Du bist schuld

WahlurneJa, genau Du. Du, der am Sonntag wählen gegangen ist und nicht sein Kreuz bei der SPD gemacht hat oder gar ganz zu Hause geblieben ist. Das dumme Stimmvieh hat wieder einmal komplett versagt und erkennt nicht die große Leistung der Sozialdemokraten in den vergangenen 11 Jahren an. Wer wirklich geglaubt hat, nach dem Wahldesaster würde sich bei der SPD etwas ändern, der sah sich spätestens mit der Wahl Frank-Walter Steinmeiers zum Fraktionsvorsitzenden oder dem Verhalten der Thüringen-SPD eines besseren belehrt. Die SPD erinnerte nicht nur am Wahlabend an den Film Die Nacht der reitenden Leichen, auch heute noch kommt einem der Filmklassiker und seine Fortsetzung, Die Rückkehr der reitenden Leichen, in den Sinn. Aktuelles Beispiel ist Hennig Scherf, der einen Gastartikel für die SZ verfassen durfte.

Und dies tun sie besonders heftig dort, wo Sozialdemokraten aus Regierungsverantwortung in den vergangenen Monaten Gegenmaßnahmen ergriffen haben, diese aber — so erfolgreich sie damit auch waren und sind — ihren eigenen Wählern nur schlecht vermitteln konnten. Und wieder wird die alte Mär verbreitet, die Sozialdemokraten waren erfolgreich, nur hat der Wähler es nicht begriffen. Wie oft wollen SPD-Politiker diese Lügen eigentlich noch wiederholen? Von George Orwell stammt folgender Satz: Und wenn alle anderen die von der Partei verbreitete Lüge glaubten, wenn alle Aufzeichnungen gleich lauteten, dann ging die Lüge in die Geschichte ein und wurde Wahrheit. Dies scheint die SPD mit aller Macht zu versuchen. Man wiederholt einfach Monat für Monat, Woche für Woche und Tag für Tag die Lügen um das eigene Tun und hofft so, dass die Menschen endlich die Argumentation der SPD übernehmen. Doch ich habe da eine schlechte Nachricht:

Die Menschen mögen blind sein, doch sie können im Dunkeln sehen.

Scherf nennt zwei weitere Gründe, ohne auf das Kernproblem der modernen SPD zu kommen: Die Abspaltung der Linken und dass die Jugend nicht mehr erreicht werden kann. Diese beiden Punkte sind direkte Folgen der Agenda-Politik. Verhält sich eine Partei wie die SPD nicht mehr sozialdemokratisch, suchen die Menschen bei einer anderen Partei nach Lösungen und Antworten. Die Partei der sozialen Gerechtigkeit, der Sozialdemokratie ist heute kaum noch die SPD, viele Menschen finden ihre Antworten nun bei der Linkspartei. Diese hat noch einen steinigen Weg vor sich, immerhin ist dort noch Potential zu erkennen — im Gegensatz zur SPD. Und dass man die Jungwähler verloren hat, darf die SPD auch nicht wundern. Die Menschen, die am Sonntag das erste oder zweite Mal wählen durfte, verbinden mit der SPD Hartz IV und Armut, nicht mehr und nicht weniger.

Die jungen Menschen interessiert die Geschichte der SPD nicht. Wenn sich die SPD heute auf ihre Geschichte beruft, wäre das das gleiche, als würde man einen VW Käfer aufgrund seiner Geschichte zu einem Formel-1-Rennen anmelden. Die Jungwähler, bis Mitte 20, kennen von der SPD nur die besagten Punkte, innerparteiliche Streitereien und haben bereits mehr SPD-Vorsitzende erlebt, als sie an Wahlen teilnehmen durften. Die SPD bietet ihnen keine Orientierung mehr, im Gegenteil, an deutschen Schulen wird mittlerweile gelehrt, wie man einen Hartz-IV-Antrag auszufüllen hat. Sie sind mit Hartz IV aufgewachsen, selbst wenn sie nicht direkt betroffen waren. Das, was die SPD den jungen Menschen mit auf ihren Lebensweg gibt, ist Hoffnungslosigkeit, Trostlosigkeit und Verzweiflung.

spd_muenchhausen
Ein Agenda-2013-Remix

Der Neuanfang braucht eine möglichst breite Beteiligung, so schließt Henning Scherf seinen Artikel. Nur benötigt es für einen Neuanfang eine schonungslose Abrechnung der letzten zwei Jahrzehnte SPD-Politik. Wählerbeschimpfung, das dumme Stimmvieh hat kein Wort und unser Tun nicht verstanden, wirkt da eher kontraproduktiv — könnte ich mir zumindest vorstellen. Politiker, wie Henning Scherf, Frank-Walter Steinmeier und wie sie alle heißten, werden nie verstehen, was wirklich in den Menschen vorgeht, welche Ängste, Nöte und Sorgen sie wirklich bewegen. Dazu leben die Herrschaften zu weit weg in ihrem Elfenbeinturm und sind abgeschottet in ihrer eigenen Ideologie gefangen. Wenn es nicht so dramatische Folgen für einen Großteil der Bevölkerung hätte, könnte man glatt Mitleid mit ihnen haben.

Hat die SPD noch eine letzte Chance? Wohl weniger…

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10 Antworten zu “Du bist schuld”

  1. conny sagt:

    Neben Scherf bot die SZ auch dem «Soziologen» Heinz Bude eine Plattform, um die «Wahrheit» über den Niedergang der SPD einzuhämmern … UND ihr den «richtigen» Weg FÜR eine Zukunft zu weisen …
    unglaublich … wie Beide unwidersprochen (Schröder trägt keine Schuld), also ohne wirkl. [auf Fakten bez.] Gegenfragen, der «SPD» weiter einheizen können …
    Es zeigt aber auch die Verkommenheit selbst einer SZ, die sich als Täter mitschuldig macht, der SPD endgültig den Garaus zu machen.
    (Der Artikel mit Dreßler dient einzig als Alibi.)

  2. Gaston sagt:

    >Wenn sich die SPD heute auf ihre Geschichte beruft,
    >wäre das das gleiche, als würde man einen VW Käfer
    >aufgrund seiner Geschichte zu einem Formel-1-Rennen
    >anmelden.

    Werden denn diese «Herbie-Filme» nicht ständig wiederholt? 😉

    >Dazu leben die Herrschaften zu weit weg in ihrem
    >Elfenbeinturm und sind abgeschottet in ihrer eigenen
    >Ideologie gefangen.

    Irgendwie erinnert mich das daran, dass Honecker im dritten Reich aktiver Widerstandskämpfer war. Ich glaube nicht, dass dieser damals geglaubt hatte, dass er selbst ein Unterdrücker von Menschen werden würde.
    Ebenso denke ich, dass auch die SPD nur eine Chance hat, die Altlasten nachhaltig los zu werden und sei es , dass diese nach Chile auswandern und dort über die Ungerechtigkeit der Welt jammern.

    Es ist wohl so, dass man politische Posten nur auf Zeit zugestehen sollte und danach die Politiker kein weiteres Amt mehr annehmen dürften. Anders wüsste ich inzwischen nicht mehr, wie man diesen Personenkult und diese Machtgeilheit was entgegen stellen kann. Wenn ich daran denke, wie sich manche Menschen verdreht haben, nur um an der Macht zu bleiben.

    Da muss ich mal wieder Matthias Beltz zitieren, der einmal gesagt hatte.
    «Ich weiß nicht, warum man meint, dass (Joschka) Fischer ein Arschloch geworden ist. Der war schon immer ein Arschloch.«
    (Dieses Zitat fällt mir halt immer wieder im Zusammenhang mit «Machtgeilheit» ein. Ich weiß auch nicht warum. 😉 )

  3. tommy_99 sagt:

    Sehr interessant auch, wie Herr Scherf auch Geschichtsklitterung betreibt und damit demonstriert, dass dieses Verhalten geradezu immanent ist:

    «Anstatt gemeinsam mit den Sozialdemokraten gegen die aufkommenden Nazis zu kämpfen, verteufelten andere Linke sie als Sozialfaschisten.»

    Klar, die Partei, die 1914 für die Kriegskredite gestimmt hat, die 1918/1919 die erste und einzige wirkliche Revolution in Form der Räte mit Hilfe der konservativ-deutschnationalen Freikorps hat niederkartätschen hat lassen, die in Form des ekelhaften Blut-Noske Liebknecht und Luxemburg ermorden liess — diese wohlmeinende SPD wurde «verteufelt».

    Hallo Herr Scherf? Jemand zu Hause? Auch wenn — und das will ich nicht verkennen — die SPD 1933 wenigstens den Anstand und auch den Mut aufbrachte, gegen das Ermächtigungsgesetz der Faschisten zu stimmen, so trägt sie dennoch die enorme Mitverantwortung für das Erstarken der Faschisten. 1918/1919 hätte — hätte! — die große und einmalige Chance bestanden, den gesamten reaktionär-chauvinistischen Dreckspöbel, den verschissenen Adel und die Mörderband des deutschen Miliatrismus endgültig von der Landkarte zu tilgen. Stattdessen flüchtete sich die SPD schon damals in die Arme derer, die sie bestenfalls verachteten und später in die KZ verbringen ließen.

    Und diesen Kreisen versucht die SPD sich seit 1945 immer und immer wieder lieb Kind zu machen, um zu beweisen, dass Sozialdemokraten keine «Vaterlandsverräter» sind — und dabei zum Teil noch rücksichtsloser vorzugehen, als es diese Kreise jemals wagen würden.

    Geh’ sterben, SPD!

  4. My 0,02 Euro sagt:

    Eines aber möchten wir in absehbarer Zeit gewiß nicht hören: das jammervolle Geächz der aus der Regierung herausgeworfenen Sozialdemokraten, weil man sie dann grade so behandeln wird, wie sie heute den Reaktionären helfen, die Arbeiter zu behandeln. Eines Tages wird es soweit sein. Die furchtbare Drohung, sich nunmehr bald an die frische Luft zu verfügen, wird von der Partei wahrgemacht werden, wahrscheinlich eine halbe Minute, bevor man sie auch in aller Förmlichkeit bitten wird, den Tempel zu räumen. Und dann wird sich die Führung besinnen: Jetzt sind wir in der Opposition. Mit einem großen O. Wie macht man doch das gleich …? Da werden sie dann die Mottenkisten aufmachen, in denen – ach, ist das lange her! – die guten, alten Revolutionsjacken modern, so lange nicht getragen, so lange nicht gebraucht! Werden ihnen zu eng geworden sein. Und dann frisch als Sansculotten maskiert, vor auf die Szene. »Die Partei protestiert auf das nachdrücklichste gegen die Gewaltmaßnahmen …« Herunter! Abtreten! Faule Äpfel! Schluß! Schluß! Die werden sich wundern. Und sie werden keinen schönen Anblick bieten. Denn nichts ist schrecklicher als eine zu jedem Kompromiß bereite Partei, die plötzlich Unnachgiebigkeit markieren soll. Millionen ihrer Anhänger sind das gar nicht mehr gewöhnt; die Gewerkschaftsbureaukratie auch nicht, für die uns allerdings nicht bange ist: es findet sich da immer noch ein Unterkommen. Wären die Stahlhelm-Industriellen nicht so maßlos unintelligent – sie könnten sich das Leben mit denen da schon heute wesentlich leichter machen. Sie werden es sich leicht machen. Alles gut und schön. Aber erzählt uns ja nichts von: Recht auf die Straße; Polizeiwillkür; Verfassung; Freiheit … erzählt sonst alles, was ihr lustig seid. Aber dieses eine jemals wieder zu sagen –: das habt ihr verscherzt.

    (Kurt Tucholsky, Die Weltbühne, 22.09.1931, Nr. 38, S. 454)

  5. Shiraz sagt:

    «Die SPD erinnerte nicht nur am Wahlabend an den Film Die Nacht der reitenden Leichen, auch heute noch kommt einem der Filmklassiker und seine Fortsetzung, Die Rückkehr der reitenden Leichen, in den Sinn.»

    Mich erinnerte die SPD am Wahlabend etwas an jene Herren, die stolz vor prunkvollen Militärparaden salutieren, um ja nicht bei den Eindruck aufkommen zu lassen, das ihr Land eigentlich völlig bankrott ist.

  6. Antje sagt:

    Ja, @Chris, alles richtig, was du sagst. Irgendwie werde ich nur den Verdacht nicht los, dass genau diese «Demontage» (soweit es einer solchen noch bedarf), so berechtigt sie ist, von allen Seiten gepuscht wird. Auch die Zeit skandiert ja, dass die SPD wütend auf die Wähler sein darf?

    Wo bleibt die Wut?

    Jetzt sollten wir uns doch vielleicht mehr auf das konzentrieren, was die, die gewählt wurden, tun und wollen. Und dann schauen, wie sich die SPD als Opposition verhält. Nein, ich will die SPD hier nicht verteidigen, nur ist das halt so ein schönes Ablenkungsmoment. Da schlagen sich die schwarz/gelben doch sicher auf die Schenkel. Und die müssen wir jetzt in erster Linie fordern!
    Und ich persönlich hätte heute gerne, in so manchem Blog, etwas über Europa gelesen.

  7. Antje sagt:

    Ergänzung: Im Sinne von «Geh sterben» verdient die SPD vielleicht im Moment eines am ehesten, dass man sie konsequent ignoriert, solange, bis sie bereit ist sich mal wieder mit den Bürgerinnen und Bürgern und den echten Themen zu befassen!

  8. Maxim sagt:

    Henning Scherf ist entweder auch nur so ein Fähnchen im Wind oder er unterliegt irgendwelchen altersbedingten Wahrnehmungsstörungen. In den Hinweisen des Tages der Nachdenkseiten vom 17. September hieß es noch:
    «Scherf sagte in einem Interview des Nordwestradios, die Einführung von Hartz IV habe Menschen in Not gestürzt. Deshalb müsse die Sozialgesetzgebung überdacht werden. Henning Scherf war einst einer der prominentesten Befürworter der Agenda 2010. Rückhaltlos stand er hinter Schröder. Doch die Agenda, so schreibt Scherf heute, war ein Fehler. Er macht sie verantwortlich für die Krise der SPD.»

    Warum kehrt er gerade jetzt, nach dem Wahldebakel der SPD zu der elenden Lüge zurück, die Reformen seien nicht ausreichend kommuniziert worden?

  9. Tiger sagt:

    Dazu leben die Herrschaften zu weit weg in ihrem Elfenbeinturm und sind abgeschottet in ihrer eigenen Ideologie gefangen.

    Das sehe ich ein wenig anders. Es ist doch unvorstellbar, dass «die da oben» nicht wissen was sie anrichten. Die Erklärung dafür ist viel zu einfach.
    Viel mehr muss die Frage gestellt werden, warum sie trotz Wissen dennoch soziale Ausgrenzung zu betreiben. Und an dieser Stelle wurde die Politik viel zu wenig bestraft.
    Die FDP betont immer die Freiheit der Menschen. Aber auf die Idee die Atomkraftwerke abzuschalten, weil der Pöbel das nunmal so will, kommt sie nicht.
    Es reicht eben nicht die SPD nur abzustrafen, das sich dort nichts ändert ist ja abzusehen. In der Opposition wird die SPD wieder stärker, weil sich die Bürger und Bürgerinnen gegen CDU und FDP wenden. Und so geht das Schauspiel immer weiter.

    Die Politik muss von den Menschen wieder(?) dazu gebracht werden ihre Interessen zu vertreten und da sind alle Parteien eingeschlossen. Und die Menschen müssen aufhören zu glauben es sei einfach der Elfenbeinturm der Ihnen die Realität raubt. Sie müssen hinterfragen was die Politik dazu treibt willentlich nicht in deren Interesse zu handeln.

  10. Anonymous sagt:

    Und deshalb sage ich, Genossinnen und Genossen — der Scherf hat völlig recht! Und Frank Walter Steinmeier warnt auch schon wieder vor einem Linksruck — und völlig zurecht! Diese Politiker verstehen was von Politik! Und wie Dohnanyi bei Illner da im TV sagte — man muss nicht immer erst alle fragen, was die denn so denken. Da kommen wir zu nix! Demokratie, Demokrata, trallafitti! Nein die SPD braucht Führung! Führung durch Frank-Walter Steinmeier. Ein Mann, dessen erfolgreiche Politik der SPD neue Wählerschichten erschlossen hat, und Deutschland reformiert hat, so dass es fit für die Zukunft ist. Ein guter Anführer für die SPD. Wichtig ist jetzt, in die Zukunft zu schauen, und Geschlossenheit zu zeigen, und nicht immer alles zu zerreden. Nicht immer .. was? Neinein. So. Also, die SPD braucht, und hat, gute Führung. Nur, Problem ist, die Wähler wollen noch nicht folgen! Die Wähler… was? was willst du?? was? was bist du denn für ein Larry?! arbeitslos? Na, das glaub ich! Hallo, hallo Security, können Sie mal… jajaja … PATSCH! ja, krakeel hier nur herum. Leiste erst mal was. PATSCH! so. Und Tschüssikowski! Hahaha! So. Wo war ich? Achso. Die Wähler.. ja, die Wähler sind, sind… wie Kinder. Deutschland ist ein Unternehmen, aber die Wähler, die sind unvernünftig, wie Kinder. Die Wähler wollen unserem Produkt, Frank-Walter Steinmeier, noch nicht folgen. Was kann das Unternehmen Deutschland, das Unternehmen SPD da tun? Schaun wir mal, was andere Unternehmen machen, wenn ein Produkt, wie die Politik der SPD, also ein gutes Produkt, made in Germany, wenn so ein Produkt nicht angenommen wird: Sie machen Werbung! Ganz genau, Werbung. Die SPD muss Werbung machen! Sie muss den Wählern zeigen, dass sie ein gutes Produkt ist! Daher mein Vorschlag, wir beauftragen eine Werbeagentur mit einer neuen Werbekampagne! Die sollen da mal so schöne TV-Spots machen, ich hab das schon vor Augen: Eine Opernsängerin singt da was, und dann fliegen da so die Wolken im Zeitraffer, und dann sieht man so gutaussehende Menschen, da laden wir paar Models ein, die kriegen auch ordentlich was gezahlt, da lassen wir uns mal nicht lumpen, und die sagen dann in die Kamera so Sachen wie: «Die SPD macht ihre Sache gut», oder «Ich finde, die SPD ist die beste Partei», oder «Die SPD hat mich überzeugt», und dann kommt noch so eine tiefe Stimme zum Schluss aus dem Off, die sagt dann: «Beim nächsten mal die SPD wählen.» Dafür nehmen wir den von dieser Bier-Werbung, der kommt ganz gut an bei den Leuten. Das Ganze senden wir dann einfach paar mal, bei RTL und bei Sat1. So, liebe Leute. Ich hab das mal durchgerechnet, das kostet uns vielleicht 500.000, 600.000 Euro, dafür kriegen wir, roundabout, 10 Millionen Wählerstimmen, Genossinnen und Genossen, ich denke, das ist ein faires Angebot, und ihr Applaus gibt mir recht, oder… wie? Plakate? Na, Plakate natürlich auch. So, liebe Leute, ich nehm das mal als Zustimmung, damit ist das beschlossen, und damit beschließe ich auch die heutige Strategiesitzung, nein, keine Wortmeldungen mehr, nein, das können wir dann telefonisch machen, und… nein, auch nicht da hinten, so, Genossinnen und Genossen, ich muss zum Flughafen, meinen Flieger kriegen, Genossinnen und Genossen — Glückauf!

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