Europa: Operationsbasis für Terroristen

Mit perfiden Anschuldigungen, ganz zu schweigen von der fehlenden Logik, möchte man Druck auf die europäischen Staaten ausüben, um nun auch die Fluggastdaten schon vor dem Antritt des eigentlichen Flugs zu erhalten. Das man in der jüngeren Geschichte so ziemlich alleine verantwortlich ist für dieses Problem zusammen mit den kalten Kriegern der ehemaligen Sowjetunion mag man ja gar nicht mehr sehen wollen, das man teils heutige Topterroristen heranzog entzieht sich sowieso dem eigenen Bewußtsein.

Just Europa auch mal eben zur Operationsbasis für Terroristen, weil man hier eben noch nicht mal nebenher beim Jucken im linken Zeh Freiheit und Demokratie komplett über den Haufen wirft. Chertoff führte als Beweise die Anschläge von Madrid [2004] und London an. Europa sei sowohl Ziel als auch Ausgangspunkt terroristischer Angriffe. Mein lieber Herr Gesangsverein, das sind die Auswirkungen verfehlter US-Politik und ein Land, welches wie die USA bereit ist die Wahrheit zu beugen, um Länder mit Kriegen zu überziehen ist ebensowenig Glauben zu schenken wie irgendeinem Kriminellen! Darüber hinaus arbeiten wir ohnehin schon auf die Abschaffung von Demokratie und Freiheit in diesem Land hin, wozu also die Aufregung? Mehr als abartige Foltermethoden und einen massiven Kolateralschaden kann die USA in puncto Terrorbekämpfung auch nicht vorweisen ..

futurezone.orf

5 Antworten zu “Europa: Operationsbasis für Terroristen”

  1. Jan sagt:

    Terroranschläge in Europa sind wohl kaum direkte Auswirkungen amerikanischer Politik. Terroristen (egal ob RAF oder Al Qaida und Konsorten) hassen unsere Art zu leben und verachten unsere Freiheit, das genügt Fanatikern als Rechtfertigung für abscheulichste Verbrechen.

    Da Europa sich gegenüber ärmeren Ländern und vor allem deren Menschen und Produkten abschottet und damit selbstverständlich auch ein Stückweit für dortiges Elend verantwortlich gemacht werden kann, könnte man allerdings durchaus von Hass-schürenden politischen Versäumnissen unsererseits sprechen. Mit dem Finger auf andere zu zeigen und ihnen allein die Schuld für alles Schlechte zu geben ist natürlich einfach und zu einem guten Teil auch berechtigt aber die sogenannte Wirtschaftspolitik vor allem der EU kann man bei solchen Betrachtungen nicht ganz außen vor lassen.

  2. Oliver sagt:

    >Terroranschläge in Europa sind wohl kaum direkte Auswirkungen amerikanischer Politik. Terroristen (egal ob RAF oder Al Qaida und Konsorten) hassen unsere Art zu leben und verachten unsere Freiheit, das genügt Fanatikern als Rechtfertigung für abscheulichste Verbrechen.

    Wir müssen doch jetzt nicht unreflektiert Tiraden seitens der Law & Order-Boys wiederholen, oder? Es ist reichlich sinnfrei RAF oder auch IRA, ETA usw. in einen Topf mit den Amok-Boys Al Quaida zu werfen. Das zeugt von wenig Kenntnis der Materie, noch weniger von Geschichtskenntnissen per se. Fanatikern genügt letztendlich alles als Rechtfertigung, wobei den Anstoß dazu in diesem Fall andere gaben und das hat nichts mit lokalen Problemen in Spanien, Deutschland oder z.B. Großbritannien zu tun.

    >Mit dem Finger auf andere zu zeigen und ihnen allein die Schuld für alles Schlechte zu geben ist natürlich einfach

    Nein ist es natürlich nicht, es ist nur dumm den Text nicht verstanden zu haben und sich einfach als US-Fanboy zu outen und quasi hirnlos deren Kakophonie zu folgen.

    Das man in der jüngeren Geschichte so ziemlich alleine verantwortlich ist für dieses Problem zusammen mit den kalten Kriegern der ehemaligen Sowjetunion mag man ja gar nicht mehr sehen wollen, das man teils heutige Topterroristen heranzog entzieht sich sowieso dem eigenen Bewußtsein.

    Das setzt natürlich Geschichtskenntnisse vorraus, ebenso Beschäftigung mit Politik und dies nicht nur akut. Mea culpa, mea maxima culpa.

    Wenn man die fett hervorgehobenen Stellen überdenkt und in der Lage ist diese en detail mit Wissen zu füllen, dann langts vielleicht auch das nächste mal für eine kompetente Antwort. Diese kann dann dementsprechend dem Text auch kurz sein, aber wenigstens sinnreich. Und nein ich lösche nur echten Mist, aber das hier war schon haarscharf an der Grenze.

  3. My 0,02 Euro sagt:

    «Die Presse» schreibt einen etwas andere Begründung:

    Zitat: Auslöser für das BBC-Interview waren Berichte über die Gründung eines Arms der al-Qaida in Großbritannien. Darin hieß es, dass britische Geheimdienste eine islamistische Homepage unter die Lupe nehmen, die von dieser Gründung berichtet habe. Auf der Homepage werden junge Muslime zum Aufstand gegen «Ungläubige» wie Premierminister Gordon Brown oder dessen Amtsvorgänger Tony Blair aufgerufen.

    USA: Europa ist Drehscheibe für Terrorismus

  4. Oliver sagt:

    … und weiter? Was hat die Insel mit Resteuropa auf dem Festland zu tun? Insbesondere wenn die Aussage allgemein formuliert wurde und darüber hinaus die Briten jeden Furz in ihrem Land überwachen und gar noch die Amis toppen? Zudem kooperieren die Briten schon seit Tony Blairs glorreichen Zeiten gekonnt mit den USA. Ein ziemlich lahmes Argument also …

  5. My 0,02 Euro sagt:

    Klar ist das alles hanebüchen. Wollte ich mit meinem Hinweis auch gar nicht anders darstellen.

    Eher im Gegenteil 😀 Watt nen Quark!

RSS-Feed abonnieren