Die Süddeutsche rufte das Ende des Blog-Hypes aus

… oder Blogging-Wahns, wie es der Kollege medienkonform — dumdidum, die Angst geht um 😀 — ausdrückt. Nun woran wird es festgemacht? Natürlich am Cooperate Blogging — Unternehmensblogging. Blogs werden eingestellt, nicht fortgeführt, Fachleute innerhalb der Unternehmen haben Angst [sic!] vor Kritk der Kunden — und auch Abmahnungen scheint ein Thema in den Unternehmenszentralen zu sein. Nicht zuletzt geraten immer wieder Unternehmen in negative Schlagzeilen, wie z. B. Sony und Wal-Mart, die zugeben mussten, Kunden getäuscht zu haben. Sony? Da war doch was.

Was folgt auf die Blogs? Natürlich Second Life. Daran kann man wohl die gesamte Denke einer (Berater-) Branche erkennen. Was für Flachpfeifen. Blogs, das Bloggen haben sie nie verstanden — nun geht es ins Virtual Life, ein Abbild seiner selbst. Glaubt irgendjemand, dass diese Leute nun Erfolg haben? Scharlatane — und es wird Geld ohne Ende verbraten.

Die Süddeutsche endet mit dem Fazit:

Wie lange Blogs überhaupt noch ein Thema bleiben, ist fraglich. Die Analysten von Gartner kommen zu ernüchternde Prognosen: Die Zahl der aktiven Blogger weltweit wird Mitte 2007 mit rund 100 Millionen ihren Höhepunkt erreichen und dann abstürzen. Bis auf vielleicht 30 oder 40 Millionen.

Das ist natürlich ein Problem, nur noch 40 Mio. Blogs weltweit, da muss man glatt die Blogroll ein wenig entrümpeln. 😉 Der Qualität wird es aber nicht schaden, die guten werden überleben, die Business– und PR-Pfeifen werden hoffentlich bald ein Büro in Second Life eröffnen, obwohl ich nicht so recht daran glaube: Gekaufte Blogger werden uns noch länger begleiten. Ob ich darüber lachen oder weinen soll, das weiß ich noch nicht.

sueddeutsche.de — Das Ende des Blogging-Wahns

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9 Antworten zu “Die Süddeutsche rufte das Ende des Blog-Hypes aus”

  1. Oliver sagt:

    Selbst die alten Medien, auch durch obige vertreten, kommen doch nicht mit der neuen Herausforderung zurecht.
    Wie nennt man das also, Selbstkritik? 😀

  2. Don Alphonso sagt:

    Dass die Medien, die von Werbung und PR-Durchreiche leben, sowas nicht traurig finden, versteht sich von selbst.

  3. oLiGaRcH sagt:

    Spreeblick ist beim MC Winkel nicht mehr in der Blogroll. Das ist der Anfang vom Ende… 😉

  4. Falk sagt:

    Spreeblick ist beim MC Winkel nicht mehr in der Blogroll.

    Falsch!

  5. Chris sagt:

    Ich hab schwarze Socken an.

  6. maloXP sagt:

    Chris, das hätte ich jetzt nicht von dir gedacht. 😀

  7. Oliver sagt:

    Hey Blogroll-killen, das ist wirklich gemein — da läuft das Leben wie im Zeitraffer vorbei 😀

  8. Benjamin Kaufmann sagt:

    «Rufte»? Wer hat denn da in der Schule wieder nicht aufgepaßt — womöglich bereits ans Bloggen gedacht? ;o)

    Zum Thema: Freilich ist es albern, was die SZ schreibt, denn 40 Mio. wären immer noch viel. Zu guter Letzt kommt es auf das gewisse Etwas an, und ein guter oder auch bloß gutbesuchter Blog kann ebenso meinungsverändernd sein wie SZ und sonstige.

    Die ständige Furcht der sog. Massenmedien besteht darin, nicht mehr die Meinung kanalisieren zu können. Denn man produziert ja nicht für den Leser oder Hörer, wie es gern hervorgehoben wird, sondern für die geldbringenden Anzeigenkunden. Beispielsweise beschrieb Wolf Schneider in Unsere tägliche Zensur, wie einst eine Schweizer Zeitung beinahe ruiniert worden wäre, als sie kritische Artikel über Autos brachte und daraufhin die hiesigen Autohändler keine Anzeigen in der Zeitung mehr schalteten.

    PS: Die sofortige Kommentarvorschau ist sehr angenehm!

  9. Benjamin Kaufmann sagt:

    Kleine Korrektur: Wolf Schneiders Buch heißt nicht Unsere tägliche Zensur, sondern Unsere tägliche Desinformation. Ich bitte um Pardon!

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