Die FTD am Ende. Ein Glücksfall für die Beschäftigten?

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Foto: F!XMBR

Die FTD steht endgültig vor dem Aus. Laut Informationen der FAZ soll die letzte Ausgabe am 07. Dezember erscheinen. Diverse Medien sprechen bereits von einer Medienkrise, ich selbst habe von einer beginnenden Eiszeit gesprochen.

Dabei könnte sich das frühe Ende, andere Zeitungen und Zeitschriften werden folgen, noch als Glücksfall für die Beschäftigten der FTD erweisen. Die Arbeitsmarktlage ist sehr günstig, heute erst hat Angela Merkel sich und die eigene Regierung dafür ausdrücklich gelobt. Besser als heute werden die Chancen auf einen neuen Arbeitsplatz für die rund 320 Beschäftigten nicht mehr werden.

Das wissen die Kommentatoren in den Medien selbstverständlich genau — doch man ist zu feige, es der FTD ins Gesicht zu sagen. Wo früher über freie Märkte, Schlecker-Frauen, rot-grünem Wahnsinn geschrieben wurde, wird heute über den Verlust von Qualitätsjournalismus und Meinungspluralität geklagt. Die nächste Runde folgt bestimmt: das Aus der FTD als Argument für ein Leistungsschutzrecht herangezogen.

Die Mitarbeiter der FTD werden in den nächsten Monaten in einen für sie günstigen Arbeitsmarkt entlassen, ein kurzer Blick in die Arbeitsbörsen zeigt: Altenpfleger, Callcenter-Mitarbeiter, Erzieher werden händeringend gesucht. Sollte entgegen allen Erwartungen der eine oder andere Mitarbeiter keine neue Anstellung findet, muss er nicht hungern, die soziale Absicherung, manche Medien sprechen gerne von sozialer Hängematte, ist gegeben. Der freie Markt wird es richten.

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Eine Antwort zu “Die FTD am Ende. Ein Glücksfall für die Beschäftigten?”

  1. […] Wirtschaftsjournalist, wenn ich nicht an die Kräfte des Marktes glauben würde.» Jaja, der «freie Markt» Und Nein, ein Journalist darf an gar nichts glauben. Ein Guter schon gleich gar nicht. Er muss […]

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