Europawahl — Liveticker

00:10h: Zum Abschluss sollten die Worte von Cem den Politikern auf die Stirn tätowiert werden. Diese 99 Abgeordneten repräsentieren nicht den Willen der Wahlberechtigen in Deutschland. Sie haben in meinen Augen keine echte Legitimation. In diesem Licht erscheinen mir Diskussionen über Verluste und Gewinne der einzelnen Parteien wie nackter Hohn. Verloren haben heute alle Parteien. Sie besitzen offenbar nicht das Vertrauen der Wählerschaft. Das Europäische Parlament hat heute ebenfalls verloren.

-

00:05h: Für die SPD ist natürlich nicht alles verloren.

-

00:00h: Das vorläufige amtliche Endergebnis:

Union: 37,9%  (-6,6%)
SPD: 20,8% (-0,7%)
FDP: 11,0% (+4,9%)
Grüne: 12,1% (+0,2%)
Linke: 7,5% (+1,4%)

Wahlbeteiligung: 43,3%

-

22:45h: Seit einer Stunde wird Frank-Walter Steinmeier bei Anne Will medial geschlachtet. Kurt Beck kommt gegen diesen Kanzlerkandidaten wie eine Mischung aus Franz-Josef Strauß und Hebert Wehner daher. Mich würde ja mal interessieren, wer sich in der SPD für diesen Termin verantwortlich zeichnet. Ganz so desaströs war das Ergebnis zwar nicht abzusehen — aber ein Erfolg war nie abzusehen. Ein mehr als erbärmliches Bild, welches Frank-Walter Steinmeier dort abgibt. Erst hat ihm ein junger Unternehmer argumentativ die Ohren langgezogen, nun ist es ein älterer Arbeitssuchender, der ihm mal ein wenig die Realitäten in diesem Land näher bringt. Er stottert sich von Thema zu Thema. Man hat wirklich fast Mitleid. Aber nur fast.

-

22:00h: Hamburg hat gewählt:

CDU: 29,7%
SPD: 24,4%
FDP: 11,1%
Grüne: 20,5%
Linke: 6,7%
Piratenpartei: 1,2%

Wahlbeteiligung: 34,7%

-

21:55h: Sie werden es nicht lernen:

-

21:50h: Hochrechnung ZDF:

Union: 38,2%  (-6,3%)
SPD: 21,1% (-0,4%)
FDP: 10,3% (+4,2%)
Grüne: 12,2% (+0,3%)
Linke: 7,3% (+1,2%)

Wahlbeteiligung: 42,5%

-

21.30: Das ehemalige Nachrichtenmagazin versucht sich tatsächlich daran, die Situation der SPD sachlich zu beschreiben. Wir vergessen dabei mal, wie sehr die hauseigenen Hetzschriften dazu beigetragen haben, den politischen Weg die SPD zu bestimmen: Die Post-Schröder SPD aber ist bei ihrem Leidensweg noch lange nicht am Ende. Das Europawahl-Signal ist für Müntefering/Steinmeier keine Ermutigung, sondern eher eine Aufforderung zur geordneten Übergabe. Der STERN verabschiedet sich von der Volkspartei SPD: Noch nie hat die SPD bei einer bundesweiten Wahl so schlecht abgeschnitten. Mal knapp über 20 Prozent. «Adieu, Volkspartei SPD!», kann man da rufen. Eine historische Schlappe. Wer am Wahlabend am Fernseher mitbekommen hat, wie Chefgenosse Müntefering in der SPD-Zentrale dennoch mit Beifall bedacht worden ist, kann sich nur eines fragen: Haben die Genossen denn noch alle? Der Herr Kaliban veröffentlicht keine Analyse, kritisiert aber die Stimmen für die Piratenpartei als Verschwendung: Klassische Protestwähler-Stimmverschwendung. Aber 0,7 Prozent bundesweit (wenn die Hochrechnung stimmt) sind für eine gerade eben gegründete Partei gar nicht übel. […] Naja, bei Bundestagswahl sind sie wieder verschwunden, nehme ich an.

-

21.00h: Hamburg, St. Pauli und Kleiner Grasbrook wo selbst die Piraten die CDU schlagen:

-

20:55h: Hochrechnung ZDF:

Union: 38,2%  (-6,3%)
SPD: 21,1% (-0,4%)
FDP: 10,3% (+4,2%)
Grüne: 12,2% (+0,3%)
Linke: 7,3% (+1,2%)

Wahlbeteiligung: 42,5%

-

20:10h: Zukunfts-Gezwitscher:

-

20:00h: Hochrechnung ARD:

Union: 38,1%  (-6,4%)
SPD: 20,9% (-0,6%)
FDP: 10,9% (+4,8%)
Grüne: 12,0% (+0,1%)
Linke: 7,7% (+1,6%)

Wahlbeteiligung: 43%

-

19:40h: Das schreiben die Hofschranzen:

SPIEGEL: Union trotz deutlicher Verluste stärkste Partei — SPD auf historischem Tief
STERN: SPD fällt auf historisches Tief
Tagesschau: Union bleibt stärkste Kraft — SPD verliert
FAZ: Debakel für die SPD
FR: Katerstimmung bei der SPD
taz: Union schwach, SPD schwächer
ZEIT: Union stärkste Kraft — Debakel für die SPD
SZ: Union deklassiert SPD

-

19:25h: Frage:

-

19:00h: Hochrechnung ZDF:

Union: 38,2%  (-6,3%)
SPD: 21,3% (-0,2%)
FDP: 10,3% (+4,3%)
Grüne: 12,3% (+0,4%)
Linke: 7,2% (+1,1%)

-

19.05h: In meiner Nachbarschaft wohnen 4 Gleichgesinnte: 😀

Piraten 4 Stimmen — 1,6%

-

19:00h: Piratenpartei in Hamburg 6-stärkste Kraft:

CDU: 29,2%
SPD: 28,1%
FDP: 10,2%
Grüne: 18,4%
Linke: 7,3%
Piraten: 1,2%

-

19:00h: Hochrechnung ZDF:

Union: 38,3%  (-6,2%)
SPD: 21,3% (-0,2%)
FDP: 10,2% (+4,2%)
Grüne: 12,3% (+0,4%)
Linke: 7,2% (+1,1%)

-

18:55h: Zitat des Tages von Cem:

-

18:50h: Hochrechnung ARD:

Union: 38,4%  (-6,1%)
SPD: 21,1% (-0,4%)
FDP: 10,6% (+4,5%)
Grüne: 11,6% (-0,3%)
Linke: 7,5% (+1,4%)

-

18.40h: Steinmeier in der ARD. Das ist ein enttäuschendes Wahlergebnis. Anders als erwartet. Anders als gewünscht. Waren viel unterwegs. Engagierter Wahlkampf. Nicht gelungen, unsere Wähler– und Wählerschichten an die Urnen zu bringen. Wir tun nicht nur was für große Unternehmen, wir tun was für Arbeitsplätze. Ich rate jetzt davon ab, Rückschlüsse von Europawahl auf die Bundestagswahl zu ziehen. Bundestagswahl im September gibt anderes Ergebnis. ARD: Arbeiter wählen mit großer Mehrheit CDU, CDU ist Arbeiterpartei geworden. Was zeigen diese Statistiken: Nicht gelungen, unsere Wähler– und Wählerschichten an die Urnen zu bringen. Ich kann meine Politik nicht davon abhängig machen von irgendwelchen Tabellen. Mir gehts um eins: Opel kein Wahlkampf. Eine Pleite von Opel nicht billiger. im ersten Jahr 2 Mrd. 4 Mrd. Pensionszahlungen. Politik war richtig. Mit Pauken und Trompeten in den Untergang. Mehr kann man zu diesen SPD-Hanseln nicht mehr sagen. Geht sterben…

-

18:35h: Hochrechnung ARD:

Union: 38,4%  (-6,1%)
SPD: 21,2% (-0,3%)
FDP: 10,8% (+4,7%)
Grüne: 11,5% (-0,4%)
Linke: 7,5% (+1,4%)

-

18:25h: Hochrechnung ZDF:

Union: 38,2%
SPD: 21,4%
FDP: 10,6%
Grüne: 12,0%
Linke: 7,1%

-

18:20h: Münte vor den Genossen: Schwieriger Abend. Toller Europawahlkampf. Mobilisierungsprobleme. Differenz zu den 78% Wahlbeteiligung riesengroßes Feld. Enttäuschendes Ergebnis. Verluste Union nicht der SPD zu Gute gekommen. Nichts verloren an Links. Weiterkämpfen für ein soziales und demokratisches Europa. 112 Tage Bundestagswahl. Es wird darauf ankommen, ohne zu zögern, unseren Weg zu gehen. In dieser Krise deutlich machen, die Lösungsansätze in sozialdemokratischer Antwort. Selten hat man den Macher hinter dem Genosse der Bosse zu schmallippig gesehen. Franz Müntefering ist der Bestatter der SPD. Hach, herrlich… :)

-

18:15h: Hochrechnung ARD:

Union: 38,3%  (-6,2%)
SPD: 21,3% (-0,3%)
FDP: 10,8% (+4,7%)
Grüne: 11,6% (-0,3%)
Linke: 7,5% (+1,4%)

-

18:05h. In der ARD läuft gerade ein Bericht aus der Parteizentrale der SPD. Die Stimmung sei desaströs, man ist ratlos. Tja, vielleicht hätte man in den letzten Jahren nicht Bürgerinnen und Bürger nicht verraten und verkaufen sollen. Die derzeitige Parteiführung ist gleichzusetzen mit den unmenschlichen Hartz-IV-Gesetzen, Murat Kurnaz und was noch alles passiert ist. Wenn es Schwarz-Gelb tatsächlich im September schafft, muss die gesamte Führung ausgetauscht werden. Steinmeier, Müntefering, Steinbrück und auch deren Feigenblatt Nahles. Gut 21% (ZDF: 21,5%) sind nicht nur ein Desaster, es kommt einer Vernichtung einer ehemals stolzen Partei durch den Wähler gleich. Die SPD siecht dahin — dank der aktuellen Parteiführung. Münte, Münte, schallallala… 😀

-

18.00h: Prognose ARD:

Union: 38,5%
SPD: 21%
FDP: 11,0%
Grüne: 11,5%
Linke: 7,5%

Wahlbeteiligung: 42%.

-

17.00h: Die Piraten scheinen bei den Netzindianern beliebt zu sein. Naja, nicht wirklich ein Wunder. 😀 Und noch immer werden Wähler gesucht.

-

15.00h: Die Medien berichten noch zurückhaltend. Die Rechtskonservativen läuten bereits den Bundeswahlkampf ein. Die Union wird als großer Sieger gefeiert — die Menschen stehen gerne auf Seite der Gewinner. Nachtigall, ick hör Dir trapsen…

-

Ich komme gerade aus dem Wahllokal. Es war gespenstisch. Eine ältere Dame war anwesend, 3 Wahlhelfer konnten sich gleichzeitig im mich kümmern — es herrschte gähnende Leere. Während ich in den ersten 30 Jahren meines Lebens mein Kreuz immer bei der gleichen Partei gesetzt habe, bekam heute zum dritten Mal in Folge eine andere Partei mein Kreuz. Ich entwickle mich zu einem Wechselwähler, der nirgendwo mehr politisch seine Heimat findet. Dass Union und FDP unwählbar sind, braucht nicht weiter ausgeführt zu werden, die SPD hat sich deren Niveau angepasst und versucht, beide auf der rechten Spur zu überholen. Die Grünen waren nie meine politische Heimat, Brüder im Geiste der FDP mit Öko-Anstrich. Die Linken? Protestpartei, wenig glaubwürdig. Und so stand ich da in meiner Wahlkabine und schaute auf die 32 Parteien. Irgendwo erfasste mich in dem Moment eine große Wahlmüdigkeit.

Don Dohlmann hat hier sehr gut zusammengefasst, was auch auf F!XMBR immer wieder Thema war: Es gibt kein kleineres Übel. Man hat nicht die Wahl zwischen Pest und Cholera. Wenn man diese Wahl hätte, würde man beides nicht wählen wollen. Wenn ihr noch nicht wählen wart: Geht wählen. Wählt eine kleine Partei, auch wenn diese keine Chancen haben. Wählt für Eure Überzeugung. Wählt nicht gegen das Establishment. Wählt für Euch. Stöhnt nicht länger über die großen Parteien um gleichzeitig deren Macht zu sichern, indem Ihr zu der immer größeren Anzahl von Nichtwählern gehört. Jede Nichtwähler-Stimme zementiert die Macht der großen Parteien. Los, bewegt Euch!

Ich habe auf meinem Wahlzettel heute die CDU gesehen und mir war unwohl. Ich schaute auf die SPD und in meinem Magen rumorte es noch mehr. Dann schaute ich auf Grüne, FDP und Linke und ich wurde bleich. Da ich in dem Moment sowieso schon seekrank war, habe ich die Piratenpartei gewählt. Die Piraten sind sehr dünn aufgestellt, personell wie auch inhaltlich. Doch vertreten sie immerhin noch ein paar Dinge glaubwürdig, die auch immer wieder Thema auf F!XMBR sind und für die wir uns hier einsetzen.

Ab 18.00h wird natürlich auch dieses Mal alles so wie vorher sein. Die Parteien werden mit Krokodilstränen die Wahlbeteiligung beklagen um sich selbst dann zum Wahlsieger zu erklären. Die CDU wird den tollen Sieg, trotz großer Verluste, feiern. Die SPD wird ihr Ergebnis als Schritt nach vorne sehen, obwohl man immer noch weit hinter der CDU liegt und man das Ergebnis der letzten Wahl nicht mehr unterbieten konnte. Die FDP wird mit ihrem blonden Superstar der große Wahlsieger, die Linke freut sich, dass sie sich bundesweit im politischen System etabliert hat, und die Grünen feiern auch, mit Lightshow, Schrimps und Kaviar. Vielleicht irre ich mich auch, warten wir es ab. 😉

Hier wird es wieder einen kleinen Liveticker geben. Um ein wenig in Stimmung zu kommen, mein Tipp für heute Abend:

Union: 36,1%
SPD: 24,9%
FDP: 14,7%
Grüne: 10,8%
Linke: 8,5%

Wahlbeteiligung: 38,9%.

Wer hält dagegen?

, , , , , , , , , , ,

55 Antworten zu “Europawahl — Liveticker”

  1. Robert sagt:

    Union: 33,2%
    SPD: 20,9%
    FDP: 16,7%
    Grüne: 9,8%
    Linke: 9,5%
    Piraten: 3,9%

    Wahlbeteiligung: 35,6%.

  2. Paolo Pinkel sagt:

    Also hier in Berlin war richtig was los im Wahllokal — deswegen liegt mein Tip für die Wahlbeteiligung bei 42%.

    Die Linke sehe ich bei deutlich über 10%, sagen wir mal 14%. FDP und Grüne sehe ich gleich auf bei ca 12%. Für die SPD prognostiziert meine Glaskugel 22% und für die CDU/CSU irgendwas um 35%.

    Ach, und auch meine Stimme haben die Piraten bekommen, die werden sicher an der 2%-Marke kratzen oder sie vielleicht sogar überspringen.

  3. Paolo Pinkel sagt:

    Ach, auf die ersten Hochrechnungen muß man heute wohl bis 22Uhr warten. Dann schließen erst die letzten Wahllokale.

  4. Thomas W. sagt:

    Gespenstische Leere herrscht auch hier in Berlin in den Wahllokalen. Ein paar Freunde und ich machen seit Jahren im Wahlhelfer und diesmal ist es besonders krass: 7 Wahllokale, in verschiedenen Bezirken, bis 13 Uhr max. 11 % Wahlbeteiligung, die meisten stehen bei 8%.

    Wähler sind ab 60, in 5 Stunden waren vielleicht 5–6 Leute in jüngeren Jahren da.

    Mein Tipp:

    CDU 35 %
    SPD 26%
    FDP 11%
    Grüne 12 %
    Linke 9%
    Rest unter 5%-Hürde.

    Wahlbeteiligung unter 30%.

  5. Flori sagt:

    Komme auch gerade vom Wahllokal. Bei mir war sogar nicht nur eine alte Dame, sondern gleich ein altes Ehepaar da. Und 3 Wahlhelfer, die mir als Erstwähler alles ganz in Ruhe erklären konnten, und sich freuten, dass «auch mal einer von den Jungen» kommt. Ich habe aber die Piratenpartei (auf EU-Ebene) gewählt, vielleicht hätten Sie sich dann nicht mehr so gefreut, wenn Sie das wüssten.

    Also extrem starker Andrang. Ich bin wirklich auf die Wahlbeteiligung gespannt! Der CSU wird ein viel zu leichtes Spiel gemacht. Ich will die unter 5% sehen — also bitte — GEHT WÄHLEN. Jede Stimme, selbst für die CDU, schadet der CSU. Trotzdem ist dies keine Wahlempfehlung für die CDU. 😉 Um so mehr Stimmen *nicht* an die CSU gehen, um so weniger %-Anteil wird diese erhalten.

  6. ulysses sagt:

    Als Franke bin ich per Prinzip gegen die CSU, schon allein weil von Guttenberg die Hohlmeierin als Kandidatin in Oberfranken durchgesezt hat. Leider kann man keine Negativstimmen vergeben. Gewählt habe ich aus ähnlichen Überlegungen (wie oben): die PIRATEN. Bin gespannt, wie die im Geschäft sind?

  7. Benni sagt:

    Also bei so vielen Leuten wo ich gehört habe «Ich wähle die Piratenpartei, auch wenn sie keine Chance haben.» und der erwarteten geringen Wahlbeteiligung könnte ich mir fast vorstellen, dass die an den 5% kratzen werden. Könnte mir auf jeden Fall gut vorstellen, dass heute Abend von denen als Überraschung in der medialen Berichterstattung gesprochen wird.

    Die Wahlbeteiligung in meinem Wahlbezirk scheint übrigens auch relativ rege zu sein. Ich habe mein Kreuzchen bei der FDP gemacht und finde sie daher nicht ganz so unwählbar, auch wenn ich nicht wirklich ein Freund von Westerwelle, Niebel oder Koch-Mehrin bin…

  8. Oliver sagt:

    Grün-Wähler und aktives Mitglied. Bei uns kam zudem noch Bürgermeisterwahl etc. pp. hinzu, dennoch gähnende Leere. Wobei ich kommunal auch bei der Wahl zwischen Pest und Cholera, mal der Cholera (aka SPD) den Vorzug gebe — ist irgendwie ein völlig anderer «Krankheitsverlauf», zumindest auf kommunaler Ebene. Die Leute verstehen nicht, dass zwar in der EU viele politische Altlasten ihr Gnadenbrot erhalten, aber gerade dort werden auch viele Dinge durchgedrückt, die national nicht möglich sind.

  9. aloa5 sagt:

    Hm — Mal sehen. Normalerweise tippe und wette ich eigentlich nur wenn ich mir sicher bin (ich habe auch bei Postings immer etwas im Ärmel was ich zitieren oder verlinken kann — selten Bauchgefühl).
    Gut — also tippen und dabei versuchen zu beachten, das u.a. in BW Kommunahlwahlen sind. BW sind viele Grüne, wenig SPDler, wenig LINKE — also gibt es für diese einen Malus und eine Kompensation bei der Wahlbeteiligung (bei uns war viel los). Die PP führe ich auch einmal auf, ist aber eine große Unbekannte, hoher Mobilisierungsgrad, geringer Bekanntheitsgrad, bisher nur lokal mit 0,5% anzutreffen.

    Union: 38,5%
    SPD: 23,8%
    FDP: 11,5%
    Grüne: 13,2%
    Linke: 7,5%
    Piraten: 0,9%

    Wahlbeteiligung: 40,5%.

    Grüße
    ALOA

  10. Paolo Pinkel sagt:

    Bei 64 Millionen Wahlberechtigten und einer Wahlbeteiligung von 35% sind 5% immer noch 1,12mio Wähler, die ihr Kreuz bei den Piraten machen müssten. Das erscheint mir für diese Wahl so ganz ohne Offline-Werbung nicht realistisch.

    Andererseits, ich habe auch mindestens 2 (bisherige) Nichtwähler zum Piraten-Wählen überredet und lasse mich gern überraschen.

  11. noidea sagt:

    Ja, das kommt von den Prozenten her schon gut hin. Ich gehe auch davon aus, dass die Wahlbeteiligung deutlich unter 40% liegt. Schlechtes Wetter, im Fernsehen laufen Formel 1 und French Open… wer soll denn da bitte vor die Tür gehen. Zumal die meisten sich für Europa eh nicht interessieren.

    Dass die Piratenpartei ein Nennenswertes Ergebnis erreicht glaube ich nicht. Bei 62 Millionen Wahlberechtigten und 35% Wahlbeteiligung müssten immer noch über 1 Million die Wählen um auf wenigstens 5% zu kommen. Ich vermute die eher so bei 1–2%. Gibt also noch viel zu tun bis zur Bundestagswahl 😉

  12. robotzki sagt:

    M.E. ist es völlig falsch, sich bei der Wahl zu fragen, wer die Etablierten denn ersetzen könnte. Das hört man oft natürlich in Zusammenhang mit der Linken.
    Mir war und ist bei Wahlen zunächst wichtig, Leute in die Politik zu hieven, die unbequeme Fragen stellen, die sich wie «Sand im Getriebe» verhalten und einen Fuß in der Tür halten, hinter der die Etablierten sich so gern verkriechen, um über die Köpfe von Millionen hinweg zu regieren.
    Mein Kreuz bekamen auch die Piraten, gerade weil sie recht übersichtlich sind und auch gar nicht den Anspruch erheben, die Etablierten ersetzen zu wollen. Und ich tat es mit einem Lächeln, von Wahlmüdigkeit keine Spur. Wer wen wann ersetzt, ist Sache der weiteren Entwicklung. Vielleicht wird der große muffige Block der Etablierten letztlich eben nicht durch einen anderen großen Block ersetzt.

  13. Oliver sagt:

    >Vielleicht wird der große muffige Block der Etablierten letztlich eben nicht durch einen anderen großen Block ersetzt.

    Hat sich die Gesellschaft inzwischen geändert? Ich glaube kaum.

  14. Frank sagt:

    Mein Tipp:

    Piraten: 2,9%
    Union: 33,6%
    SPD: 24,9%
    FDP: 12,3%
    Grüne: 11,8%
    Linke: 14,5%

    Wahlbeteiligung: 31,2%.

  15. aloa5 sagt:

    Die Erwartungen an das Wahlergebnis der Piratenpartei sind bei den Mitgliedern und Befürwortern etwas überdimensioniert und stark durch die Eindrücke des Internets (und Jugendlichkeit) geprägt.

    @Oliver
    Ich denke die Frage ist eine andere. Das Zeitalter ändert sich etwas — die Gesellschaft ist jedoch nicht in der Lage bei der Geschwindigkeit des Geschehens mitzuhalten.
    Grüße
    ALOA

  16. […] Danke für Deinen Blogbeitrag F!XMBR Bei uns regnets seit einer Stunde, gehe jetzt […]

  17. Oliver sagt:

    >Das Zeitalter ändert sich etwas

    Das ist im Lauf der Geschichte immer so, die Gesellschaft jedoch fühlt sich recht wohl und das gepflegte Jammern mag nun sein Echo im Netz finden, an der grundlegenden Situation ändert sich jedoch nichts wirklich. Und wer vermeint auch von den 68ern blieb etwas über, den muß ich enttäuschen. Im Moment schauen wir eine Renaissance, sowie ein Aufbegehren des Netzes. Wobei ich mir bei letzterem noch nicht völlig klar darüber bin, ob diese Leute in ihrer Gesamtheit die Gänze dieses Systems beklagen oder im Moment nur ob der um sich greifenden Zensur wettern. Reden wir in 10 Jahren noch einmal darüber, erst dann wird man vereinzelt etwas erkennen können.

  18. Benni sagt:

    > Die Erwartungen an das Wahlergebnis der Piratenpartei sind bei den Mitgliedern und Befürwortern etwas überdimensioniert und stark durch die Eindrücke des Internets (und Jugendlichkeit) geprägt.

    Das mag wohl sein, aber wer geht denn wohl heute maßgeblich Wählen? Die konservativen Gewohnheitswähler und eben die, welche aufgeklärt sind und bewusst eine Wahl treffen und die sind auch häufig Teilnehmer im Internet. Also würde ich diesen Aspekt so sehr nicht runter spielen.

  19. aloa5 sagt:

    Ja, die 68er. :) Nun, wenn man etwas ändern will darf man nicht revolutionieren wollen. Das sind u.U. nämlich zwei verschiedene Pole.

    Es gibt jedoch einen Unterschied zwischen damals und heute. Damals gab es ein paar junge alt-sozis welche versuchten das neue Zeitalter zu erfinden. Ich empfinde die Situation heute etwas anders. Es scheint eher das Zeitalter würde sich ändern und eine Änderung (auch) der (politischen) Situation erzwingen können.

  20. Teo sagt:

    Dies ist erst die zweite Wahl, bei der ich mein Kreuzchen machen darf. Dies werde ich heute auch noch tun — und das ist für mich selbstverständlich. Wenn ich nicht wählen gehe, entscheiden andere für mich. Das ist zwar ohnehin so, aber ich kann so wenigstens versuchen etwas an den Fundamenten der Alteingesessenen zu rütteln.

    Der oft zitierte Generationenkonflikt existiert in meinen Augen durchaus und wenn sich die alte Generation nicht mit Themen, wie dem Internet angemessen auseinandersetzen wollen, muss man sie eben zwingen.

    Ich schwanke immer noch, wen ich letztendlich wählen soll. Derzeit tendiere ich stark zu den Piraten, obwohl ich z.B. mit ihren Ansichten zum Urheberrecht nicht übereinstimme. Auch sollte man aufpassen, das Thema Neue Medien nicht in eine Randpartei zu drängen, da es doch ein gesamtgesellschaftliches Phänomen darstellt (Hiervon hat mich letztendlich Sascha Lobo überzeugt).

    Eventuell löst die Zeit den Konflikt auch von allein auf, sobald die aktuelle Politikergeneration in Rente geht und sich eine jüngere etabliert, die mehr Kompetenz beweist.

    Natürlich ist nicht nur das Internet ein wichtiger Punkt, der mich dazu verleitet eben nicht die Großen zu wählen, sondern auch die Entwicklung in Finanzpolitik und diese ewig währende Dummlaberei in fast allen Bereichen. Man hat manchmal das Gefühl, dass sich Abgeordnete sehr genau die Anleitung zum «Über Dinge reden, von denen man keine Ahnung hat» zu Herzen genommen haben.

  21. aloa5 sagt:

    @Benni
    Ich spiele es nicht herunter, aber ich bin ein Realist. Der Mobilisierungsgrad ist ein Faktor. Nur ist z.B. der Durchsatz im Bekanntheitsgrad bei weitem nicht so groß wie manche anzunehmen scheinen.

  22. Oliver sagt:

    >Der oft zitierte Generationenkonflikt existiert in meinen Augen durchaus und wenn sich die alte Generation nicht mit Themen, wie dem Internet angemessen auseinandersetzen wollen, muss man sie eben zwingen.

    Also das Gegenteil von Demokratie und Freiheit? Nun, auf diese Zukunft freue ich mich wahrlich. Btw. wieviele «Junge» sind bereit sich mit Themen außerhalb des Internets auseinanderzusetzen. Hier zeigt sich ein Generationenkonflikt als Symptom, die Ursache jedoch ist fehlende Intelligenz.

    @aloa5

    >Nun, wenn man etwas ändern will darf man nicht revolutionieren wollen.

    Das Wesen der Revolution ist die Rundumerneuerung, ein Neuanfang — Flickschusterei wie heute gewünscht stützt nur ein krankes System. Und auch für diese damals war alles anderes, für jene Friedens –u. Umweltaktivisten in den 80ern ebenso. Und für heutige Netcitizens ebenso. Im Moment sehe ich viele Aktivisten im Netz die ob der Netzproblematik zetern, eine Handvoll gegenüber der Gesellschaft. Eine Handvoll dieser Aktivisten interessiert sich zudem für Probleme die alle angehen, die ebenso dringlich sind, wenn nicht gar im Augenblick dringlicher.

  23. Oliver sagt:

    @aloa5

    Realisten haben da nichts zu suchen untern den Revoluzzern 😉 Die Demokratie endet nämlich mit dem Parteieintritt, von da ab entscheidet der Hive. Intelligenterweise sollte ich deshalb in keiner mitarbeiten, fühle mich aber seit jeher als Störfaktor recht wohl 😀

  24. Teo sagt:

    @Oliver: Zwingen im Sinne von Zeichensetzen per Stimmzettel. Mir liegt es fern jemandem etwas aufzwingen zu wollen, dessen Entscheidungen mein Leben nicht betreffen, aber wenn Regierende versuchen über Dinge zu entscheiden, von denen sie keine Ahnung haben — und wo sie absolut beratungsresistent sind, gehören sie abgestraft.

    Es gibt auch unter den Jungen eine Menge Leute, die mit ausreichender Intelligenz gesegnet sind und deren Interessenbereich durchaus Politik mit einschließt, auch wenn die Gesellschaft ihnen diese Tatsache gerne abspricht.

  25. Freiwähler sagt:

    Komme grad von der Wahl, und entgegen den Berichten hier war es in meinem Wahllokal voller als jemals zuvor. Da stand tatsächlich eine Schlange die warten mussten, um ihr Kreuzchen zu machen (sowas gab es noch nie). Auch wurden bisher immer alle in einem Raum abgefertigt, diesmal waren gleich mehrere Räume geöffnet.

  26. aloa5 sagt:

    @Oliver
    So ist es. Im Gegensatz zu Dir ist es mir jedoch nicht gegeben mich dabei wohlzufühlen ständig gegen einen Hive anreden zu müssen. Und ich bin zu gefestigt um mich einer Stimmung geschlagen zu geben. Rückrad ist nicht erwünscht und das «nicht ein Pol sein» sowieso nicht erfolgreich im politischen Geschäft. Am einfachsten haben es immer noch die Populisten. Die benötigen nichts von alledem.
    Grüße
    ALOA

  27. putakee sagt:

    allso ich konnte sogar einige Hippies dazu übereden die Piratenpartei zu wählen.
    Ich bin sowieso recht zuversichtlich dass sie was über 1 % erreichen werden. Grade die niedrige Wahlbeteiligung könnte ihnen doch sehr zu Gute kommen?

    Hatte heute auch Kommunalwahlen, wie Chris schon sagte war ich auch seekrank, habe deshalb nur Parteilose gewählt.
    Weis jemand wie die PP eigentlich zum Vertrag von Lissabon steht?

  28. aloa5 sagt:

    @Oliver
    Nachtrag (weil ich irgendwie mit den Beiträgen durcheinander gekommen bin habe ich einen ausgelassen).

    Revolutionen taugen in der Regel wenig und stellen kein Neuanfang dar. Das ist zwar der Anspruch, dieser wird jedoch durch das ignorieren dessen das Revolution keine Evolution beinhaltet konterkariert. Man kann nicht das eine (Evolution) wollen und das andere (Revolution) machen.

  29. phoibos sagt:

    so, auf gehts zur wahl :)

    ob ich links oder piraten wähle, entscheidet mein bauchgefühl in der kabine — die grünen hätten dort auch noch eine chance.

    ich finde, wir bräuchten wahlkreise in der eu. diese parteienküngelei ist zum kotzen. hier ist letztlich mein problem: Wahl der Unbekannten. Egal, wo ich mein kreuzchen mache, letztlich kaufe ich eine wundertüte (dh. kostet viel geld, bringt spannung, aber letztlich ist nur scheisse drin).

  30. Oliver sagt:

    Revolutionen taugen natürlich nur dann etwas, wenn das Gros dahintersteht. Sind es nur wenige, wenn nicht gar oligarchische Strukturen, endet eine derartige Revolution schnell im Diktat. Was nützt es mir heute beispielsweise ein marodes System mit Milliarden zu stützen, nur damit für ein recht bescheidenes Zeitfenster einige Arbeitsplätze erhalten bleiben, dieses asoziale System im Gegenzug jedoch weiterhin gestützt wird? Das nenne ich Flickschusterei, eine Revolution im kleinen Maßstab wäre schon Bürgergeld, Priorität Gesundheit, Soziales und Bildung etc. pp. Änderungen können leichtens wieder geändert werden, eine Umstrukturierung selbst in Teilbereichen aber ist schwerlich mittels eine konservativen Restauration umkehrbar.

  31. aloa5 sagt:

    @putakee
    Die PP hat keinen offiziellen gemeinsamen Nenner was den Vertrag angeht wenn Du das meinst. Ich gehe jedoch (reicht sicher) davon aus, das die meisten nicht sonderlich begeistert davon sind.

    Die niedrige Wahlbeteiligung kommt allen Kleinen zugute. Es ist aber trotzdem schwierig einzuschätzen wie weit die PP überhaupt bekannt ist. Es ist zudem in BW eine Kommunahlwahl, was den Anteil an den Effekten eines Flächenlandes (wo die PP weitgehend unbekannt sein dürfte) und konservatives wählen erhöhen könnte. Das Wahlergebnis der PP einzuschätzen ist eines der schwierigsten Dinge bei dieser Wahl.

  32. aloa5 sagt:

    @Oliver
    In einer Demokratie gibt es keine Revolutionen wo das gro´ dahinter steht. Wenn die meisten™ hinter einer «Revolution» stehen ist dem (schon lange) eine *Evolution* vorausgegangen.
    Ein BGE ist abwegig. Ich empfehle dazu einmal diesen Link von unten her aufzurollen (als Stichworte dienen vielleicht Speenhamland, SIME-DIME usw.):

    Mögen Sie ABBA?

    Grüße
    ALOA

  33. Oliver sagt:

    Ich betrachte derlei Dinge nicht aus der Sicht eines Politologen oder gar eines BWLers (Gott bewahre), sondern aus der eines Historikers und Menschen(!). In einer Zeit der Mitnahmequalitäten und Elbogengesellschaft ist dies natürlich alles undenkbar (->Grundeinkommen), aber wer bitte schön erfhofft sich dann auch nur einen Iota Änderung? Abwegig ist vieles, siehe meine obigen Aussagen. Durchsetzbares sind meist unmenschliche Kompromisse die Wahlvieh motivieren, dieses jedoch dennoch dahinsiechen lassen.

    Eine Evolution des Gedankenguts bewirkt zudem noch keine Aktion. Ein evolutionäres Gedankengut und eine anschließende Revolution schließen sich somit nicht aus, sondern sind Ideal. Oder auf gut Deutsch: von nichts kommt eben nichts. Die Revolution als Kopfgeburt des Augenblicks wäre auch ein reichlich sinnbefreites Unterfangen. Und die Evolution an sich kann auch unterdrückt werden, der Aufschrei, der Befreiungsschlag per se würde man dann als Revolution bezeichnen. Simpel, oder?

    Einfache Gegenfrage willst du wirklich etwas ändern oder nur deine ureigene Gesamtsituation verbessern — diese Frage muß sich jeder Bürger stellen.

  34. aloa5 sagt:

    >Durchsetzbares sind meist unmenschliche Kompromisse die Wahlvieh motivieren, dieses jedoch dennoch dahinsiechen lassen.

    Wenn Du es historisch betrachten willst, dann kannst Du eben dies was Du beschreibst anhand des Speenhamland beobachten. Das waren so benannte Sozialgesetze mit einem an den Brotpreis gebundenen negativen Einkommensteuer als BGE anno 1795 welche sagen wir sklavenähnliche Zustände und Verelendung zur Folge hatten:

    Recht auf Einkommen im England der Industrialisierung

    Was das BGE machen soll (Wunsch) ist etwas anderes als es macht (Realität).

    > Eine Evolution des Gedankenguts bewirkt zudem noch keine Aktion.

    Das ist u.U. korrekt. Es entkräftet jedoch nicht meine Aussage, das die Evolution zuvor erfolgen muss. 😉

    Grüße
    ALOA

  35. Andy sagt:

    Mein Tipp:

    Union: 35,1%
    SPD: 20,8%
    FDP: 10,1%
    Grüne: 10,5%
    Linke: 9,2%
    Sonstige: 14,3%
    Wahlbeteiligung: 39,4%.

  36. tante sagt:

    Dann auch mal der «Netzindianer» Tipp:

    Union: 38%
    SPD: 20%
    FDP: 9%
    Grüne: 8%
    Linke: 10%

    Piraten: 1.X%

    Nur mal so grob geschätzt. Der FDP hat Frau Mehrin’s Nichtanwesenheit glaube ich ein wenig geschadet, sonst hätten sie die 10 Meiner Meinung nach sicher gehabt.

    Weiterer Tipp:
    Alle sind traurig ob der Wahlbeteiligung, aber sind auch alle Sieger. Wie schön!

  37. aloa5 sagt:

    @Oliver
    >Einfache Gegenfrage willst du wirklich etwas ändern oder nur deine ureigene Gesamtsituation verbessern — diese Frage muß sich jeder Bürger stellen.

    Ich denke, das viele Bürger dort keine Trennung vollziehen. Man will sich *und* anderen in gleicher Situation etwas gutes tun — wünscht niemand etwas schlechtes. Das ist (als Ideal) vollziehbar (man kann es denken). Das bedeutet jedoch nicht, das es auch wunschgemäß machbar ist. Dieser Effekt des denkens wird im Falle der «üblichen Verdächtigen» (BGE+Freiwirtschaft) dorthin projeziert.

  38. Jan sagt:

    Mein Tipp:

    Union: 33,4 %
    SPD: 22,1 %
    FDP: 12,5 %
    Grüne: 10,2 %
    Linke: 9,8 %
    Nazischeiße zusammen: 6,4 %

    Wahlbeteiligung: unter 40 %

  39. Jan sagt:

    alles noch viel schlimmer als befürchtet.

  40. aloa5 sagt:

    Wenn die Prognose der ARD stimmt: nennt mich den König der Vorhersage 😀

  41. Olaf sagt:

    Mich würde jetzt wirklich interessieren, wie sich die Prozente unter «Andere» verteilen.

  42. Stefan sagt:

    Auweia, bürgerliche Mehrheit… wahrscheinlich auch durch die 11 Prozent an Stimmen, die einfach verfallen. Jetzt wird der Merz EU-Kommissar. Europa in der Hand der Neoliberalalas :-(

  43. Wahlhelfer sagt:

    In dem Wahlkreis, wo ich heute Wahlhelfer war (Hannover Innenstadt), sieht es etwa wie folgt aus:

    CDU: 23,2%
    SPD: 24,5%
    Grüne: 31,7%
    FDP: 7,6%
    Linke: 8,4%
    Piraten: 1,0%

    Wahlbeteiligung: 43,8%

  44. iop sagt:

    Schwedische Piraten 7,4% in erster Hochrechnung!

  45. Chris sagt:

    Das ZDF meldet sogar 8,1%.

    //Edit: Ich sehe gerade, es sind die 7,4%. Auch grandios — schließlich waren selbst 5% unsicher.

  46. […] Was unterscheidet denn die CDU von Merkel noch groß von der SPD von Steinmeier? Doch kaum mehr etwas. Die einzigen klaren bürgerlichen politschen Pole sind im linken und rechten Spektrum die Linke und die FDP. Wobei die FDP nun die Funktion von den Linken im rechten Parteienspektrum übernimmt und anstatt einer profillosen SPD nun einer profillosen CDU von Angela Merkel ohne Probleme die Wählen abluchst — denn die FDP steht immerhin für eine klare politsche Aussage! — Die CDU: Fehlanzeige… Wenn ich mir die saft– und kraftlosen Slogans auf den Werbeplakaten mal ins Gedächnis rufe, braucht man sich nicht über dieses miese Ergebnis zu wundern. — Von der weiterhin gesunkenen Wählerbeteiligung mal ganz zu schweigen. Mann braucht wahrlich kein Prophet zu sein, um das Wahlergebnis der Bundetagswahl in diesem Jahr zu prognostizieren: Die CDU wird aufgrund der eigenen Profillosigkeit und der Führungsschwäche der Bundeskanzlerin weiter Wähler verlieren — und zwar an die FDP! Die SPD wird sich weiter von einer «Volkspartei» zu einer Partei unter vielen transformiert sehen. Weitere Stimmverluste an die Grünen und die Linke sind wahrscheinlich, die beide bei der Europawahl Stimmgewinne verzeichnen konnten. Adios SPD! […]

  47. phoibos sagt:

    ich find es amüsant, dass immer wieder von einer post-schröder-spd gesprochen wird. dabei ist der geist, den schröder repräsentierte (nichts anderes ist imo ein kanzlerkandidat), den die spd rief, weiterhin da (repräsentiert von der zweiten und dritten reihe hinter gasgerd). vielleicht sollte sich die journaille mal fragen, wieviel s in der spd noch ist: immerhin spricht die schröder-spd schon selbst nicht mehr von sozialdemokratie — sondern nur von einer sozialen demokratie.
    aber was solls, verscheissert werde ich sowieso — egal welche partei meint, mich gerade vertreten zu müssen.

  48. Dink sagt:

    Was mich echt schmerzt ist der Zuwachs bei Gelb…
    Ich hoffe jetzt, dass das die Abwanderen der CDU sind.

  49. Anonymous sagt:

    Müntefering: «Wir werden uns nicht beeindrucken lassen und unseren Weg gehen».

    Na dann geht mal schön den Weg nach unten weiter. Und lasst Euch bloß nicht vom Wähler beenidrucken.

  50. Tom sagt:

    Tja, die Wahlbeteiligung war ja nicht ganz so gut.… die Werbung dafür allerdings auch nicht.….

  51. Oliver sagt:

    Ich habe heute festgestellt nach dem Wochenende, dass viele gar nicht wählen (wir hatten einen Superwahlsonntag, nicht nur Europawahl), diverse Arbeiter auch CDU oder gar FDP wählen, dass Linke in der Regel leere Sprechblasen produzieren und nicht einmal die üblichen Satzbausteine beherrschen, dass SPD immer noch als «links» angesehen, dass alles was mehr als zwei Monate oder mehr zurückliegt ungefähr soviel interessiert wie homo floresiensis, dass viele mehr den eigenen Vorteil bedenken, denn wirklich auch dieses Miteinander, dass vieles was wir hier «unter uns» bequatschen in der großen, weiten Welt gar nicht tangiert. An politischer Erfahrung mangelt es mir nicht, ich begann mal anno tobak mit den Jusos, aber ich verstehe bis heute nicht wie sich Kollegen innerhalb der Partei — egal welcher davon — alles immer bis in den Himmel loben, Manöverkritik anstößig finden und gläubiger sind als irgendwelche Anhänger religiöser Gruppierungen.

  52. phoibos sagt:

    tja oli, warum sollten ausgerechnet parteien nicht unter kognitiver dissonanz leiden? ich denke, das wort «opium fürs volk» braucht eine definitionsausdehnung :)

  53. rbt sagt:

    sollte der lissabonvertrag durchkommen, wären es sogar 2 sitze für die freibeuter…

    ich hoffe sie machen sich dann direkt wieder an seine abschaffung 😉

    @ oliver .… das ist der normale realitätsabgleich für politisch interessierte netzbewohner. man lebt nunmal in seiner blase, und der rest hat kein interesse einen besuchen zu kommen.

RSS-Feed abonnieren