Forentrolle

Oli und meine Wurzeln liegen im Forenbereich, ja sogar noch weiter weg, in den Mailinglisten — dagegen sind die meisten Diskussionen in der Blogosphäre Wischi-Waschi-Kram — auch die der letzten Tage. Zuletzt hatten wir das Desert Inn unter unserer Leitung, nicht gerade klein, zum Schluß aber auch nicht mehr wirklich fein, waren wir doch fast neben den restlichen Teammitgliedern die einzigen, die Threads erstellt haben. Da lag der Übergang zum Blog nahe, den wir nun nach über einem Jahr erfolgreich vollzogen haben. Darum soll es aber nicht gehen — holte mich doch vor ein paar Tagen die Vergangenheit ein stückweit ein.

Einer unserer damaligen Member hieß Joseph. Er stellte sich damals als (schlecht) deutschsprechender Franzose vor. Wir hatten unser Spaß zusammen, es wurden Scherze ausgetauscht, etc. pp. — nie etwas wirklich existenziell Wichtiges, aber immer freundlich, nett, gegenseitig interessiert. Man kannte und respektierte sich halt virtuell. Bis die Nachricht uns erreichte, dass Joseph nach schwerer Krankheit verstorben war. Natürlich trauert man einen (kurzen) Moment, doch auch wenn ein realer Mensch hinter jedem Nick steht, geht das Leben schnell weiter, man kannte sich halt doch nicht wirklich. Nun erreichte mich eine Mail, und da ich auf meine Antwort nichts mehr gehört habe, hier nun die Veröffentlichung:

Hi Chris,

gestatten: xxx oder xxx, ich denke, die Nicks werden dir vielleicht noch in Erinnerung sein, mit dem Rest wirst du wenig anfangen können ? daher auch der Betreff.

Der Grund, warum ich mich bei dir melde? Damals, im Desert Inn gab es kurze Zeit einen Member, Jo (Mistral), er schrieb in grottenschlechtem Deutsch, angeblich kam er aus Frankreich, was einige deiner damaligen Member bezweifelt haben. Möglicherweise hatten sie alle recht, aber um das festzustellen, bräuchten wir noch einige Infos. Hast du in irgendwelchen Tiefen deiner Server noch Backups vom Desert Inn? IP bzw. Postings von diesem Jo? Ich wäre für alles dankbar.

Ehrlich gesagt war ich sprachlos. Nicht, dass evtl. Joseph uns damals belogen hat — wer hat auf einem Forum nicht schon mal übertrieben, sondern, dass hier Menschen, die augenscheinlich mit beiden Beinen fest im Leben stehen, einen zwei Jahre alten Nick hinterherschnüffeln, und einen auf IP-Handel machen wollen. Ich war echt fassungslos, und ich habe zweimal überlegt, was ich antworte, damit meine Mail noch halbwegs diplomatisch bleibt:

Hi xxx,

ach, Ihr mit Euren Intrigen und Verschwörungstheorien. 😉

Natürlich habe ich mehrere Backups vom Desert Inn — dort wurden aber keine IP’s gespeichert. Selbst wenn, würde ich keine an Dich oder wen auch immer rausgeben.

Mein Gott, wie lange ist das mit Joseph jetzt her? Vor etwas mehr als 2 Jahren ist Joseph nun verstorben, ich habe gerade mal nachgeschaut.

Und selbst wenn sich da jemand einen schlechten Scherz erlaubt hat — ich hatte nie einen Grund an der wahren Identität zu zweifeln. Habt Ihr selbst nach 2 Jahren nichts besseres zu tun, als einen evtl. Fakenick hinterherzuschnüffeln?

Wie krank ist das denn?

Hört mir bloß auf mit Euren Intrigen und Verschwörungen und Euren Trollereien — ganz ehrlich xxx: Der Grund warum Foren tot sind, ist eben so ein Blödsinn. Und es ist wahrlich nicht schade drum.

Es gibt eine (Online-) Welt ausserhalb der Trollhochburgen — und die ist sehr fein. Foren, damit hab ich nichts mehr am Hut. Ab und zu amüsiere ich mich noch auf dem g:b, lese auf dem EFB, das war es dann aber.

Was interessiert mich da heute noch ein Member des Desert Inn, der verstorben ist — ob nun als (Fake-) Nick oder im wahren Leben, wen interessierts?

Auf den Foren dieser Welt herrscht nur noch ein Intrigantenstadl 1.0 — und nichts weiter. Wenn ich z. B. sehe, dass einer dieser Forentrolle auf rabenhorst — in meinen Augen *die* Integrität im Web — Kai eine Beteiligung an Grabenkämpfen vorwirft, nur weil eben Kai sich erdreistet, aus meinem Artikel die grundsätzliche Kritik rauszufischen und zuzustimmen, dann frage ich mich, inwieweit die Forentrolle dieser Welt noch klar denken können oder meinetwegen auch wollen — in ihrem Intrigantenstadl 1.0.

Foren sind tot, lautet ein häufig gehörter Spruch in den letzten Monaten. Dem ist zuzustimmen, allerdings nur als feste Größe des Internets, als Wissensquelle, als Quelle gegenseitiger Hilfe. Als Nachmittags-Talkshow der Deppen der Nation, des Intrigantenstadl jedoch werden sie noch lange überleben — Brot und Spiele halt für die geistige Unterschicht.1 Und ja, die Arroganz dieser Worte ist mir bewusst, aber nicht umsonst gibt es eben wegen dieser Foren immer mehr restriktive Gerichtsurteile, die sich eben auch auf Blogs auswirken.

  1. Natürlich gibt es Ausnahmen, die ich noch immer sehr schätze, die kann ich mittlerweile aber an einer Hand abzählen. []

14 Antworten zu “Forentrolle”

  1. Oliver sagt:

    Tja so isses halt, der Abgesang auf die Foren war nie treffender denn heute.

  2. Grainger sagt:

    Ich würde die Foren nicht so verallgemeinert als tot bezeichnen, es gibt durchaus noch einigermaßen gute Fachforen.

    Die haben sich aber meistens irgendwie spezialisiert und bedienen eben eine gewisse Klientel (berufsspezifisch, Hobby, usw.), man bleibt weitestgehend unter Gleichgesinnten.

    Tot (bzw. im Sterben liegend) sind imho aber die ganzen Laberboards, ohne wirklichen Content, überwiegend die Spiel-, Spaß– und Nonsens-Fraktion bedienend.

  3. Usul sagt:

    Kann Grainger nur zustimmen. Mit Laberforen konnte ich noch nie was anfangen, da geh ich mit, die sind tot. Aber Fachforen, ich wüßte nicht, wie die zu ersetzen sind. Blogs sind kein Ersatz dafür.

  4. Oliver sagt:

    >Aber Fachforen, ich wüßte nicht, wie die zu ersetzen sind.

    Mailinglisten, Newsgroups — ob Security, Unix oder gar Windows im wirklichen Pro-Bereich. Das diese immer noch massiv überleben ohne zu schwächeln, hängt mit der Qualität dieser zusammen und die Beschränkung auf reinen Inhalt.

    >Blogs sind kein Ersatz dafür.

    Das zeugt von begrenzter Kenntnis von Foren und gleichermaßen Blogs.
    In Foren werden Dinge bis in die Unendlichkeit diskutiert, meist ist schon der initiale Aufhänger nichts wert, es gibt hingegen viele Blogs die recht große Anleitungen zu Verfügung stellen. Etwaige Fehler dort werden stante pede moniert und in der Regel korrigiert.

    Es ist ja auch nun nicht so, das wir Foren nicht kennen, ich moderierte und administrierte z.B. über die Jahre — teils seit 99. Da gabs Fachforen Freeware, Fachbereiche wie Video oder Sport, Politik, das Fontboard, aber auch Laberforen wie s’kneiple, unser Desert Inn — das auch einen Hang zu vielen Spezialitäten hatte, etc. Heute moderiere ich nebenher wieder in einem Fachforum. Qualität findet man in all den Foren jedoch imo keine mehr, diese schwand über die Jahre massiv.

    Laberforen ist zudem zu kurz gedacht, jedes Forum mutiert zum Laberforum — ich kenne nur sehr wenige die sich auch ihre Spezialität beschränken, wie z.B. das root-Forum und dort wurde die offtopic Ecke immer größer und detailierter. Vice versa existieren Laberforen mit herausstechenden Spezialitäten. Meist meinen auch viele Foren, die nicht Technik-affin sind, mit dem Begriff Laberforen abstrafen zu müssen — aber da muß man schon genau differenzieren.

  5. Kai Raven sagt:

    Mmh, da mein kurzer Kommentarwechsel mit Farlion zum Thema adical angesprochen wird, muss ich hier dazu noch etwas sagen: Erst einmal vorweg, wäre ich immer vorsichtig, einer Netzpräsenz absolute Integrität zuzuordnen. Ich habe jedenfalls immer den Spruch vom «Hund im Internet» im Kopf 😉 Und auch ich werde meine Skrupellosigkeiten, Schwächen etc. haben. Zur Freiheit der Meinungsäußerung und Kritik gehört prinzipiell auch, mir erst einmal diese «Beteiligung an Grabenkämpfen» oder eine Inkonsequenz bzgl. «Google» (als Platzhalter) als Kritik in’s Blog schreiben zu können. Daran ist nichts verwerflich. Was aber unehrlicher, schlechter Stil und damit Trollgehabe in diesem Punkt ist: Wenn man auf anderen Weblogs die eigene und eigentliche Position und Perspektive kundtut, die zudem offenbart, gar nicht an einer ernsthaften Auseinandersetzung und Ernstnehmen des Kommunikationspartners interessiert zu sein — was sich dann auch im eigenen Thread bestätigt, was sich daran zeigt, dass tunlichst vermieden wird, auf die Gegenargumente einzugehen. Wenn man selbst im (Google-)Glashaus sitzt, sich aber trotzdem das Recht herausnimmt, gerade dies als Angriff und nicht als Kritik zu verwenden. Der offen formulierte und ggf. überdenkenswerten Kritikpunkt, dass meine Reaktion übertrieben sei, kommt ja dann erst nachträglich. Ich sage bewußt «in diesem Punkt», weil ich Farlion eigentlich nicht als Troll einschätze und sein Weblog gerne lese. Sorry, für diesen längeren Schwall hier, aber das wollte ich noch anmerken :)

  6. Chris sagt:

    Hi Kai, ich meinte nicht Deinen Kommentar-Wechsel mit Farlion, oder hat er etwas von Grabenkämpfen geschrieben. Der andere Herr war gemeint. 😉

    Zu Farlion ist anzumerken: Er macht im Moment auf adical-beschützen, weil wohl sein Kumpel Dobby da mitmacht. Anders kann ich mir seine «Ausfälle» bei Dir und Martina nicht erklären.

    Und ja, für mich ist rabenhorst eine Integrität im Netz, werfe mir blindes Vertrauen vor, mir doch egal… 😀 :p

  7. Oliver sagt:

    >wäre ich immer vorsichtig, einer Netzpräsenz absolute Integrität zuzuordnen.

    Ich vertrau dir jetzt knapp 9–10 Jahren, danke Kai nun machst du meine Welt kaputt 😉

  8. Kai Raven sagt:

    @Chris: Ach so. Nun, das oben Gesagte gilt auch in Bezug zu korrupt, dessen Kommentare ich nicht negativ aufgefasst hatte. Im Gegenteil — die angesprochenen Streitereien und Zersplitterungen kenne ich auch und die brauchen wir — für unsere Anliegen und bei unserer doch (noch) relativ geringen Macht — eigentlich nicht. Aber zu unserem «Anliegen» gehört nun mal auch grob gesagt, halbwegs «sauber» zu bleiben und dann auch kritische Punkte anzusprechen, trotz aller Solidarität und gemeinsamer Bootsitzerei.
    @Beide: LOL :)

  9. Usul sagt:

    »Aber Fachforen, ich wüßte nicht, wie die zu ersetzen sind.

    >Mailinglisten, Newsgroups — ob Security, Unix oder gar Windows im >wirklichen Pro-Bereich. Das diese immer noch massiv überleben ohne zu >schwächeln, hängt mit der Qualität dieser zusammen und die Beschränkung >auf reinen Inhalt.

    Sorry, aber ich finde rein von der Zugänglichkeit bzw. Usability Mailinglisten und Newsgroups furchtbar. Mag eine reine Marotte von mir sein, aber ich hab keine Lust, mir Mailinglisten zu abonnieren oder deren Archive im Web zu durchsuchen. Alle Mailinglistenarchive, die ich kenne, sind unbequem zu lesen. Hier kannst du mir gern Unwissenheit unterstellen, ich hab es ein paarmal versucht, bin aber nie mit diesem Medium warm geworden.

    »Blogs sind kein Ersatz dafür.
    >Das zeugt von begrenzter Kenntnis von Foren und gleichermaßen Blogs.

    Vielen Dank, dass du nach dieser meiner Einschätzung mir gleich mal Unkenntnis unterstellst. Könnte es einfach sein, dass die Geschmäcker verschieden sind?

    >In Foren werden Dinge bis in die Unendlichkeit diskutiert, meist ist schon der >initiale Aufhänger nichts wert,

    Das kommt wie immer auf die Teilnehmer an. Vielleicht kennen wir einfach unterschiedliche Foren bzw. haben andere Erfahrungen gemacht …

    >es gibt hingegen viele Blogs die recht große Anleitungen zu Verfügung >stellen. Etwaige Fehler dort werden stante pede moniert und in der Regel >korrigiert.

    Dafür habe ich bei Blogs massive Probleme, einer Diskussion zu folgen. Eine Mailbenachrichtigung wie hier ist leider die Ausnahme, Kommentarfeeds kein Ersatz, da mich in der Regel nicht die Kommentare auf alle Blogeinträge interessiert. Und manuell das Blog immer wieder aufrufen? Auch zu aufwendig.

    Das, was du über Blogs sagst (in diesem Abschnitt), mag stimmen. Aber es spricht nicht gegen Foren. IMHO ist eigentlich weniger das Medium schuld, sondern die Teilnehmer daran. Ich diskutiere lieber in Foren. Und das hat nichts mit Unkenntnis zu tun. Kannst du aber gern anderer Meinung sein 😉

  10. Usul sagt:

    Sorry für die schlechte Formatierung, aber eure Vorschau formatiert anders als das Endprodukt dann aussieht :( Aber ich hab mich auch ein bissel dämlich angestellt :)

  11. Oliver sagt:

    >Hier kannst du mir gern Unwissenheit unterstellen, ich hab es ein paarmal versucht, bin aber nie mit diesem Medium warm geworden.

    Keine Ahnung, bin damit quasi aufgewachsen. Aber es hängt mitunter auch am Mailprogramm und an der korrekten Darstellung. Noch ein Urgestein des Netzes btw. Newsgroups.

    >Dafür habe ich bei Blogs massive Probleme, einer Diskussion zu folgen.

    Das ist normalerweise auch nicht der Sinn von Weblogs, da ist man in Foren/Newsgroups/MLs besser aufgehoben.

    >Könnte es einfach sein, dass die Geschmäcker verschieden sind?

    Natürlich, aber wenn du initial den omnipotenten Charakter von Foren ins Rampenlicht stellst — so kontere ich da einfach. Das das Informationspotential dort größer ist, insbesondere Fachbereichen, läßt sich gar recht einfach beweisen. Optik, okay das ist Geschmackssache, den Inhalt jedoch kann man belegen und darum ging es auch Chris im obigen Text.

    >IMHO ist eigentlich weniger das Medium schuld, sondern die Teilnehmer daran.

    Foren provozieren diese Art von Teilnehmern. Es wäre jetzt schon arg gemein wenn ich da sage, der Optikfaktor wirkt da als natürliche Firewall bei den anderen Medien spartanischer Natur 😉

    >
    Vielleicht kennen wir einfach unterschiedliche Foren bzw. haben andere Erfahrungen gemacht ?

    Stimme ich dir zu, ich nenne dir mal jetzt das G:b, CC-CB, CSB, EFB, Linux Forum, Unixboard, BSDForen, BSDGroup, Debian Forum, root Forum, Land Community, Desert Inn, s’kneiple, Fontboard, DesktopBSD Forum, Forumbase (Computerbase) usw. in vielen dieser bin ich seit Gründung jener dabei, in einigen davon wirkte ich im Team mit … Chris übrigens zum Teil auch. Und wir waren dort beileibe keine passiven Mitglieder.
    Dazu kenne ich noch Deutschlands bekanntestes Politikforum sehr gut, berühmt und berüchtigt — bestätigt übrigens auch Chris obige Aussage, obwohl es ein Spezialforum ist. Ich schaue mir auch neue, interessante Foren immer wieder an — letztens das Forum der Fremdenlegin *g*, aber ich erwarte nicht mehr viel.

    Was faul ist in der Forenwelt, beschrieb ich übrigens schon mal hier

    http://www.fixmbr.de/foru.….meinung/

  12. Usul sagt:

    Aber es hängt mitunter auch am Mailprogramm und an der korrekten Darstellung.

    Es hängt im Wesentlichen damit zusammen, dass ich diesen Kram gar nicht bei mir zu Hause bzw. in einem Mailprogramm haben will … Der soll schön im Netz gebunkert werden, nicht auf meiner Platte.

    Was mich bei den üblichen Archiven im Web stört: Pro Mail eine Seite. Wenn man einen ganzen Diskussionsthread verfolgen will, ist man nur am Klickern. Gibt es ein Mailinglistenarchiv, wo man einen gesamten Diskussionsthread auf einer Seite dargeboten bekommt? Ich hab mir mal so ein Tool geschrieben, was das macht, als ich mal eine Zeitlang (paar Monate) eine Mailingliste verfolgt habe … Aber das Wahre ist das nicht.

    Das ist normalerweise auch nicht der Sinn von Weblogs, da ist man in Foren/Newsgroups/MLs besser aufgehoben.

    Genau. Und wenn man Newsgroups/ML nicht mag, bleibt nur übrig … das ist aber mein persönliches Problem 😉

    Foren provozieren diese Art von Teilnehmern. Es wäre jetzt schon arg gemein wenn ich da sage, der Optikfaktor wirkt da als natürliche Firewall bei den anderen Medien spartanischer Natur

    Man könnte auch boshafter sagen, die Einstiegshürde bei Newsgroups/ML sorgt für eine gewisse Elitebildung :p

    Zur Forenliste: Einige davon habe ich auch regelmäßig besucht bzw. tue es immer noch. Ich fande diese immer durchaus gut, vielleicht haben wir auch einfach andere Streßlevel, wann wir von etwas Abschweife genervt sind …

  13. Oliver sagt:

    >Gibt es ein Mailinglistenarchiv, wo man einen gesamten Diskussionsthread auf einer Seite dargeboten bekommt?

    Türlich, Gmane und viele andere.

    >sorgt für eine gewisse Elitebildung :p

    Hab ich da z.B. mal kein Problem damit, sorgt für Qualität.

    >Ich fande diese immer durchaus gut, vielleicht haben wir auch einfach andere Streßleve

    Nimm einen sogenannten Powerposter, der sich wirklich und tatsächlich in die Community einbringt, mehr mit Hilfe als mit gebashe und du hast das Problem — dazu noch alles mit x Jahren multipliziert und fertig ist es. 98/99 ins erste reingestolpert, 2006 aus den letzten raus. Heute moderiere ich noch in einem reinen Supportforum und laufe in ein paar US Unix Foren umher, jedenfalls ab und an.
    Streß nein, bei dem Pensum das ich hatte wären andere schon kolabiert :D, einfach nur — da ist nichts mehr.
    Wir reden ja auch nur von jahrelanger massiver Erfahrung, wenn da nun einer heute ins Netz stolpert und morgen in ein Forum — was sollen wir dem erzählen, warum soll er uns glauben? Er kann wenn er will, ebenso wie man mit uns im Prinzip nicht mehr über den Sinn von Foren diskutieren muß. Irgendwann macht auch derjenige die Erfahrung und denkt vielleicht mal zurück 😉

    Wenn wir, Chris und meinereiner, etwas machen, dann richtig. Unser Blog steht hier knapp über 1 Jahr und hat teils mehr zu bieten als das Gros langjähriger Blogs. Gleiches war auch usus in der Forenwelt, entweder richtig oder gar nicht. Mit dieser «Arroganz» blicken wir da auch zu manchen herüber die da ganz große Töne spucken, paßt denjenigen nicht, c’est la vie.

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