Die Bild hat eine Idee

Vor ein paar Monaten wurde bekannt, dass die Bild-Zeitung am 23. Juni plant, jedem Bundesbürger eine Gratis-Bild in den Briefkasten zu werfen. Schnell hat Campact eine Kampagne ins Leben gerufen, um den Axel-Springer-Konzern ein wenig zu ärgern. Ich hatte mit dem Abschicken meiner Mail noch abgewartet, schließlich war klar, dass auf diese Kampagne reagiert werden würde. Die Werbeaktion würde sich der Axel-Springer-Konzern nicht nehmen lassen, doch wie löst er das logistische Problem?

Das ist heute bekannt geworden. Das BILDblog zitiert aus einer internen Mail: Alle Widersprecher erhalten am Aktionstag eine adressierte, großformatige Infopostsendung in einem auffälligen roten Umschlag. An Empfänger, die diese Sendung erhalten, darf in keinem Fall die Jubiläumsausgabe vom ASV zugestellt werden.

Gerade habe ich meine E-Mail an den Axel-Springer-Konzern verschickt, nur habe ich den vorgegebenen Text von Campact ergänzt:

Hiermit untersage ich der Axel Springer AG, Tochtergesellschaften, eventuellen Auftragsnehmern und anderen Vertragspartnern ausdrücklich, mir an die oben genannte Anschrift am 23.06.2012 oder an einem anderen Tag ohne meine vorherige schriftliche Einwilligung die BILD-Zeitung oder andere Erzeugnisse, insbesondere eine adressierte, großformatige Infopostsendung in einem auffälligen roten Umschlag, der Axel-Springer AG oder ihrer Tochtergesellschaften zuzustellen oder in den Briefkasten einzulegen oder durch Dritte zustellen oder in den Briefkasten einlegen zu lassen.

Zur Nachahmung empfohlen.

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10 Antworten zu “Die Bild hat eine Idee”

  1. […] — Campact.de: Was ist groß, rot und kommt mit der Post? — Bildblog: Sie haben Post: “Bild für alle” kommt — Financial Times Deutschland: Postboten versus Springer | “Bild”, der Briefträgerschreck — F!XMBR: Die Bild hat eine Idee […]

  2. […] Vor einigen Tagen wurde dann bekannt, dass der Springer-Verlag allen Widersprechern am Stichtag “eine adressierte, großformatige Infopostsendung in einem auffälligen roten Umschlag” zukommen lassen wollte. Zeit für einen erneuten Widerspruch. […]

  3. Chris sagt:

    An und für sich ist die Anwesenheit eines großen, roten Umschlags im Briefkasten am 23.06. ja so etwas wie eine Auszeichnung. «Achtung, halbwegs informierter Bürger, der den ASV doof findet.»

  4. phoibos sagt:

    vielleicht sollten wir den ganzen papiermüll den herren in den verlag in der neustadt bringen «ich glaube, sie haben etwas verloren».

  5. Anonymous sagt:

    Darf man Bild trotz dem ausgesprochenen Verbot anzeigen? Wenn ja, dann tu ichs!

  6. Bexel Hüpfer sagt:

    Das habe ich gerade nachgeahmt — unter http://www.axelspringer.d.….705.html.

  7. Helge sagt:

    Gute Sache, aber rechtliche Grundlage sehe ich keine. Wer nen Briefkasten hat, erklärt sich konkludent auch zum Empfang von Briefsendungen bereit. Sonst untersage ich halt manchen Unternehmen die Zustellung, damit ich keine Rexhnungen mehr bekomme.

  8. brandenburger sagt:

    Spiegel-Bild-Frei! Es ist schon schlimm genug, dass dieses Blättchen an jeder Discounterkasse, beim Bäcker usw. ausliegt. Es erinnert mich an die ideologische Diktatur in der DDR, wo entsprechender Geistessirup bis an jeder Arbeitsplatz gelangte und kollektiv «ausgewertet» wurde. Die Blockparteibildung war politisch gewollt. Volkskammer und Einheitsmedien sind gleichgeschaltet worden.
    Ähnliches ist heute «freiheitlich» aktuell, nur über die Diktatur von flexiblen Schein-Moneten und Mehrwert. Mache sich jeder selbst «SEINBILD», existenzielle Erfahrung an der Spitze der Exikutive ist vorhanden. Es nennt sich nun repräsantative Demokratie. Viele machen wieder mit! Können wir nur gegeneinander immer Sieger sein?
    Was das Widersprechen angeht, so habe ich dazu ein Zusatzaufkleber am Briefkasten: «Keine Printmedien der Axel Springer AG!» Mal sehn was passiert.

  9. ronald sagt:

    @Helge

    Unterscheide:
    A) Unadressierte Werbesendung
    B) Adressierte Werbesendung
    C) Werbesendungen mit redaktionellem Inhalt (Anzeigenblätter)
    D) Brief

    Lösung:
    A) Aufkleber «Keine Werbung«
    B) Zusteller ist zur Zustellung verpflichtet. Nicht abwendbar
    C) Aufkleber «Keine Werbung & kostenlosen Wochenzeitungen«
    D) s. B

    Zusteller sind verpflichtet Adressierte oder Teil-Adressierte Sendungen zuzustellen. Auch Werbung (An alle Mieter in Straße X…). Das beinhaltet i.d.R. auch Rechnungen.

  10. Anonymous sagt:

    Irgendetwas hat nicht geklappt?!

    Am 21. Juni hatte ich der Zustellung des «Roten Briefumschlages» widersprochen und diesen am 23. Juni trotzdem im Briefkasten gehabt. Es war vielleicht etwas kurzfristig, dies ist jetzt aber nicht so schlimm. — Was mich mehr wundert ist, dass die anderen Parteien in unserem Hause keine Bild Zeitung erhalten haben.

    Hat jemand ähnliches beobachtet?


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