Die Jammerlappen sind los

Lego-GoogleKennt wer noch Die Bären sind los? Ich habe Buttermaker und seine Jungs verschlungen — konnte ich mich doch immer gut mit der Serie identifizieren, nur war es bei mir nicht der Baseball, sondern der Straßenfußball. Seit dem Google-Coup sitze ich hier, lese das eine oder andere SEO-Blog [sic!] oder auch andere sogenannte Problogger und denke Strike! Und aus. Google hat in ein Wespennest gestochen, seien wir mal ehrlich — wer einfach nur nach einem Produkt sucht, um sich zu informieren, weiß wovon ich rede. Die ersten Seiten sind immer noch eine Seuche — und das sind genau die Unternehmen, die Links kaufen. Sie liefern halt keine eigenen Inhalte. Jahrelang haben diverse Profiteure ganz gut davon gelebt, von Google, anderen Werbepartnern von diesem System — ein System der Internetbeschmutzer. Jahrelang wurde auch Google dabei gepuscht — Adsense & Co. lassen grüßen, man hätte halt Serverkosten zu finanzieren. Die typische Ausrede halt — die erinnert mich immer mehr an den Spruch, sie hat es doch selbst gewollt. Wer in heutigen Zeiten noch über Serverkosten schwadroniert, sollte mal den Arzt seines Vertrauens aufsuchen.

Nun hat Google in einem ersten Schritt diverse — vermeintlich große und auch kleine — Seiten die gelbe Karte gezeigt, nicht mehr und nicht weniger. Ein Stück vom unglaublichen Ego dieser Internetbeschmutzer, der (grüne) Schwanz ist halt nicht mehr so lang, wie er mal war. Auf das Ranking hat die Aktion Googles bisher keine Auswirkung, zumindest ist da nichts bekannt — ich würde mir aber nichts mehr als das wünschen. Warum sollen diese Herrschaften, die in gewisser Weise Suchergebnisse manipulieren nicht nach hinten strafversetzt werden? Passiert in fast jedem Formel 1-Rennen dem einen oder anderen Fahrer auch, wenn diese sich nicht an die Regeln halten.

Und wenn Ihr Euch auf den Kopf stellt, die Regeln macht in diesem Fall Google, es sind ihre Server. Ihr tragt Euch mit Eurer Seite dort ein — wer hat eigentlich soviel Konsequenz und Eier gezeigt, Google kpl. auszusperren? Keiner. Ihr seid Gast mit Eurer Webseite auf den Servern Googles. Ihr seid Gast bei einer Google-Suche. Ihr habt Euch nach deren Spielregeln zu halten. Wem das nicht gefällt, der kann auf andere Alternativen zurückgreifen. Exalead & Co. lassen grüßen und würden sich freuen, wenn Ihr auf die Kollegen dort zukommen würdet. Kann ich mir zumindest vorstellen. Warum diese ellenlange Einleitung? Nun gestern habe ich in den Kommentaren Robert noch gelobt, für seine Google kann mich mal, meine Paid Links bleiben-Einstellung. Egal, wie ich zu diesem Internetdreck stehe, die Haltung empfand ich gestern noch als konsequent.

Heute sieht das alles schon wieder ganz anders aus. Ich war ja fast versucht, wieder einmal Taschentücher zu verschicken. Robert versucht Google da anzugreifen, wo Google nicht angreifbar ist, zudem an einer Flanke, an der er lange genug selbst mit verdient hat und dann zeigt diese Diskussion noch eines: Der entscheidene Faktor bei Google wird durch diese aktuelle Debatte in den Hintergrund gelenkt. Da jammert der gute Robert über das Geschäftsgebaren im Hause Google, wenn jemand seine Adsense-Einnahmen öffentlich macht, wenn jemand der Konkurrenz zugeneigt ist, würde er gekickt werden. Entschuldige mal bitte: Ihr, Ihr da in Eurer Werbewelt, Ihr, die von diesem Internet in seiner heutigen Form, Ihr, die mit diesem Internet, mit Google Geld verdient (habt) — lest Ihr eigentlich nicht durch, was Ihr durch Anklicken oder Unterschrift bestätigt? Sich darüber auszulassen, was man als Vertragsbestandteil selbst besiegelt hat, ist einfach mal hanebüchen. Ich glaube nicht, dass Google mit einer Pistole zu Euch gekommen ist, Euch diese an den Kopf gehalten hat und Euch gezwungen hat, Adsense & Co. einzusetzen. Ich habe auch nirgendwo in all den Monaten, wo der Scheck von Google kam gelesen, ja aber Google ist ja eigentlich böse — ich spende das Geld der Kinderkrebshilfe.

Den ziemlich wirren Absatz zu den Paid Links lasse ich nun mal aussen vor — es hätte auch ein Satz gereicht, Mama ich will nach Hause. Ja ehrlich, in diesem Absatz kommt die ganze Intention des Artikels zum Vorschein — Google geht gegen Paid Links vor, die gibt es auf Basic Thinking, der PR wurde runtergestuft, Google ist böse und ich bin der arme Blogger, den es getroffen hat. Wo sind die Alternativen? Tja lieber Robert, wir leben hier in der westlichen Welt in einer Marktwirtschaft, das heißt, es steht Dir frei, eine Alternative zu gründen. Du selbst hast Google jahrelang mitgepuscht und beschwerst Dich nun über deren Marktmacht? Das ist nicht wirklich glaubwürdig. Mach ne Alternative auf — die Leute werden es Dir danken. Und ich verspreche Dir, ich werde dann in dem Punkt, meine — diplomatisch ausgedrückt — Zurückhaltung gegenüber Web 2.0-Startups aufgeben und darüber berichten. Du lebst (noch mehr oder weniger) in einem freien Land. Boogle oder Rooble — es steht Dir frei, genau diesen Weg zu gehen.

Und falls Dir Google die Antwot auf Deine Frage, ob sie Dir jetzt vorschreiben, dass Du nicht –wieviele sinds, 8+6 paid links– setzen darfst, nicht gibt. Nein, Du darfst es nicht — es steht seit jeher in den Richtlinien für Webmaster, nur hat sich bisher niemand darum gekümmert, man hatte halt andere Prioritäten. Wenn Du Dich ernsthaft mit Google in den letzten Jahren auseinandergesetzt hättest, wenn Du gelesen hättest, was Du per Klick unterschrieben hast, dann wüsstest Du, dass Dir Google das nicht jetzt vorschreiben will — nein, es war schon immer Vertragsbestandteil. Es ist Vertragsbestandteil, seitdem Du Gast mit Deiner Seite auf deren Server bist, Server, die Google nicht wenig Geld kosten. Der Rest Deines Artikels, ich sage es offen und ehrlich, wirkt jämmerlich. Da wird darüber gejammert, dass Google Monopolist sei — ja, wer hat denn als Vertragspartner die Herrschaften jahrlang gepuscht? Wir, die das Internet als Wissensnetz sehen, als ein Austausch von Informationen ohne monetären Gedanken ja wohl nicht. Du Robert hast Dein Scherflein dazu beigetragen, gerade als Deutschlands sogenannter Topblogger. Jetzt stell Dich bitte nicht dahin und jammere rum. Zieh die Konsequenzen. Sperre Google von Deinem Blog aus, setze auf andere Suchmaschinen.

Alles andere ist nur ein leises, unglaubwürdiges Pfeifen im Wald. Denn, und jetzt kommen wir zum wichtigeren Teil dieser Replik, Ihr greift Google an der völlig falschen Flanke an. Durch die Diskussion böses kapitalistisches Google, geht ein Punkt völlig unter, der der Datenkrake Google. Google hat über uns alle eine unglaubliche Menge an Daten, dieser Schutz der Daten, Möglichkeiten Google anonym zu nutzen — dieses große Gebiet muss in einer vernünftig geführten Google-Diskussion an erster Stelle stehen. Und nichts anderes.

Google hat angekündigt, gespeicherte Suchanfragen generell nach anderthalb Jahren zu anonymisieren. Jede Suchanfrage, die da draußen gestellt wird, liegt offen für 1,5 Jahre auf Googles Servern, danach liegt sie, wenn auch anonymisiert immer noch da. Google will demnächst die Unternehmen mit seinen Desktop-Applikationen Konkurrenz machen. Google will die komplette Privatsphäre beherrschen. Und dabei immer der Hinweis, don’t be evil. Was aber passiert, wenn zum Beispiel unsere Bundesregierung die Vorratsdatenspeicherung oder vielleicht in Zukunft der staatliche Zugriff auf solche Daten beschließt? Dann wird Google eiskalt lächelnd sich an diese länderspezifischen Gesetze halten und diese Daten aushändigen — das haben sie in China bereits wie die Kollegen von Yahoo bewiesen, auch Brasilien habe ich noch im Hinterkopf.

Wenn ich zum Beispiel sehe, wie viele Leute über die personalisierte Startseite von Google zu F!XMBR finden, kann ich nur mit dem Kopf schütteln — hat Google-CEO Eric Schmidt doch selbst gesagt, dass Google darauf aus ist, so viele Daten über seine User zu sammeln, wie möglich, natürlich nur um zu helfen, um zum Beispiel sagen zu können, welchen Job sie nehmen und was sie morgen machen sollen. Mir macht der Satz, dass das Unternehmen sich der Mission verschrieben hat, die Informationen der Welt zu kontrollieren organisieren. Don’t be evil? Falscher Ansatz — don’t be dumb.

Google ist nicht anzugreifen, weil er Geschäftspartner mal mit leichtem Druck auf die Statuten hinweist, die jeder akzeptiert hat, der mit Google eine Partnerschaft eingegangen ist. Google ist zu kritisieren, anzugreifen, weil dort über die Menschen der Welt eine riesige Datenmenge entsteht, die der (Werbe-) Wirtschaft zur Verfügung gestellt ein unglaubliches Missbrauchspotential enthält, von den (totalitären) Regimen auf diesem Planeten ganz zu schweigen — das ist bereits Alltag in vielen Ländern auf unserer guten, alten Erde. Der Schutz unserer Daten muss bei einer vernünftig geführten Google-Diskussion an erster Stelle stehen — aber wir haben ja alle nichts zu verbergen, oder vielleicht doch?

Ein paar Linkempfehlungen zu Google:

  • CustomizeGoogle — CustomizeGoogle ist eine Erweiterung für Firefox, welche die Google Suche durch die Ergänzung nützlicher Informationen erweitert. Beispielsweise werden Links zu Yahoo, Ask.com, MSN etc. hinzugefügt oder unerwünschte Informationen wie Werbung, SPAM oder Nutzerprofile entfernt.
  • TrackMeNot — Per TrackMeNot soll das Erstellen von Suchprofilen von Google verhindert werden, somit die Privatsphäre geschützt werden. Als Firefox-Extension werden im Hintergrund zufällige Suchanfragen an Google geschickt. Echte Suchanfragen gehen so unter.
  • Sei kein Tor — Warum nicht für Google-Recherchen Tor nutzen?
  • Scroogle — Scroogle nutzt Google, jedoch anonym und per SSL. Es sind Möglichkeiten vorhanden, es in den IE, den Firefox und Opera zu intergrieren.

Weitere Links werden gerne aufgenommen, einfach an mich oder in den Kommentaren. Vielleicht lässt sich über dieses PR-Gedöns ja eine neue Debatte anstoßen, wie der eine oder andere sicherer surft und sucht. 😉

Bild: keso unter dieser Creative-Commons-Lizenz stehend.

35 Antworten zu “Die Jammerlappen sind los”

  1. Oliver sagt:

    Ich glaube mit diesem Baseball Team und mit diesem knauschigen Coach 😀 Jepp ich hatte nie eine Folge verpaßt *g*

  2. tante sagt:

    Wie genau haben sich die «Pro Blogger» denn vorgestellt, wie es weitergehen sollte?

    Google’s Suchergebnisse sich eben durch das Links(ver)kaufen und den ganzen SEO Ranz massiv slechter geworden. Ihre Suchergebnisse sind ihr Kapital, wenn die zu schlecht werden, dann kann auch ganz schnell eine andre Suchmaschine massiv Zuspruch bekommen: Dass Google also seinen Kernbereich sauber halten/schützen will, ist doch logisch.

    Man kann nicht ewig und drei Tage das «wir bescheissen Google» Spiel spielen und dann heulen, wenn Google mal sauber macht. Wer davon bisher profitiert hat, soll sich bedanken, dasss es so lange gut ging und nun woanders sein Geld herbekommen: Diese ganzen ranzigen OnlineCasinos zahlen sicher ganz gut für positive Artikel. Porno geht auch immer. Ist doch alles gar nicht so schwer 😉

  3. Oliver sagt:

    Die sehen das cheaten ja noch als Kunst an, weil sie besonders gut darin sind. Woanders gibts bei derlei Versuchen direkt eins auf die Mütze und gut ist. für diese Krämerseelen habe ich keinerlei Verständnis.

  4. tante sagt:

    Naja, offensichtlich ist ihnen irgendwo klar, dass sie im Unrecht sind, sonst gäbe ja diese «Verdammt-ich-wurde-erwischt»-Haltung keinen Sinn.

  5. Oliver sagt:

    Hey den Cheatern in Multiplayer Games oder den gedopten Sportlern kannst du auch kein schlechtes Gewissen einreden 😀

  6. tante sagt:

    Ich kann nahezu jedem ein schlechtes Gewissen einreden, ich bin da echt super drin!

  7. Grainger sagt:

    Ich kann nahezu jedem ein schlechtes Gewissen einreden, ich bin da echt super drin!

    Eine meiner Ex-Freundinnen konnte das auch, aus reinem Selbstschutz war ich gezwungen absolut gewissenlos zu werden. 😉

    Diese Gewissenlosigkeit bin ich nie wieder ganz los geworden (was manchmal durchaus vorteilhaft ist, oft aber auch hinderlich).

  8. […] Seit dem Google-Coup sitze ich hier, lese das eine oder andere SEO-Blog [sic!] oder auch andere sogenannte Problogger und denke Strike! Und aus. Google hat in ein Wespennest gestochen […]

  9. Oliver sagt:

    @Robert ich bin gar überhaupt kein Leser deines Blogs. Nicht ob irgendwelcher Antiphatien, rein wegen der Thematik — kein Interesse. Aber ab und an werden ich auf Texte gestoßen 😉 und dann mache ich mir auch die Mühe mal ein wenig im Blog desjenigen zu stöbern, bevor ich mir eine Meinung bilde. Ich sah diverse kritische Dinge keine Frage, da hebst du dich vom Rest gewaltig ab, aber imho vermisse ich die letztendliche Konsequenz des Handelns. Ich meine Google als primus inter pares der Suchmachinen kann man nicht einfach so leugnen, ob als Anwender der intialen Aufgabe oder als «geschickter Datenfütterer», aber dennoch hätte man schon zuvor derlei Dinge bedenken können. Ich sehe viele dieser Dinge als simplen Betrug, your mileage may vary das ist klar, aber es war wohl zu erwarten gewesen wie hier schon erwähnt. Googles Hauptgeschäft ist die Suche und wenn man diese torpediert ist das wohl nicht im Sinne des Erfinders.

    Und der Datenschutz, jo mei, dieser hat natürlich auch indirekt etwas mit dieser Sache zu tun. Er verdeutlicht die Allmacht Googles, wenn man sich eben willig diesem Monopol anschließt und es somit stählt.

  10. Böses Google, du!…

    Nachdem ich mir heute Abend in Ruhe Zeit nehmen konnte die gesammelten Feeds der letzten Tag zu lesen, musste ich doch schon ziemlich grinsen was ich über die “Jammerlampen” bei f!xmbr lesen konnte… Da hat Google doch das lang ers…

  11. Marc sagt:

    Das Netz kommerzialisiert sich halt. Das verwundert doch nun nicht wirklich, oder? Und dass Google als marktführende Suchmaschine die meisten Besucher bringt und damit für das liebe Geld so wichtig ist, ist auch nichts Neues.
    Aber nun ein antiquiertes, unkommerzielles aka werbefreies Web zu propagieren, bringt auch keinen weiter. Weder den suchenden Surfer noch den Contentlieferanten, der sich auch finanzieren will (und seien es nur ein Ocken, um den Server zu bezahlen).

    Auch ganz amüsant liest sich auch das Heise-Forum zu dem Thema
    > Heise

  12. Robert sagt:

    ich mach Dir keinen Vorwurf, dass Du mein Blog nicht regelmäßig liest, sonst wüsstest Du, dass ich Google seit jeher kritisiere und nicht erst seit gestern;) Nun hast Du meinen aktuellen Beitrag zu Google gelesen und daraus eine schöne, simple black/white Welt gezeichnet. Sorry, aber diese Simplifizierungen bringen mir keinen Erkenntnisgewinn. Mag auch daran liegen, dass ich zu so einfachen Weltbildern nicht mehr neige. Das betrifft den ersten Teil. Den zweiten Part über die Datenschutzthematik mal ausgeklammert, da das ein anderes Gebiet ist und doch arg vom Thema abweicht.

  13. Chris sagt:

    Sorry, aber ich lasse es nicht zu, dass man jetzt versucht,
    F!XMBR in eine Ecke zu drängen (schwarz-weiß, antiquiertes, unkommerzielles, etc. pp). Das ist Schwachsinn. Gerade bei Dir Marc denke ich eigentlich, Du liest hier mit und kennst andere Artikel. Also hör mit diesem Blödsinn auf — auch im Artikel oben ist das nicht zu finden.

    Und Google und Datenschutz gehört zusammen, ob es nun gefällt oder nicht, meine Gedanken, meine Meinung, take it or leave it.

  14. tante sagt:

    @Marc:
    Warum genau bringt «ein antiquiertes, unkommerzielles aka werbefreies Web zu propagieren […] keinen weiter»?

    Ich persönlich glaube, dass das die Schreiber und die Leser sogar ziemlich viel weiter! Wer Geld verdienen will kann das deutlich besser als mit Werbeeinblendungen, die im Webkontext nahezu immer Privatsphärenkatastrophen sind und die eh viele Nutzer per Filter ausblenden.

    Menschen sind bereit, Geld zu lassen, wenn ihnen was geboten wird. Es wird Zeit, dass das auch Otto-Kommerzblogger mal rafft.

  15. Marc sagt:

    @Chris:
    Ich finde nicht, dass du in dem Artikel eine wirkliche Alternative aufzeigst. Sei es für die Seitenbetreiber oder die Suchenden.
    Vielleicht lese ich aber noch nicht lange genug mit 😉

    @tante:
    Weil es kein unkommerzielles WWW mehr geben wird — Weltrevolutionen einmal ausgeschlossen.
    Und was hast du denn als (kleiner) Webseitenbetreiber für Möglichkeiten deine Kosten etwas wieder hereinzubekommen? Bei einer sinnvollen Auswahl der Werbung (vielleicht thematisch annähernd passend und nicht gerade Adsense auswählend) glaube ich das Schreiber und Leser einigermaßen gut wegkommen.

  16. Chris sagt:

    Wieso sollte ich eine Alternative aufzeigen? Schwachsinn. Eine Alternative zu meiner Meinung? ‘Türlich… 😀

  17. tante sagt:

    @Oliver:
    Nur weils etwas vielleicht nie geben wird, heißt das noch lange nicht, dass ich das nicht trotzdem fordere. «Frieden» ist auch sowas.

    Ich persönlich halte Werbung im allgemeinen für ziemlich überflüssig, widerlich und etwas, dass das Leben aller Menschen schlechter macht. Im Moment zahle ich einfach meine Kosten für Domain usw. selbst. Wenns mir zu teuer wäre, würde ich aufhören.

    Ich persönlich würde das zwar nicht machen, aber beispielsweise wäre es eine Idee, als größerer Blog längere Artikel, die nicht tagesaktuell sind, den «Abonnenten» 3 Tage früher zugänglich zu machen. So würde man sicherlich ein paar Menschen dazu bekommen nen Euro oder zwei im Monat zu zahlen (so man denn auch was anzubieten hat). Es ist ja nicht so, als gäbe es keine Ideen, wie man sich finanzieren kann, Webcomics haben das Problem schon über Jahre.

  18. Falk sagt:

    Und was hast du denn als (kleiner) Webseitenbetreiber für Möglichkeiten deine Kosten etwas wieder hereinzubekommen?

    Welche Kosten?

  19. Martina sagt:

    (Sarkasmus ein)

    Das schlimmste an der ganzen Sache ist:
    Etwas besseres hätte den «Werbe«Bloggern mit der Google-Aktion nicht passieren können. So langsam habe ich das Gefühl, dass es sich dabei um eine ausgefeilte PR-Aktion handelte.

    Denn — bedingt durch das Geschrei und Gejammere, und die damit verbundene Schadenfreude auf der anderen Seite bekam das Instrument «Geld verdienen durch Werbung in Blogs» einen ungemeinen Auftrieb.

    «*DerDessenNamenMirNichtMehrÜberDieLippenKommt» und all die anderen rückten damit wieder in den Mittelpunkt des medialen Interesses, was ihnen einen zusätzlichen Traffic einbrachte.

    Letztendlich ist deren Bekenntnis gegen Google nur ein es der Lippen, aber niemals ernst gemeint. Und viele hämischen Kommentatoren in Klein-Bloggersdorf haben nur dazu beigetragen, dass diese Form der Geldeinnahme noch mehr Umsatz findet. Am besten, so glaube ich, verdient man seine Kröten, in dem man über die entsprechenden marketingtechnischen Anwendungsgebiete von Werbung schreibt.

    Und ich stelle fest, dass ich — wie auch manch andere auch — sowas von blöd sind, für unseren Lebensunterhalt auf eine andere Art und Weise zu arbeiten. Warum lassen wir nicht auch unsere Blogs für uns verdienen????? Und ich bin so idiotisch und fahre jeden Tag in die Firma, um dort mit «leidiger» Arbeit mein Geld zu verdienen. Dabei wäre es für mich sowas von einfach.…

    (Sarkasmus aus)

  20. Chris sagt:

    Mach doch Martina — ansonsten ziemlich lächerliche Verschwörungstheorie. 😉

  21. Thomas sagt:

    Zu dem verlinkten TrackMeNot kann ich nur sagen: Hilft so viel wie gar nichts, siehe auch: Schneier on Security — TrackMeNot

    Besser ist da wohl Black Box Search, dass man im Opera ja ganz einfach in die Suchmaschinenliste aufnehmen kann. 😉

  22. Martina sagt:

    Chris, aber nicht in meinem «etablierten» Blog. Wahrscheinlich werde ich wirklich mal ein entsprechendes Experiment wagen, aber auf einer anderen Domain… 😉

    Allerdings müsste ich mich noch mit dem Thema «Porno» befassen, um auch noch die «anderen» Leser dazu zu holen… *ggggggggg*

  23. Oliver sagt:

    Mit einem Blog Geld zu verdienen ist ja per se auch Arbeit, es kommt nur auf das *wie* an.

  24. Martina sagt:

    BTW, nix Verschwörungstheorie, sondern berechtigte Annahme und Vermutung! 😉

  25. […] zu lesen gibbet bei den Leutchen von F!XMBR hier und hier und in praktisch jedem anderen Blog, der sich auch nur im entferntesten mit Web2.0 […]

  26. Ich denke nach!…

    Deswegen!

    Nur nicht hier… mich reitet grad der Schalk im Nacken. Allerdings gibt es da noch ein «winziges» Problem, das es zu lösen gilt.…

  27. Falk sagt:

    Thats business

    Und was ist das Produkt oder der Mehrwert? Ich beschrieb hier auch schonmal, daß ich persönlich Werbung um der Werbung willen und Geldmacherei mit Werbung für Werbung nicht nur seltsam, sondern abartig finde. Sorry, daß ist für mich kein Business sondern Krümelkacke, eine riesen Geldmaschine, die dieses entweder verbrennt oder im Kreis drehen lässt. Mehrwert = Null!

  28. Robert sagt:

    @Oli, yep, da der User für sich und nicht gesamtheitlich denkt, wird das «one click away»-Heilmittel (one click away= die altenativen Suchmaschinen) nur sehr langsam einsetzen, um Google auf ein vernünftiges Maß zurechtzustutzen. Google hat aber genug Ressourcen (human capital), um seine Services immer weiter zu verbessern, so dass letztlich nur ein schlechteres Image und nich ungefähr gleichwertige Suchanbieter helfen können auf Dauer, dagegen anzukommen. Ich für meinen Teil kann nur darauf verweisen, wie schlecht der Kundenservice von Google ist und Wettbewerber durch geschickte Schachzüge von Google ausgehebelt werden. Aber auch die Devise, dass alles, was Googles System stört, zur Seite geschoben wird. Google will eben nicht, dass Dritte über paid links an den Suchresultaten rumfummeln. Einerseits schmälert das ihr Einkommen, da sie nicht dran mitverdienen, andererseits misstraut Google seinen Usern. Wieso? Ganz einfach, die denken, dass Linkverkäufer wie ich jegliche Links platzieren. Weit gefehlt: sowohl verantwortungsbewußte Linkvermittler aber auch Linkkäufer schauen sich ziemlich genau an, was man da vor sich hat. Ist die zu bewerbende Seite Schrott, wird die abgelehnt. Finde ich die Seite hingegen gut, akzeptiere ich den Link. Diese menschliche Filterleistung ist ungleich besser als die von Google. Google würde aber sowas nie akzeptieren, dass man gegen Bares filtert, stattdessen setzt man u.a. auf DMOZ, die angeblich unabhängig katalogisieren. Man misstraut eben dem User als menschlichen Filter, wenn er an der gigantischen Umsatzmaschinerie mitverdienen möchte. Also misstraue ich Google, wenn die mir eben nicht vertrauen. Thats business.

  29. Marc sagt:

    Wenn man es dann schafft, auch Werbung für Produkte auszuwählen, die man selber für passend/wertvoll hält, dann finde ich Werbung nicht wirklich schlimm. Klappt nicht immer, aber im Vergleich zu den früheren Linkfarmen finde ich die momentanen Paid Links noch eher akzeptabel.

    Nichtsdestotrotz muss ich jetzt erstmal meinen neuen Opera werbefrei bekommen 😉

  30. Oliver sagt:

    >Wenn man es dann schafft, auch Werbung für Produkte auszuwählen, die man selber für passend/wertvoll hält, dann finde ich Werbung nicht wirklich schlimm.

    Dann benötigst du nur noch gläubige User und die Welt ist perfekt :)

  31. Marc sagt:

    Betestet du etwa nicht, wenn du eine Webseite aufrufst, dass der Betreiber für dich nur das Beste gibt? 😉

  32. Oliver sagt:

    Was einzelne geben oder nicht interessiert mich erst einmal nicht, die Gesamtheit ist für mich interessant und die Möglichkeit zu vergleichen. Nur so habe ich die Möglichkeit die Spreu vom Weizen zu trennen. Ansonsten treibe ich mich in der Regel in Gefilden herum, in denen die Leute auf monetäre Verknüpfugen keinen Wert legen. Ausnahmen bestätigen die Regel …

  33. […] sich andere ärgern, freuen, Artikel dazu schreiben. Ich frage mich lediglich, wie google unterscheiden will, ob Links auf einer Seite gekauft sind […]

  34. Starsky sagt:

    @Robert: Da irrst du dich aber gewaltig. Das Gegenteil ist der Fall: Google hat seinen Algorithmus an die Gegebenheiten von Web 2.0 angepasst, gerade *weil* es sich auf die Empfehlungen und Bewertungen von Nutzern verlässt. Das hat Matt Cutts mehrfach angedeutet, und es stimmt erwiesenermaßen.

    Cheers

    Starsky

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