Nein nicht mit uns, weder werden wir die Seite verunstalten und in roten Farbtönen ersäufen, noch werden wir schweigen, noch werden wir Buttons oder Links setzen. Warum auch? Unsere Anteilnahme ist vorhanden oder sie ist es auch nicht, unsere Anteilnahme geht soweit das wir dazu schon auf unsere individuelle Art und Weise informierten und es auch weiterhin bei tatsächlich vorhandener Information tun werden, ebenso wie zur VR China oder anderen Brandherden die uns bewußt werden. Wir werden hier wohl nie alles packen, was wir sehen, was wir erfahren, darüber wird berichtet – weil es uns vom menschlichen Faktor her berührt, mehr hineinzudeuteln kann möglich sein, wenn wir zufällig ein Plus an Information besitzen.
Eine Sache jedoch über die Maße zu pushen und andere gleichgeartete Dinge nicht einmal zu erwähnen das finden wir ist unmenschliche Heuchelei in Reinkultur. Wie gesagt alles kann man nicht packen, ein paar Dinge gehen, worin aber liegt die Logik begründet, wenn man sich eines herausgreift und weitaus höher gewichtet? Der beispielhafte Charakter? Wir reden doch von *Menschlichkeit*, oder? Uns schmeckt eben Individualität mehr, denn Uniformität und gerade dieser Umstand ist auch ein Zeichen gegen derlei Regime …


1. Oktober 2007, 13:06 Uhr @
Bei mir gibt es bei der Free-Burma-Aktion auch viele Fragezeichen. Worin die Logik liegt, ein Thema so engagiert anzugehen, wie es Robert Basic tut, habe ich folgende Antwort gefunden. Einzelnen Bloggern fehlen einfach die nötigen Ressourcen, um mehrere Themen derart zu beackern. In Blogs werden die Probleme eben nacheinander angegangen, nicht gleichzeitig. Ich finde es grandios, was Robert auf die Beine stellt. Sehr viel dieser Art ist in den letzten Jahren in den Blogs nicht passiert. Und vielleicht rollt demnächst die nächste große Blogwelle über die Spree
1. Oktober 2007, 13:32 Uhr @
>Einzelnen Bloggern fehlen einfach die nötigen Ressourcen
Interesse halt. Hat man keines, wirkt ein Link auch nur oberflächlich. Warum sonst betreibt man einen Blog?
>Worin die Logik liegt, ein Thema so engagiert anzugehen
Gleichermaßen degradiert man die anderen, meist *nie* erwähnten Themen. Japp das ist verquere Logik in Reinkultur.
tp
Und auch wenn der Autor das so toll findet, mir bestätigt dieser eine Satz meine Annahme, es geht um Blogs, es geht nicht um Menschlichkeit *weltweit*. Denn denkt man darüber nach und engagiert sich nur für *ein* Thema, dann steckt man in einem moralischen Dilemma. Wie gesagt *falls* man drüber nachdenkt …
1. Oktober 2007, 14:22 Uhr @
Interessanter Aspekt, dass Links oberflächlich wirken. Ich gebe zu, auf Pickings.de zu Myanmar bisher nicht mehr geschrieben zu haben, als das Banner mit einer kurzen Erklärung zu verlinken.
Für Blogs ist das sogar ein Markenzeichen. Als Blogger verlinkt man eben zu Artikeln, von denen man glaubt, dass sie nicht ganz schlecht sind, ohne selbst großartig etwas dazu zu schreiben. Mal schreibt der eine Blogger zu diesem Thema, mal der andere zu jedem.
Diese Praxis der Blogger könnte man durchaus mal kritisieren; Durchlauferhitzer zu sein, ohne selbst groß nachzudenken. Aber hey, wer sagt, dass Blogger Links setzen, ohne genau darüber nachgedadcht zu haben. Man muss ja nicht immer jeden Gedanken aufschreiben
Es kann durchaus sein, dass birmanische Blogger, wie bei Telepolis vermutet, zu diesem Blogengagement beigetragen haben. Es geht um Blogs, kein Zweifel. Blogs stehen hier im Mittelpunkt. Aber weshalb soll es nicht auch um Menschlichkeit gehen? – Mal ganz davon abgesehen, ob die Aktion wirklich etwas bringt oder nur ein lächerlicher Versuch ist.
1. Oktober 2007, 14:33 Uhr @
Blödsinn – wer irgendwas macht, nur weil es andere machen oder er die gleiche Software benutzt, sollte eh mal einen Realitätscheck bei sich durchführen.
Freitag wird man sich nochmal auf die Schulter klopfen, sich nochmal gegenseitg verlinken und Samstag ist Burma vergessen.
Diese ganze lächerliche Aktion dient zu 90% zur Beruhigung des eigenen Gewissens der Leute, der Rest heimst die Klicks und Backlinks ein.
Den allerwenigsten geht es da wirklich um die Menschenrechte oder den Menschen in Myanmar – Mensch, 90% der Leute wussten bis letze Woche noch nichtmal, dass es da ein Land namens Myanmar gibt.
Ich würde den ganzen free Burma-Vertretern ja jetzt in diesem Augenblick mal gerne gegenüber stehen. Ich hätte nur eine Frage: Wo liegt Myanmar?
Und zur TP: Wer aus solchen Aktionen eine Politisierung der deutschen Blogs erwartet, zeigt selbst sein unterirdisches Niveau. Die Leute, die da jetzt rumschreien, können doch noch nichtmal die Politiker zu deren Partei zuordnen, die sie gerade im Fernsehen sehen, wenn sie zufälligerweise mal Phoenix einschalten.
1. Oktober 2007, 14:35 Uhr @
Ein wenig Infos, beim Stolpern durch die Medienlandschaft sollte ein jeder schon mal etwas davon gehört haben.
5. Oktober 2007, 07:49 Uhr @
hauptsache anders sein als die anderen
das ist auch ne krankheit!!!
5. Oktober 2007, 11:46 Uhr @
Nein die Krankheit nicht lesen zu können und nicht mehr selbstständig denken zu wollen ist das tatsächliche Übel, insbesondere unter Bloggern und Uniformität war in Deutschland schon immer ein großes Übel. Habe die Ehre …
5. Oktober 2007, 12:55 Uhr @
Mal grad offtopic: Mir ging da grad durch den Sinn, wenn eine Gegenkultur zu etwas existieren soll, *muss* diese ja zwangsläufig immer anders sein, als das, was zum System oder zur Kultur gehört. Insofern ist ein “Ihr seid eben immer anders” sogar ein Lob und Fingerzeig, auf dem richtigen Weg zu sein und keine Krankheit. Hat allerdings jetzt wirklich nichts mit dem ursprünglichen Thema zu tun.