Die Unverschämtheiten der Hansenet-Kundenhotline

Ich hab ja nun schon viel erlebt — aber was Hansenet in den letzten Tagen abgeliefert hat, schlägt so ziemlich alles. Als erstes bekam ich auf mein Anschreiben eine E-Mail zurück, in der man mir per Textbaustein erklärt hat, was denn ein DNS-Server ist. Zudem wies man mich darauf hin, dass dieser Service doch in meiner Kundenlounge abzustellen sei. Und natürlich durfte auch — Unser Tipp für Sie — in dieser E-Mail nicht der Hinweis fehlen, dass ich doch zu meinem Produkt noch mehr dazubuchen könne. Rechthaberisch, unverschämt, mir fehlten nach dieser Mail ein wenig die Worte. Zudem konnte ich meine Kundenlounge nicht mit Firefox, deaktivierten NoScript und dem Zulassen von Cookies betreten. Ganz großes Kino — dabei sollte ein Unternehmen wie Hansenet doch den Zugang zu Internetseiten ermöglichen und nicht verhindern oder gar auf Seiten zwangsumleiten, die man auf keinen Fall betreten oder sehen will.

Ich habe dem netten Herrn von der Kundenbetreuung dann geantwortet, was ich von seiner Mail halte. Gerade eben klingelte dann mein Telefon — Ihr ahnt es schon, die Kundenbetreuung von Hansenet. Bereits nach der Begrüßung wollte ich schon wieder auflegen. Dem guten Herrn war mit jedem Wort anzumerken, dass er nicht mit mir telefonieren wollte, dass es ihn nervte — als Kundenbetreuer war dieser Herr schlicht und einfach überfordert. Zuerst meinte er mich darauf hinweisen zu müssen, dass meine Zugangsdaten falsch wären. Genau, also die, die im Opera funktionieren und die ich seit über 7 Jahren nutze. Und siehe da — mit meiner Telefonnummer, statt meinem immer funktionierenden Benutzernamen klappte es dann. Super Hansenet. Es folgte eine saloppe und dreiste Bemerkung des netten Herrn, dass ich doch schuld sei. Mich würde echt mal interessieren, wer diesen Herrn geschult hat. Der versteht so viel von seinem Job wie ich vom Stricken.

Doch damit nicht genug. Man mag es kaum glauben — ich muss mit dieser Zwangsumleitung nun leben. Die erste Unverschämtheit war schon die, dass ich selbst diesen Mist ausschalten muss — mir wird es also aufgezwungen, ich selbst muss es deaktivieren um es nicht länger ertragen zu müssen. Ich erwähnte es bereits: Das ist rechtlich verdammt fragwürdig. Jetzt kommt aber der Clou: Es besteht eine technische Störung — angeblich seit heute Morgen — zur Zeit lässt sich dieser Dreck nicht deaktivieren. Es ist wirklich unglaublich. Über diese Lügen des netten Herrn will ich mich nun nicht weiter auslassen. Der Vorgang liegt ja nun auch per Post dort vor — ich warte noch ein paar Tage, vielleicht kommt ja noch eine Reaktion. Wunder gibt es immer wieder. Überforderte, unverschämte, unfähige Hotline-Mitarbeiter muss ich mir von Hansenet nicht mehr antun. Ich bin eine sehr treue Seele — selbst wenn mal etwas nicht klappt. Aber: Der Krug geht solange zum Wasser bis er bricht. Arcor-T-Offline — kann man da irgendeinen anderen ISP mit gutem Gewissen empfehlen?

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15 Antworten zu “Die Unverschämtheiten der Hansenet-Kundenhotline”

  1. Lucky sagt:

    Also ich bin von Congster (damals noch) zu jetzt Alice gewechselt (wegen Umzug). Da hier nur Resale möglich ist kann ich auf keinen Lokalen zurück greifen. Bei Congstar (Congster) war ich immer zufrieden da Telekom (Ja damit hatte ich auch wenig Probleme). Ich werde vielleicht auch von Alice wieder zu Congstar gehen da mir Telekom zu teuer und von Kündigung nicht so gut ist. Aber das ist halt nicht einfach so zu sagen was es beste ist, man kann mit jedem reinfallen… nur biste bei Congstar (Kommt auf Tarif an) nach 1 Monat wieder frei.
    btw. Ich kann rechnen, dummes JavaScript. 😉

  2. derhans sagt:

    Jemand aus meiner Familie war mal sehr kurz (wirklich nur sehr kurz) Kunde bei besagtem Unternehmen. Die Erfahrungen mit dem «Kundenservice» die du schilderst kommen mir sehr bekannt vor. Seinerzeit ging es um Schwierigkeiten mit der mitgelieferten Hardware (zum Krüppel konfigurierte Router/Modem Kombi). Bei mehreren Gesprächen mit unterschiedlichen Mitarbeitern der Hotline wurde ich abwechselnd angepampt, beleidigt oder wie ein Idiot behandelt, inklusive einer natürlich sehr nützlichen Erklärung was eine IP Adresse ist :)

    Positiv aufgefallen ist eigentlich nur die sehr kurze Kündigungsfrist für den DSL Anschluss, von der dann auch Gebrauch gemacht wurde.

    Von daher scheint das ja zumindestens kein ungewöhnlicher Vorgang bei genannten Unternehmen zu sein. Aber irgendwo muss man ja sparen…

  3. Markus sagt:

    Hi,
    probier es doch mal mit Manitu. Setzt auf T-Home DSL als Provider auf.
    Grüße

  4. slowcar sagt:

    wenn es bei dir verfügbar ist: wilhelm.tel
    zumindest hör ich von denen nur gutes, leider gibts das hier aber nicht.
    überlegen gerade von hansenet auf QSC zu wechseln, vor allem da die hansenet-leitung bei jedwedem download total einbricht (500ms+ ping auf heise). soweit ich weiss schalten die auch ne eigene leitung so das man keine x wochen auf netz verzichten muss. nur die 12/24 monate bindung sind mir nicht recht :(

  5. Marc sagt:

    Alice und Arcor gehören zu den beiden Providern, von denen ich immer wieder gehört habe … Leider in allen Fällen waren es Probleme mit dem Zugang, Rechnungen usw. usf.
    Ich würde daher jeden (!) anderen Provider vorziehen.

  6. PZK sagt:

    Meine Erfahrungen decken sich mit deiner und die Aussage vom Hans kommt mir auch bekannt vor 😉 Spätestens seitdem dieser Krüppel von «Router» ausgeliefert wurde, ist der Verein nicht mehr zu gebrauchen.
    ISP? Mh ich denke, für deinen Geschmack benötigst du einen Anbieter mit kleiner Kündigungsfrist, schlechte Erfahrungen kann man überall machen, von wegen «Spitze des Eisbergs».

    PS: Captcha kaputt?

  7. Was es ihnen bringt? Traffic und Monetarisierung der Tippfehler via Adword-Anzeigen.

    //Edit: Wenn Du es angeblich weißt, warum dann der Link zu dieser SEO-Dreckschleuder???

    Gefunden via SeoYigg. Vielleicht schlagen Sie die Einnahmen aus diesen Redirects ja irgendwann mal auf den Tarif um — muß ja nicht alles immer nur schlecht sein?!

    Und nein — ich bin kein SEO — und weiß als Stammleser hier auch um eure Remineszensen bezüglich dieser Spezies.

  8. Yuri sagt:

    Und wie schaltet man das nun — theoretisch — ab? Habe mich ewig durch die Seite geklickt aber nichts gefunden.

  9. Kommentator sagt:

    Zum Kundencenter sage ich jetzt mal nichts (unter einer «Lounge» stelle ich mir auch etwas Bequemeres vor), aber zu den «Krüppeln» von Routern:
    HanseNet liefert Modems in der Regel im Bridge-Modus — obwohl die Hardware viel mehr könnte, wird sie auf diese eine Funktion (Übersetzung von ATM auf Ethernet) limitiert. Der Grund für dieses Verhalten: Für jede Funktion, die geliefert wird, muss auch Support geleistet werden, und Support für potentielle Anschlusssperren wie Router oder Firewall spart man sich bei 2,5 Mio. Kunden gerne, da ist schon reichlich zu tun mit den normalen Aufgaben, die ein Provider hat.
    Wer mehr will als eine Bridge, also zum Beispiel einen Router und/oder eine Firewall, kann entsprechende Hardware im Fachhandel erwerben — der leistet dann auch den Support dafür, hoffe ich.

  10. Das Verwenden anderer DNS-Server soll wohl Abhilfe schaffen. Hier mal eine Liste öffentlicher Namensauflöser — allein weiß ich nicht um deren Aktualität.

    http://www.stanar.de/

    @Moderator (Chris|Oliver) : Der Link zur «SEO-Schleuder» illustrierte recht genau den von mir aufgezeigten Effekt. Ein deep/hot linking auf das dortige Alexa-Diagramm hätte für mich den Ansatz den Content-Diebstahls. Ich hab nichts von diesem Link — und eure Leser jetzt auch nicht mehr ;O)

  11. Klaus sagt:

    Das beste an Alice ist die kurze Kündigungsfrist von nur 4 Wochen, die ich leich in Anspruch genommen habe.
    Probleme: Trotz ISDN (und damit höherer Gebühren) war nur ein Gespräch möglich, dann war die Leitung besetzt.
    Bestehende Rufnummern konnte man mitnehmen und war auch weiterhin darüber erreichbar, aber bei Anrufen nach außen wurde nur eine (Alice-)Nummer übermittelt, egal von welchem Anschluss telefoniert wurde.
    Und zu dem grausamen Modem, zu welcher benutzung man gezwungen wird, sage ich jetzt nichts mehr…
    Klaus

  12. Chris sagt:

    Oh, ohne dass ich es selbst abschalten musste, sehe ich die Alice-Suche nun nicht mehr. Ein Wunder…

  13. Lucky sagt:

    Alice möchte es sich mit mir wohl auch verscherzen. Die fangen mir auf einmal an ihren schönen Newsletter zu schicken, den ich extra abgewählt hatte und mich 0,0 interessiert. Als hätte ich nicht so schon genug SPAM. Dann die DNS sache: irgendwie fängt Alice an nach 1–2 Woche mir wieder ihren dummen Service aufzuzwingen den ich schon 3 mal abgemeldet habe! Langsam reicht es mir, ich werde morgen noch einmal mich an Alice wenden, sonst werde ich weg von dennen sein.

    @Chris
    Geht es bei dir noch ohne Probleme?

  14. Chris sagt:

    Nach meiner schriftlichen Beschwerde, also so richtig old school per Post, wurde schnell der ganze Mist abgestellt, es kam eine bescheidene Antwort aus Textbausteinen zurück und das wars…

    Aber es ist ja nicht so, dass es nur uns so geht

  15. Annemarie Ehgartner sagt:

    ich bin sehr entaeuscht von Hansenet Kundenhotline , mein Lebensgefaehrte hat eine neue Internet und Telefonanschluss bei Alice bestellt , das erste war schon das ewig lange nichts ankam, da es verschlampert wurde , musste noch 2x bestellt werden das dauert von Februar 2010 bis Mai 2010 dann kam das falsche Modem und er kann das Internet und telefon immer noch nicht benutzen muss aber fuer Mai, Juni 2010 eine Grundgebuehr bezahlen und das Funkmodem das er noch nicht hatte auch noch bezahlen, dann bekam er keine Rechnung nur ein erinnerungsschreiben , es wurde bei der Kindenberatung von Alicen angerufen und das ein paarmal und man wurde sehr unfreundlich behandelt und es wurde einfach aufgelegt

    Das ist eine Sauerei wie bei Alicen mit den Kunden umgesprungen wird , die sollten mal ihre unhoeflichen Mitarbeiter auswechseln, so kann man mit Kunden nicht umspringen

    Annemarie Ehgartner

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