Für ein Morgen in Freiheit

Demo

Die Demonstration war ein voller Erfolg — Besucher und Veranstalter sind sich einig. Gestern gingen rund 2.000 Menschen in Köln auf die Straße — demonstriert wurde, wie sollte es anders sein gegen die ausufernde Überwachung durch Staat und Unternehmen. 2.000 Menschen — das ist für so eine Demonstration in Köln, abseits der größeren Städte Deutschlands, schon beeindruckend. Allerdings wird es eine große Schnittmenge mit den Besuchern der Demonstration in Berlin geben. Wir stehen weiterhin vor dem Problem, die Allgemeinheit aufzuklären — denn die hat laut eigenen Aussagen nichts zu verbergen. Wer noch ein Ostergeschenk sucht: Peter Schaar — Das Ende der Privatsphäre. Für mich, für Oliver, für die meisten Leser von F!XMBR und .get privacy steht wenig Neues drin, aber — worauf ich hinaus will: Peter Schaar erklärt in einfachen Sätzen unseren Überwachungsstaat, die Techniken, Risiken und Folgen, so dass es auch Menschen verstehen, die sich bisher nicht mit den Problemen unserer Überwachungsgesellschaft  auseinandergesetzt haben. Das Buch ist ein sehr guter Einstieg in die Thematik. Es klärt auf und sensibilisiert, es informiert. Nicht zuletzt verfestigt es das eigene Wissen und ist somit auch ein sehr gutes Nachschlagewerk.

Für ein Morgen in Freiheit– 1. Bericht — Artikel von Annika auf dem FreIT-Blog

Bericht des AK Vorratsdatenspeicherung

Demonstration gegen Überwachungsgesetze auf heise.de

Freiheit ist Sicherheit Home

Foto: Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung

9 Antworten zu “Für ein Morgen in Freiheit”

  1. kobalt sagt:

    «Viele Menschen zwar über die neuen Gesetze besorgt, wollten aber nicht offen dagegen protestieren. Sie befürchteten, dass dieser Protest gegen sie verwendet würde.»

    Als ich diesen Satz bei heise las, fiel mir beinahe der Kaffee aus der Hand. Das ist, wie es in der DDR war. Steht zu hoffen, daß es auch so fortgesetzt wird, wie es in der DDR am Ende fortgesetzt wurde.

  2. Falls jemand einen Satz Bilder suchen sollte…

    Das Plakat

    Bilder Teil 1

    Bilder Teil 2

    Bilder Teil 3

  3. Falk sagt:

    Das ist, wie es in der DDR war.

    Und jetzt kannst dir gut vorstellen, wie bedrückend diese Situation und das Rumpeln unserer Politmarionetten für einen Ex-DDR-Bürger wie mich ist. Bleibt wirklich nur zu hoffen, daß es ein Ende mit oder ohne Schrecken wird.

  4. Rudolf sagt:

    Hallo Chis, ich werte die Demo auch als tollen Erfolg.

    Man konnte auch beobachten, das viele Passanten, die zufällig des weges waren, die verteilten Flyer und die Transparente mit Interesse wargenommen hatten.

    Das Medienecho ist zu diesem Thema ist leiter mmer noch recht spartanisch.

    Ich hab das, wass ich gefunden han mal verlinkt und einige meiner Blde mit dazu getan.

    http://phpbb.loercks.net/.….p?p=7588

    Guß Rudolf

  5. peim sagt:

    «in Köln, abseits der größeren Städte Deutschlands»

    Ist das dein ernst? Köln hat fast eine Millionen Einwohner und ist damit die viert größte Stadt Deutschlands.

  6. Chris sagt:

    Ups, naja, ich als Hamburger — da ist Köln halt klein. Wenn ich das aber nun bedenke, sind nur 2.000 dann wohl doch eher ein Armutszeugnis der Gesellschaft…

  7. […] Köln, 15 März 2008 Auf dem Roncalliplatz (Domplatte) versammelten sich gefühlte 5000 potenzielle Terroristen […]

  8. blodder sagt:

    Es waren gefühlte 5000 Terroristen, die da das Volksaufständchen probten.

  9. Hagbart sagt:

    @peim
    Bin auch über diese Passage gestolpert und hab es dann als Zynismus eingestuft. Aber so kann man sich irren…

RSS-Feed abonnieren