor allem damit man nicht endlos «nachbasteln» muss…

    Ausserdem sollte man nicht das «Credo» von Arch vergessen. Arch ist keine Distro für den «Desktop», sondern für Erfahrene Benutzer, welche etwas flexibles brauchen was nach Gusto modifiziert werden kann… Und dafür gibt einem Arch wirklich alle Werkzeuge in die Hand… Wer damit nicht klarkommt und mehr was für den Desktop sucht, dem lege ich wirklich nahe eine andere Distro zu benutzen… Auch das sollte für die Leute, die wenigstens ein paar Sätze lesen können eigentlich klar sein…

    Zu «Linux auf dem Desktop»: Wir werden es auch jeden Fall versuchen [5] … Ich sehe das ganze so: Computer gehören mit zu den kompliziertesten Maschinen die Mensch je gebaut hat, und man kann da einfach nicht mit so einer «schalt ein, es funktioniert wie ichs mir vorstelle» Taschenrechner-Einstellung rangehen… Das funktioniert vielleicht ansatzweise bei Sachen wie Mac OS, aber eines ist klar: Der Benutzer muss _immer_ lernen, egal was er benutzt — oder mit anderen Worten: Ohne brain.exe läuft rein garnichts :) … Also haben wir uns vor einiger Zeit gedacht, bauen wir doch eine kleine feine Distro basierend auf Arch Core + KDEmod, welche sehr einfach zu installieren ist und einem schon einmal ein funktionierendes System an die Hand gibt… Zusammen mit dezenten Hinweisen, das man wirklich bereit sein sollte zu lernen ist das meiner Meinung nach eine gute Sache, und durch die Einfachheit von Arch wird die Sache auch imho immens erleichtert… Aber mal sehen was daraus wird, erster Release wird so um den Jahreswechsel folgen :)

    So, das war jetzt ein langer Text, und ich hoffe ich konnte ein paar Sachen rüberbringen…

    Gruß

    Jan

    [1] http://www.kdemod.ath.cx/.….ep4.html
    [2] http://shaman.iskrembilen.….om/trac/
    [3] http://bugs.archlinux.org.….sk/10975
    [4] http://kdemod.ath.cx/bbs/.….p?id=871
    [5] http://chakra-project.org

  15. Oliver sagt:

    >KDEmod ist kein Teil von Arch.

    Das ist ebenso bekannt, nur ehrlich gesagt wäre ohne die Community auch kaum etwas nennenswertes vorhanden, siehe aur.

    >Ausserdem sollte man nicht das “Credo” von Arch vergessen. Arch ist keine Distro für den “Desktop”, sondern für Erfahrene Benutzer,

    Ein Blick auf diesen Blog hier dürfte genügen um festzustellen das ich nicht der typische Desktop-User bin. Ich nutze für Jahre fvwm und schaffte vor zwei, drei Jahren mal den Übergang zum «modernen» Fluxbox.

    >Mac OS

    Es existieren Leute die bezeichneten mich schon als «Mac OS-Antichrist» obwohl ich gelegentlich auch mal etwas sinnvolles für diese «Community» dort beisteuerte. Allgemein kann man mich mit Gucci-Handtaschen jedoch nicht locken.

    >Zusammen mit dezenten Hinweisen, das man wirklich bereit sein sollte zu lernen

    Siehe meine Bemerkung zum Desktop. Nutzt man ein freies Betriebssystem muß man *immer* bereit sein etwas zu lernen. Denn auch bei Ubuntu landet man schneller als man denkt ob eines Fehlers in der Konsole und dann beginnt der Spaß. Der «allgemein» gewünschte Desktop, sprich jener der breiten Masse, ist also ein völlig anderen als dieser über welchen wir uns gerade unterhalten.

  16. ori sagt:

    > Du hast da etwas ganz und garnicht verstanden :) Es geht beim “deinstalliert allen kde kram bevor ihr kdemod installiert” nicht um KDE3/KDE4, sondern um _dieselbe_ KDE Version…

    ich weiss ich weiss, shame on me 😉 ich hatte es zu dem zeitpunkt wirklich nicht verstanden und vorschnell gemutmaßt. Mittlerweile hab ich mir das ganze ein wenig angesehen und auch zum teil verstanden.

    Arch ist Bleeding Edge, keine Frage aber ich muss sagen, es ist ordentlicher Bleeding edge. Ich komme ja aus der Fedora Richtung, und hab das seit Version 6 genutzt. Ich war ab dem Punkt «pissed off» als yum bei einem regulären kernel update ständig den geist aufgab, und so ein halber kernel installiert wurde. Kurzum, die schnellste Variante das problem zu lösen war eine reinstallation. Da das bei fedora 7 und 8 bei mir schonmal der fall war, hab ich mir die mühe gemacht einen weiteren anlauf auf arch zu machen, der eben mit lernen und lesen glückte (es war der sprung von graphischer distribution zum minimalist). Ich, bin immer noch begeistert 😉

    Ich mochte Fedora eigentlich immer Recht gerne, weil ich die neuesten Versionen meiner programme immer fix über den paketmanager hatte (Firefox 2 in FC 6 mal ausgenommen), und ich mag auch arch, weils mir dieselbe Vielfalt bietet wie Fedora, und noch viel mehr.

    Und Arch ist wesentlich konservativer als die populären großen, durch die Bank. OpenSUSE, Fedora, Ubuntu, alle haben sie die KDE 4.0 standardmäßig integriert, als diese noch «Developer Only» gekennzeichnet war, Arch hat erst heute KDE 3.5 durch KDE 4.1 ersetzt.

    Ich glaube meine Neigung zu Arch und Bleeding edge, wie bei vielen anderen auch, liegt daran das ich Entwickler bin, und gerne «bastle», allerdings ist mir in arch bisher auch noch nix kaputtgepatched worden, im Gegenteil, ich konnte mir sogar ein sehr ordentliches System aufsetzen, was für mich selber sehr überschaubar ausgestattet war und das ich unter Kontrolle habe.

    Aber ich denk, die Wahl der Distro hängt immer vom User ab. Ich kann Olivers Standpunkt gut verstehen, aber zu seinem glück gibts ja auch was nach seiner Fasson, genauso wie es was gibt was meinen geschmack trifft.

    btw gibts im US Arch forum zur zeit ja auch wieder leute die über das ersetzen von KDE 3 meckern, aber die gabs auch als man firefox 2 durch 3 in diversen distros ersetzt haben. Die aussagen sind eigentlich meist die gleichen, da zieht sogar jemand in betracht «Debian testing» zu nutzen… (als alternative zu arch).

    Aber an dieser Stelle mal: großes lob an dein Team Jan. hättest du nicht gesagt das KDEmod eine Kathastrophe ist, wär mir das nie aufgefallen, ich glaube das verdient ein lob 😉

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