Fedora Werewolf

Das scheint wohl die Antwort der Schlapphüte auf den mutigen Affen zu sein. Von RedHat 4 damals war ich beispielsweise recht begeistert, obwohl gerade zu jener Zeit der Begriff rpm-hell wohl noch seine herausragendste Bedeutung inne hat, wenn nicht gar geprägt wurde. Aber die Distro kam rund herüber und schon recht professionell. Fedora später machte auch Geschmack auf mehr, 1, 2, 3 und vorbei, die Version 4 des Schlapphuts ließ die Qualität imho stark schleifen. Kam man denn soweit das System überhaupt zu installieren, sah es natürlich wieder ein wenig anders aus, aber oft genug wurde einem schon in der Boot-Phase ein Strich durch die Rechnung gemacht. 5, 6 , 7 konnten da auch nicht wirklich überzeugen, gar bekam man den Tipp erst einmal ein bis zwei Monate nach dem Release zu warten. Nur mal ehrlich, Opensource schickte sich an es besser zu machen und wenn tatsächlich das Gros der User wartet verbessert sich überhaupt nichts, weil kaum einer diese Showstopper meldet.

Aber es gibt auch gutes zu berichten, das Design z.B. verbesserte sich von Version zu Version und auch die Stimmigkeit auf dem Desktop erfuhr von Release zu Release eine positive Erneuerung, selbst die Probleme mit den diversen Repositories bekam man teils in den Griff. Aber wenn man letzteres erwähnt muß auch eine Krankheit erwähnt werden, die die Anwendung von Fedora in der Praxis recht nervig macht. Ubuntu, Suse und selbst Debian haben ihre unfreien Quellen im Angebot, bei Fedora aber gereicht die Sache zu einem zünftigen Martyrium. Wenn Freiheit den User gängelt ist man imho doch ein wenig übers Ziel hinaus geschossen — darüber sollte man sich vielleicht einmal Gedanken machen. Denn letztendlich, wie schon erwähnt, schickte sich Opensource an es besser machen, besser für den User.

Auf Fedora FAQ macht man sich schon seit den ersten Versionen Gedanken um diesen Umstand und wie man diesem Dilemma abhelfen kann, nun auch für Fedora 8. Warum und wieso erfährt man hier Forbidden Items, warum und wieso es andere können, keine Ahnung1 . Aber wie dem auch sei, ich denke Fedora hat seinen festen Platz eingenommen. Wenn man diese unsäglichen Showstopper zu Beginn eines neuen Release minimieren könnte, wäre wohl auch die Verbreitung wie damals mit FC3 von mehr Erfolg gekrönt. Ein Feature müßte man jedoch noch überarbeiten und zwar rpm, Suse beispielsweise hat mit rpm deltas eine probate Lösung in petto. Es ist schlicht grausam mit Yum das System zu updaten, es dauert eine halbe Ewigkeit und es ist das langsamste(!) System von den vielen diversen Paketsystemen da draußen.

Fedora 8 erhält man auf den üblichen Mirrors oder beispielsweise hier auf diesem schweizer Mirror recht flott. Darüber hinaus besteht natürlich wie immer die Möglichkeit Bittorrent mal auch für legale Dinge zu verwenden 😉 Dazu nimmt man den Tracker der Fedora-Mannen. Last not least, was neu ist erfährt man hier und Screenshots gibts dort. Alles in allem machen Systeme wie Fedora und openSuse oft genug Geschmack auf mehr, da dort wirklich neue Dinge einfließen und das Produkt auch recht rund daher kommt, im Gegensatz zu einigen Hype-Produkten der Linux-Szene. Viel Spaß und möglichst wenig Ärger 😉

Addendum: ich schreibe das Gros der Artikel diesbezüglich in der Regel mit dem Hintergrund diverser Installationen auch und gerade für andere Leute, sprich selten für die Ebay/Amazon Fraktionen. Btw. wer testen mag, existiert ja schon länger, Live-Medien existieren ebenso.

  1. allerdings muß man auch erwähnen das z.B. die oft verlangten win32codecs in den wenigsten Fällen überhaupt erforderlich sind bzw. auch die Nutzung der MS Webcore Fonts ist mehr und mehr unnötig; darüber hinaus bietet man mit IcedTea einen probaten Ersatz (zum Teil) für Suns Java []

Eine Antwort zu “Fedora Werewolf”

  1. Filzo sagt:

    Arch Lunix 4 teh pwn!111

    *scnr*

    Ich hab ‘damals’ mit FC2 angefangen (als absoluter Neuling) und habe festgestellt, dass ich rpm-basierte Distros nicht mag.

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