Flash ohne Flash

Flash ist vielen ein Dorn im Auge, Stallman sieht darin die Freiheit bedroht, anderen sehen eine Zermüllung des Netzes, ich sehe darin zumindest momentan einen probaten Weg Streams zu transportieren, wiederum andere — BSD — können sich nicht einmal aufregen, weil sie in der Regel erst gar nichts zu sehen bekommen 😀

Der Miro-Player wäre nun eventuell ein Mittel dieses Problem zu lösen, allerdings ist das Stück Software immer noch arg von Instabiliäten geplagt und lahmt desöfteren. Was also bleibt? Eine andere Lösung muß her, clive wäre da zum Beispiel etwas. Clive ist ein wenig Python-Fu für die Konsole und bietet allerlei Optionalitäten, um dem begehrten geflashten Video habhaft zu werden. Die grundlegende Funktionalität ist denkbar einfach, man schnappt sich den regulären Youtube-Link, klemmt diesen hinter clive in der Konsole und los geht die Fahrt — nach ein paar Sekunden sollte das begehrte Video auf die heimische Platte gebannt sein. Aber halt bei Youtube & Co schaue ich direkt live zu und muß nicht warten? Eile mit Weile junger Padawan, denn auch mit den Unterbrechungen mußt du am Vorabend leben und was könnte wohl nicht nerviger sein als das Video der Musikhelden die Doku stotternd anzuschauen? Eben und so hat man den vollen Genuß und die paar Sekunden Wartezeit verbucht man unter einem entschleunigten Leben 😀

Natürlich wäre das alles nur der halbe Spaß, wäre man auf Youtube beschränkt. Denn wie könnte es anders sein, zu den Flash-Kritikern gesellen sich auch gerne die Youtube-Kritiker. Ergo nutzt man z.B. gerne in Deutschland sevenload und o Wunder auch dabei kann clive dienlich sein, darüber hinaus gesellen sich noch Google Video, Daily Motion, Guba, Metacafe und Myvideo zur illustren Runde der proprietären Spielverderber. Rohre verlegen kann man natürlich auch, sprich UNIX-Pipe-Magic umschifft u.U. je nach Gusto die Konsole und wer will darf gleichsam reencoden, um dem Format der Wahl zu fröhnen. Der Fantasie sind auch hier keine Grenzen gesetzt, das Cheat Sheet zu clive ist da eventuell ein Hort so mancher Idee :-)


2 Antworten zu “Flash ohne Flash”

  1. Peterle sagt:

    Hmm, also ich hab bisher immer einfach ripzor oder keepvid (je nachdem welches gerade funxt) zum flv-download benutzt. Einfach nur «abspielen» von flv Dateien klappt übrigens auch ganz gut mit dem vlc player, für den remix entpacken (also z.B. als mjpeg-video+pcm-audio avi speichern — oder welchen container auch immer die schnittsoftware am liebsten mag) ist mencoder recht gut geeignet. Wer für die künstlerische betätigung ein geschlutztes video mit spezialkompression einfach nur konvertieren will, ohne windows zu installieren und die installation dann noch mit wegen patentstreitigkeiten nur als trojanerverstrahlte «internetversion» erhältlichen codecs zu vervollständigen, dem sei empfohlen es einfach mal testweise bei youtube hochzuladen. ^^

  2. Oliver sagt:

    >Wer für die künstlerische betätigung ein geschlutztes video mit spezialkompression einfach nur konvertieren will

    In der Regel bekommt man inzwischen Mpeg4, wenn man es richtig anstellt.

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