Filesharer aufgepaßt, neues P2P Urteil

Gemeinhin stellte sich die Sache in der Regel derart dar, bist du der Inhaber des DSL-Anschlusses, so bist du auch gleichbedeutend mit jenem, der sich vor dem Kadi die Ehre geben darf den Kopf hinzuhalten für den Scharfrichter der Industrie. Das OLG Frankfurt urteilte jedoch just gegenteilig, indem es dieser allgemeinen Auffassung widersprach. Anhaltspunkte, die auf mögliche zukünftige Urheberrechtsverletzungen schließen lassen könnten, müssen gegeben sein, damit eine Überwachungspflicht und somit auch eine Verantwortung des Inhabers überhaupt erst in Kraft treten kann. Sprich ein Rechtsbruch in der Vergangenheit wäre Anlaß den Anschluß sorgsam zu überwachen, die Möglichkeit per se jedoch illegale Dinge mit einer Internetverbindung zu tätigen ist kein valider Punkt. Bei Minderjährigen langt zudem, wie in diesem Fall, die glaubhafte Versicherung in puncto Aufklärung und diese ist auch nur bei jenen notwendig. Ergo 1a Blattschuß gen Industrie.

heise

2 Antworten zu “Filesharer aufgepaßt, neues P2P Urteil”

  1. Laura sagt:

    Das hört sich doch mal recht gut an. Allerdings kann ein anderes Gericht auch schon wieder anders entscheiden. Aber immerhin gut zu wissen, dass manchmal doch die Vernunft siegt…

  2. Oliver sagt:

    Rechtssicherheit gibts natürlich keine, auch wenn das einige «Netzanwälte» gerne versprechen.

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