Die Readers Edition und die massiven Urheberrechtsverletzungen

Über das ach so tolle Projekt Readers Edition mag ich nicht mehr viel schreiben. Eigentlich habe ich genug geschriebenund auch andere in den vergangenen Wochen. Wie man allerdings in heutiger Zeit dermaßen augenscheinliche Urheberrechtsverletzungen begehen kann — keine Einzelfälle — das verstehe ich nicht. Abmahnanwälte lauern hinter jeder Tür — kann es mir jemand erklären, ich verstehe es wirklich nicht. Wir versuchen hier, mit allem was wir tun, auf der sicheren Seite zu sein, und dann sieht man sowas bei einem Projekt, was sich selbst wohl professioneller als ein profanes Blog sieht.

komischerweise steht kaum einm bild bei dem sich die RE bedient (und die ich mir bei flickr angeguckt habe) unter cc-lizenz. aber, so dacht ix mir, die RE wird sicherlich die fotografen anschreiben, um erlaubnis bitten die fotos kommerziell verwenden zu dürfen und ein anständiges honorar anbieten?

wirres — die readers edition sucht 20 millionen fotografen und hat sie gefunden bei flickr.

Liebe Readers Edition, wie hier in den Comments angemerkt, kann man bei flickr auch nach Bildern suchen, die unter Creative Commons-Lizenz stehen, es finden sich auch sehr viele Bilder, die kommerziell nutzbar sind — und wie Felix schon schrieb — nicht bei flickr liegen die Urheberrechte, sondern beim jeweiligen Fotografen.

Hier ein Beispiel, wie es auszusehen hat. Aber ich verstehe Euch — schon schade, wenn man auf den Content der Netzeitung nicht mehr zugreifen kann, nicht wahr. So langsam zeigt sich, was Ihr nach dem Rausschmiß Eurer Redakteure, nach der Trennung von der Netzeitung wirklich auf dem Kasten habt — augenscheinlich nicht viel.

Nachtrag: Man sollte für die freundliche Nachhilfe ne Rechnung schreiben. 😀 Mittlerweile scheint es zu funktionieren — es sind Links zum Fotografen und zur Creative Commons zu finden. 😉

3 Antworten zu “Die Readers Edition und die massiven Urheberrechtsverletzungen”

  1. Vielen Dank für die Erwähnung. Sachen gibt’s, ja sie lernen nie. Bzw. sie setzen Leute auf die Straße, die schon gelernt haben. Das Problem gab’s damals schon, nur dort wird ja so prima kommuniziert. Einer der Moderatoren, der heute nicht mehr dabei ist, hatte gelernt, dass bei Flickr nicht alles Freiwild ist. Tja… der ist heute nicht mehr mit im Boot, aber offensichtlich wurde diese Erkenntnis für sich behalten und so kommt es nun, dass die neuen Wilden dieselben Fehler machen. 😉

  2. Felix Kubach sagt:

    Danke für den — berechtigten — Hinweis. Alle Fotos die es betrifft, werden ausgetauscht und in Zukunft nicht mehr verwendet. Redaktion Readers Edition

  3. So hat sich das damals auch angehört. 😉 Wollen wir hoffen, dass der Kubach eine längere Halbwertszeit als seine Kollegen erfährt. Dann könnte man fast schon von einer dauerhaften Veränderung sprechen. *G*

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