Filesharing — Die Lösung

SternTV ist ja nicht gerade durch überragenden Journalismus bekannt — im Gegenteil: Gefälschte Berichte waren da mal großes Thema, beim Stern selber erinnert man sich noch mit Freude an die Hitler-Tagebücher oder den Bundestags-Wahlkampf 2005, als man offen Partei für Angela Merkel ergriff, jegliche Objektivität vermissen ließ (sehr diplomatisch ausgedrückt). Heute hatte man das Thema Filesharing — Wie Kinder zu Kriminellen werden. Wenn andere Beiträge in diesem Magazin ähnliche Qualität haben, kann man nur die Hände über den Kopf zusammenschlagen. Da saßen also der mehrfach ausgezeichnete Journalist Günther Jauch, die beiden Anwälte und Experten Clemens Rasch und Christian Solmecke im Studio, und was kam dabei raus? Als Fazit, als Rat wurden den Menschen mit auf den Weg gegeben, deinstalliert die Filesharing-Programme. Kein Scherz — der Lösung für das Problem Filesharing liegt darin, eMule, den Esel & Co. zu deinstallieren. Das ist mal investigativer Journalismus. Wow, ich bin begeistert. Da muss man erstmal drauf kommen.1

  1. Nur was macht dann der Opensource-Bereich, indem ja auch P2P oder Torrent sehr beliebt ist, da die Server entlastet werden, Traffic sich kaum finanzieren lasst. Fragen über Fragen… []

7 Antworten zu “Filesharing — Die Lösung”

  1. name sagt:

    na ja ich hab den Beitrag nicht gesehen, aber auf den Computer meiner Kinder (wenn ich welche hätte 😉 ) würden keine Filesharing Programme dulden.

    Und ich würde auch jedem raten, die Programme nicht auf seinem Rechner installiert zu haben.

    1. Einfallstor für Viren, Würmer und Trojaner
    2. Genau aus dem oben genannten Grund

    okay die Programme haben wie es oben angemahnt wird eine Daseinsberechtigung, wegen der Verbreitung von Opensource.

    Allerdings würde ich diesen Rat auch keinem geben, der sich mit Computersachen auskennt.

  2. Donalduck sagt:

    Aber die Programme sind doch ILLEEEGAAAAL!!!!
    😛

  3. Chris sagt:

    Genau, und Donald am Spieß hatte ich heute Mittag… 😀

  4. Falk sagt:

    @name: Siehste mal, wie unterschiedlich man das Thema bewerten kann. Ich empfehle JEDEM, der mich danach fragt, die Benutzung von Torrent. Um einfach und sinnvoll LEGALE Angebote wie beispielsweise Jamendo nutzen zu können. Und eben diese Anwendungen sind Grund genug, meinem Kind nicht die Nutzung der Programme zu verbieten. Sondern darüber aufzuklären, was es heisst, Respekt vor der Leistung Anderer zu haben.

  5. Oliver sagt:

    Die typische deutsche instrumentelle Konditionierung. Wurde wohl im Preußenländle anno tobak initiiert und erreichte in der Kaiserzeit ihre perverse Blüte, auch ein Markstein der zur späteren unseligen Zeit führte. Warum 68er & Co läßt sich damit auch zum Teil erklären, der Ausbruch war einfach ein Muß und heute erlebt man vielerorts in der Gesellschaft eine Renaissance dieser albtraumhaften Werte. Nun ja auch das ist Freiheit, jeder halt nach seiner Couleur.

  6. flori sagt:

    tja, ob man mit diesen «programmen des teufels» auch open source programme sinnvoll verteilen kann, wird der musikindustrie und deren lakaien ziemlich egal sein…

  7. Falk sagt:

    Und dies ist mir doch genauso egal. Ergo eine Win-Win-Situation. Ich hab nette Programmen, mit denen ich Musik tauschen kann und die versuchen ihren Popmüll zu vermarkten. Man lässt sich gegenseitig in Ruhe und gut ist…und an der Stelle klingelte der Wecker.

    Allerdings zeigt die derzeitige Entwicklung, egal wieoft der Spiegel und angeschlossene Stationen hetzen, daß ein Umdenken zumindest bei den eigentlichen Rechteinhabern (nicht deren Verwertern) einsetzt. Auf deutsch: Wer Wind sät, wird Sturm ernten und die Ernte der Musikindustrie ist ein desolates und kaputtes Geschäftsmodell, was grad langsam zu Staub zerfällt. Sie hatten 8 Jahre und länger Zeit, die Chancen zu sehen und haben sie ausgeblendet. Ein «selbst schuld» triffts da noch recht harmlos. Und das hierzulande mittlerweile auch Staatsanwälte und Gerichte auf Anfragen der räudigen Hunde*sorry*Anwälte der Musikindustrie eher unwirsch reagieren, ist auch ein offenes Geheimnis. Nur hat dies noch nicht die Gesetzgebung erreicht, die entgegen dem gesellschaftlichen Willen lieber Lobbiegesetze wie das geänderte Urheberrecht beschliessen.

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