Fonts soweit das Auge reicht …

freiefonts.jpg

Freie Fonts gibts eine ganze Menge, gigantische Font-Sammlungen teils, aber welche davon sind wirklich frei und können ohne Reue genutzt werden? Welche genügen darüber hinaus auch prof. Ansprüchen? Ich meine hier nicht unbedingt den Grafiker in irgendeiner Firma. Die Auswahl ist damit schon gewaltig beschränkt. Deshalb hier ein paar in der Übersicht. Die Bilder zeigen jeweils nur einen Font aus der jeweiligen Fontfamilie.

Übrigens all diese Fonts sind überall dort tauglich, wo OpenType/TrueType verarbeitet werden kann.

Als erstes wären da die bekannten Bitstream Vera Fonts zu nennen, die es hier als Päkchen zum Download gibt.

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Einen Ableger dieser Bitstream Fonts stellen die, ebenfalls bekannten, DejaVu Fonts dar. Das Päkchen für den Download erhält man hier.

dejavu.jpg

Gentium wäre der nächste inzwischen recht bekannte Kandidat innerhalb der freien Schriften. Download hier.

gentiumalt.jpg

RedHats neue Liberation Fonts, die da Dilema mit den Windows Core Fonts beseitigen sollen, erwähnte ich schon gesondert hier. Da noch das Hinting fehlt, bleibt diesen zumindest die prof. Anwendung versagt. Eine sehr gute Qualität auf dem Bildschirm bieten sie dennoch.

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Linux Libertine darf natürlich auch nicht unerwähnt bleiben, eine gute Schrift und dazu auch frei. Den Download findet man hier.

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Die Schrift im F!XMBR Header darf natürlich auch nicht fehlen, Yanone Kaffeesatz. Download ist dort unter den Links zu finden.

kaffeesatz.jpg

Dazu gehört natürlich dann auch die Erwähnung von Yanone Tagesschrift. Download an gleicher Stelle.

tagesschrift.jpg

Fontin ist ebenso ein ansprechender Font, Download und Info hier.

fontin.jpg

… aus gleichem Haus auch Delicious,

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… ebenso Tallys,

tallys.jpg

Fertigo

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… und last not least Diavlo.

diavlo.jpg

Und wirklich nun zum Schluß, Cardo,

cardo.jpg

JustOldFashion

fashion.jpg

und DayRoman. Nutzungsrechte.

dayalong.jpg

Natürlich gibts noch tonnenweise von freien Fonts, die irgendwie benutzbar sind, aber irgendwie auch nicht. D.h. diese residieren in gewaltigen Fontsammlungen, man bekommt jedoch in der Regel keine weiteren Informationen bezüglich der Verwertbarkeit. Darüber hinaus sind viele dieser vorfindbaren freien Fonts in diversen Sammlungen oft genug Abwandlungen anderer Fonts, die vom Autor guten Gewissens der Allgemeinheit zu Verfügung gestellt wurden.

Wer darüber hinaus noch weitere Fonts kennt, kann diese in den Comments antackern. Bitte jedoch nur mit einwandfreier Herkunft, aus der sich auch der Verwendungszweck erschließen läßt :)

Addendum:

Die unten in den Kommentaren erwähnte LidoSTF,

lido.jpg

sowie Stencilul sehen beide auch nicht schlecht aus.

stencilul.jpg

12 Antworten zu “Fonts soweit das Auge reicht …”

  1. asynchron sagt:

    Die Lido STF von Stormtype (frei ladbar bei Stormtype.com) ist auch ein ganz reizender Ersatz für Times und Konsorten, subjektiv noch angenehmer als Gentium, Linux Libertine etc.

  2. […] Zur Zeit haben wir es mit den Fonts. 😉 Oliver sprach mich gestern darauf an, dass meine Screenshots grundsätzlich unscharf seien (hm, bei mir und was unscharf *grübelt*). […]

  3. Grainger sagt:

    Passend zum Thema Fonts und angeregt durch Chris Artikel zum Thema ClearType unter Windows XP aktivieren wollte ich mal auf die

    Microsofts Font Properties Extension

    aufmerksam machen.

    Erweitert den Eigenschaftsdialog von TTF– und OTF-Fonts ganz enorm (und kostet nichts):

    Microsofts Typography

  4. ignorant sagt:

    Ich möchte mich Graingers Hinweis anschließen. Mit den Font Properties Extensions erfährt man nämlich einiges darüber, was man mit den jeweiligen Fonts anfangen kann und darf. Mit den meisten »freien« und billigen nämlich nicht viel mehr als Auf-dem-heimischen-Monitor-angucken. Und versteht dann plötzlich, warum der Flyer so komisch aussieht, wenn man ihn beim Drucker abholt, obwohl die PDF zuhause doch okay war: Weil der Font nämlich nicht zulässt, dass er in eine Datei eingebettet wird.

    Ein Blick in die erweiterten Eigenschaften hilft, derartigen Ärger zu vermeiden oder umgehen.

  5. Oliver sagt:

    Die Fonts hier wurden allesamt von Profis erstellt (bei einem bin ich mir nicht sicher), dazu haben einige von diesen auch Preise bekommen.

  6. ignorant sagt:

    Dann gucken wir doch mal zum Beispiel in die Eigenschaften der Fontin Sans: «Print & Preview embedding allowed; fonts may be embedded in documents, but must only be installed temporarily on the remote system. Documents can only be opened read-only.»

    D.h.: Druckvorstufe sollte damit klappen. Aber die Schrift in eine Word-Datei einbetten und dem Kollegen zur Weiterbearbeitung geben, ist schon nicht mehr möglich. (In der Praxis macht das zugegebenermaßen sowieso kaum jemand.)

    Was das Freisein angeht also: Naja.

  7. Oliver sagt:

    >Was das Freisein angeht also: Naja.

    Ahm free as in freedom, mit dem Gesülze läuft hier ohnehin nichts. Alles weitere findet man auf den entsprechenden Seiten, wie auch oben erwähnt. Wirklich frei meint, vielleicht mißverständlich, einfach da steht auch dabei wo man es überall verwenden kann. Wirklich frei wäre z.B. für den GPL-Fetisch nicht-kommerziell und für andere frei überall nutzbar. DESWEGEN SELBST LESEN, ES HÄNGT VOM KONTEXT AB!

    >Aber die Schrift in eine Word-Datei einbetten

    Word? Einbetten? Keine Bereiche die mich irgendwie interessieren — ich stelle die Dinge nur aus meinem Kontext vor. Und Windows ist für mich definitiv kein Thema.

  8. phoibos sagt:

    moin moin,

    kein freefont, aber auch im demobereich schon sehr umfangreich und mit 15€ auch nicht zu teuer: alphabetum. insbesondere für altphilologen interessant und solchen, die gerne mal obskure schriften verwenden.

    http://guindo.pntic.mec.e.….eng.html

    der autor ist professor für antikwissenschaften und ein sehr freundlicher mensch. die shareware-version deckt folgende sprachen ab:

    [quote]Alphabetum is a large font (over 5,490 characters in version 9.00) and it has been specifically designed to type classical and medieval LATIN (including long and short vowels, epigraphical signs, Mediaeval abbreviations and metrical symbols, among others), GREEK (including vowels with macron and breve, metrical signs and many other characters missing in most fonts), OLD ITALIC, (Etruscan, Oscan, Umbrian, Picene, Faliscan, Messapic etc), IBERIAN, CELTIBERIAN, OLD NORSE, KHAROSTHI, OGHAM, OLD PERSIAN cuneiform, GLAGOLITIC, OLD CYRILLIC, COPTIC, BRAHMI, AVESTAN, LINEAR B, PHOENICIAN, CYPRIOT, Ancient Greek musical notation, Ancient Greek acrophonic numerals, New Testament editorial symbols, Ancient Greek papyrological numbers, Aegean numbers and OLD & MIDDLE ENGLISH, but this font includes support for most of the Latin-based European languages (Esperanto, English, Spanish, French, German, Dutch, Italian, Polish, Romanian, Hungarian, Turkish, Danish, Norwegian, Swedish, Finnish, Icelandic, Estonian, Latvian, Lithuanian, Croatian, Slovak, Czech, Welsh, Gaelic, Catalan and Portuguese), Modern Greek, most of the Cyrillic-based languages (Russian, Byelorussian, Bulgarian, Macedonian, Moldavian, Ukrainian, Azerbaijani/Azeri, Abkazh, Kazakh etc) and most of the Devanagari-based languages (Hindi, Nepali, Marathi, Bihari etc) most of the Bengali-based languages (Bangla, Assamese, Manipuri etc), Hiragana , Katakana and Bopomofo. It also includes all IPA symbols, phonetic modifiers and tone letters. [/quote]
    ich weiss, ich bin mit diesem font offtopic, aber für einen solchen schatz lohnt es sich immer wieder werbung zu machen. (wenn zu sehr offtopic bitte löschen :-))

    ciao
    phoibos

  9. […] Gruftie-Treffen Den Font selbst findet man dort. Noch mehr freie Schriften findet man z.B. auch hier […]

  10. phoibos sagt:

    moin,
    ich fledder heute mal alte einträge *g*

    ich bin doch immer wieder erstaunt, wie beliebt comic sans ist. das einzige, was für comic sans imo ist, ist die gute unterscheidbarkeit der einzelnen zeichen. beim rumstöbern zum thema accessibility wird die comic sans häufig empfohlen, weil menschen mit einer leseschwäche diese schrift leichter identifizieren könnten. jetzt hab ich dazu auch ne alternative gefunden, eine comic sans ohne comic quasi:

    Klickidiklick

    ciao
    phoibos

  11. Oliver sagt:

    Apple hat oder hatte Chalkboard und nutzte auch auf diversen Keynotes Comic Sans.

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