Die Integration ist gescheitert — multideutsch ist tot

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Wir alle haben noch die wunderbaren Bilder von vor 20 Jahren im Hinterkopf. Der Osten stürzte friedlich das eigene diktatorische Regime, der Westen umarmte und empfing voller Freude die Menschen aus dem Osten. Die Wiedervereinigung war das historisch und menschlich wichtigste Ereignis in unserem Land nach dem Ende des 2. Weltkrieges. Der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl versprach «blühende Landschaften», wenige, die mahnten, wurden schnell zum Schweigen gebracht. Deutschland lag sich zu Recht in den Armen und feierte und feierte und feierte. Das deutsche Glücksgefühl dauerte viele Jahre an, voller Glückseeligkeit träumten wir von einem multideutschen Land. Wir haben Ende der Achtziger Jahre die Ostdeutschen in unser Land geholt. Jetzt leben sie bei uns und wir haben uns eine Weile lang in die Tasche gelogen. Wir haben gedacht, es wird schon alles gut, sie werden schon nicht lange bleiben. Selbstverständlich war der Ansatz richtig, zu sagen, Deutschland wird multideutsch. Aber:

Dieser Ansatz ist gescheitert, absolut gescheitert.

Wir müssen uns jetzt mit der Frage beschäftigen und eine Antwort darauf finden, wie wir damit umgehen. Das Thema Integration der Ostdeutschen, aber auch der Bayern, die unsere wunderbare Sprache immer noch nicht beherrschen, wird das wichtigste Thema der nächsten Jahre werden — nicht nur deshalb, weil die Anzahl der jungen Menschen mit ostdeutschen oder bayerischen Hintergrund immer mehr zunehmen wird. Wir leben im Norden und im Westen unseres Landes nach der deutschen Leitkultur, dies müssen endlich auch die Ostdeutschen und Bayern anerkennen. Multideutsch ist tot. Das muss man in unserem Land endlich einmal offen aussprechen dürfen.

Es darf natürlich nicht der Eindruck entstehen, dass Ostdeutsche und Bayern nicht willkommen sind, wenn sie nicht sofort unsere Sprache sprechen — jedoch sind sie gefordert, unsere Sprache zu lernen und sich zu qualifizieren und nach der deutschen Leitkultur zu leben. Deutschland darf nicht ein Amt für gescheiterte Existenzen aus Ostdeutschland und Bayern werden. Wir müssen für unser Land endlich Sorge tragen, dass Ostdeutsche und Bayern nicht nur gefördert sondern auch gefordert werden. Wer für sich selbst Eigenverantwortung übernimmt, wird ein anerkannter Teil der Gesellschaft.

Die deutsche Leitkultur ist eine friedliche, wir leben nach dem Grundsatz, dass alle Menschen gleich sind, egal welcher Abstammung sie sind, welcher Rasse sie angehören, welcher Herkunft sie sind, welchem Glauben sie nachgehen oder welche politischen Ansichten sie in sich tragen. Wir dürfen es nicht länger zulassen, dass eine Parallelgesellschaft diese Werte untergräbt und unser Land weiter spaltet. Die Würde des Menschen ist unantastbar. Wer nach diesem Grundsätzen nicht bereit ist, zu leben, wird mit Sanktionen rechnen müssen. Das können Bußgelder, aber auch härtere Strafen sein. Integration bedeutet nicht nebeneinander, sondern miteinander. Ostdeutsche wie auch Bayern stehen in der Pflicht, dies endlich zu akzeptieren und anzuerkennen.

Wir dürfen es nicht zulassen, dass sich auf deutschen Schulhöfen eine Westdeutschenfeindlichkeit weiter ausbreitet. Das ist eine Form von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, die mit aller Härte bekämpft werden muss. Lehrer warnen bereits vor diesem neuen Phänomen. Wir dürfen sie mit diesem Problem nicht länger alleine lassen. Es geht uns Alle an. Es geht um unser Land und um unsere Zukunftsfähigkeit. Wir dürfen es nicht zulassen, dass Mädchen als westdeutsche Schlampen bezeichnet werden und Jungen als Besserwessis. Das sind wir unseren Kindern schuldig. Unsere Kinder sind unsere Zukunft und das Wichtigste überhaupt in einer funktionierenden Gesellschaft.

F!XMBR hat deshalb einen 5-Punkte-Plan ausgearbeitet:

  1. Ostdeutsche und Bayern müssen endlich auf ihre Integrationsfähigkeit und ihren Integrationswillen überprüft werden. Wollen sich diese Menschen überhaupt in unser Land integrieren? Ein Bekenntnis zur deutschen Leitkultur und zur Integration in unsere Gesellschaft ist unabdingbar, wenn wir in Zukunft friedlich miteinander leben wollen.
  2. Bei ostdeutschen und bayerischen Integrationsverweigerern muss es die Möglichkeit für harte Sanktionen geben. Das Fordern muss endlich in den Vordergrund gestellt werden. Wir haben uns lange dem multideutschen Traum hingegeben. Damit muss sofort Schluss sein. Wer nicht mit uns geht, ist gegen uns. Deutschland muss sich mit dem Gedanken anfreunden, gegen Integrationsverweigerer aus Ostdeutschland und Bayern vorzugehen.
  3. Es muss ohne Wenn und Aber eine Deutschpflicht für Ostdeutsche und Bayern geben. Wenn bayerisch oder sächsisch gesprochen wird, stehen diese Menschen am Rand, wenn nicht sogar außerhalb unserer Gesellschaft. Eine gemeinsame Sprache ist unabdingbar für eine gemeinsame Zukunft. Ostdeutsche und Bayern haben einen Nachweis über ihre Deutschkenntnisse abzuliefern. Eine gemeinsame Sprache ist Voraussetzung für ein gemeinsames und friedliches Leben.
  4. Integration bedeutet ein klares Bekenntnis zu unserem Grundgesetz und zu unseren westdeutschen Werten. Die deutsche Leitkultur ist geprägt von Humanismus und Aufklärung. Wer das nicht akzeptiert, ist in unserem Land fehl am Platze. Um unsere deutsche Leitkultur werden wir in der ganzen Welt beneidet. Wer diese zu untergraben versucht, ist mit aller Härte des Gesetzes zu verfolgen.
  5. Gerade Ostdeutsche dürfen nicht länger unsere Sozialsysteme belasten. Nach der Wiedervereinigung hat es einen Zuzug in unsere Sozialsysteme gegeben. Deutschland ist nicht die Sozialkasse für gescheiterte Existenzen. Wer nicht will, der hat schon, muss zum Leitspruch innerdeutscher Integration werden. Die Anreize, eine Arbeitsstelle anzunehmen, müssen erhöht werden. Arbeitsstellen gibt es genug. Jeden Sommer werden beispielsweise zum Spargelstechen Menschen aus Polen eingestellt. Wer keinen Job annimmt, hat keinen Anspruch auf Solidarität der Gesellschaft.

Multideutsch ist tot und absolut gescheitert. Diese Wahrheit muss in unserem Land endlich auf den Tisch. Noch haben wir es in der Hand, gegenzusteuern. Die Beispiele Angela Merkel und Horst Seehofer zeigen, dass es fünf vor zwölf ist. Doch noch ist Nichts verloren. Wir haben die Kraft, auch diese Aufgabe zu meistern. Lasst es uns anpacken. Es gilt nicht nur zu fördern, sondern auch zu fordern. Integration von Ostdeutschen und Bayern ist keine Einbahnstraße. Gemeinsam werden wir es schaffen und eine glorreiche Zukunft vor uns haben. Lasst uns Menschen wie Angela Merkel und Horst Seehofer in unserer Gesellschaft integrieren. Es wird zu unser aller Vorteil sein. Die Feier ist vorbei. Jetzt beginnt die Arbeit.

Das wird man ja wohl nochmal sagen dürfen.

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17 Antworten zu “Die Integration ist gescheitert — multideutsch ist tot”

  1. Schöner Artikel, der das ganze Thema auf den Punkt bringt…

  2. feronia sagt:

    Große Klasse, ich lach mich tot, obwohl es doch eigentlich ziemlich traurig ist…

  3. fenrir sagt:

    Gut geschrieben. Dennoch. Auch eine zynische Auseinandersetzung und Involvierung von Ossis und Bergvölkern ändert am Grund Thema nichts :-).
    Ich verstehe dieses nun sagen wir satirische Zucken. Habe ich auch :-). Aber das Problem fehlgeschlagener Intergation bleibt nunmal. Auch wenn einige sich drüber lustig machen.
    Die Frage ist. Wie setzt man sich damit auseinander ohne das die Gesellschaft noch weiter gegeneinander aufgehetzt wird. Was kommt als nächstes , die Integration von Rentnern, die von Arbeitslosen. Ach hatten wir schon, doof ;-).

  4. Wir haben kein Integrationsproblem. Wer das behauptet, liest zu viel Springer. Natürlich kann man Dinge verbessern — und das tun wir. Unsere Gesellschaft entwickelt sich täglich weiter. Das gilt nicht nur im Bereich der Integration, sondern auch in jedem anderen gesellschafts-politischen Feld. Wie viele Gesundheitsreformen gab es schon, wie viele Reformen werden täglich neu gefordert? Wer die Integration für gescheitert erklärt, erklärt die Demokratie, die Fortentwicklung für gescheitert.

    Tipp: Weniger Springer lesen, dann klappt das auch mit der Aufklärung.

    Ja, ich weiß, Springer ist böse, aber irgendwo haben sie doch recht… *kopfschüttel*

  5. Robert B. sagt:

    Zuwanderer aus Bayern und Ostdeutschland tun sich deutlich schwerer bei der Integration. Ich ziehe daraus den Schluss, dass wir keine zusätzliche Zuwanderung aus anderen Kulturkreisen brauchen. Die Integrationsverweigerer sollen sich ein Beispiel an den Türken nehmen, deren Regierung die türkisch-stämmige Bevölkerung in Deutschland jüngst zur Integration aufgerufen hat. Liebe Ostdeutschen und Bayern: Lernt deutsch, schickt eure Kinder auf deutsche Schulen und passt euch an! Es darf nicht sein, dass wir Parallelgesellschaften in Deutschland haben (das gilt auch für die Westviertel). Und wer, wie Merkel oder Seehofer, das friedliche Miteinander von Ostdeutschen, Bayern und deutschstämmigen verneinen, hat in dieser Gesellschaft nichts verloren.

    P.S.: Dieser Disclaimer nimmt zwar die Pointe, aber ich will einigen meiner Freunde kein Unrecht tun: Liebe Bayern, Ostdeutsche, Türken, Araber, Italiener, Spanier, Griechen, Asiaten, Franzosen, … weitere rund 200 Nationen … ihr seid in meinem Wohnzimmer willkommen, sofern ihr im Flur die Schuhe auszieht und etwas für das Büfett mitbringt – oder eine schöne Geschichte. Deutschland ist eine multikulturelle Gesellschaft, das erfahre ich jeden Tag, und diejenigen, die diese Tatsache verneinen, sind die Integrationsverweigerer – auf beiden Seiten.

  6. Timo sagt:

    Nicht nur Ausländer müssen endlich lernen, dass man von ihnen fordern darf und muss, wenn sie hier leben und bleiben wollen, dass sie akzentfrei und so schnell wie möglich die DEUTSCHE Sprache lernen. Sie müssen endlich ihre Kultur aufgeben und sich
    der Leitkultur anpassen. Sonst müssen sie raus.
    Und genau das muss auch für bayrische und ostdeutsche Pendants gelten.
    Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!

    Durch diese zugespitzt formulierte und zuendegedachte Forderung, die Leitkultur Deutschlands erst einmal als faktisch gegeben zu behaupten und weiter sämtliche Einwanderer dieser unterwerfen fordern zu dürfen grenzt an dilletantische Behauptung, die seitens Politik in solch verengter und falscher Faktenbehauptung weder nachhaltig praktikable, noch globalitätsfördernde und problemlösende Folgen auslöst, so dass sie ein Bild des Zustand und der Regierungsführungsqualität unserer Volksvertreter dermaßen pointiert widerspiegelt, dass man sich der Frage bewusst werden muss: Wann findet endlich die radikal demokratisch, philosophisch-evidenzbasierte Revolution statt, die uns aus diesen sarraziniert-faschistisch-«wellenartigen» Zuständen befreit, von der hoffentlich niemand hier lebend behauptet, verweilen zu wollen!

    Zitat: «Die Forderung, dass Auschwitz nicht noch einmal sei, ist die allererste an Erziehung.» (Theodor W. Adorno)

    Diese teleologisch-faktische Intention und Forderung an alle sozialisations– und erziehungspraktischen, sowie erkenntnistheoretischen und bildungsbezogenen Handlungen scheint in einem Land wie unserem wohl weitaus stärker hochgehalten und an die Öffentlichkeit gebracht werden zu müssen, als zu Zeiten der Wiedervereinigung je annehmbar vermutet.

    Was sind Ursachen, was sind Lösungen, wer sind die Verantwortlichen, die dieser Schande ein Ende bereiten können?

    Die Geschichte der Menschheit lehrt die Menschen, dass die Geschichte den Menschen nichts lehrt!
    Na dann: Herzlichen Glückwunsch ihr Volltrottel. Die angeblich weitest entwickelte Spezies und eigentlich als intelligenteste und die Natur beherrschende bezeichnete Lebensform wird nicht in Ansätzen ihren Zuschreibungen gerecht. Was ist da los, MENSCHEN? Was ist euer Problem?

    Wie ist es möglich eine solch gravierende interne Zersplitterung und gewaltschürende westlich-industrialisiert-zentrisch– verengte Sichtweise als Ziel des Seins aller Menschen hochhalten und ernsthaft verkaufen zu wollen, so dass es zu solch dilletantisch-antihumanistischen Äußerungen und Forderungen bzw. Zustimmungen in einer solch breiten Masse Europas bzw. Deutschlands kommen kann? Wo ist da bitte der menschliche Fortschritt?

  7. Bayer sagt:

    Als geborener Bayer möchte ich anmerken, dass ein nicht wegzuleugnender Anteil des bayerischen Volkes eben diese Integration mit denselben Bedenken sieht und nichts dagegen einzuwenden hätten, getrennte Wege zu gehen.
    Vielleicht dürften sogar die Schwaben mitkommen.

  8. Henry sagt:

    Und die Schwaben? Die Schwaben lassen sich ja wohl am schwersten integrieren! Die versteht keiner und sie richten sich mit ihrem mangelndem integrationswillen auch noch gegen die goldene Zukunft Deutschlands, ja Europas.

  9. RennerChristian sagt:

    Ich fühle mich durch diesen Artikel diskriminiert! Ich als Schwabe möchte weder zu den Ossis noch zu den Bayern oder Wessis gezählt werden.
    Insbesondere möchte ich meine Spätzle-Kultur und mein verpöntes Idiom inklusive Grammatik behalten. Meinetwegen bin ich eben ein Integrationsverweigerer. Dann weist mich doch aus.

    Ganz im Ernst: Dieser Artikel ist mit Abstand das Beste, was ich in den letzten Wochen zu diesem Thema gelesen habe! Danke dafür.

  10. Bayer sagt:

    Kriegen wir dann unsere 25 Mrd. Euro aus dem Länderfinanzausgleich zurück?

  11. Solarix sagt:

    Herrlich. 😀

    Geil geschrieben, ach ich als Schwabe bekenne mich als integrationsunwilliger schuldig. Aber mit den Bayern will ich nicht in einen Topf geworfen werden. 😀

    Bitte weisst die integrationsunwilligen Bayern und Schwaben samt Stammes Territorium in die Schweiz aus, dass ist der einzige Weg die Deutsche Leitkultur zu retten. 😀

  12. devnull sagt:

    Die schweizer Exit-Strategie gibt’s doch schon 😉

  13. Anderer Bayer sagt:

    Ich fürchte nur dann, wenn wir die zuvor an uns gezahlten Summen inklusive Zinsen zurückzahlen.

  14. […] jüdischen „Leitkultur“ … alles in allem viel Populismus und wenig Konkretes, stattdessen „Lufthoheit über die Stammtische“. Es war Augenwischerei zu glauben, die Gastarbeiter verließen Deutschland nach getaner Arbeit […]

  15. […] Die Integration ist gescheitert — multideutsch ist tot Das Thema Integration der Ostdeutschen, aber auch der Bayern, die unsere wunderbare Sprache immer noch nicht beherrschen, wird das wichtigste Thema der nächsten Jahre werden — nicht nur deshalb, weil die Anzahl der jungen Menschen mit ostdeutschen oder bayerischen Hintergrund immer mehr zunehmen wird. […]

  16. peter pau sagt:

    Also man muss da schon sehr genau differenzieren. Ich habe sogar Bayern im Freundeskreis, die sich auf Hochdeutsch die Schuhe binden können und Labskaus zum Pilsener nehmen. Die wollen wir ja auch gerne hier behalten. Aber diese bildungsfernen Bauern mit Melkschemel am Arxxh, die dann auch immer gleich nach ihrer Bagage ihr ganzes Viechzeug mit in die prekäre 42qm Mansarde einschleppen, die bringen doch mit ihren bimmelnden Kirchtürmen unsere schöne Gesellschaft an den Rand des Abgrunds!!1zwölf Die Frauen in diesen Familienbanden werden zum Tragen geblümter Kopftücher und blauer Kittelschürzen gezwungen und in ihren fanatisch ausufernden Gottesanbetungen essen sie den Leib ihres Messias und trinken sein Blut!! Also ich bin ja nicht Bayernfeindlich, aber die können doch wirklich mal wieder ihren Acker auf der Alm bewirtschaften, oder? Soll doch so schön sein da…

  17. Bayer sagt:

    Nun da möchte ich nur mal darauf hinweisen, dass wir nur ca. 3,5 Mrd. erhalten haben. Da dürften die Zinsen für die gegebenen 25 Mrd. höher ins Gewicht fallen.

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