Die SPD kurz vor dem Projekt 18

SPD-FahnenmaloXP wird gar das Gefühl nicht los, dass unser Kanzler Oskar Lafontaine heißt. Und wenn man mal nach Berlin schaut, kann durchaus das Gefühl bekommen, als würden wir zur Zeit von einem aufgescheuchten Hühnerhaufen regiert. Die SPD zerstört sich bei diesem Schauspiel selbst, und um es mal mit den Worten des großen Vorsitzenden der ZAF zu sagen: Ich wünsche der SPD wirklich von ganzem Herzen, in die Bedeutungslosigkeit zu versinken, die sie ob ihrer Lügen, Täuschungen und Tricksereien verdient. Das berühmt-berüchtigte Projekt 18 — für die SPD bald Wirklichkeit. Umfragen sehen für die SPD noch ganze 24%.

Schwarz-Gelb hätte wieder eine Mehrheit. Gründe haben ich schon so oft und so viele aufgezählt, warum sich die Menschen mit Abscheu von der SPD abwenden — und die Genossen lernen es nicht. Altkanzler Schmidt fordert sogar die Anhänger der SPD auf, umzudenken — nicht der Kurs der Partei ist falsch und müsse sich ändern. Nein, der Genosse Altkanzler geht sogar noch einen Schritt weiter: Wer die Notwendigkeit nicht sieht, wer also seiner Partei nicht folgt, der taugt nicht für eine Demokratie. Soweit ist also mittlerweile die SPD, dass die, die kritisieren, nicht für eine Demokratie taugen. Schmidt sollte bei sich vielleicht mal nen Realitätscheck durchführen, war es seine Regierung doch, die ein Etablieren der Grüne zuließ. Geschichte wiederholt sich, zumindest manchmal.

Und Problembär Kurt Beck? Kramt die Idee des Deutschlandfonds aus. So richtig verstanden hat das bisher wohl niemand — allein der Satz Der Deutschlandfonds soll professionell gemanagt werden lässt mich nur noch mit dem Kopf schütteln — ein neues Demokratiemonster entsteht. Und wenn zum Beispiel Kosten auf die Arbeitgeber zukommen — wer darf die Zeche dann wieder wieder unter Hilfe von SPD & Co. zahlen? Richtig, der Arbeitnehmer — von den Millarden an Steuern, die aufgewendet werden müssen, ganz zu schweigen.

In anderen europäischen Ländern hat die neue Linke die alte Linke bereits überholt. Ich lehne mich zurück und schaue zu, wie vielleicht in unserem Land das gleiche passiert. Die neue Linke in Deutschland hat nur zwei Probleme: Oskar Lafontaine ist nicht nur durch die Boulevardmedien für viele Menschen ein rotes Tuch. Und man kann insbesonderen den Linken im Osten noch den SED-Stempel aufdrücken — die damalige PDS hat sich niemals von der SED distanziert. So wird es mit Hilfe von Bildzeitung & Co. vielleicht noch ein wenig dauern — das Ende der SPD ist jedoch abzusehen, wenn, ja wenn nicht ein Umschwenken und ein Austausch der Oberen stattfindet. Doch daran mag ich nicht so recht glauben.

Der Untergang der SPD auf F!XMBR:

Die SPD taktiert und lügt offensichtlich die Bevölkerung an

Kurt Beck hat ein Problem: Kurt Beck

Die SPD, der Selbstbetrug und die eigene Inkonsequenz

Die Verkommenheit der SPD

ie SPD und die Trennung von der großen Liebe des Lebens

SPD — die Bedeutungslosigkeit

Die SPD am Ende

Die SPD und Kurt Beck — nur noch ein Trauerspiel

SPD — lasst uns das Grab zuschütten

Die ASozialdemokraten vor dem Aus

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11 Antworten zu “Die SPD kurz vor dem Projekt 18”

  1. Ich kommentiere mit folgendem Link

    Eiszeit (2).

    Weil da genau dass steht, was ich hier reinsetzen will.

  2. Ich würde die LINKE nicht als neue Linke bezeichnen.
    Da fehlen mir neue Ideen, die realsitischerweise Umsetzbar sind. Vor allem aber ein Programm und ein schlüssiges Gesamtkonzept.

  3. Andreas sagt:

    «Die SPD kurz vor dem Projekt 18″ *prust*

    Jungs, wegen euch klebt jetzt Kaffee am Schirm. Echt 😉 Hab so quergelesen und dann komm so ne hammergeile (sorry ob der Ausdrucksweise) Überschrift.

    Aber im Ernst: Die SPD ist am Ende. Ich kann dem hier in unregelmäßigen Abständen über die SPD Gesagtem einfach nur zustimmen.

    Die Partei hat auch für mich _jegliche_ Glaubwürdigkeit verloren… ich weiß gar nicht, wie ich es beschreiben soll, warum ich es von _dieser_ Partei noch schlimmer finde, als von anderen. Naja, wie ein Polizist der klaut eben. Finde ich persönlich auch schlimmer als der «gewöhnliche» Ladendieb. Autokanzler waren der Anfang, und fünfte Garde ist die Gegenwart… au weia. Das aber als Projekt 18 zu titulieren ist… ach: made my day 😀

  4. Grainger sagt:

    Die SPD ist für mich persönlich auch Geschichte, ich kann das eigentlich nicht an einem einzelnen Ereignis festmachen (obwohl Schröders berufliche Karrieren nach seiner Amtszeit als Bundeskanzler sicher ihren Teil dazu beigetragen haben), aber steter Tropfen höhlt den Stein.

    Und besser geworden ist es mit der SPD nach Schröders Abgang ja auch nicht, man muss ich ja nur mal die derzeitige Parteispitze ansehen.

    Bei der CDU ist es auch kein bißchen besser, seit dem Ex-Bundeskanzler mit dem seltsamen Ehrverständnis und den noch seltsameren (und extrem selektiven) Gedächtnislücken hat es ja etliche weitere Tiefpunkte gegeben; Minister die noch vor nicht allzu langer Zeit in Tiefgaragen heimlich Geldkoffer entgegen nahmen halte ich nicht gerade für ein Qualitätsmerkmal.

    Über die FDP muss ich wohl kein Wort verlieren, da ich kein selbstständiger Besserverdiener bin gehöre ich ohnehin nicht zu deren Zielgruppe.

    Die Grünen wären besser nie an der Regierungsgewalt beteiligt worden sondern in der Opposition geblieben, dann hätten sie vielleicht ein wenig von ihrer Glaubwürdigkeit behalten (und ich müsste nicht jedesmal beim tanken fluchen).

    An alles, was von der politischen Farbskala her ins bräunliche spielt, habe ich bezüglich einer evtl. Wählbarkeit ohnehin niemals einen Gedanken verschwendet, das wäre noch nicht mal für eine reine Protestwahl eine Alternative.

    Die CSU ist ein bayerisches Problem 😉 und für mich genauso unwählbar.

    Vielleicht ist es tatsächlich an der Zeit für eine neue Linke.

    Ich bin immer noch skeptisch, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

  5. […] Forsa bescheinigt der SPD in den letzten Monaten stets gute Fortschritte auf dem Weg zum Projekt 18. Und Forsa-Chef Manfred Güllner, SPD-Mitglied seit 1964, spart auch sonst nicht mit Kritik an der […]

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  8. Daniel sagt:

    Kurze Frage: Wie kann man denn ernsthaft den Sozialismus wollen, wo die soziale Marktwirtschaft doch 60 Jahre gut funktioniert hat und wir das Negativbeispiel für einen sozialistischen Staat direkt vor der Haustür haben?

  9. Oliver sagt:

    @Daniel: ich bin ja immer noch der Meinung, daß die Menschen in diesem Lande erst mit dem Nachweis einer historisch-politischen Grundbildung zu zugelassen Wahlen werden sollten. Die Altersmarke ist jedenfalls absurd.

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