Die Staaten versagen

und ein Privatmann springt mit seiner Stiftung ein und auch nicht das erste Mal. Von Bill Gates ist die Rede, Frontmann von Microsoft und Rentner in spe,

Die Stiftung des Microsoft-Gründers Gates macht erneut durch eine Riesenspende von sich reden: Rund 287 Millionen Dollar stellt sie für die Aids-Forschung bereit. So soll ein globales Netzwerk von Wissenschaftlern geschaffen werden, die endlich gemeinsam an einem Impfstoff arbeiten sollen.
SPON

Fabuliert man hierzulande z.B. von Erfolgen mittels Assoziationen zwischen Fahrradreifen und Kondomen, macht Gates Stiftung Nägel mit Köpfen. Ich finde das klasse, auch wenn ich den Mann normalerweise ob seines Betriebssystems schlecht rede, aber eine gewaltige soziale Ader hat er. Daumen hoch für Gates, ein dickes Pfui in die Ecke unserer Bundesvollposten, die Gesundheit und diesbezügliche Forschung ins Aus stellten.

3 Antworten zu “Die Staaten versagen”

  1. Grainger sagt:

    Ich will das soziale Engagement von Millionären und Milliardären ungern schlecht reden, aber hier wie in Amerika werden die das wohl von den Steuern absetzten.

    Der Staat holt sich daraufhin die entgangenen Steuereinnahmen anderweitig (nämlich von uns) und somit zahlen wir die Wohltätigkeit der oberen Zehntausend durchs Hintertürchen doch wieder selbst (zumindest zu einem erheblichen Anteil).

    Der alte Spruch:
    «Tue Gutes und rede darüber«
    müsste also eigentlich noch um
    «aber lasse andere dafür zahlen«
    ergänzt werden.

    Irgendwie bin ich heute in zynischer Stimmung. 😉

  2. Oli sagt:

    Ich glaube in der Größenordnung in der Gates spendete bzw. seine Stiftung kann der Staat überhaupt nicht mehr einspringen und wird es wohl auch nicht bei einer Stiftung. Dazu noch letztens die Schenkung des, ich glaube, zweitreichsten Mannes (Warren Buffet), der die Hälte seines Vermögens, 30 Milliarden, jetzt spendete an diese Stiftung und den Rest(?) später. Was will dieser zurückerhalten, wenn dieser seinen Reichtum nicht mehr möchte?

    Wenn Gates mal das Image reinwaschen wollte, wie es ihm Kritiker vorwerfen — who cares, das ging eh daneben und war ein recht teures Vergnügen. Und ob Steuern hin oder her, hier profitiert die ganze Welt davon.

  3. Chris sagt:

    Bill ist schon ein feiner Kerl. Soll man nun päpstlicher sein, als der Papst und Spenden verteufeln, nur weil man sie absetzen kann. Da muss man mal die Kirche im Dorf lassen. Es ist einfach eine tolle Sache, und gut. :)

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