die Angst geht um

Oskar Lafontaine und seine neuen Freunde» schürten die sozialen Ängste der Menschen, ohne Lösungen anzubieten, sagte Heil weiter.

spon

Sicher unser aller Oskar, ich wählte ihn mal hier im Land, mimte schon oft den politischen Wendehals und sicherlich schürt er die Angst, aber die Realität verleiht seinen Reden Nachhaltigkeit. Ob es ihm dabei um Macht geht oder nicht ist dabei völlig belanglos. Es ist eben wie es ist und die etablierten Parteien erzählen den Menschen Bockmist und langen ihnen zugleich kräftig in die Taschen. Auch das ist Realität … aber wählen würde ich den Saar-Napoleon deswegen auch nicht mehr.

10 Antworten zu “die Angst geht um”

  1. Chris sagt:

    Unser Land ist in Gefahr… 😀

    Was für Deppen da…

  2. EuRo sagt:

    Trotz allem sehe ich es nicht ohne Häme, wie den sog. Etablierten (das ist man heutzutage schon bei 20%) der Stift geht.
    Das ganze Geschimpfe ist m.E. ziemlich verräterisch.

  3. Grainger sagt:

    Geht mir ähnlich.

    Auch wenn ich Herrn Lafontaine sein soziales Engagement nicht wirklich abkaufe und ich mir sehr wohl bewußt bin das die ehemalige SED bzw. PDS zumindest zu einem guten Teil in der Linkspartei aufgegangen ist (und ich sie deswegen auch nicht wirklich als wählbar empfinde).

    Vielleicht wird den großen Volksparteien auf diese Art wenigstens bewußt das Soziales ein Thema ist, das einem nennenswerten Teil der Bevölkerung (und somit der Wähler) am Herzen liegt.

    Das hat ja durchaus seine Beispiele in der näheren Vergangenheit, denn obwohl ich den heutigen Grünen auch skeptisch gegenüber stehe muss man ihnen doch zugestehen das ohne sie Ökologie für die großen Volksparteien immer noch absolut kein Thema wäre.

    Interessant wurde das für die doch erst als sich damit Wählerstimmen einfangen ließen und flugs fand es Eingang in die Parteiprogramme.

    Vielleicht entdecken SPD und CDU auf diese Art ihr soziales Gewissen wieder (von der FDP erwarte ich mir in dieser Hinsicht ohnehin nichts).

  4. Benni sagt:

    Das Thema Soziales liegt einem nennenswerten Teil der Bevölkerung am Herzen? Das wäre mir aber neu. Den meisten geht es doch nur darum, dass sie sich durch Parolen wie «Mindestlohn» usw. mehr Sicherheit und mehr Kohle in der Tasche versprechen und da ist absolut nichts soziales dran, da sind ganz egoistische Beweggründe am Zuge.

    Wie sieht denn die derzeitige Realität aus? Ständig meckern sie alle, dass sie zu viele Steuern zahlen, ständig meckern sie alle, dass sie zu wenig verdienen, ständig meckern sie alle, dass sie zu viel arbeiten müssen, usw. usw. usw..

    Wer viel vom Staat haben will, der muss dem entsprechend auch rein stecken und dann auch aktiv den Volksvertretern auf die Finger klopfen, dass sie das Geld richtig ausgeben.

    Wer ordentlich verdienen will, der sollte nicht immer weniger Wochenstunden fordern und der sollte auch vor allem nicht ständig die billigsten Produkte aus dem Ausland kaufen (besonders dann nicht, wenn sie unter menschenunwürdigen, unökologischen Verhältnissen produziert wurden!). Zwar stecken sich einige Manager auch zu viel in ihre Tasche für ihre unsoziale Arbeit, aber letzten Endes sind es ja auch viele Bundesbürger, die mit ihren Aktienkäufen diese Arbeit unterstützen! Und wenn man Preiskampf betreiben muss, wird halt am schwächsten Glied gespart…

    Viele beruhigen ihr soziales Gewissen dadurch, dass sie meinen, dass sie mit Steuergeldern Arbeitslose unterstützen (welche auch gerne plakativ als faules Pack verurteilt werden) oder indem sie Gelder an «wohltätige» Organisationen spenden (wo man nicht selten nicht weiß wo das Geld letztendlich landet). Das hat aber nichts mit sozial sein zu tun! Ich könnte jetzt noch ewig weiter machen, aber lass es mal…

  5. Grainger sagt:

    Das ist jetzt aber mal ein sehr verallgemeinernder Rundumschlag.

    Ich glaube schon, dass Soziales und Solidarität dem größten Teil der Bevölkerung nach wie vor am Herzen liegen, nur wird da natürlich vieles von allen Seiten politisch (und wirtschaftlich) instrumentalisiert (um nicht zu sagen: die Bevölkerung wird systematisch belogen um ein politisch gewolltes Weltbild aufzubauen).

    Ich kann und will jetzt nicht auf alles eingehen (dafür enthält Dein Kommentar imho auch zuviele Allgemeinplätze), aber ich picke mir mal ein Beispiel heraus:

    natürlich ist Geiz ist Geil nicht die sozialste Methode beim täglichen Einkauf und der Kauf von so manchen (vielleicht etwas teueren) inländischen Produkten würde auch in Deutschland Arbeitsplätze sichern.

    Aber auch als Verbraucher kann man jeden Euro eben nur einmal ausgeben und viele sind vielleicht nicht in der glücklichen Lage aus derlei Gründen teuerere Produkte einzukaufen.

    Weiterhin kann man sich als Verbraucher noch nicht mal annähernd sicher sein, das da, wo Made in Germany drauf steht, auch Made in Germany drin ist.

    Die Wirtschaft hat längst erkannt welche Minimalvoraussetzungen für das nach wie vor werbe– und umsatzwirksame Made in Germany zu erfüllen sind und erfüllt oft genug auch nur genau diese.

    Da werden alle Teile in Baugruppen aus dem Ausland geliefert, hier in Deutschland werden noch drei Module zusammengeklickt und das war es dann.

    Auch hier wird der (mündige) Verbraucher von der Wirtschaft systematisch belogen.

    Und es ist schon schwer sich ein halbwegs realistisches Weltbild zu erhalten wenn ein großer Teil der verfügbaren Informationen auf bewußten Lügen, Halbwahrheiten oder unterschlagenen Informationen beruht.

    Mir fällt es jedenfalls schwer, oft genug bin ich hin und her gerissen und manchmal denke ich schon fast eine Paranoia entwickelt zu haben. 😉

  6. Oliver sagt:

    >Ich könnte jetzt noch ewig weiter machen, aber lass es mal?

    Gute Entscheidung …

  7. 15 sagt:

    Das Problem bei Oskars «Linken» sind weniger die innenpolitischen Ideen (dessen Finanzierbarkeit ich weiterhin in Frage stelle), lebensgefärlich ist die Außenpolitik. Die würde zur kompletten Isolation unseres Landes führen. Und das unter dem Gesichtspunkt, dass es als erwiesen gilt, dass das Unwort «Globalisierung» mehr hilft als schadet.

  8. Cosmo sagt:

    @ 15

    Wieso würde das zur ‘kompletten Isolation’ führen ? Japan und die Schweiz sind doch auch nicht isoliert.

    @ ALL
    Also wenn an der TED-Umfrage bei n-tv, nach der nun 84 % der Teilnehmer mit Oskar ‘Die Linke’ für regierungsfähig im Bund halten, etwas dran ist, kann man das nicht so einfach mit den seichten FDP-Parolen wegwischen.
    Die Leute haben kein Bock mehr sich vom Parlament und der Regierung belügen zu lassen (Ausnahmen bestätigen die Regel *g), und immer mehr Menschen erkennen in der Standortlüge das was ist, nämlich Lüge !!

  9. Andreas sagt:

    @Cosmo:
    Telefonumfragen sind so aussagekräftig wie die Meinungsumfrage beim nachbarschaftlichen Besäufnis um die Ecke.

    Man springe nur hin und wieder im Pro7/[Sender der Wahl]-Text auf die TED-Seiten. Wenn es um politische Fragen geht hat das nix mit der Realität zu tun. Absolut nicht.
    Sorry [für die folgende Polemik, ich sehe mich aber nicht in der Lage das geschickter zu formulieren… bein leider kein wirklich guter Schreiber], aber bei all’ den TEDs kommt es mir vor, als ob da Arbeitslose schon morgens vor der Glotze hängen und sinnlos ihr Geld verpulvern und ggf. denken, damit könne man was bewegen… als wöllten die, dass man sieht: «Hey, die PDS ist toll. Und das Merkel doof. Da seht’ ihr es, ihr Bürger!»

    Bei all diesen Umfragen wie «Wen würden Sie wählen» oder «Ist X noch tragbar?» etc. schneidet die «Ostpartei» (wie man bei uns im Süden sagt) bzw. deren Protagonisten immer extrem gut ab, alle anderen schlecht. Die Realität der politischen Landschaft sieht aber komplett anders aus, also muss es an der Zielgruppe liegen, die generell bei TED-Umfragen mitmacht.

    Ein Schelm wer böses dabei denkt (*hüstel… arbeitslose PDS-Ossis den ganzen Tag vor der Glotze… hüstel.. ok.. der war böse… duck und weg*)

    [Disclaimer: Der Text beinhaltet keine polit. Wertung ob nun die Linke/CDU/Foo/Bar tolle Politik macht, da ist man als gemeiner Süddeutscher eh nicht objektiv 😉 Es ist nur eine Feststellung…]

  10. […] Die Angst geht um — so schrieb schon Oliver und meinte damit die etablierten Parteien und ihre Angst vor der neuen Linken, insbesondere Oskar Lafontaine. Was da teilweise geäussert wurde, hat mich laut auflachen lassen — getroffenen Hunde bellen zu sagen, wäre da noch harmlos gewesen. Aber nicht nur die Parteien haben Angst, auch ihre Lakeien in den Redaktionsräumen schieben Panik, so zum Beispiel die Kollegen vom neoliberalen Kampfblatt Spiegel. Deren Gefälligkeitsinterviews kennt man, ich denke da zum Beispiel an eine grausame Veranstaltung, ein Interview mit Horst Köhler zurück. Heute hatte der SPIEGEL wieder zum Interview geladen — niemand geringeren als Oskar Lafontaine. Das Interview ist wieder ein Beispiel bester Öffentlichkeitsmanipulation. […]

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