Die RIAA lügt

The RIAA claims to collect royalties from Internet radio on behalf of musicians, but that is a lie. The fact is, the RIAA (acting for the big record companies) demands payment even if the musicians have said their recording is freely sharable. And the musicians don’t get this payment unless they join the RIAA — and give an impression of supporting it.

This law is one more illustration of how the US government takes the side of big business over and against US citizens.

Richard Stallman, political notes

Und wenn man dies hört, das die RIAA Gebühren verlangt, für Musiker die überhaupt nicht der RIAA angehören und gar ihre Musik unter eine freie Lizenz stellen, so hat man in diesem Land doch hier allenfalls nur noch ein deja vu. Denn auch die GEMA arbeitet mit ähnlich seltsamen Praktiken1 . Wer zudem nicht der RIAA angehört und das sind viele der Musiker in diesen Fällen, der sieht aber auch keinen müden Cent dieser rechtmäßigen Einnahmen, eingesammelt für eben diese Musiker. In beiden Fällen, RIAA wie auch GEMA, hat man es also mit profanen Lobby-Verbänden der Wirtschaft zu tun. Die Trennung von Staat und Kirche wurde ersetzt durch die unheilige Allianz von Staat und Wirtschaft.

Was hat das nun für uns zu bedeuten? Nun eben ob dieser Verbindung Staat/Wirtschaft übt die USA gerne massiven Druck auf diverse Länder aus, um ihren Willen durchzusetzen in puncto geistiges Eigentum.

  1. mehr über die seltsamen Praktiken bei der Wikipedia []

3 Antworten zu “Die RIAA lügt”

  1. DieterK sagt:

    Sorry, aber hier geht einiges durcheinander:

    ?,In beiden Fällen, RIAA wie auch GEMA, hat man es also mit profanen Lobby-Verbänden der Wirtschaft zu tun.?
    Die GEMA ist eine Verwertungsgesellschaft, die die Interessen von Komponisten, Textern und Musikverlegern vertritt und Gebühren für die Nutzung von Kompositionen einzieht.

    ?Und wenn man dies hört, das die RIAA Gebühren verlangt, für Musiker die überhaupt nicht der RIAA angehören (…)?
    Der RIAA gehörten Labels an, nicht Musiker. Deshalb ist auch die Behauptung falsch, dass Musiker, die der RIAA nicht angehören, ?auch keinen müden Cent dieser rechtmäßigen Einnahmen? sehen.

    Bei diesem Streit geht es um SoundExchange, eine (von der RIAA gesteuerte Organisation) und um die Höhe der Gebühren, die Webcaster für die Nutzung von Tonaufnahmen an Labels und Interpreten zahlen. Dabei versucht die RIAA, möglichst hohe Gebühren durchzusetzen, um auf diese Weise kleinere Webcaster in den Bankrott zu treiben.

    Verteilt werden die Gelder zu gleichen Teilen an Labels und Interpreten. Jeder Interpret kann sich kostenlos bei SoundExchange anmelden, dann bekommt er das Geld direkt ? nicht über ein Label ? ausgezahlt.

    Allerdings kann ein großer Teil der zur Verfügung stehenden Gelder nicht verteilt werden, weil die Musiker (angeblich) nicht zu finden sind. Dabei wird zu Recht kritisiert, dass SoundExchange ziemlich schlampig ermittelt.

  2. Oliver sagt:

    >The RIAA claims to collect royalties from Internet radio on behalf of musicians

    Deswegen habe ich es auch oben nochmals zitiert.

    Und wie die industriellen Interessensverbände sich in der Öffentlichkeit darstellen interessiert nicht wirklich.

    >Die GEMA ist eine Verwertungsgesellschaft, die die Interessen von Komponisten, Textern und Musikverlegern vertritt und Gebühren für die Nutzung von Kompositionen einzieht.

    Ich kann diesen Bockmist sehr wohl selbst nachlesen oder frage z.B. Falk drüben, wenns mich interessiert. Aber hier klaffen wohl Anspruch und Realität gewaltig auseinander.

    Die Quintessenz ist bei beiden identisch und darauf kommt es an, nicht auf PR.

  3. Falk sagt:

    Sorry, aber hier geht einiges durcheinander

    Mein Reden seit langem. Und zwar, dass sich Verbände (ob nun Industrie oder Verwerter) anmaßem, einen Alleinherrschaftsanspruch für sich geltend zu machen. Von daher ist der Vergleich durchaus angebracht und für den «Normal«bürger auch genauso sichtbar. Denen ist es wurscht, wer da jetzt für wen genau etwas kassiert.

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