Es wird immer verrückter

Nun fängt YouTube an, wegen Urheberrechtsvertzung [sic!], Seiten abzumahnen, die Dienste anbieten, die das Downloaden der YouTube-Videos ermöglichen.

Die mittlerweile zu Google gehörende Video-Community YouTube hat das Blog TechCrunch wegen Urheberrechtsverstößen abgemahnt. TechCrunch bietet wie auch andere eine Möglichkeit bei YouTube veröffentlichte Videos herunterzuladen.

YouTubes Anwaltskanzlei verweist auf die Nutzungbestimmungen von YouTube, nach denen die Videos nur im Rahmen der von YouTube angeboten Möglichkeiten über die Website genutzt werden dürfen.

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Es wird dringend Zeit, dem zur Datenkrake Goolge gehörendem Unternehmen den Rücken zu kehren — sevenload.de ist da zur Zeit *die* Alternative.

19 Antworten zu “Es wird immer verrückter”

  1. BlackRocket sagt:

    und im gegensatz zu youtube ist sevenload wie eine familie.

  2. Falk sagt:

    Hmm, mal ehrlich — es ist doch eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis in solche Plattformen (sevenload eingeschlossen) Investoren einsteigen, die völlig andere Interessen haben, als die Nutzer der Plattformen. Da bin ich eigentlich nur noch skeptisch…das mag jetzt noch eine Familie sein, aber ist sie das auch zukünftig?

  3. Chris sagt:

    Ich habe bewusst zur Zeit geschrieben — da sevenload eben auch ein Unternehmen ist und über kurz oder lang gegen die Interessen der User agieren muss. Von unsympathischen Mitarbeitern mal gar nicht erst gesprochen — aber zur Zeit ist das noch alles eine feine Alternative.

  4. Falk sagt:

    Chris, das bezog sich auch mehr auf den ersten Kommentar hier. Solchen Plattformen find ich vom technischen Prinzip und von den Möglichkeiten, die sich speziell in meinem eigenen Falle bieten, sehr genial. Allerdings halt ich halt die Aussage «das ist alles eine große Familie» für sehr blauäugig…

  5. Chris sagt:

    War mir klar, ich wollte Deine Aussage nur unterstreichen. :)

  6. BlackRocket sagt:

    @falk warum? jetzt ist es doch so, was da noch kommen mag kann keiner sagen, wenn ich sagen könnte was da noch kommt würde ich diesen kommentar nicht selber schreiben, sondern schreiben lassen.

  7. Falk sagt:

    @BlackRocket — verstehs nicht als persönlichen Angriff. Aber schon vieles wurde in der Vergangenheit als tolles neues Sozialgefüge propagiert und von den Usern so verstanden und unterlag dann letztendlich trotzdem dem Kommerz. Solang sowas nicht *aus* der Gemeinschaft selbst heraus entsteht, unterstell ich eben *zukünftig* eine Verwertung der geschaffenen Inhalte. Ich hatte erst gestern Abend eine Diskussion darüber, dass man Verwertung und Kultur nicht unter einen Hut bringen kann. Deshalb auch der Begriff «blauäugig». Anscheinend gehen da auch unsere Vorstellung von «Familie» sehr weit auseinander 😉

  8. Oli sagt:

    Solang sowas nicht *aus* der Gemeinschaft selbst heraus entsteht,

    Exakt der Dreh– u. Angelpunkt der heute so gerne geflissentlich übersehen wird. Man definiert irgendwelche Gemeinschaften, anhand von Oberflächlichkeiten, man ist zugehörig, weil man quasi einen Anstecker besitzt «bin dabei».

  9. BlackRocket sagt:

    @falk ich habe mich nicht angegriffen gefühlt. die frage ist müssen sich kommerz und familie ausschliessen? wieviel kommerz gibt es in deiner familie? ich vermute wir in fast jeder anderen familie in dt, mit sicherheit nicht gerade wenig.

  10. Falk sagt:

    Bei mir gibts eine Menge Kommerz — aber da mach ich auch niemandem was vor und stells als Community oder Familie hin. Mein Privatleben als solches steht dann auch mal so gar nicht zur Debatte, denn dieses findet nicht in der Öffentlichkeit statt.

  11. Oli sagt:

    ich vermute wir in fast jeder anderen familie in dt, mit sicherheit nicht gerade wenig.

    Jeder wie er mag im Privaten, wie Falk schon sagte, diese Pauschalisierung paßt aber vielleicht auch nur auf die von den Medien erschaffene «Welt». Soll auch Leute geben die kommen ohne Kommerz aus, dort wo er nicht substantiell ist.

  12. BlackRocket sagt:

    wie definiert sich heutzutage familie, so wie die medien es wollen?

  13. Oli sagt:

    Weiß nicht? Lebst du nach den Medien? Ich glaube wir machen es hier deutlich genug was wir von Medien und Mainstream halten — wo meine Familie ist weiß ich, wer es nicht weiß und andere dafür braucht … na ja.
    Und ja bevor die kecke Frage eventuell hinterher gereicht wird — was genau -, auch z.B. eine Kommune halte *ich* für eine Familie. Ich denke mal uns trennen Welten in den Ansichten … kommt vielleicht auch vom Alter her, keine Ahnung.

    Die gerade gerne heute inflationär genutzten Begriffe Familie/Freunde halten der Realität meist kaum stand, ich habe nicht viele *Freunde*, die wenigen die ich habe, das sind aber *echte* Freunde, auf die ich mich immer verlassen kann. Woher ich das weiß? Nun Anfangs war da mal bloßes Vertrauen, das später durch gegenseitige Erfahrung massiv gefestigt wurde. Gleichermaßen verhält es sich auch mit dem Begriff Familie — was die Medien erzählen ist letztendlich nur die grobe Ausrichtung der Gesellschaft. Insofern behaupte ich mal, die meisten bezeichnen die Verwandtschaft als Familie und als Freunde jeden Bekannten den man etwas häufiger sieht. Echte Freundschaften hingegen sind selten bzw. eine intakte Familie auf die man sich verlassen kann.

  14. BlackRocket sagt:

    ich lebe nicht nach den medien sondern für die medien, ohne die neuen medien hätte ich kein geld auf dem konto. und das welten in sachen ansicht trennen, denke ich betrifft nur die definition familie, das mag aber daran liegen das ich den wichtigsten teil den menschlichen lebens übersprungen habe, das teeny dasein.

  15. Oli sagt:

    Was ja wiederum nur eine Definition dieser Medien ist, obwohl hier auch schon ein Trugschluß vorliegt … denn kein Mensch redet hier von den neuen Medien. Außer du meinst damit auch alte Pappkameraden, die nun in neuen Gewändern und mit alten Inhalten den Web2.x-Innovations-Überhammer-Megaseller mimen.

  16. BlackRocket sagt:

    genau das zweitere

  17. Oli sagt:

    Na dann, aber ich mach dir gewiß nicht deinen Arbeitsplatz madig —

  18. Falk sagt:

    Naja, noch ein kleiner Nachtrag zum Thema Sevenload und Familie:

    «Auf einmal ist alles Nichts, das ist die Umkehrung der neuesten Dotcom-Blase namens Web 2.0, die aus einem Nichts wie Sevenload eine mit 130 Millionen Euro bewertete Firma macht, nur weil ein Werber unverkäufliche Plakatflächen umdeklarieren kann, als seien sie zum Vollpreis verkauft werden. Ja, die gute alte Dotcom-Zeit ist wieder da…» (Heise)

    Augen zu und durch? Da werden Inhalte der User dafür verwendet, aus Nichts einen Haufen Anteile zu machen. Das nennt man also dann Familie heutzutage? Danke, ich verzichte…

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