Die Finanzkrise anschaulich erklärt


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Der nachfolgende Text dürfte in verschiedenen Variationen mittlerweile bekannt sein – aber da er ganz nett ist, hier auch noch mal der Hinweis auf Mandy aus Kreuzberg. (via)

Mandy besitzt eine Bar in Kreuzberg. Um den Umsatz zu steigern, beschließt sie, die Getränke der Stammkundschaft (hauptsächlich alkoholkranke Hartz-IV-Empfänger) auf den Deckel zu nehmen, ihnen also Kredit zu gewähren. Das spricht sich in Kreuzberg schnell herum und immer mehr Kundschaft desselben Segments drängt sich in Mandy’s Bar. Da die Kunden sich um die Bezahlung keine Sorgen machen müssen, erhöht Mandy sukzessive die Preise für den Alkohol und erhöht damit auch massiv ihren Umsatz.

Der junge und dynamische Kundenberater der lokalen Bank bemerkt Mandys Erfolg und bietet ihr zur Liquiditätssicherung eine unbegrenzte Kreditlinie an. Um die Deckung macht er sich keinerlei Sorgen, er hat ja die Schulden der Trinker als Deckung. Zur Refinanzierung transformieren top ausgebildete Investmentbanker die Bierdeckel in verbriefte Schuldverschreibungen mit den Bezeichnungen SUFFBOND®, ALKBOND® und KOTZBOND®. Diese Papiere laufen unter der modernen Bezeichnung SPA Super Prima Anleihen und werden bei einer usbekischen Online-Versicherung per Email abgesichert.

[…]

Das gibt mir Gelegenheit, zum webwatcher in anderer Sache zu linken. Die Blase platzt, vielleicht nicht heute, vielleicht nicht morgen – aber übermorgen. Nach all den großen Vorzeige-Web-2.0-Unternehmen wie YouTube, Twitter oder auch StudiVZ, fährt auch Digg.com Verluste ein – deren 2,8 Mio. Dollar im Jahr. Die Helden von heute – die größten Pleitegeier. Aber hey, wir haben Spaß dabei. Prost. 😀

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4 Antworten zu “Die Finanzkrise anschaulich erklärt”

  1. […] Mike on Dec.20, 2008, under Allgemein … bei fixmbr.de. Dieser Blog ist sehr empfehlenswert! No comments for this entry […]

  2. Steffen sagt:

    Das Auf und Ab geht eben weiter. Nichts hält ewig, das schlimme dran ist aber doch, dass die Menschen nicht aus Fehlern lernen…

  3. Oliver sagt:

    Es geht um Geld und Macht und die Leute an den entsprechenden Stellen bekommen selbst eine Pleite noch vergüldet. Insofern: warum zur Hölle sollten sie aus der Vergangenheit lernen? Es funktioniert noch und die einzelnen Staaten helfen gar noch großzügig heutzutage aus.

  4. Benny sagt:

    Eben drum? Wieso irgendeine Lehre aus dem Ganze ziehen. Die Banken rennen in eine Pleite. Die Manager werden entlassen (bekommen natürlich erstmal dicke Abfindungen in höhe von ‘nem Jahreslohn eines ‘Normalsterblichen’) und der Staat gibt mal hier und da eben eine dicke Finanzspritze, damit unser Finanzsystem ja nicht zusammenkracht. Das natürlich der Verbraucher am Ende über Steuern diese Spritzen finanziert ist wohl selbstverständlich…

    Also: Die Banken verlieren nichts, die Manager auch nicht… der Staat macht sich schulden. Aber hey. Es gibt ja noch den Verbraucher der dafür aufkommen kann. Kapitalismus halt 😉 — Ja es ist traurig.

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