Ein Populist geht um im Deutschen Bundestag

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Auch in der neuen Legislaturperiode wird unser wunderbares Land mit seinen kritischen Medien wieder von einem Populisten sondergleichen heimgesucht. Er sitzt im Deutschen Bundestag und hat in den letzten Tagen schon eine Kostprobe dessen abgegeben, was unser Land in den nächsten vier Jahren zu erwarten hat. In keinem Gesetz steht geschrieben, dass ein Politiker kein Populist sein darf, aber die Menschen in diesem Land dürfen doch wohl Verantwortung und Weitblick von einem ihrer Volksvertreter erwarten. Das Vertrauen, welches der Deutsche Bundestag und dessen Mitglieder immer noch inne hat, wird von einem einzigen Mann schändlich ausgenutzt. Das muss ein Ende haben – um Schaden von unserem Volk abzuwenden.

Ohne sich großartig inhaltlich mit der Kanzlerin und der Schwarz-Gelben Regierung auseinanderzusetzen sprach er von einem katastrophalen Fehlstart der neuen Bundesregierung. In unserem gesamten Land wurde erst am Wochenende der Fall der Mauer gefeiert und an die Bilder, die Emotionen und Gefühle vor 20 Jahren gedacht – Deutschland im Freudentaumel. Im Deutschen Bundestag jedoch ging der Populismus um, Angela Merkel und Guido Westerwelle würden neue Mauern hochziehen, anstatt sie nieder zu reißen. In einem Land mit unserer Geschichte sollte man auf solche Vergleiche verzichten. Man stellt sich damit selbst ins Abseits, mit Populismus lässt sich schlicht und ergreifend kein Land führen.

Deutschland kann es sich in der derzeitigen Finanzkrise selbstverständlich nicht leisten, auf die Brückentechnologie Atomkraft zu verzichten, schon gar nicht ist die Entwicklung der regenerativen Energien so weit fortgeschritten, dass wir es uns leisten können, unsere Atomkraftwerke abzuschalten. In diesem Zusammenhang davon zu sprechen, die Regierung vollzöge eine Rolle rückwärts in der Atomenergie, ist gegenüber unserem Land, den Energieversorgern, insbesondere aber den Menschen gegenüber, unverantwortlich. Um der Schlagzeile willen wird hier populistisch mit den Ängsten der Menschen gespielt.

Nach Jahren der Steuer– und Abgabenerhöhungen möchten Angela Merkel und Guido Westerwelle endlich die Menschen in diesem Land entlasten. Die Binnenkonjunktur wird dadurch angeschoben, die Menschen wird die Möglichkeit gegeben, mehr zu konsumieren, die Umsätze der Unternehmen steigen, Wachstum wird generiert. Das ist der einzige Weg, der uns aus der Finanzkrise führt. Wer in diesem Zusammenhang von ökonomische Geisterfahrerei spricht, hat das Einmaleins der Wirtschaft und der Politik nicht im Ansatz begriffen. Um des dagegen sein willens, werden die Bürgerinnen und Bürger populistisch hinters Licht geführt.

Der Auftritt des Populisten im Deutschen Bundestag endete mit einem Eklat und einer Beleidigung der Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie ihres Stellvertreters und Außenministers, Guido Westerwelle. Die beiden seien kein Traumpaar der deutschen Politik, sondern ein Traumtänzerpaar. Selten wurde eine Bundesregierung von der Opposition in dieser Art und Weise beleidigt. Man kann diese populistischen Worte schon fast mit einer Hetze gleichsetzen. Denn sie wissen nicht, was sie tun, möchte man hier erwidern.

Doch damit nicht genug. Heute wurde bekannt, dass der populistische Feldzug unseres Politikers seine unverantwortliche Fortsetzung gefunden hat. Die notwendige Rente mit 67 wird infrage gestellt und soll überprüft werden. Die Menschen in diesem Land werden immer älter, der demografische Faktor wird zu einem fast unlösbaren Problem, und der Chefpopulist der Bundesrepublik Deutschland hat nichts besseres zu tun, als die Rente mit 67 infrage zu stellen.

Populismus bezeichnet eine um Volksnähe bemühte Politik, die Unzufriedenheit, Ängste und aktuelle Konflikte für ihre Zwecke instrumentalisiert, an Instinkte appelliert und einfache Lösungen propagiert, wobei verantwortungsethische Gesichtspunkte und Aspekte der praktischen Realisierbarkeit weitgehend außer Acht gelassen werdenso schreibt die Wikipedia. Noch nie traf diese Beschreibung besser zu, als auf unseren Chefpopulisten im Deutschen Bundestag. Deutschland darf, kann und muss vor allen Dingen erwarten, dass unsere Politiker verantwortlich und besonnen in Sinne unseres Landes handeln – mit Populismus ist nichts erreicht, im Gegenteil. Das Land wird weiter gespalten, eine Lösung der Probleme ist nicht in Sicht. Deutschlands Bürgerinnen und Bürger dürfen den Spaltern der Republik nicht weiter an den Lippen hängen. Das haben sie mit ihrem unverantwortlichen Populismus nicht verdient. Deutschland kann mehr, viel mehr, als dieses Marktschreiern und ihrem Getöse hinterherzulaufen.

Ich spreche selbstverständlich von Frank-Walter Steinmeier.

Ich mein ja nur, liebe Presse und Kollegen

steinmeierverantwortung 

Bilder: Agenda 2013

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19 Antworten zu “Ein Populist geht um im Deutschen Bundestag”

  1. Chris sagt:

    Nimmt eigentlich Irgendwer diesen Steinmeier noch ernst? Unfassbar…

  2. Robert B. sagt:

    Wahrscheinlich habe ich die Ironie nicht erkannt, aber kann es nicht sein, dass wir es uns in der derzeitigen Finanzkrise selbstverständlich nicht leisten [können], auf die Brückentechnologie Atomkraft zu setzen? Dann, welche Menschen möchte schwarz-geld entlasten und welche Menschen sind schon vorher unter rot-* belastet worden? Aber jetzt habe ich dich: Wachstum wird generiert. Das ist der einzige Weg, der uns aus der Finanzkrise führt. Brillant :-) und sogar per Gesetz «vorgeschrieben». Darauf sind die Sozen nicht gekommen …

  3. Anonymous sagt:

    habe anfänglich schon gedacht es soll eine glosse werden…

    … und ja! er wir steinbar noch ernstgenommen. würde man sonst artikel über ihn verfassen? ;)

  4. Thaniell sagt:

    @Robert: Es geht wohl weniger um den Inhalt als um die unterschiedliche Reaktion der Medien, je nachdem wer diesen Populistischen Blödsinn fordert, daher ja oben das Lafo-Bild, bei einem Populisten denkt man ja dank der üblichen Anschuldigungen an ihn, und zum Schluß dann die Kehrtwende zu Steini… der ui jetzt in der Opposition spontan das gleiche fordern kann ohne dadurch ein Populist zu sein…

  5. Bert sagt:

    Großartig! Ich bin echt drauf reingefallen.

  6. phoibos sagt:

    toller artikel. bei jedem satz wollte ich dir widersprechen — bis ich den vorletzen link sah ;) gratulation!

  7. Captain sagt:

    Es gibt wenige Nicht-Populisten im Bundestag, auch wenn die evtl. nicht so schlimm sein mögen wie Steinmeier. Denen läuft der Arsch halt auf Grundeis :)

  8. Phil sagt:

    @phoibos:

    Ich dachte auch, was ist denn hier los, zumal noch das Konterfei vom größten Populisten aller Zeiten ;) über dem Artikel hängt xD

  9. Werner sagt:

    Wow, war drauf und dran deine Seite ausm Feedreader zu löschen.
    Respekt.

  10. Herrman sagt:

    Gnade meine Nerven. Solche Spielchen sind überhaupt nicht lustig. Zum Glück habe ich den Beitrag zu Ende gelesen. Erinnert mich irgendwie an: Mit dem Zweiten propagiert man besser — Oskar Lafontaine im Sommerinterview

  11. Andi sagt:

    @phoibos:
    Na sowas, mir geht’s (bis auf die Atomkraft-Sache) eher umgekehrt. :-D

  12. Sascha sagt:

    Als ich den Artikel gelesen habe war ich bei jeden Satz kurz davor das Abo der Seite zu löschen, doch dann kam ja das erlösende Ende und F!XMBR ist doch nicht gekauft worden. ;-)

  13. Stefan sagt:

    Wann? Wann wird der ewige Vorwurf des Populismus endlich als das enttarnt, was er ist: populistisch.

  14. luttz sagt:

    Kinnörsch, wenn hier jeder gleich f!xmbr ausm Feedreader werfen würde, nur weil ein Politiker seiner Lieblingspartei kritisiert wurde, würde hier überhaupt nur noch ein Leser sein :) (Und nun dürft ihr raten, ob das Chris oder Oliver ist).

    Auf jeden Fall sehr gelungen!

    (Und ja, ich habe das bis zu Ende gelesen ^^)

  15. Franse sagt:

    Alter Schwede.… also jetzt hab ich echt kurz gezweifelt.

  16. Wolf-Dieter sagt:

    Hab lange gebraucht, um rauszukriegen, wie ernst der Artikel gemeint war …

  17. conny sagt:

    Chapeau! Die Graphik war zwar kurz irritierend, doch spätestens mit Beginn des 2. Absatzes war klar, wohin «diese lustige Reise» gehen wird. «Trotzdem» ein Genuss, denn hier wurde auf höchster Ebene zelebriert, wovon (verirrte?) Journaille-«Profies» lernen könnten.
    Schade allerdings [und bezogen auf den Klasse-Artikel auch erstaunlich], dass der Button «Ende der SPD» entfernt wurde — treibt doch [neben weiteren Widerlingen wie Scholz, Kahrs, Oppermann usw. usf. auch] Steinmeier weiter sein Unwesen. (Und eine andere polit. Mehrheit als die derzeitige wird ohne SPD am Sankt Nimmerlein erfolgen.)

  18. superguppi sagt:

    Kann ja mal passieren, dass man die Bilder vertauscht…

    Heftig: Natürlich sollen keine Politikerkinder in den Knast

  19. Moritz sagt:

    Als ich «Steinmeier» gelesen habe, bin ich aber vor Lachen auf dem Boden gelegen. Davor war ich redlich irritiert :)


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