Die einfache Welt des Stefan Niggemeier

Ja genau, der Stefan Niggemeier, der täglich auf den Haufen Scheiße steigt, und ruft, hier stinkts — allgemein auch die überflüssigste Webseite ever, BILDblog, genannt. Dieser Stefan Niggemeier ist ein sehr einfach denkender Mensch, muss man wahrscheinlich auch sein, wenn man sich täglich mit der BILD auseinandersetzt. Dieser Stefan Niggemeier schreibt heute auf der Blogar:

da mischt sich auf brachiale weise unwissen mit einer fundamentalen ablehnung quasi jeder art von werbung.

Wenn YouTube-Verlinkungsexperte Rene von Nerdcore mich als Blogfundamentalisten bezeichnet, na gut, Leute die sich selbst verkaufen, muss man nicht ernst nehmen — Rene gehört halt zur Fraktion der Spassblogger, da zuckt mein Mundwinkel vielleicht sogar ein stückweit nach oben. Wenn aber der allgemein angesehene Stefan Niggemeier diese Worte wählt, dann möchte ich dazu doch einige Sachen sagen — und bitte keine Tränen, ich habe diesen Weg nicht gewählt.

1. Ich habe nirgendwo Werbung generell abgelehnt, das Gegenteil ist der Fall, so kann ich sogar mit dem Deal von 1&1 und Spreeblick zwecks des Servers gut leben und begrüsse sowas. Das habe ich aber auch schon öfter erwähnt. Wenn du lieber Stefan zu blöd zum Lesen, zum Recherchieren bist, was bei Deiner täglichen Lektüre kein Wunder ist, kann ich das nicht ändern. Dann fahre mich aber aus eigener Unwissenheit bitte nicht an, oder weil Dir irgendwer mal ne URL zu nem Artikel gesteckt hast, den Du nicht verstehst.

2. Auf mehrere *fundierte* Artikel nur mit brachiale Unwissenheit und Fundamentalismus zu antworten ist schlicht und einfach dämlich. Die Kommentare hier sind offen, meine eMail-Adresse, ja sogar meine Telefonnummer rauszufinden, dürfte nicht schwer sein, da kann man durchaus etwas klären, wenn es denn etwas zu klären gibt. Aber vielleicht will man das ja gar nicht — die Diffamierung des Gegenüber ist halt einfacher, verstehe ich schon, Du hast gut bei der BILD gelernt.

3. Ich habe mehrere Fragen gestellt, mehrere Punkte öffentlich gemacht, sei es Cisco, sei es das Datenmining oder die Frage nach der Auswahl der Blogs. Bis auf Diffamierungen, die in den letzen Tagen bis in mein Privatleben reichten, habe ich keine Antwort bekommen — aber auch das ist ja eine Antwort.

Lieber Stefan Niggemeier — Du hast mittlerweile, nicht nur in diesem Fall, das Niveau Deines großen Vorbildes, die Zeitung, die wohl hautpsächlich für Dein Einkommen sorgt, angenommen — der BILD. Die BILD ist, war und wird es immer sein — in der Blogosphäre mit dem Namen Stefan Niggemeier verbunden sein. Dass ein Haufen Scheiße stinkt, muss mir niemand erzählen, auch kein Stefan Niggemeier, im Gegenteil: Wer sich täglich mit dem Boulevardjounalismus auseinandersetzt, wird irgendwann teil dessen. Bei Dir ist dieser Prozess abgeschlossen.

Der Don hat es spaßig geschrieben: Jetzt warte ich nur noch auf den Vorwurf der Achse der Blogbösen FIXMBR — Blogbar — Strappato — genau, F!XMBR gehört zur Axis of Evil. Aber solange mich ein Stefan Niggemeier kritisiert, dann ist das so, als würde ein Praktikant den amerikanischen Präsidenten kritisieren. Schon ganz witzig, und jetzt gehts mir auch wieder gut und ich kann in die Teamsitzung… Amen. 😀

18 Antworten zu “Die einfache Welt des Stefan Niggemeier”

  1. Oliver sagt:

    >Auf mehrere *fundierte* Artikel nur mit brachiale Unwissenheit und Fundamentalismus zu antworten ist schlicht und einfach dämlich.

    Andere würden es einfach so bezeichnen, man besitzt Rückgrat und lebt nicht in einer Scheinwelt. Das sind leider auch fehlende Aspekte im Journalismus.

  2. kobalt sagt:

    «Wer sich täglich mit dem Boulevardjounalismus auseinandersetzt, wird irgendwann teil dessen.»

    Da steckt ja sogar Nietzsche drin. Respekt. 😉

  3. Prospero sagt:

    Ich wußte doch, dass diese Duellaufforderung Folgen haben würde… 😉
    Ich liebe ja Leute, die sich hinstellen und sagen man würde die Kommunikation verweigern, dabei aber nicht mal imstande sind auf einfache Fragen nach sowas wie — hmm — Zahlen eine Antwort liefern zu können. Sei es Lobo, sei es Niggemeier — der weitaus höflichere und nettere Weg bei Beschwerden ist die private Kontaktaufnahme. Verlernt man aber offenbar auch wenn man sich mit der BILD beschäftigt… Oder überhaupt, aber wie sagt man so schön: «Nur getroffene Hunde bellen.» In diesem Fall muss das ja ganz schön weg getan haben…
    Ad Astra

  4. Chris sagt:

    Oder überhaupt, aber wie sagt man so schön: ?Nur getroffene Hunde bellen.? In diesem Fall muss das ja ganz schön weg getan haben?

    Wir müssen ins Schwarze getroffen haben…

    Ich gebe ja zu, es ist herrlich anzusehen, wie sie sich winden… 😉

  5. Oliver sagt:

    In der Werbewelt kann man eben nicht verstehen das nicht gleich jeder ob des schnöden Mammons in Verzückung gerät und dazu Ja und Amen sagt. Gibt auch Leute die verstehen nicht das ich ohne Alkohol Spaß habe, sehr viel sogar — tja so klein ist die Welt mancher, in der sie da gefangen sind.

  6. gnokii sagt:

    he was, ich gehöre als Anti-Kommerz-Jünger nicht zur Achse des Bösen?

  7. Chris sagt:

    Jetzt fehlt nur noch Falk, der olle Kommerzblogger und ich freue mich auf heute Abend und so manche Jabber-Sitzung… 😀

    Btw, Teamsitzung nur mit der Hälfte eines Teams ist icht wirklich prickelnd…

    Hamburg ist mal wieder dicht, die Stadt ist ein einziger Stau, die Autobahn, herrlich, so freut man sich doch auch gleich aufs Wochenende… *g*

  8. Sammy sagt:

    Mir sind alle Schlammcatcher dieser Welt egal. 😀

  9. Falk sagt:

    Und das am Tag des Beginns des Jahres Null, wo ich grad selbst wieder einen Kommerzlink im Radioblog gepostet habe. Verdammte Scheisse, jetzt mach ich bestimmt gleich den Hoecker 😀

  10. Dr.Dean sagt:

    Sag nix gegen Praktikanten! Unter Umständen trifft ein Praktikant auch einen guten Punkt. Und woanders, da trifft er halt daneben. Sind wir nicht alle Praktikanten?

    Hey, ich würde die Auseinandersetzung nicht so persönlich nehmen (was irgendwie ´nen dummer Spruch ist, weil Blogs ein sehr persönliches Medium sind).

    Wenn schon, dann eher -> so.

    Wenn Stefan Niggemeier sich über Werbeeinnahmen freut, vielleicht sogar über Cisco, dann mag das so sein. Ich finds überzogen und auch von den von Chris genannten Punkten ablenkend, wenn sich Stefan und Chris, bzw. die Meinungskontrahenten persönlich anpflaumen. So übel ist Bildblog ja nun auch nicht.

    P.S.

    Dieser Beitrag wurde von Kim Jong-il gesponsert, dem Licht der Welt, Oberbefehlshaber der fundamentalistischen Werbefeinde, Generalsekretär des Kampfbundes gegen blinkenden Flashmüll, oberster Vorsitzender des Werbedreck-Beseitigungsrates.

  11. Oliver sagt:

    Nein ich denke nicht, denn Praktikanten sind recht erfahrungslos und können sehr oft die Arbeit machen, die z.B. in Verlagen sonst gut bezahlt ist. Richtiger Praktikant war ich übrigens auch schon desöfteren, man hat danach Erfahrung.

    Und persönlich, ja irgendwie werden wir dann persönlich, wenn z.B. jemand Bild verdammt tagtäglich, sich aber Bild-Rethorik zu eigen macht. Wenn man einen Bild-Blog braucht, um über Bild(!) aufzuklären, dann ist Deutschland geistig wirklich tot. Wie wäre es mit Spiegel, ich meine tatsächlicher Beschäftigung mit den Artikeln, oder Platzhirschen wie FAZ & Co? Die haben auch teils sehr seltsame «Stilblüten» drinne, nur da brauchts etwas mehr als Dreizeiler «auseinanderzunehmen».

  12. korivn sagt:

    Kinders ihr kriegt euch echt nicht mehr ein. Ich schaue mir dieses Spektakel schon fast belüstigend an. :-)

  13. […] gestritten, was Cisco-Werbung auf Blogs zu suchen hat und was Adical falsch gemacht hat, warum Stefan Niggemeier durch die Auseinandersetzung mit der Bild nun selbst Teil des Boulevardjounalismus… und wie man seinen Blog bekannt macht, um “internet famous” zu werden. In zwei Jahren […]

  14. […] der Bringer. In meinem Job habe ich viel mit Mist zu tun. Insofern geht es mir wahrscheinlich wie Herrn Niggemeier. Ich bin gezwungen, Blogs von *PIEP* und *PIEP* zu lesen. Und dann fallen im Laufe der Zeit Blogs […]

  15. […] es reicht. Auf dem Rebellmarkt findet er ein paar Worte für Stefan Niggemeier, wie auch F!XMBR schon zuvor — womit wir gleich beim Thema wären. Wie schon Sascha Lobo mit adical, nutzen Stefan […]

  16. […] Fernsehsendern wie z. B. 9Live und auch anderen Medien. Über die meiner Meinung nach einfache Welt des Stefan Niggemeier hatte ich schon geschrieben, ebenso über seine Methoden mit Kritikern umzugehen mit Hilfe der […]

  17. […] weiß, wie wir, wie ich zum BIDLblog stehe. Nun hat das OLG Hamburg ein Urteil gefällt — und wie ich gerade im Feedreader sehen konnte, […]

  18. […] Dass ich das BILDblog für überflüssig halte, ist bekannt. Wenn man sich die Webseite heute jedoch anschaut, muss man fragen, inwieweit die Herren Niggemeier und Schultheis auf Seiten der INSM stehen. Ich denke, seit heute kann man mit reinem Gewissen behaupten, dass das BILDblog keinen Deut besser ist, wie die BILD, man bedient sich der selben Schlagzeilen und Informationen und hetzt in die selbe Richtung. Wie ich darauf komme? Nun, man hat sich nach adical und Co. mal wieder etwas einfallen lassen — und meine Damen und Herren, jetzt nicht lachen, leider ist es brutaler ernst. BILDblogger(in) für einen Tag nennt sich die Aktion — viel erwarten durfte man nicht nach dem gestrigen Auftakt, doch was heute dann passiert ist, spottet jeglicher Beschreibung. Das BILDblog stellt der INSM-Botschafterin Silvana Koch-Mehrin doch tatsächlich eine Plattform zur Verfügung. Frage: Kann man noch tiefer sinken? […]

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