Ein Paket und ein Paket

Gestern war es mal wieder so weit. Ein Web 2.0-Unternehmen meinte, meine personenbezogenen Daten missbrauchen zu müssen — UPS stand vor der Tür. Und nein, besagtes Unternehmen hat mir das Paket nicht direkt zugeschickt — sie haben meine personenbezogenen Daten an ein Geschenk-Service-Hastenichtgesehn-Unternehmen hier in Hamburg weitergeleitet. Von denen kam dann das Geschenk — ein großer Adventskalender. Ca. 50 cm x 50 cm groß, umweltgerecht kpl. in Plastik gehalten, hinter jeder Tür ein Stück Ritter Sport Schokolade, einzeln verpackt — man sich echt Gedanken um die Umwelt gemacht, ich bin echt begeistert. Ihr seid schon Helden — naja, eigentlich in meinen Augen ziemliche Flachpfeifen, darum gibt’s mit Sicherheit auch keine Namensnennung, geschweige denn ein Link zu Eurem Drecks, ähm, Unternehmen. Man kann mir gerne etwas zuschicken — wenn es nicht einfach nur profane Werbeflyer sind, man sollte sich einfach etwas dabei denken, sich mit mir als Person oder mit F!XMBR als Ganzes beschäftigen. Sonst ist es einfach nur peinlich. Im Gegensatz dazu klingelte heute die Post wieder an meiner Haustür — ein Geschenk, worüber ich mich sehr gefreut habe.

Ein sehr guter Freund hat mir einfach so — zur Adventszeit — einen Edel-Marzipan-Stollen geschickt, und da er weiß, dass ich Abends gerne eine heiße Tasse Kakao trinke, war noch ein Päckchen Schokolade dabei. Das sind die kleinen Augenblicke des Lebens, die mich wirklich erfreuen. Kein unpersönliches Anschreiben, kein Werbeflyer — einfach ein Geschenk eines Freundes, der sich mit der Auswahl mit mir als Mensch beschäftigt hat. Danke. :)

Ein Stollen und Nesquick auf Deutschlandtour

11 Antworten zu “Ein Paket und ein Paket”

  1. Kai Raven sagt:

    Bei mir fuhr gerade der UPS-Bote mit dem Schoko-Xmas-Kalender vor.

  2. DonTermi sagt:

    Klarer Fall für: T5F :)

  3. Flusskiesel sagt:

    Hast Du keinen Paketfilter?

  4. Oliver sagt:

    Das issn Kalauer 😀

    @chris, du kennst schon seltsame Leute *g*

  5. Falk sagt:

    Hast Du keinen Paketfilter?

    DER war gut 😀

  6. Da sieht man mal, wie einfallslos diese Web-Klitschen sind. Da schreibe ich nun andauernd, dass ich höchstens für eine Flasche guten alten Scotch zu kaufen bin … und was kommt? Ein Plastikschokokalender. Zur Strafe gucke ich jetzt noch nicht einmal im Netz, was diese Klitsche so anzubieten hat 😉

  7. Chris sagt:

    Siehst, wir beiden und Kai haben etwas im Kopf.

    Zugleich ist aber auch zu beobachten wie selten bescheuert der Blogger in Deutschland ist, er sich für ein ein bisschen Schokolade kaufen lässt und die Umwelt, Gott bewahre, die ist nur für die Quote gut, hier denken wir erst gar nicht drüber nach.

    Die meisten Blogger in Deutschland sind kleine Stricher. Ganz schlimm, ekelhaft, denkt Euch was aus — das ist der Nachwuchs, den sich die Vorbilder von der Spree und aus der BILD gezüchtet haben…

  8. Falk sagt:

    Oh, jetzt weiß ich auch, warum ich nichts bekommen habe — diese Pfeifen hab ich schon kurz nach dem Start wegen ihrer Spammails derbst angegangen…

  9. @Chris

    Was für Blognutten *lol*

    Für ein wenig Aufmerksamkeit und Anerkennung würden die wahrscheinlich sogar ihre Kinder verkaufen … so sie denn welche haben. Ihre Ideale sind ja schon auf dem Müllhaufen des Kommerzes gelandet.

    Eigentlich müßte man die «Blogelite» mal linken und ihnen irgendwelchen billigen Nippes schicken und das ganze mit einer Werbung für irgendetwas NPDnahes versehen. Ich wäre mir sicher, mindest 25% würden sich freuen und darüber kritiklos berichten.

  10. […] Man beachte meinen Kommentar und den vom Spiegelfechter. Da muss man keine Diskussionen mehr um gekaufte Rezensionen führen, um gekaufte Links — die Leute da draußen lassen sich schon von nicht mal 2 Tafeln Schokolade kaufen, 24 Einzelstücke, 16 ergeben eine Tafel. Von dem Verpackungsmüll und den personenbezogenen Daten ganz zu schweigen. Dass Kai und Jens hier zu finden sind, hat schon seine Richtigkeit, das lässt ein wenig hoffen. Und da wundert sich noch irgendwer, warum Blogs in Deutschland ausgelacht werden? […]

  11. Prospero sagt:

    Mich haben sie einfach ignoriert, ts, ts, ts… Wie gut, dass ich so unwichtig bin. Diese Populärität würde ja auch keiner aushalten als A-Blogger, da steht man ja sooo unter Druck… 😉
    Ad Astra

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