Die Musikindustrie macht sich mal wieder lächerlich

Ehrlich, ich war gerade reichlich sprachlos. Ich versuche es mal zusammenzufassen: Paypal, Kreditkarten, Überweisung und andere Zahlungsarten sind der Musikindustrie unbekannt. Moment, das war noch nicht der Witz. Bitte noch nicht lachen. Was macht also die Musikindustrie? Verkauft via Saturn Essensmarken musicbons. Kein Scherz. Ihr geht zum Saturn, kauft dort musicbons, natürlich mit gaaanz dollen und exklusiven Motiven, nehmt sie mit nach Hause, geht auf musicbon, gebt dort einen Code ein und könnt dann den gewünschten Song runterladen. Und es sind keine Gutscheine — ihr müsst dann den vorher ausgewählten Song runterladen. So stelle ich mir das Einkaufserlebnis der Zukunft vor: Ich gehe ins Geschäft, ignoriere die CDs, kaufe einen Bon, gehe nach Hause, lade den ausgewählten Song aus dem Internet runter, brenne ihn vielleicht auf CD und drucke dann noch ein Cover aus. Das ist doch mal einfach. Kann mir irgendwer sagen, warum die Musikindustrie scheintot ist?

Was man davon halten soll? Siehe Screenshot oben von musicbon — sie zeigen sich selbst, den Kunden einen Stinkefinger. Ohne weiteren Kommentar… (via xtraa_, CC-CB)

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6 Antworten zu “Die Musikindustrie macht sich mal wieder lächerlich”

  1. Grainger sagt:

    Ich hatte es auch im CC-CB schon gelesen (und kommentiert), aber irgendwie kam mir die Sache doch schon bekannt vor.

    Und nach ein bißchen grübeln fiel es mir auch wieder ein:
    Heise-News vom 24.01.2006

    Aber unabhängig davon ist das Konzept der Musicbons mal wieder so eine Kopfgeburt aus dem Marketing der Contentindustrie.

    Bestimmt hat irgendeiner der kreativen Köpfe dort mal die Pokemon-Karten-Sammlung der Nachbarskinder gesehen und sich gleich dabei gedacht:
    «So etwas können wir den Kids doch auch verkaufen!»

    😀

  2. […] Idiotie des Tages: Der »musicbon« (natürlich in Kleinbuchstaben und halbem Englisch, aber für ein.… Ob diese offenbar im Zustand fortgeschrittener Hirnerweichung abgeseilte Totgeburt eines […]

  3. Bogus sagt:

    Irgendwie kann ich die Musikindustrie nicht verstehen. Die regen sich über Illegale Sauger auf, aber bringen es nicht fertig eine Alternative zu bringen.

    Bin gespannt was als nächstes kommt … lol

    Hat schon jemand auf Napster.de als Linux User sich anmelden wollen ? Macht das mal *gg Da kommt die lustige Meldung, das Ihr System nicht unterstützt wird. Obwohl überall zulesen ist, das Napster doch sooooo Kundenfreundlich sein soll .. lol

  4. igor sagt:

    hmm, ich kritisiere ja auch gerne die musikindustrie, aber diese idee finde ich jetzt nicht sooo blöd. diesen dienst würde ich eher benutzen als kreditkartendaten übers netz zu verschicken.
    ausserdem ist es anonym.
    und das feature mag ich schon beim bargeld.

  5. Bogus sagt:

    Igor, du willst wirklich zu Saturn oder woanders hinlatschen, nur mal ein Album runterzuladen ?

    Das System ist nicht schlecht, da haste recht, aber dann hätte ich es so gemacht, das man es auch online machen kann und nicht extra in den laden latschen muss. Weil das wäre für mich 25 Km fussmarsch *gg Und da nur um mal eine CD runterzuladen, die ich vielleicht nur einmal höre.

    NEIN DANKE 😉

  6. […] Die Musikindustrie macht sich mal wieder lächerlich (F!XMBR, vom 16.6.2008) Mir behagt es ja nicht so, wenn man ständig über “die!” Musikindustrie herzieht. Aber das hier beschriebene Geschäftsmodell ist so erbärmlich, dass man manchmal nicht anders kann. […]

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