Die Internetgemeinde jubelt: abgeordnetenwatch.de

gulli schreibt überschwenglich: Jetzt beobachtet das Volk die Politiker. Heise ist sogar noch ein wenig direkter: Die Rache des Bürgers: der gläserne Politiker. Die Süddeutsche nimm gar das böse Wort Transparenz in den Mund: So schafft «Abgeordnetenwatch» Transparenz in der undurchsichtigen Welt der Politiker. Der Spiegel reiht sich mit Worthülsen in die Horde der Beifallklatscher ein: Spannender Austausch zwischen Wählern und Politikern.

Sich selbst zu zitieren hat nicht wirklich was. Schon hier hatte ich ein paar Zeilen geschrieben, ein ähnliches Projekt, schon damals zum Scheitern verurteilt, und nach Wiedervorlage von mir in den Müll geschoben, weil selbst diese zuviel des Guten gewesen wäre.

Ich hatte es kurz überflogen, und als Volksverarsche abgetan — nun, der Meinung bin ich immer noch, aber man kann es sich ja mal genauer anschauen. Ich glaube zwar nicht, dass da wirklich die Abgeordneten antworten, wenn überhaupt die PR-geschulten Mitarbeiter, aber okay, schauen wir es uns mal an.

Mehr ist dazu eigentlich nicht zu sagen. Man könnte ja mal einen Test machen. Ich starte die Internetwebseite die-medien-und-die-contentindustrie-antworten-dir.de und kündige groß an, dass man dort den Medien und der Contentindustrie unserer Zeit Fragen stellen kann — ob es was bringt? 😀

16 Antworten zu “Die Internetgemeinde jubelt: abgeordnetenwatch.de”

  1. Oli sagt:

    Ja klar, dann roll ich nur noch lachend über den Boden, wie ein Kreisel *rofl* 😉

  2. Chris sagt:

    Das wäre es mir wert… 😀

  3. Falk sagt:

    Finanziell möglich machte Abgeordnetenwatch eine Anschubfinanzierung von 200 000 Euro der Münchner Stiftung BonVenture, die soziale und ökologische Projekte unterstützt. Weitere Einnahmen wollen Hekele und Hackmack durch Werbung und Dienstleistungen für die Abgeordneten wie zum Beispiel das Bereitstellen von Tagebuch-Funktionen erwirtschaften. Läuft alles so wie geplant, ist die Finanzierung der Webseite bis zur nächsten Bundestagswahl 2009 gesichert.

    Kein weiterer Kommentar, für sowas hats Geld…

  4. Greg sagt:

    Ich glaube zwar nicht, dass da wirklich die Abgeordneten antworten, wenn überhaupt die PR-geschulten Mitarbeiter, aber okay, schauen wir es uns mal an.

    Für alle Abgeordneten kann ich es nicht sagen, aber ich weiß von welchen, die selber antworten.

    Von geschulten PR-Leuten würde ich auch nicht reden. Es könnte vorkommen, dass normale Mitarbeiter (persönlicheR Mitarbeiter, SekretärIN, …) das formulieren…

    Finde das Projekt zwar gut, weil es einfach Infos schafft und nicht jeder für die immer gleiche Frage ne neue Mail schreiben muss, aber es fehlt ja an einer Nachfragemöglichkeit, also kann man sich da ja um heikle Fragen relativ leicht drücken.

  5. Falk sagt:

    also kann man sich da ja um heikle Fragen relativ leicht drücken.

    Wie sollen denn *die* Abgeordneten im Internet vernünftig antworten, die das Selbige noch nicht einmal in Ansätzen verstanden haben und es als «Trainingscamp für Terroristen«[sic!] ansehen?

  6. Greg sagt:

    Sage ich ja. Bei Fernsehinterviews bleibt aber die Möglichkeit zum Nachfragen, wenn der Moderator den Eindruck hat, dass sich der Abgeordnete um eine Frage drücken will. Das ist hier nicht der Fall…

  7. Sammy sagt:

    Fatal error: Call to undefined function: mysql_connect() in /srv/www/htdocs/www.parlamentwatch.de/connect.php on line 4

    PHP 😀

    Die Seite läuft ja wie am Schnürchen.

  8. Tom sagt:

    Wenigstens einer der’s gecheckt hat und nicht selig auf den Zug der Verarschten aufgesprungen ist — ich hatte schon gedacht, ich stünde wieder als der einzige Miesepeter da. Ansonsten volle Zustimmung und vielleicht wird allgemein doch zu schwarz gesehen, bzw redet man «dem Volk» nur ein, es sei blöde und hätte es nicht nicht anders verdient.

  9. DonTermi sagt:

    Ich bin dafür ein eigenes Überwachungsnetz aufzuziehen. Eigene Kameras, eigene Mikrofone an jeder Ecke … Und die Überwachungstechnik auf die Politiker zu richten :)

    Schade eigentlich das die Politiker nicht selbst was von ihrer «Überwachungsmedizin» abbekommen, dank ihrer Immunität …

  10. Oli sagt:

    Ihr blöden Miesmacher, auch der Schockwellenreiter findet es gut und dann ist es auch gut 😀 😉

    http://www.schockwellenre.….olitiker

  11. Falk sagt:

    Ich sollte an der Stelle glatt meinen Spruch von gestern zum «neuen» tollen Internetz bringen, aber ich spar ihn mir mal noch etwas auf *g*

  12. Chris sagt:

    Wie, die Linkliste Schockwellenreiter findet das Projekt gut? Na dann… 😮

  13. Falk sagt:

    Ihr seid ja alle so gemein. Das ist doch alles kuschelwuschelgruschelgeil, das geht ja schon kaum mehr zu toppen, so toll ist das alles. Und für sowas gibts 200.000 an steuerfreien Spenden an einen Verein und dann rennt der Server nicht mal ordentlich. Naja…(*wo ist meine verdammte Fliegenklatsche*)

  14. […] abgeordnetenwatch.de — verfolgt den Quatsch noch jemand? Habe gerade mal wieder drübergeschaut, ausser Ausschitten aus Pressetexten und netten Politikerbildchen ist da nicht wirklich etwas Gehaltvolles zu finden, halt typische SPIEGEL– und Springer-Qualität. Ist ja nicht die erste Bürgerverarschung 2.0 der erste Reinfall 2.0. Was machen die Jubelperser? […]

  15. […] xxlkillababe.wordpress.com Bundestagsabgeordnete fixmbr.de Abgeordnetenwatch.de grosenbaum.wordpress.com für Vechta ist dies Franz-Josef Holzenkamp! […]

  16. […] — Pure Volksvera……. oder Phrasomat at work! Ich sage jetzt nicht, ich habe es vorher gewusst. Es kommt mir nur alles so bekannt […]

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