Die SPD am Ziel

Ehrlich gesagt ist es wie erwartet gekommen — doch das Wie macht selbst mich heute mal sprachlos. Deswegen habe ich ein wenig gezeichnet und überlasse das Wort anderen. Hat wer heute einer diese Karikatur eines empörten Vorsitzenden gesehen? Hach, herrlich. Nein, ich höre ja schon auf… 😀

ad sinistram — Schon wieder Wahlbetrug!
Oeffinger Freidenker — Ypsilanti scheitert
NachDenkSeiten — Ypsilanti gescheitert. Dies ist keine Demokratie mehr
Nightline — Liebe Silke Tesch, lieber Jürgen Walter
Nico — SPD in Hessen taumelt ins Chaos
Karikatur — Frau Ypsilanti?!?

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10 Antworten zu “Die SPD am Ziel”

  1. phoibos sagt:

    ich zitiere mich mal selbst: Klick
    ein lautes haha @ spd. ihr seid demokratieunwillig bis hin zur demokratieunfähig.

    die seilschaften und die pappenheimer vom kreis tun ihr bestes, um alles sozialdemokratische als «den linken zu nahestehend» zu diffamieren. sobald also auch der deutsche trottel, äh, michel geblickt hat, dass die spd nur mehr eine errötete fdp ist — mehr noch, von jener in einigen bereichen links überholt wird! — ist die spd eine partei, die dann dort stehen wird, wo die fdp heute ist: inhaltsleer, weil ausschließlich koalierungspartner für die cdu. angie und ihre landesfürsten dürfen sich bald aussuchen, wie bunt sie ihr kabinett gestalten wollen. sie haben jetzt freie wahl.

  2. Carlos sagt:

    Ich kann der SPD ja seit Jahren nicht mehr wirklich etwas abgewinnen, aber wie diese Partei es schafft, sich selber zu Grabe zu tragen, das ist schon bitter. Für diese Partei, für dieses Land und vor allem für diese Demokratie…

  3. […] muss sie Prozesse begleiten, sagt der Münte in Berlin. Höchststrafe. Zu viel zu lange für diese hübsche Frau mit diesem […]

  4. […] etwas? Gesellschaft Zitat des Tages Medien und Informationen Wie f?hlt es sich eigentlich an, die Sozialdemokratie hinterh?ltig zur Strecke zu bringen, J?rgen Walter, Dagmar Metzger, Silke Tesch und Carmen Everts? Wie f?hlt es sich an, eine Mehrheit […]

  5. no sagt:

    Interessant war auch Everts Begründung. Mit Verweis auf ihre Doktorarbeit, die sie beim umstrittenen Extremismusforscher Eckhard Jesse geschrieben hat, und in der sie sich am Extremismusbegriff am Beispiel der Republikaner und der PDS abarbeitet, sagte sie die Linke sei eine in Teilen linksextreme Partei, die der SPD schaden wolle. So weit geht noch nicht einmal der Verfassungsschutz. Was sich heute alles «Wissenschaft» nennen darf.

  6. Oliver sagt:

    Ich kenne die Arbeit nicht, aber rein wissenschaftlich stimmt dies natürlich. Denn in kleinen Teilen ist die Linke auch extrem, betrachtet man denn alte Betonköpfe die sich selbst nicht zu schade sind dieses letzte deutsche Regime jüngster Geschichte hochzujubeln und dies mittels teils deftiger Äußerungen zu formulieren — und damit meine ich gewiß nicht Gysi. Und das Lafontaine auch Genugtuung darin findet, jo mei wie blind muß man sein um das zu übersehen? Es ist u.a. eine Fehde zw. ihm und der SPD (siehe auch Lafontaine Vs Helmut Schmidt– eine Fehde die bis in die 80er zurückreicht). Lafontaine weg und diese seltsamen Altkommunisten (die teils gar nicht derart alt sind) und die Partei wäre eine äußerst vitale Alternative. Politik ist nur menschlich, wenn man die Scheuklappen ablegt und auch die eigenen Mali erkennt.

    Man schaut hier bei den Linken ein ähnliches Problem, wie in allen Parteien — u.a. der SPD. Bei letzterer existieren immer noch viele tatsächlich Linke, die sich ob ihrer Scheuklappen die Sache gut reden — tat ich ebenso bis zu meinem Austritt. Nun die Linken besitzen ebenso zuviele Altlasten, auch aus der SPD. Die Gründe für den Wechsel zu dieser Partei sind kaum unisono.

    Eine wirklich neue Partei, die aus Bürgerbewegungen heraus entstand, das waren die Grünen _damals_. Diese ließen sich von der Macht korrumpieren. Die Linke besitzt auch Teile von regulären Bürgern, enstand aber auf Grundlage von bestehenden Parteien.

    In letzter Instanz bevorzuge ich die Bürgerbewegung und meide nach selbst vielen Jahren der Aktivität in Parteien und Gewerkschaften diese selbstgerechten Populisten der Macht.

    Ich befürchte gar eine ähnlich debile Oberflächlichkeit wie in den Staaten schwappt mehr und mehr zu uns herüber. Ein wenig Action, panem et circenses für den Mob, welcher oberflächliche Aussagen als substantielles Programm mißversteht. Aber ich schweife ab. Ich kann natürlich alle Politiker tagtäglich abwatschen, letztendlich jedoch entstammen diese auch nur aus der Mitte dieses selbstgerechten Wahlviehs. Einige wenige dies es erkennen sorgen seit Jahrzehnten für ein wenig white noise am Rand der Gesellschaft. Ändern wird sich deshalb jedoch nichts und der historisch Unbedarfte erkennt Neues oder gar eine Art von Wende beim Volk.

    Aber wie heißt es so schön? Dum spiro, spero, wie schon Generationen von Linken zuvor :-)

  7. Sven sagt:

    Ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Hat jemand wirklich geglaubt, daß Establishment würde Frau Ypsilanti auf den Wogen der Linken auf den Stuhl einer Ministerpräsidentin gleiten lassen?

    Schade: ja. Aber es war von Anfang an sehr unwahrscheinlich.

    Interessanter wird für mich die Zeit in 2–3 Monaten sein. Noch nicht einmal wegen dem Thema Neuwahl. Zumal die 4 Abgeordneten dann kaum noch auf dem SPD-Ticket unterwegs sein dürften. Aber dann müßte erkennbar werden, auf wessen Ticket sie eigentlich reisen. Bin gespannt, ob die Medien so lange durchhalten um festzustellen, wo Daggi & Friends untergekommen sind. Egal ob andere Partei oder gleich in einem Herrn Koch verpflichteten Unternehmen… Meine Meinung ;o)

    BTW: Interessant übrigens auch, daß die Linken von der Politik zwar verteufelt werden, aber von wirtschaftsfreundlichen Foren und Blogs als Korrektiv voll anerkannt sind. Siehe FTD, WGN und DGF.

  8. Oliver sagt:

    Wenn du tatsächlich Korrektiv meinst, dann hat dies mehr die Bedeutung von Interimslösung und wenn wieder alles im Lot ist brauchen wir diese auch nicht mehr. Ja dann paßt auch die interpretierte Anerkennung des Randrauschens im Netz.

  9. […] fixmbr hat genug Worte über die alte Tante SPD verloren und beschränkt sich auf ein aktualisiertes… Kampagnenvorschlag. […]

  10. […] Naja, offenbar ist der 20 bis 25-Prozent-Korridor jetzt die Flughöhe der SPD. Wenn’s nicht noch schlimmer […]

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