die Raubkopierer sind schuld

Wieder einmal eine Firma, die den Umstand der Raubkopierer für den mäßigen(?) Erfolg ihres Schößlings verantwortlich macht. Und wieder mal eine Firma die zwar viel Versprach jedoch wenig hielt, sprich das Besondere blieb auf der Strecke. Gemeint ist Crytek, wegen Raubkopien will man die Exklusivität der PC-Plattform aufgeben. Dabei kann man auch die extremst hohen Hardware-Anforderungen bzw. die Tücke im Detail verantwortlich machen, wie bei Computerbase zu sehen. Unter dieser Prämisse erscheint es doch recht arm Jäger und Sammler für den fortschreitenden Realitätsverlust gegenüber dem real existierenden Spieler in Verantwortung ziehen zu wollen.

via Computerbase

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11 Antworten zu “die Raubkopierer sind schuld”

  1. Marcel sagt:

    also sonst kann ich dem argument schon was abgewinnen, nur nicht bei crytek. wie früher bei id software sind spiele von crytek nur techdemos, um die engine zu verkaufen. dementsprechend hart sind auch die HW anforderungen. Das war früher bei id so, das ist heute bei Epic oder Crytek so. Das limitiert nunmal die Kundschaft.

  2. Bernd sagt:

    Ach sehen wir es doch mal so — Die Situation «Spiele für den PC» ist untragbar. Ständig neue Hardwareanforderungen nur aufgrund deppertem Grafik-gepimpe, eine Erhöhung des Spielspaßes bleibt immer öfter auf der Strecke. Die PC-Plattform ist das Todesurteil für Videospiele, da sich Entwickler einfach alles raus nehmen können, was sie wollen — beim C64er oder Amiga wars noch anders.

  3. Oliver sagt:

    >Ständig neue Hardwareanforderungen

    Ahm von eben jenen fortwährend gefordert die diese Spiele produzieren. Problem also hausgemacht und auch bei den Konsolen wird man irgendwann die Frequenz erhöhen. Damals war eines anders, es standen keine Mega-Konzerne dahinter, das Gros der Spiele kam von unabhängigen kleinen Gruppen und selbst die Vertriebe waren klein und überschaubar.

  4. Bernd sagt:

    Ich mag den Spruch «Damals war alles besser» zwar nicht, aber gerade in diesem Bereich trifft er leider zu — v.a. wenn ich Kings Bounty mit Max Payne 2 vergleiche… 😀

  5. Marcel sagt:

    «Ahm von eben jenen fortwährend gefordert die diese Spiele produzieren«
    aber auch von jenen, die es am ende kaufen. wir reden hier schliesslich von der mtv klicki bunti generation.
    wobei man auch mal sagen muss,dass gute grafik einfach dazu gehört, ohne die haetten bioshock oder cod4 bestimmt nicht annähernd so gut gewirkt.

    und immer auf damals verweisen ist irgendwie mehr nostalgische sehnsucht, als objektive betrachtung, denn ich kann mich an eine ganze menge mist auf c64 und amiga erinnern und an spielkonzepte, die bis zum geht nicht mehr ausgelutscht wurden.

  6. Oliver sagt:

    >wir reden hier schliesslich von der mtv klicki bunti generation.

    Die man auch entsprechend konditionierte.

    >wobei man auch mal sagen muss,dass gute grafik einfach dazu gehört

    Ja Konsumlemminge stehen drauf und es gibt Leute für die zählt primär das Spiel, was übrigens auch die steigende Retro-Welle belegt.

    >und immer auf damals verweisen ist irgendwie mehr nostalgische sehnsucht, als objektive betrachtung,

    Natürlich, aber das liegt einem eben als Historiker. Auch gab es damals Mist, aber auch sehr viele gute Dinge. Und heute? Heute muß man schon ein gegen Null gehendes Niveau besitzen, um gute Spiele ausmachen zu können. Aber mich interessiert auch nicht das schleifende Niveau anderer, hier auf diesem Blog interessiert uns nur das unsrige. Aber wenn man auf Grafik steht … da hänge ich mir lieber ein schönes Bild an die Wand :)

    Übrigens die Suche nach Objektivität ist die Gralssuche für Naive — hier gibts Meinung und kein Geheuchel.

  7. bernd sagt:

    Und welche, die ich bis heute vermisse 😉
    Desweiteren sind die heutigen Spiele für Vollpfosten entwickelt — hat man z.B. für Medal of Honor noch satte 3 Tage benötigt, brauchte man für Call Of Duty sage und schreibe 8 Stunden. Gute Spiele findet man immer seltener und ja — eine gute Grafik gehört sicherlich dazu, aber nicht eine solche, wo 5 Gamer es bewirken, dass im benachbarten AKW ein zusätzlicher Block anschalten werden muss. 😉

  8. Oliver sagt:

    >aber nicht eine solche, wo 5 Gamer es bewirken, dass im benachbarten AKW ein zusätzlicher Block anschalten werden muss.

    *g*

    Die Fortsetzung von Zak McKracken wäre so ein Beispiel fernab des Kommerzgedudels, respektive beinahe die gesamte Adventure-Branche.

  9. Oliver sagt:

    Das die heutigen Spiele der Renner sind, wundert auch nicht wirklich 😀

  10. Marius sagt:

    Also ich freue mich auch immer über eine beeindruckende Graphik und die hatte Crysis auf jeden Fall, aber das Gameplay fand ich schrecklich: wie blöde musste man Kugeln in die Gegner pumpen, bis die mal umfielen.

    Was mich aber wirklich nervt ist, wenn tolle Strategietitel 3-D-isiert werden, aber nichts mehr mit den Vorgängern zu tun haben — schlimmster Fall: Siedler.

  11. ori sagt:

    erstaunlich bei einem titel die höchste wertung aller zeiten bei der gamestar erhielt. (waren übrigens die einzigen) Dieses Spiel hätte die Verkaufszahlen des, nach gamestar wertung, vormals «besten spieles aller zeiten» ja brechen sollen. Damals gab es auch NoSteam Versionen und und und. Hat sich was getan? Nein. Das spiel bot einfach nichts nur einen DirectX 10 Hype, der ja schnell verflogen ist. Es war mitverantwortlich für den Absatz der 8800 GT von Nvidia, golem bemerkte richtig das Crysis nur mit 3 Modellen im sogenannten «Triple SLI» komplett flüssig lief.

    Warum hat Crysis sich also nicht besser verkauft als Half-Life 2 (von dem ich übrigens oben redete)?

    - Keine Spielerischen Leckerbissen
    – Kein ordentlicher Multiplayer
    – Horrende Systemanforderungen
    – übermäßig starke KI
    – Allgemein langweiliges, kurzlebiges Gameplay.

    Kurzum, alles was ein Half-Life 2 hatte. Ich erinnere mich noch, wie man beim Release von der genialen Physik, der extrem stimmigen Atmosphäre, der packenden Story und natürlich auch der Grafik schwärmte, nur die war eine nette Beigabe, keineswegs von höchster Priorität. Heute ist Half-Life 2 4 Jahre alt und ist immer noch qualitativ ungeschlagen. Was auch damit zusammenhängt, das man sich um das Spiel kümmert (übrigens gibts directx 10 «effekte» auch in half life 2, das wird gepflegt) und unmengen toller Mods wie Portal oder Team Fortress 2 im Programm sind.

    Man mag über Steam meckern, aber es ist doch eine gute und noch relativ unaufdringliche Vermarktungsart.

    Metacritic sagt:
    http://tinyurl.com/47p9s7 (Half Life 2)

    http://tinyurl.com/4asdur (Crysis)

    Und das hier hört sich schon fast an wie ein Werbepost 😉 entspricht aber völlig meiner Meinung und meinen Erfahrungen auf der PC Plattform.

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