Fluxbox 1.0 — der Windowmanager

Aus dem ehemaligen Blackbox Windowmanager gingen einige Ableger hervor, Fluxbox beispielsweise blickt nun schon auf eine 6-jährige Entwicklungszeit zurück. Lange Zeit, seit knapp 4.5 Jahren, verharrte dieser schlanke WM in der Version 0.9.x, bis just die finale Version 1.0 erschien. Neben diversen Bugfixes bringt diese neue Version auch einen neuen default-Style (bloe) mit, dazu jede Menge anderer interessanter Styles. Das Gros der Fluxbox-Funktionalitäten ist inzwischen auch via Script erreichbar etc. Man sieht also die Zeit wurde ausgiebig genutzt, um ein stabiles und qualitatives Stück Software abzuliefern :)

Imo entsprechen Windowmanager auch mehr UNIX bzw. KISS, diese kompletten Desktop-Environments wurden mit all ihren Ecken und Kanten, sowie dem massiven Verbrauch an Ressourcen, Windows nachempfunden. Der Stallgeruch ist offenbar, die Ähnlichkeiten frappierend. Unter MacOS, unter Windows, unter KDE, selbst damals auf dem Amiga galten bzw. gelten die mitgelieferten Anwendungen als Ballast, allenfalls in der anfänglichen Übergangszeit hatten diese einen Nutzen, bis besseres erschien. Prinzipieller Vorteil: Icons auf dem Desktop? Selbst das ist ressourcenschonender machbar. Go for WM 😀

19 Antworten zu “Fluxbox 1.0 — der Windowmanager”

  1. Mattias sagt:

    [wmFlame]
    WM2 regelt. Kein Versionschaos. Dieser Windowmanager ist einfach fertigentwickelt und kann nicht mehr verbessert werden:

    http://www.all-day-breakf.….com/wm2/
    [/wmFlame]

  2. tante sagt:

    _Niemand_ braucht Icons auf dem Desktop. Auf dem Desktop liegen die Anwendungen, d.h. die Icons wären also eh verdeckt.

    Das ist Unfug.

  3. Oliver sagt:

    Schau dir mal die üblichen Desktops (Windows, *nix, etc.) an mit den Fluten an Bildchen, dazu den überladenen Startmenues 😉

    MacOS, Windows, KDE … nicht in der Reihenfolge der Aufzählung.

  4. tante sagt:

    Hey ich nutze Gnome (was für Dich ja dazu gehört), trotzdem hab ich keine Icons auf dem Desktop 😉

    Diese «Icons auf dem Desktop» Sache ist einfach nur ne schlechte Angewohnheit.

  5. Oliver sagt:

    Ich habe mal diese schlechte Angewohnheit, die im Prinzip überall anzutreffen ist, mehr oder weniger oben verdeutlicht 😀

  6. phoibos sagt:

    klar gehören icons auf den desktop. so habe ich schnellen zugriff auf die dinge, an denen ich grad arbeite. andere mögen sich durch endlos verschachtelnde menüs klicken wollen, noch andere komplette pfad auswendigkönnen und in eine cmd-shell tippen, doch für mich ist das nichts.
    interessant finde ich im übrigen, dass keine mir bekannt shell an die funktionaliät des totalcommanders rankommt bei entsprechender schlankheit.

  7. Derf sagt:

    Fluxbox bietet mit ~/.fluxbox/keys eine sehr einfache Moeglichkeit, Programme auf Tastenkombinationen zu legen. Es geht also auch ohne Menue– oder Shellarbeit 😉

  8. Oliver sagt:

    Japp wollte ich gerade noch erwähnen. Die Microsoftsche Vorgabe glänzte noch nie mit Innovation, nicht einmal im Ansatz.

    >andere mögen sich durch endlos verschachtelnde menüs klicken wollen, noch andere komplette pfad auswendigkönnen

    Siehe mein Vorredner. Und zu den Pfanden sage ich nur eines, Leute die die Konsole nutzen, machen dies ob der Effizienz. Stichwort: Pfad. Auch die Konsole unter Windows, mal abgesehen vom guten Ansatz der Powershell, ist nicht einmal mit Konsolen von Unix Maschinen aus den 70ern vergleichbar 😀

  9. Saviola sagt:

    Also unter Windows kann ich Launchy empfehlen, man kann die Indizierung auf bestimmte Ordner und Dateitypen beschränken und es gibt noch eine andere nette Features. Einziges Manko vielleicht: Bis zu 10 MB frisst es während des Laufens (was ja eigentlich immer ist), wobei das in der heutigen Zeit von mehreren GB RAM ja auch immer mehr an Bedeutung verliert.

    Grüße,
    Saviola

  10. Chris sagt:

    Ich hab gerade mal nachgeschaut, bei einem meiner vielen Versuche, Linux-Tagebücher 😀 habe ich Fluxbox auch schon mal ausprobiert, eine frühere Variante, hat mir vom Aussehen her sehr gut gefallen…

  11. derhans sagt:

    Das sympathischste an fluxbox ist, dass er so erfrischend unspektakulär ist. Schlank, einfach, alles was man braucht. Weder der Versuch den Desktop zu revolutionieren, noch zentnerweise sinnloser «eye-candy». Hab fluxbox persönlich schon ne ganze weile nicht mehr benutzt, weil wmii (http://wmii.suckless.org/) mir persönlich sehr viel mehr zusagt, aber jemand mit weniger Ansprüchen sollte mit fluxbox sehr glücklich werden.

  12. Fluxbox wird erwachsen…

    Fluxbox wird erwachsen

  13. Ben sagt:

    Ich empfehle einen Blick auf FVWM. Sehr resourcenschonend (braucht hier ~4MB RAM + ca. 4MB für Pager und TaskBar-Modul) und komplett programmierbar, nettes & aktives Entwicklerteam.
    Default-Aussehen und Einstellungen sind IMHO abstoßend, aber das kann man ändern.

  14. Ben sagt:

    whoops. Wäre nett, ihr würdet gleich mal die Links fixen *liebguck*

  15. Oliver sagt:

    fvwm setzte ich mal unter Redhat 4 ein und nutzte ihn auch ein paar Jahre mit kleinen Modifikationen. Ein WM aber der erst zur vollen Blüte kommt, wenn ich mich ein paar «Monate» mit der Konfiguration beschäftige hats bei mir verdorben. Nicht das ich faul bin, aber ich arbeite gerne mit solchen Dingen, ob des KISS Prinzips und um letztendlich die Effizienz zu steigern.

  16. FieserKiller sagt:

    Also ich hab mir angewöhnt einfach nen eigenen window manager nach meinen bedürfnissen zu bauen. einfach die sachen die man braucht in die ~/.xinitrc eintragen, fertig. Derzeit sind es compiz-fusion,emerald und screenlets. Mehr braucht man(oder nur ich) nicht.
    compiz+emerald sorgen für nen netten look und hohe effizienz da dank flexibler keybindings die hände fast nie zur maus bzw touchpad müssen.
    screenlets sind im endeffekt eine api für python mit X11 inputevents und der ganzen modernen composite ARGB, SVG, etc goodness. Damit kann man sich selbst bei bedarf was sinnvolles auf den bildschirm zaubern oder auf fertige screenlets zurückgreifen. Ich hab aktuell eine Uhr, ein Firefox-Icon und ein Terminal-Icon drauf.
    So startet der schleppi >10sek und hat nen mem footprint von ca 70mb nach dem booten, damit kann ich gut leben.
    Mein Desktoprechner am Arbeitsplatz ist gezwungenermaßen mit winxp versehen, das hält einem die unterschiede in den gui paradigmen täglich vor augen.
    Für mich funktioniert das unixoide modell einfach besser — ich _fühle_ mich im terminal produktiver, das verhalten ist ziemlich deterministisch, die konzepte mächtig(pipes, regex, usw.).
    Windows, kde, gnome, und konsorten sind wohl für viele nicht so technikaffine menschen intuitiver zu bedienen, diese desktopschreibtisch metapher ist für jeden leicht zu begreifen, aber ich möchte in meinem Rechner keinen schreibtisch sehen, denn er ist keiner. Er ist eine Maschine der ich eindeutigeeeeeee anweisungen geben will und exakte, eindeutige ergebnisse erwarte, und bei anweisungen nach dem motto «mach irgendwas mit allen bildern aller unterverzeichnisse vom letzten jahr sind» ist die schreibtischmetapher am ende, aber es gibt für den fall schon ne neue: Der richtige Assistent erledigt das schon für uns…

  17. Tobias sagt:

    Nun ja. Die allgemeine Begeisterung für Fluxbox kann ich teilen, auf meinem alten Pentium war das auch mein bevorzugter WM (zusammen mit SLIM fürs grafische Login). Aber seitdem der neue Laptop da ist läuft dort auch GNOME. Warum auch nicht? Das meiste mache ich eh über Konsole, aber wenn ich mal was anderes brauche liefert GNOME es mit großer Wahrscheinlichkeit frei Haus mit. Ist vielleicht nicht KISS aber bequem 😉

  18. Oliver sagt:

    Es ist eine Begeisterung für WM, nicht FB per se. Ich habe es seit Mitte der 90er so gemacht, zwischendurch auch die beiden großen Ungetüme verfolgt, mal desöfteren auch in das «Leichtgewicht» Xfce reingeschaut, aber alles in allem sah ich nie einen Grund derartiges dauerhaft zu installieren. Sprich da bietet sich bis heute kein Vorteil außer ein gutes Plus an Behäbigkeit bzw. Ballast in Form unnützer Applikationen.
    Selbst Leuten die eine Abneigung gegen die Console haben installiere ich einen WM, dazu einen flinken FM etc., ohne das diese irgendwelche Einschränkungen haben.

    Übrigens arbeite ich bei DesktopBSD mit und propagiere bei diesem «KDE-System» auch den Nutzen für den Desktop. Da oben steht *meine* Meinung zu dem Thema, kein Gesetz für andere. Mir ist es ziemlich schnuppe, bis zu dem Punkt, wenn dieser Desktop-Crap auch teils Voraussetzung ist für diverse Programme, die ich z.B. einsetzen muß.

    Z.B. setze ich auch kein OO (mehr) ein, da dieser Bollide für das wirkliche Arbeiten mit Texten (100+ Seiten, Bildmaterial etc.) ebenso wenig geeignet ist wie sein Pendant aus Redmond. Ich nutze LaTeX, nicht weil es cool ist und weils KISS ist, sondern weils *praktisch* ist und auch *immer funktioniert*. Selbiges bei den erwähnten WM.
    Und für die Schönheit, jo mei da hab ich meine Frau für, da hänge ich mir ein Bild hin oder stelle irgendeine Antiquität auf den Schreibtisch :)

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