Die SPD und die Trennung von der großen Liebe des Lebens

SPD = 2010Meine Ex war, ist und wird es wahrscheinlich immer sein — die große Liebe meines Lebens. 6 Jahre ist es nun her, seit ich sie verlassen habe — 6 Jahre, in denen ich immer wieder Tage gefunden habe, an denen ich an uns, unsere gemeinsame, sehr glückliche Zeit zurückgedacht habe. Ein Zurück indes gibt es nicht mehr, zu unterschiedlich die Leben, so ist sie nun auch verheiratet. Ähnliches lässt sich in den letzten Jahren im Verhältnis der SPD zu den Gewerkschaften ausmachen — jahrzehntelang kämpfte man gemeinsam für den Arbeiter, für den kleinen Mann. Heute flirten die Gesellschaften unverhohlen mit den Linken, der SPD wurde die neoliberale rot-grüne Regierung mit der Agenda 2010 nicht verziehen — ja, sogar noch heute, führt ASozialminister Müntefering diese Agenda 2010, Rente ab 67, Mehrwertsteuererhöhung, Unternehmenssteuerreform seien angemerkt, fort.

Der 1. Mai, der Tag der Arbeit steht bevor. Große Kundgebungen auf den Marktplätzen der Republik — mit Gastrednern der Linken, SPD-Gäste wurden in Bayern wieder ausgeladen. Allein an diesem Beispiel — nicht mal mehr am ersten Mai findet man noch Gemeinsamkeiten — lässt sich das zerstörte Verhältnis zwischen SPD und Gewerkschaften festmachen — ein Trauerspiel. Ein internes Papier des Kasseler Kreises — eine Gruppe Gewerkschaftler, die gleichzeitig in der Partei Mitglied sind, bringt es auf den Punkt:

Die Spannungen, Verwerfungen und Zerwürfnisse zwischen SPD und Gewerkschaften sind nicht atmosphärischer, sondern inhaltlicher und kultureller Natur.

Im Umkehrschluß heißt das natürlich, dass die SPD zum Gegner der Gewerkschaften geworden ist, der einfache Mann auf der Straße gehört nicht mehr zum Klientel der SPD, wird von der Partei nicht mehr vertreten — im Gegenteil, die SPD vertritt heute die Interessen des Kapitals gegen die Arbeiter, gegen die SPD-Basis. Denn die Basis, so zeigt eine interne Umfrage der SPD, hat sehr wohl nicht den kleinen Mann im Blick. Der Mindestlohn sei hier angemerkt — auf den Zug sind nun auch die Oberen aufgesprungen, ein sicheres Zeichen, dass es diesen in naher Zukunft nicht geben wird. Profilierung für den anständigen Herrn Beck, nichts weiter.

Matthias Platzeck wird am 1. Mai in Bremen beim Demonstrationsmarsch mitmachen — reden werden andere, der ehemalige Vorsitzende der SPD, wird nicht ans Mikrofon treten, wir der STERN zu berichten weiß. R.I.P. SPD.

Der Zustand der SPD hier auf F!XMBR:

SPD — die Bedeutungslosigkeit

Die SPD am Ende

Die SPD und Kurt Beck — nur noch ein Trauerspiel

SPD — lasst uns das Grab zuschütten

Die ASozialdemokraten vor dem Aus

Bild: Miklas unter dieser Creative Commons-Lizenz stehend.

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