Die SPD stellt sich (noch) ein Armutszeugnis aus

Ich denke zum Saar-Napoléon oder auch der SPD hat man hier schon genügend Tadel vernommen. Lafontaines Hü und Hott ist allgemein bekannt, es ist insbesondere das Markenzeichen der SPD seit knapp über 100 Jahren. Denn wo lernte Lafontaine sein Handwerkszeug? Richtig bei Jusos und SPD, auch dort war man froh drum das er diese Wandlungsfähigkeit, die der SPD seit ewigen Zeiten zu eigen ist, derart gut vertreten konnte. Das man ihm heute genau eben diese vorwirft, mit einem Pamphlet namens Oskars Welt, ist schon mehr als seltsam … ekelhaft würde wohl am ehesten passen.

Das Papier, so Scholz süffisant, möge als «schöne Erinnerungsstütze» dienen. Es soll jene Zeit wieder ins Gedächtnis rufen, als Lafontaine als SPD-Chef, Minister und Kanzlerkandidat genau die Positionen mit Nachdruck vertrat, die er heute als Linksfraktionschef empört bekämpft.

–spon

Liebe SPD, der Lafo, der kann in der Vergangenheit vieles geredet haben, möglicherweise ist es nur Programm wie auch beim Rest der Genossen usus oder aber ihm ging ein Licht auf. Viele großartige Genossen die zuvor mal SPD herunterbeteten wechselten nun auch zu den Linken und reden plötzlich mit fremden Zungen. Mit ein wenig Optimismus im Sinn könnte man glatt behaupten, jenen Genossen ging eben ein Licht auf, während die SPD alten Zöpfen verhaftet ist und verzweifelt nach einer Identität sucht. Tja die Angst geht um .…

spon

6 Antworten zu “Die SPD stellt sich (noch) ein Armutszeugnis aus”

  1. Chris sagt:

    Manchmal denke ich, allein die SPD ist Grund genug in die Linkspartei einzutreten…

  2. Euro sagt:

    Wenn das mal nicht nach Hinten losgeht…
    Hätte große Lust, das Godesberger Programm mal als Checkliste heranzuziehen und mal genauer nachzuschauen. Hm, wann hätte ich denn dafür genügend Zeit — ähm, im Gegensatz zu den fleißigen «Entlarvern» der SPD muss ich leider für meinen Unterhalt arbeiten. Schade. Das genannte Programm ist zwar angestaubt aber dennoch lesenswert. OK, ich oute mich als «Zombielinker» i.S.v. Benjamin Mikfeld.

  3. Dirk sagt:

    Ich setzt noch ein drauf !
    Bildungsminister Holger Rupprecht (SPD)schließt wegen einer fehlenden Anmeldung die Oberstufe in Ziesar und damit überlässt er 59 Schüler einfach ihrem Schicksal :-(

    das hat nichts mit sozial zu tun sondern ist einfach schizophren und würde besser der CDU zu Gesicht stehen.

    landrat-geht-lieber-wandern

  4. Chris sagt:

    Man sollte aufhören in der SPD das kleinere Übel zu sehen, oder gar denken, gewisse Verhaltensweisen passen eher zur CDU. SPD und CDU sind mittlerweile ein und der derselbe (braune) Haufen. Da gibt es keine Unterschiede mehr.

  5. Grainger sagt:

    SPD und CDU sind mittlerweile ein und der derselbe (braune) Haufen. Da gibt es keine Unterschiede mehr.

    Das ist wohl leider so, bei der Wahl zwischen Pest und Cholera fällt die Enstcheidung, was denn nun unter Umständen das kleinere Übel sei, schwer.

    Ich gehe davon aus, das die nächste Bundestagswahl am Wahltag von den Wechselwählern an der Urne entschieden wird.

    Zu viele wissen mangels echter Alternativen einfach nicht was sie denn wählen sollen, profitieren werden davon imho die Linkspartei und (unverdientermaßen) die Grünen.

    Würde mich nicht wundern wenn noch nicht einmal eine neue Große Koalititon die absolute Mehrheit zusammen bekäme, ich gehe von einer Drei-Parteien-Koalition aus.

    Außerdem wird die Wahlbeteiligung wohl ein neues Rekordtief erreichen.

  6. Chris sagt:

    Selbstverständlich bekommen wir 2009 noch mal eine große Koalition — es sei denn Jamaika oder Ampel… 😀

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