die Absurdität staatlicher Kopfsteuern

Schließlich seien herkömmliche Rundfunkempfangsgeräte speziell auf den Hörfunk– oder Fernsehempfang ausgerichtet und würden gewöhnlich speziell zu diesem Zweck angeschafft. Ein internetfähiger PC hingegen ermögliche den Zugriff auf eine Fülle von Informationen und werde in vielfacher Weise anderweitig genutzt.

golem

Streichen wir jetzt mal gedanklich die berufliche Nutzung, so wird hier ein Hauch, ja gar schon eine Böe von ungeahnter Vernunft im judikativen Raum offeriert. Denn zu keiner Zeit wurde und wird ein Computer per se zum Rundfunk– u. Fernsehempfang erworben. Ob Spielekiste, social-network-junk etc. pp., wenn überhaupt fristet die Funktionalität als beispielsweise Rundfunkempfänger nur ein Schattendasein. Die Gebühr ist insbesondere in diesem Bereich somit als staatlicher Willkürakt zu erachten — eben eine Art Kopfsteuer.

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7 Antworten zu “die Absurdität staatlicher Kopfsteuern”

  1. phoibos sagt:

    schafft die gez und gema und gottweissnochanderewegelagerer ab und lasst die mediensteuer kommen. dann hätte sich auch der abmahnwahn erübrigt…

  2. Oliver sagt:

    Eine Mediensteuer ist imho ebenso absurd. Verschlüsselun und den willigen TV-Junkies feilbieten. Der Bildungsauftrag war eh nur ein nobler, zumindest damals noch nebenher gelebter Traum.

  3. phoibos sagt:

    mediensteuer würde sämtliche medien abdecken, dein vorschlag nur die, die digital verbreitet werden können 😉

    es geht mir ja auch um wissenschaftliche texte, kopien fürs uni-leben etc. pp.

  4. Oliver sagt:

    >dein vorschlag nur die, die digital verbreitet werden können

    Das analoge TV ist schon so gut wie weg, ich gebe dem analogen Radio auch nicht mehr viel Zeit.

    >es geht mir ja auch um wissenschaftliche texte, kopien fürs uni-leben etc. pp.

    Brauchts dafür eine Steuer? Ich meine von welchen Geldern wird denn all dies tagtäglich finanziert? Es wäre mir neu das gerade Universitäten unabhängig sind vom Säckel des Steuerzahlers, ebenso wie jede staatliche Einrichtung.

    Schau dir die USA an, dort erfindet man auch nicht täglich neue Steuern und hat kein Problem das frei zu geben, was ohnehin des Volkes ist.

  5. phoibos sagt:

    in jedem copyshop hängen bei uns große hinweise zum thema urheberrecht und wieviele seiten in etwa kopiert werden dürfen von einem (zitationsmenge, was auch immer das sein mag…). dann die abgaben auf kopierer, drucker, pcs, scanner, … das rumgezicke der verlage beim thema fernleihe… ich denke, eine steuer und aus die maus :-)

  6. Oliver sagt:

    Für einen Rundumschlag fehlt der für mich übliche Schlag, das ist nur bittere Realität. Und Kultur, nun ein derartiges Kulturverständnis — und ich bin da gewiß sehr liberal in puncto Kultur solange die Vielfalt gewahrt bleibt — gleicht eher jenem Urlaub in Afrika wie zu Kolonialzeiten, ach da kommen einige ins schwärmen und vergessen geflissentlich die Schattenseiten. Macht ungefähr soviel Sinn wie den Kulturbeutel zu erwähnen.

    Ich bin gewiß der letzte der jemandem den Glimmstengel nimmt, mir ist auch egal woran jemand höchstpersönlich verreckt, wenn er denn mag. Aber das war es dann auch schon mit der liberalen Einstellung, so und auf der anderen Seite sind dann eben die Raucher gefragt. Wenn ich meinen Subwoover daheim austeste kommt der Nachbar auch zu mir, für einen Lacher würde ich wohl sorgen würde ich denn von Freiheit fabulieren und der verhinderten Ausübung von Kultur, poltert denn beispielsweise Wagner darüber.

    Alles eine Frage der Vernunft und da findet man bei mir recht viel und auch enormes Verständnis, selbst für eine Sucht. Aber es gibt auch Grenzen, selbst wenn recht weit gesteckt.

  7. phoibos sagt:

    quote: poltert denn beispielsweise Wagner darüber.

    musste grad schmunzeln, ich habe den halben block mal einen tag lang mit bachs toccata und fuge beschallt. irgendwann kam die nachbarin runter meinte, ob ich denn nicht ein anderes lied anmachen könnte, schön wärs ja, aber so auf die dauer…

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