Fraunhofer decken auf

Forscher des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie (SIT) haben sieben soziale Netze im Hinblick auf die vorhandenen Datenschutzmaßnahmen untersucht. Dabei zeigten sich zum Teil erhebliche Mängel.

heise

Und erzählen uns nun Dinge, die nicht nur längst bekannt sind, sondern auch unlängst belegt — man könnte bei der Zahl exemplarischer Fälle beinahe behaupten diese sind Legion. Ich denke die Forschungsgelder hätte man sinnvoller verbrennen können. Und nebenbei gilt dies mehr oder weniger für jeglichen Web2–foo, man ist blind vor Features und Vernetzung und schaut dabei überhaupt nicht mehr die zahlreichen Fallstricke sicherheitstechnischer Natur. Weiter so, und morgen, morgen da postulieren wir dann noch die Unsicherheit von WEP bei WLan :-)

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6 Antworten zu “Fraunhofer decken auf”

  1. […] Nun hat das Fraunhofer Institut nämlich mehrere Netzwerke wie Facebook und studiVZ in das Visier genommen und im Hinblick auf die Datensicherheit getestet. Das Urteil fällt vernichtend aus: Eine […]

  2. […] ist das alles allerdings nicht, wie man bei F!XMBR zurecht kritisiert. Aber ein komplette Übersicht samt einiger grundlegender Hinweise für die […]

  3. Schon richtig, für den kritischen Nutzer sind das längst Allgemeinplätze. Ganz reizvoll fand ich aber dennoch die These der sozialen Rollen und die Schwierigkeit, sie online zu trennen (Seite 111 im PDF der Studie). Neben den zwei Problemfeldern Vertraue ich dem Anbieter überhaupt? und Ist der Anbieter in der Lage, sein System sicher zu gestalten? ist das nämlich ein unauflösbarer Konflikt, sobald man mit seinem Realnamen auftritt. Pseudonyme braucht die Welt!

  4. Oliver sagt:

    Ich fand es ja nicht nur redundant ob der Vermutungen oder einer Erwartungshaltung in puncto kläglichen Scheiterns, aber gerade die Fehlungen von StudiVZ sind Legion und exemplarisch belegt, Studien in puncto Kolateralschaden sozialer Netzprofile ebenso. Und nun poltern als letzte, nach doch recht langer Zeit die Fraunhofer herein.

    >Pseudonyme braucht die Welt!

    Sicherlich an manchem Fleck als adäquate Interimslösung ein Muß, Ziel sollte jedoch sein den Mißbrauch einzudämmen und nicht das Versteckspiel des Nutzers zu fördern.

  5. Ich gebe dir Recht, Erkenntnisgewinn ist die Studie nicht. Aber das Thema tickert dadurch ein weiteres Mal durch die Presse, gerade durch das Renommée des Instituts. Und damit wird die Datenschutzkritische Öffentlichkeit vielleicht wieder etwas größer.

    Ziel sollte jedoch sein den Mißbrauch einzudämmen und nicht das Versteckspiel des Nutzers zu fördern.

    Missbrauch eindämmen, klar. Aber das mit dem Versteckspiel sehe ich genau anders herum: Es sollte massiv gefördert werden. Es gibt in 99% aller Webanwendungen keinen Grund, seinen echten Namen anzugeben. Und trotzdem wird an allen Ecken Vor– und Nachname abgefragt. Und auch brav eingegeben.

    In der realen Welt hat man eine gewisse Kontrolle, in welchem Umfeld man welche Meinung äußert und welches Bild man von sich zeichnet. Beim Abendessen mit den Eltern verhält man sich nun mal anders als beim Saufen mit den Kumpels. Im Internet würden diese beiden Profile direkt nebeneinander in den Suchergebnissen auftauchen. Pech gehabt.

    Der Versuch, die im realen Leben begrenzten Personenkreise im Internet nachzubilden, ist ja lobenswert. Aber unfassbar aufwändig und fehlerbehaftet.

    Wenn ich auf der Website meiner Fußballmannschaft als „Eisenfuß“ bekannt bin, bei meinen Hackerfreunden als „MonsterCoder32“, auf der Flirtplattform als „RomanticCheckerKöln“ und mein gepflegtes berufliches Portfolio unter http://www.jan-mustermens.….ch.com präsentiere, ist alles kein Problem. Der Personalchef (dessen Recherche übrigens ja nichtmal Missbrauch ist) findet nur das, was er auch finden soll.

  6. […] Services getestet und sind zum Schluss gekommen, dass keiner wirklich Sicherheit bietet. Über den Sinn einer solchen Studie lässt sich streiten, zumal sie Begebenheiten belegt, die schon längst bekannt […]

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