die Bösen Leute mit ihre Creative Commons

Die Plattform hat in Cottles Augen falsche Erwartungen bei vielen Autoren geweckt, die im klassischen Urheberrechtssystem kaum Aussicht auf einen finanziellen Erfolg gehabt hätten. Gleichzeitig schwäche das Lizenzmodell die Verwertungsgesellschaften und werde aktiv von denen ausgenutzt, die das Urheberrecht umkrempeln oder ganz abschaffen wollten.

heise

Ich stehe der Creative Commons aus anderen Gründen eher skeptisch gegenüber, aber der Punkt hier, die CC schade dem klassischen Urheberrechtssystem, machte meinen Tag. Diejenigen, die seit Jahrzehnten kulturelle Entwicklung hemmen, den Kunden quasi pausenlos in die Genitalien treten und Millionen scheffeln trotzt häufig vergossener Krokodilstränen ob etwaiger Verluste, diese geben sich hier weinerlich.
Ich respektiere natürlich das Urheberrecht, aber ich kämpfe auch wie jeder vernünftige Mensch, der etwas vom Wesen der Kultur versteht, dagegen massiv an. Ich sehe keinen Platz für kulturzerstörende Mittel in einer gesunden Gesellschaft, erkenne aber zumindest die Freiheit der Meinung in diesem Bereich an. Aber wie man auch sieht, die Gegenseite würde die Meinung anderer, die Kritik, nur allzugerne unterbinden … da ist die Community schon ein wenig weiter.

3 Antworten zu “die Bösen Leute mit ihre Creative Commons”

  1. eco sagt:

    Ich setze cc bei mir ein. Aber eigentlich nur weil ich nicht möchte, dass mein Geschreibsel irgendwie kommerziell verwertet wird. Das Thema ist halt sehr kontrovers. Auf der einen Seite sind die Konsumenten, auch mal ein fremdes Brötchenbild verwenden möchten ohne gleich abgemahnt zu werden. Auf der anderen Seite die Autoren, Texter, Musiker usw. die für ihre Arbeit entlohnt, oder zumindest respektiert werden wollen. Ich bin mir nicht sicher ob es eine 100%ige Lösung gibt, die allen gerecht wird.

  2. Oliver sagt:

    Die Autoren, … usw. können durchaus Geld verdienen. Die CC untersagt dies nicht, man wird halt kein «Millionär» damit und gibt der Kultur etwas zurück, von der man im Vorfeld großzügig *kostenlos* genommen hat.

  3. Falk sagt:

    Ach herrje, die Verwerter wieder. Die sind nunmal in einem zukünftigen Modell obsolet und dagegen wehren sie sich mit Händen und Füssen und bemühen das Urheberrecht. Dies wurde doch nun die letzten Jahrzehnte schon nur für die Branche zurechtgebogen, damit diese eine Daseinsberechtigung hat. Und jetzt plötzlich, weil es da ein Gegenmodell gibt, fangens an mit Weinen, anstatt über neue und kundenfreundliche Verwertungsmodelle nachzudenken. Solln sterben gehen, aber schnell.

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