etwas ist faul im Staate Dänemark

Nun nicht direkt in Dänemark, aber zumindest ist diese Aussage in Shakespeares Hamlet ein probater Aufhänger zu den bundesrepublikanischen Umtrieben unserer Berliner Inkompetenz. Gemäß dem Motto Demokratie ist, wenn man trotzdem lacht gibt man sich beispielsweise billigster Propaganda hin. Nicht nur das Bundesfamilienministerium, sondern auch das Bundeswirtschaftsministerium beauftragten Werbeagenturen, vorproduzierte Beiträge mitsamt Moderationsvorschlägen und O-Tönen über deren Projekte für den Hörfunk zu liefern und im redaktionellen Bereich unterzubringen. Natürlich verweigert man diesbezüglich jedwede Auskunft, wie hoch das Volumen ist, wer sich für diese Dinge verantwortlich zeigt. Das ist gelebte Demokratie, verantwortungsvolles Handeln unserer Politprominenz. Die Mannen unter Gasgerd gaben sich schon damals allergrößte Mühe ihren Standpunkt a la von Gottes Gnaden dem Mob kund zu tun und eben diese Argumentation gereicht nun auch heute der Legitimation ausgesprochener Demokratiefeindlichkeit. Perfide wie man nun einmal ist wird natürlich das Grundgesetz für derlei Dinge herangezogen. Na danke, dort treten, hier als Ausrede mißbräuchlich zur Anwendung bringen.

Laut TP wird das alles wohl auch zukünftig kein Ende haben, wir dürfen uns also weiterhin auf Propaganda mittels beispielsweise der ÖR freuen, die sich ihrerseits bei einem Teil des angesprochenen Mobs immer noch größer Beliebtheit erfreuen. Der Glaube versetzt bekanntlich Berge, so auch die Logik beim Mob gen Nirwarna. Volksverarsche im großen Stil, abseits von der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit.

Und natürlich ist dieses obige Beispiel ebenso nur eine Randerscheinung, die sich allgemeinen Desinteresses erfreut, wie auch das folgende Beispiel von seltsamen Randerscheinungen exekutiver Gewalteinwirkung. Zwar sind Übergriffe der Exekutive nicht erst seit dem G8 Gipfel desöfteren an der Tagesordnung, diverse Fälle gabs da in den letzten Jahren zu genüge, aber neu und desöfteren bewundernswert ist der Umstand, das es tatsächlich einige unter unseren Freunden und Helfern gibt, die sich dieses Lapsus bewußt sind und ihrem Anspruch als eben jene Freunde und Helfer doch noch irgendwie gerecht werden möchten. Das ist wirklich nett, wäre da nicht schon die Legislative, z.B. in Form von Rot-Rot (SPD & die Linke) in Berlin, die derlei Dinge mittels neuen Polizeigesetzen mal desöfteren torpediert. Welche Widersprüche sich da in den Reihen der Exekutive auftun, bemerkt man auch trefflich anhand solcherlei Forderungen: Polizei fordert «großen Spähangriff».

Beispielsweise sei eine Festnahme damit begründet worden, dass der Festgenommene «einen roten Kapuzenpullover trug» und er sich nach Ansicht des Polizisten mit diesem Kleidungsstück als «gewaltbereit» geoutet habe. Nicht immer folgten die Gerichte derlei Unsinn, leider wohl aber noch oft genug. Amnesty International tadelte diesen Umstand schon desöfteren, der ehemalige Hamburger Schill formulierte dies damals passend: Wir werden die Polizeikommission in Hamburg abschaffen, die ein Misstrauensinstrument gegenüber der Polizei ist.. Na dann, eine Kommision die die Polizei selbst überprüft wäre wichtig, um Demokratie zu wahren und im Fall der Fälle den Bürger nicht im Regen stehen zu lassen. Aber who cares, denn in einer Demokratie leben wir schon lange nicht mehr bzw. lebten allenfalls bisher in einer Parodie einer solchen. Alles neu? Nein shit happens Made in Germany seit mehreren Dekaden …

Bild: WikiCommons, Copyright erloschen

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