eigentliche eine gute Sache

Die das BKA unter der Obhut des SPD-Mitglieds Jörg Ziercke da vorschwebt, nehmen wir doch die Provider in die Pflicht und sperren einfach diese Abscheulichkeiten in Form von KiPo. Die antisemtischen Tiraden einiger Zurückgebliebener können dann sogleich auch virtuell entsorgt werden und was denn sonst noch in den Sinn kommt — der Fantasie sind heutzutage leider keine Grenzen gesetzt. Eine gute Sache, oder? Wer würde nicht gerne diesen Dreck gebannt sehen, wohlgemerkt gebannt — nicht wirklich entfernt.

Und das genau ist doch der Knackpunkt, denn technische Mittel existieren weiterhin an diese Abscheulichkeiten zu gelangen, irgendwelche Blockaden zu umgehen. Warum also überhaupt die Aufregung, vielleicht nützt es gar ein wenig? Das mag durchaus sein, aber zugleich werden hier auch die Provider als Hilfssheriffs in die Pflicht genommen und durchstöbern mal eben lustig die Verbindungen ihrer Kunden. Man riecht das ja schließlich nicht, wo denn gerade nun eine Verbindung zu derlei Schmutz aufgebaut wird — ergo wühlt man fleißig herum, irgendetwas wird man wohl immer finden. Der Nutzen ist so oder so fragwürdig, der Kolateralschaden hingegen gewaltig. Ich unterstelle auch dem Staat keine honorigen Absichten, sondern sehe einzig den Versuch wieder einmal einen ständigen Datenkanal für das BKA zu errichten. Eine Hüntertür für weitere Fantasien des Staats, denn auch diesem sind da keine Grenzen gesetzt …

golem

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2 Antworten zu “eigentliche eine gute Sache”

  1. […] Inhalte, die dem BKA, der Bundesregierung oder wem auch immer nicht passen, zu blockieren. Prima Idee, da werden sich dann hoffentlich bald mehr Leute damit beschäftigen, wie man Proxies nutzt und […]

  2. […] “Eigentlich eine gute Sache” — Kommentar von Oliver (F!XMBR) […]

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