Die Netzbeschmutzer sind wieder unterwegs

Über die SEOs dieser Welt haben wir schon das eine oder andere Mal gelacht, ernsthaft mit auseinandergesetzt oder einfach nur direkt das gesagt, was zu sagen ist. Heute stieß ich in den Referers auf einen Link, dessen Dreistigkeit meiner Meinung nach kaum zu überbieten ist. Da wird den Freunden, den Netzbeschmutzern mitgeteilt, welche Blogs kein Nofollow-Atttribut einsetzen. Natürlich, wird man nicht müde zu betonen, dass das keine Aufforderung zum Spammen in den Kommentaren sein soll. Spart Euch einfach diese lächerlichen Spielchen. Natürlich dient so eine Liste einzig allein zum Spammen, zu was sollte ein Blog für Euch sonst gut sein, als das Netz weiter zu beschmutzen, Eure Drecks-URLs weiter zu verbreiten? Auf F!XMBR gibt es eine eiserne Regel: SEO-Kommentare wandern in die Tonne, es sei dann, wir selbst haben die Kommunikation begonnen, wie zum Beispiel während der PR-Geschichte von Google kürzlich. Aber auch da suchen wir uns unsere Kommunikationspartner sehr gut aus. Ihr kleinen Netzbeschmutzer macht das Netz immer mehr zu einer Tortur. Früher hieß es: Wer nichts wird, wird Wirt. Heute wird man anscheinend SEO. Das Zitat des Tages dazu geht an Robert, der schreibt in seinem Einnahmereport:

Was die Ecke der SEO-Profis angeht, die insbesondere ein gutes KnowHow besitzen […]  muss ich mal besonders meckern. Ich finde es ziemlich armselig, dass sich die meisten bedeckt halten, was […] das HowTo angeht. […] Ich poste hier seit geraumer Zeit immer wieder Feedbacks, Tipps, Auswertungen, Ihr könnt das noch viel besser. Und zu den anderen Bloggern, die Non-SEOs, sieht es nicht anders aus. […] Und ebenfalls Themen wie Adical: Eigentlich ein Projekt von Bloggern für Blogger, offene Kommunikation und transparente Einnahmeprojizierung? Pustekuchen, bin seitens Spreeblick und Lobo mächtig enttäuscht, ihr seid ein 08/15 Vermarkter, von dem ich genau aus diesen Gründen die Finger lasse.

Auch wenn ich selten einer Meinung mit Robert bin, insbesondere bei seiner unsäglichen Suche nach dem heiligen Gral, dem Dollarschein und dem Hinterherlaufen von allem, was Klicks und Geld bringt, so hat er doch den einen oder anderen Tipp dabei, den man mitnehmen kann. Und hier unterscheidet er sich von dem ganzen SEO-Porn-Gedöns, von den Netzbeschmutzern. Das Internet war mal ein Wissensnetz, ein Austauch von Informationen, man konnte sich weiterbilden. Das wird aufgrund von diesem (Werbe– und SEO-) Dreck immer schwieriger. Große Teile des Netzes werden immer mehr zum ekelhaften Moloch. Ach, und Robert — es wäre wirklich fair und dann auch ein stückweit glaubwürdiger, wenn Du deine Werbe-Div-Container eindeutig benennst, so dass man diesen Mist einfach ausblenden kann. Das macht selbst der adical-Partner BILDblog.

Erinnert sich noch wer an Blogcensus? Letztenendes der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat und die Schließung von .get Privacy zufolge hatte. Heute muss man ihnen ja fast danken, dass sie ihre erste Auswertung veröffentlicht haben. Schaut man sich die Verbreitung an, dann wird schnell klar, dass die Vorratsdatenspeicherung, der Schutz der Privatsphäre innerhalb der Blogosphäre nur ein Hype ist, eine Headline, die Klicks bringt. Wer die Vorratsdatenspeicherung kritisiert, sich vermeintlich für die Privatsphäre einsetzt, gleichzeitig aber ein Projekt wie Blogcensus begrüßt, dafür wirbt, Stimmung pro Blogcensus macht — es kommt ja von «uns» — der zeigt, dass er nicht mehr Ernst zu nehmen ist, nicht mal im Ansatz. Und jetzt komme mir keiner mit, das ist gesetzlich alles okay — das mag sein, nur sind es Abmahnungen auch. Niemand hat Euch ermächtigt, von mir, von wem auch immer Daten zusammenzutragen — und sei es nur der moralische Aspekt. Widerlich. Auf der einen Seite liest man überall, wie böse doch die Datensammelleidenschaft des Staates ist — auf der anderen Seite freuen sich die Leute über so ein Projekt. Netzbeschmutzung, nicht mehr und nicht weniger.

Dieser Hype, Vorratsdatenspeicherung, hat im Übrigen dazu geführt, dass bei Anwalt Meinhard Starostik bisher 13.000 Vollmachten zur Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung eingegangen sind. Waren es vor Verabschiedung des Gesetzes noch 7.000 Menschen, so hat sich innerhalb kürzester Zeit diese Zahl fast verdoppelt. Und doch sind es nur 13.000 Menschen — 0,01% unserer Gesamtbevölkerung. Das ist nicht wirklich viel. Eine Mitschuld daran tragen sicherlich auch die abhängigen Medien unseres Landes, die ein Happening daraus machen, wenn sie abgehört werden. Während Augstein die Republik zum Beben brachte, machen sich der Spiegel, der Stern und die Kollegen zum Lakai der Bahn, politischer Interessen und schweigen, wenn die eigenen Grundrechte peu à peu abgeschafft werden — oder sogar, soweit noch vorhanden, mit Füßen getreten werden. Die Vierte Gewalt in unserem Lande ist fast kaum noch vorhanden. Ein kritisches Auseinandersetzen mit unserer Politik, unserer Gesellschaft findet nur noch auf wenigen unabhängigen, privaten Publikationen statt. Überwachung, Kontrolle — wir sind nicht auf dem Weg dahin, wir sind mitten drin. Der Methoden zur Gleichschaltung werden nur perfektioniert.

Ein schönes Wochenende Euch. :)

25 Antworten zu “Die Netzbeschmutzer sind wieder unterwegs”

  1. Robert sagt:

    kurze Frage zum Hinweis mit dem Div-Container: was macht man damit bzw. wozu umschließt man den Werbebereich mit irgendeinem HTML technisch gesehen unnötigen Div?

  2. Chris sagt:

    Ich sehe gerade, bei Dir wäre es der li-Tag. Im Moment ist der Aufbau so (HTML-Klammern bitte denken):

    [li class="boxy"]
    [h2]Werbepause[/h2]
    Inhalt
    [/li]

    Das könnte man ändern, indem man z. B.

    [li class="advertising"]
    [h2]Werbepause[/h2]
    Inhalt
    [/li]

    Im CSS-File kopiertst Du den betreffenden Inhalt und machst dann aus boxy eben advertising. Aber nur für die einzelnen Werbebereiche (Werbepause, Preisbock, verwandt.de, Paid Links). Dann können Adblock Plus-Benutzer wunderbar damit arbeiten, genauso wie Proxomitron-User und ich zeig Dir dann mal nen Screenshot wie schön Deine Seite aussehen könnte. 😀

  3. Robert sagt:

    verstehe, danke.

  4. Chris sagt:

    Gerne, wie das gerade auch auf der Blogbar geschrieben wurde — Dir nehme ich das Bloggen ab. 😉

  5. […] der Don schon an der Blogbar anmerkte, deckt komplett Chris von FIXMBR auf: Es gibt anscheinend Listen für SEO-Linklutscher, bei denen aufgelistet ist welches Blog kein […]

  6. Andreas sagt:

    Ihr seid da ggf. anderer Meinung (daher am Ende eine Frage), aber ich finde, dass es durchaus «gute» und «schlechte» Daten gibt. Ohne Daten, Statistik etc. lässt sich — neben dem Dreck — eben auch viel sinnvolles, konstruktives nicht machen. Erst recht das Optimieren hängt stark von Daten ab (egal was denn nun verbessert werden soll).
    Ein Maschinenbauer kann keine geeigneten, günstige Lagerungen auswählen, wenn er die zu erwartende Nutzung nicht kennt (und daher gibt es auch über jeden verdammten Scheiß eine Statistik). Eine Firma kann nicht planen, wenn keine Statistik geführt wird. Jo, und auch ein Online-Shop kann ohne Daten nicht sehen, welches Angebot zieht oder nicht.

    Auch ich habe ein Problem mit so mancher Datensammlerei, denn für die von mir (rein beispielhaften) genannten Aspekte reichen anonymisierte Aussagen über Gruppen (40 jährige Bauern fahren 20 mal am Tag über den Acker -> ich brauche ein entsprechendes Kugellager für meinen Träcker. Ich muss dafür natürlich nicht wissen, das diese Bauern Alfons, Gerhard und Fridolin heißen und wo sie wohnen). Aber generell Datenerhebung abzulehnen ist IMHO fundamentalistisch (*g*… da war er also wieder, der Blogfundi 😀 ). Auch nicht anonymisierte Daten können in gewissen Situationen Sinn machen sowie Nutzen für den Einzelnen bringen, sind aber natürlich ein weit heißeres Eisen…

    Daher meine Frage: stört ihr euch jetzt an der mangelnden Anonymisierung bzw. der mangelnden Pseudonymisierung der Daten von Blogcensus (Daten -> URL -> Impressum -> Name) in Kombination mit der Sammlung ohne Zustimmung, oder generell an der Datensammlung als Solcher? Würdet ihr auch eine korrekt anonymisierte Erfassung von Blogs/Menschen/Foo/Bar ablehen?
    Würde mich einfach mal interessieren (zwecks andere Meinungen -> persönlicher Horizont etc… 😉 ), auch wenn ich mir die Antwort wohl schon vorstellen kann… aber ganz sicher bin ich mir da eben nicht 😀

  7. Chris sagt:

    Follow the white rabbit. Oder auch den Links im Artikel. Blogcensus ist generell abzulehnen. Ich habe 1983, na gut, unter dem Eindruck des Protestes meiner Eltern, gegen die Volkszählung (=Census) protestiert. Ich habe mit Oliver zusammen .get privcy gemacht, auf unserem ehemaligen Forum, hier auf F!XMBR haben wir uns jahrlang für die Privatsphäre, gegen die Datensammelleidenschaft eingesetzt.

    Für uns ist es kein Hype à la Stasi 2.0, sondern Überzeugung, eine Herzensangelegenheit. Ich protestiere gegen den Staat, lasse mich hier aber auswerten, Daten sammeln? Vergiß es. Ich vertraue eher einem Wolfgang Schäuble, als den monetären Interessen von Blogcensus.

    Der Fall Blogcensus zeigt einfach nur auf, wie lächerlich die deutsche Blogosphäre doch ist. Unglaubwürdig, es ist ja einer von uns. Naja, wie schon geschrieben — follow the white rabbit…

    Wo ist in diesem Fall eigentlich der AK Vorratsdatenspeicherung? Blogcensus dürfte schon etwas mehr als einem halben Jahr Daten sammeln und speichern — das ist durchaus mehr, als der Bundestag gerade verabschiedet hat…

    Und komme mir keiner mit Anonymisierung. Sobald die Herrschaften in die Impressen der Blogs steigen, und sie wissen, wer hinter einem Projekt steht, sind die Daten nicht mehr anonym — und sei es nur für die beiden der Fall…

  8. Oliver sagt:

    >Jo, und auch ein Online-Shop kann ohne Daten nicht sehen, welches Angebot zieht oder nicht.

    Tja Pech gehabt halt, die regulären Geschäfte können es auch nicht bzw. nur in begrenztem Umfang an der Kasse oder mittels direkter Befragung. Und das ist auch gut so, denn ein Online-Shop könnte dank Technik weitaus mehr Daten herausziehen, ungefragt, und das muß eben unterbunden werden.

    Es sind unsere Daten und wenn jemand die seinen freiwillig hergeben möchte, so kann dieser das gerne tun. Nur weil sich aber die Möglichkeit bietet etwas ungefragt zu tun mittels der Technik wird es nicht logischer und auch keineswegs richtiger. Darüber hinaus sollte man auch mal bedenken warum man eigentlich gegen die Begehrlichkeiten von Vater Staat wettert. Wirkt dann am Ende ein wenig heuchlerisch.

    Die Unglaubwürdigkeit, wie Chris schon bemerkte, erweist letztendlich dem ganzen Widerstand ob Überwachung einen Bärendienst.

  9. Falk sagt:

    Jo, und auch ein Online-Shop kann ohne Daten nicht sehen, welches Angebot zieht oder nicht.

    Der Vergleich hinkt, aber ganz gewaltig. Denn ein Onlineshop kann auch *ohne* Erhebung von Daten, die lediglich der Abrechnung dienen (und insofern auch im Anschluss gelöscht gehören) sehr wohl Aussagen über das Kaufverhalten treffen. Anhand der *eigenen* Daten (Warenbestand, Zeitraum der Verkäufe, Anzahl der Verkäufe) und daraus Trends bzw. Prognosen ableiten. Das ist keine hohe Kunst, sondern das Rüstzeug eines jeden Kaufmanns. Was stellenweise im Netz geschieht, find ich fürchterlich, auch wenn ich selbst bestimmt fundamentalistischer Gegner von Datenerhebungen bin. Aber bitte immer im Rahmen des Notwendigen und nicht im Sinne des technisch Machbaren…

  10. Andreas sagt:

    Danke für eure Antworten :-)

    @Chris: Den Links bin ich schon gefolgt… daher habe ich auch explizit die mangelnde Anonymisierung angesprochen, die in Einheit mit dem ungefragten Ersammeln schon ein wenig krass ist.

    > Darüber hinaus sollte man auch mal bedenken warum man eigentlich gegen die Begehrlichkeiten von Vater Staat wettert. Wirkt dann am Ende ein wenig heuchlerisch.

    Für mich gibt es da schon einen Unterschied: Wenn man jetzt Versicherungen/Banken sowie Arbeitssuchende ausnimmt, so greift eine Firma doch nur bedingt in mein Leben ein — der Staat aber schon ganz gewaltig.

    Mal ein überzogenes(?) Beispiel: hier kann ich Yahoo! und Google benutzen, und lande (noch?) nicht an der Exekutionswand. Obwohl sicherlich hier nicht weniger von diesen Unternehmen an Daten gesammelt wird, als über einen chinesischen Nutzer. Der einzige Unterschied ist der Staat drumherum, welcher eben *hier* die Daten nicht dazu nutzen kann, mich an die Wand zu stellen — eben mangels Exikutionswand 😉

    Daher macht es für mich durchaus einen gewaltigen Unterschied, wer Daten sammelt. Es interessiert mich viel mehr, welche Daten ein Staat nutzen darf, welche Daten ein Staat selbst sammelt, wie er damit umgeht und wie sein daraus abgeleitetes Selbstverständnis gegenüber des Datenschutzes aussieht. Er ist das Glied in der Datenverwertungskette, welches IMHO das wirkliche Gefahrenpotential darstellt. Denn — man sieht es ja an Diktaturen — privatwirtschaftliche Datenbanken machen jetzt nicht das tragende Element eines Terrorregimes aus. Kritische Geister an die Wand zu stellen hat auch schon geklappt, als man das Wort «Datenbank» noch nicht mal kannte (aber wem erzähle ich das… in Sachen historischer Bildung kann ich euch sicherlich nix erzählen).

    Ich gebe meine Daten (anders als ihr beide), wenn überhaupt, daher lieber einer beliebigen Firma als irgendeiner staatlichen Institution. Und setze meinen Fokus darauf, dass der Staat selbst möglichst wenig Datenbanken aufbaut und/oder beliebig auf privatwirtschaftliche Daten zugreift (sozusagen die Daten durch die Hintertür sammelt ohne seinen Apparat in Bewegung setzen zu müssen, wie es eben bei der Vorratsdatenspeicherung der Fall ist). Denn wenn es sich politisch so verhält, dass die privatwirtschaftlichen Daten eine Gefahr darstellen (wie eben in China), machen selbige die Kuh schon längst nicht mehr fett, und die Probleme sind ein ganzes Kaliber größer als der Verlust der Privatsphäre im Allgemeinen. Die Exikutionswand ist IMHO das *eigentliche* Problem, die Daten die vor den Reaktionär vor selbige führen, rangieren in meiner Rangliste weit darunter.
    Viele Datenschützer — und auch ich habe dies schon oft getan — vermengen argumentativ den prinzipiellen Schutz der Privatsphäre mit den Folgen der Auswertung von Daten innerhalb eines völlig anderen Umfelds. Und irgendwie kann ich mich damit heute nicht mehr anfreunden, weil damit das Mittel der Angstmacherei politisch ausgenutzt wird. Wie ein Schäuble, der vor Atomanschlägen warnt, nur eben von der anderen Seite aus.

    Aber vielleicht sehe ich das ja mal ganz anders. Daher lese ich euer Blog auch recht gerne, rege mich mal heftigst auf, lache mal herzlich und denke auch oft genauso und habe meine Frage gestellt. Denn irgendwie suche ich für mich selbst (ganz persönlich) jeden Tag aufs neue eine möglichst realistische Sicht der Dinge. Und liege damit wohl mal falsch, mal richtig. Ich finde es aber wichtig, denn mein durchaus datenschutztechnisch sensibilisiertes Umfeld macht es einem einfach zu leicht, in eine zu krasse Sichtweise abzurutschen.

    Lange Rede kurzer Sinn: Ich sehe Vieles ein wenig anders, danke euch aber vielmals für eure Antworten und die tägliche F!XMBR-Lektüre sowie eure Sicht der Welt als probates Mosaik der persönlichen Meinungsbildung.

  11. Chris sagt:

    Sorry, jetzt wirds mir zu blöd. Ich bin am Überlegen, ob ich Deinen Kommentar exikutiere…

    Was für ein Schwachsinn, wenn man dem alle folgen würde, würde man zum Totengräber jegliches Datenschutzes werden…

  12. Andreas sagt:

    Wenn du meinst, dann exikutier’ ihn. Dann aber auch bitte Meine Frage — ist vielleicht besser. :-)

    Aber bei einer Firma kann ich einfach entscheiden, ob ich ihr persönliche Daten geben will oder nicht (und weil Blogcensus dies nicht erfragt, ist das auch Scheiße — ich habe das aber auch nicht gut geheisen). Und ein Staat kann mich dazu zwingen. Vielleicht trifft es das besser.

    @Falks: ich meinte damit eine Werbemaßnahme (Angebot im Sinne von Sonderangebot etc.). Wenn ich verschieden Werbekanäle nutze, kann ich am Absatz unmöglich sehen, was denn nun zieht.

  13. Chris sagt:

    Ein letztes Mal, es wird lächerlich.

    1. Wo ist die Gegenleistung der Unternehmen, wie z. B. Blogcensus? Papa Staat kann in gewissen Rahmen zumindest eine höhere Aufklärung von Verbrechen versprechen, das Buzzword Sicherheit nehme ich gar nicht in den Mund. Was bekomme ich dafür, dass Daten von mir gesammelt werden. Nichts, im Gegenteil. Zu 99% werden die Daten missbraucht. Wenn ich Daten zu abrechnungszwecken hinterlasse(n muss), zusätzlich eine Auswertung, ein Trackingsystem läuft, werden meine Daten missbraucht, das nur als kleines Beispiel.

    2. Es ist jetzt gut hier, solche hanebüchende Argumentation, wie Du sie hier vorbringst, macht es für Schäuble und private Datensammler so einfach in heutiger Zeit. Du bist auf F!XMBR völlig verkehrt. Oben rechts ist das X.

  14. Oliver sagt:

    >Ich gebe meine Daten (anders als ihr beide), wenn überhaupt, daher lieber einer beliebigen Firma als irgendeiner staatlichen Institution.

    Das ist auch der einzige Punkt bei dem wir einen Konsens finden. Da wir uns in einer relativen Freiheit befinden kannst du das auch gerne tun. Ein anderer kann aber auch gerne nein dazu sagen und wiederum andere haben jedoch auch kein Recht sich diese Daten willkürlich anzueignen. Ich weiß nicht wohin die Diskussion führen soll? Wer etwas möchte an Information kann höflich danach fragen. Alles andere bedarf keiner weiteren Diskussion. Und wer Daten wie Papa Staat einfach so nehmen möchte sollte sich die Frage stellen ob er die Prinzipien von Demokratie und Freiheit überhaupt im Ansatz verstanden hat. Vice versa … ach lassen wir es. Es ist wieder einmal bezeichnend gerade für Deutschland, wie man sein Recht auf informationelle Selbstbestimmung leichtfertig aus der Hand gibt. Aber du darfst das natürlich, wenn es deinem Willen entspricht.

    Manchmal frage ich mich natürlich auch, in welcher Generation die Konditionierung auf informationelle Freigiebigkeit begonnen hat.

  15. Falk sagt:

    Ich meinte damit eine Werbemaßnahme…

    Damit geraten wir dann allerdings gleich noch in den Bereich, den ich persönlich strikt ablehne — die Erfassung von Daten zu Werbezwecken. Wenn ich bei Onlinehändler XYZ Unterwäsche bestelle, dann hab ich keinen Bock drauf, von Unternehmen ABC kurze Zeit später Werbung für Oberbekleidung zu erhalten. Ich persönlich möchte auch nicht vom Versandhändler meines Vertrauens ungefragt irgendwelche Werbeaktionen in meinem (virtuellen) Briefkasten finden. Wenn ich dies möchte, dann teile ich das schon mit — die Praxis sieht leider anders aus und stinkt mir ganz gewaltig. Und bevor Mißverständnisse aufkommen — auch ich bin durchaus auf solcherlei Daten angewiesen. Und ich war vor vielen Jahren schon erschrocken, wie bereitwillig Menschen einen Zettel für ein Gewinnspiel mit allerlei privaten Daten füllen, welcher dann im Nachhinein für Werbezwecke ausgewertet wurde. Ich nenns Gewissen, was sich da bei mir in der Magengegend grummelnd meldete…

  16. Martina sagt:

    @ Chris: bezahlst du eigentlich manchmal im Geschäft per EC-Karte? 😉

  17. Chris sagt:

    Nein, ich bezahlte grundsätzlich bar und habe auch keinerlei weitere Überwachungskarte wie z. B. Payback.

  18. Martina sagt:

    Mensch, Chris, du hättest jetzt «JA» schreiben müssen. 😉 Und du weißt bestimmt, wieso.

    Nun hast du mir den Grund für meine weitere Argumentation, die genau in deine Richtung geht, entzogen. Tzz… 😉

  19. Oliver sagt:

    Außer beißender Ironie fällt mir auch kein Grund ein, warum jemand mit Plastikkarten spielen sollte? Selbst im Ausland arbeite ich mit Bargeld und das ohne Probleme.

  20. David Webb sagt:

    > in welcher Generation die Konditionierung auf informationelle Freigiebigkeit begonnen hat.

    Meine Beobachtung: In der, die nach dem Volkszählungsurteil geboren wurde.

  21. Grainger sagt:

    Ich zahle überwiegend bar, aber manchmal (wenn auch eher selten) mit meiner EC-Karte (Kreditkarten habe icb keine).

    Der einzige Grund dafür ist natürlich Bequemlichkeit, ich komme auf dem Weg von und zur Arbeit durchaus an mehreren Filialen meiner Bank vorbei und könnte da zu jeder Tages– und Nachtzeit auch am Geldautomaten Bargeld holen (und genau so mache ich das meistens auch).

    Aber ab und an vergesse ich das halt (wenn mein Kühlschrank gut gefüllt ist und ich zum Mittagessen in die Betriebskantine gehe brauche ich manchmal tagelang so gut wie kein Geld ), stehe dann mit einem gefüllten Einkaufswagen an der Supermarktkasse und habe nur 5 Euro Bargeld einstecken. 😀

  22. Chris sagt:

    Hey Ihr dummen SEO-Schlampen: Verpisst Euch von dieser Plattform. Klar soweit? :)

  23. Chris sagt:

    Dieter, sorry, ich habe Deinen Kommentar gelöscht. Du musst Dich hier nicht rechtfertigen. Wenn Du das tun möchtest, mach das bei dem, der Dich angesprochen hat oder schreib was auf Deinem Blog. Die Blogbar ist hier nicht das Thema und wird es auch nicht sein.

  24. […] es mir die Sache jetzt schon wert. Also noch einmal: Ich sch

  25. […] am ehesten seine Kommentare defäkieren sollte, um die eigene Google-Relevanz zu erhöhen (via). Mann Mann Mann, was hat euch bloß so ruiniert, ihr […]

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