Diätenerhöhung

Ein Argument für die Diätenerhöhung ist auch, dass mehr Manager aus der freien Wirtschaft in den Bundestag einziehen sollten und dies für sie auch finanziell attraktiv sein soll.

sueddeutsche

Mal abgesehen von der Erhöhung wäre der genannte Grund wiederum Grund genug Deutschland endlich zu verlassen. Wenn jetzt schon offiziell damit geworben wird die desaströsen Krämerseelen die Geschicke eines Landes bestimmen zu lassen, na dann gute Nacht.

12 Antworten zu “Diätenerhöhung”

  1. Diätenerhöhung für den Bundestag…

    Wie die Süddeutsche (via F!XMBR) und diverse andere berichten, wurde die Diätenerhöhung für Bundestagsmitglieder mit den Stimmen der großen Koalition gegen die Stimmen der Opposition beschlossen.

    Nun soll es hier nicht darum gehen, die Oppositi…

  2. Für gute Politik sagt:

    im Grunde verdienen Politiker im Bundestag viel zu wenig.
    Wenn man das Gehalt mit anderen Führungskräften vergleicht. Aber auch unter dem Gesichtspunkt, dass sie ein Land leiten.

    Angebracht wäre ein erhebliches Plus. Meiner Meinung nach bis zu 500 Tausend Euro Jahresverdienst.

    Allerdings müsste im Gegenzug, jeglicher Nebenverdienst ausgeschlossen sein. Und zusätzlich nach beenden der Bundestagszeit kein weiteres Geld fließen (d.h. die Politiker sind für ihre Rente selbst verantwortlich).

    Weiterhin müsste über eine Mithaftung fahrlässiger Fehlentscheidungen nachgedacht werden.

  3. BlackVivi sagt:

    Wenn Manager aus großen Konzernen ein Land regieren, sieht man ja was passiert :) Das is’ wohl der Krebs, der Deutschland zerstört…

  4. Oliver sagt:

    Der Mensch weiter oben lebt anscheinend in Utopia, warten wir ab bis er in der Realität angekommen ist — zuvor fordern wir eine Diätenkürzung und zwar massiv.

  5. Dr. Dean sagt:

    Ich wüsste nicht, warum irgendwelche überbezahlten Manager in der Lage sein sollten, Gemeinwohlinteressen zu vertreten. Ich will nicht in Abrede stellen, dass es unter den Manager auch ein paar gibt, die politisches Talent haben könnten, aber ich erinnere mich u.a. an einen extrem lächerlichen Wirtschaftsminister, der bei Compunet einen guten Job machte, aber in der Politik ein Zwerg war.

    Womit ich nichts gegen Zwerge gesagt haben möchte. Aber nun, es leuchtet mir nicht ein, warum Manager für die Wahrnehmung von Gemeinwohlinteressen pauschal besser geeignet seien als irgend eine andere Berufsgruppe.

    Es ist ein ausgesprochenes Armutszeugnis der politischen Elite, dass sie sich ausgerechnet Manager herbeiwünscht, so, als ob sie sich selbst in der Politik nichts zutraut — im Gegensatzu zu Managern, welche für politische Aufgaben i.d.R. absolut nicht qualifiziert sind.

    Nein, ich will nicht von Managern vertreten und regiert werden, sondern von jenen, welche die Bevölkerung — und deren Interessen — repräsentieren.

    Manager verpisst euch — keiner vermisst euch! Kürzung der Bundestagsdiäten um 30%!

    Im Ernst: Ich glaube, dass es der Politik nicht gut tut, wenn die Vergütung und Lebensumstände eines Bundestagsabgeordneten sich allzu weit von der Lage der Bevölkerung entfernen.

  6. @Dr. Dean: Selten, aber 100% ACK.

  7. Oliver sagt:

    >Ich wüsste nicht, warum irgendwelche überbezahlten Manager in der Lage sein sollten, Gemeinwohlinteressen zu vertreten.

    Weil schon unlängst der Staat zum Geschäftsmodell mutiert ist, inklusive Bildnungseinrichtungen, Sozialwesen etc. Wir sind die Kunden, dazu paßt dann auch das Bild von der Service-Wüste Deutschland.

  8. Chris sagt:

    Die Ämter landaus, landein erreicht man eh fast nur noch über Callcenter — passt schon. :)

  9. Chris sagt:

    Aus dem g:b:

    Kannst ja gerne mal den Job eines Politikers machen die Diätenerhöhung sind schon gerechtfertigt oder würdest du dir eine 80 Stundenwoche (Aussage von Herrn Steinbrück) nicht gut vergüten lassen. Wir können froh sein das es Leute gibt die in die Politik gehen und etwas machen und diesen Leuten die etwas für Deutschland machen sollte man wahrlich eine Diätenerhöhung nicht übrig nehmen. Ich möchte dich mal da sitzen sehen Stundenlang arbeitend über hoch komplexen Themen ohne zu meckern, da hättest du auch nichts gegen eine Diätenerhöhung.

    Ich wusste doch, wir sehen das alle falsch… 😀

  10. Oliver sagt:

    Die üblichen geistigen Tiefflieger halt, für die es schon ein Akt ist die Bildzeitung ohne Hilfe zu lesen. Dort kommt sich ein Moderator eher wie der Hüter einer Herde Lemminge vor.

  11. Grainger sagt:

    Ob ein Abgeordneter wirklich eine 80-Stunden-Woche hat bezweifele ich doch erheblich.

    Vielleicht incl. aller Nebenjobs, aber das ist dann sein Problem (er wird schließlich nicht gezwungen auch nur einen Nebenjob auszuüben).

    Ich muss da gerade an Herrn Merz denken, der ja im Nebentätigkeitsbereich besonders fleißig ist (ich zitiere einfach mal aus der Wikipedia):

    Friedrich Merz gehört den Aufsichtsräten der AXA Versicherungs AG, der Deutsche Börse AG, der Interseroh AG und der Rockwool Beteiligungs GmbH an. Außerdem ist er Mitglied des Verwaltungsrates der BASF AG und der Stadler Rail AG sowie Vorsitzender des Konzernbeirates des AXA Konzern AG. Weiterhin gehört Merz den Beiräten der Commerzbank AG, der Möller & Förster KG, der Odewald & Compagnie Gesellschaft für Beteiligungen mbH und der Ernst & Young AG an.

    Und nach eigenem Bekunden muss Herr Merz doch tatsächlich manchmal bis zu 50% seiner wöchentlichen Gesamtarbeitszeit für seine Abgeordnetentätigkeit aufwenden.

    Die Vorstellung, das eine höhere Vergütung unserer Abgeordneten die Qualität der geleisteten Arbeit steigere halte ich für einigermaßen absurd.

    Eher glaube ich, das die gleichen Flitzpiepen für die gleiche Arbeit nun einfach mehr Geld bekommen.

    Aber die Vorstellung

     höherer Preis = bessere Qualität

    ist scheinbar tief im deutschen Wesen verankert und tatsächlich Bestandteil diverser Marketingstrategien.

    Es gibt durchaus Produkte, die sich nach Preissenkungen erheblich schlechter verkauften und solche, die nach (teilweise erheblichen) Preissteigerungen die Absatzmenge steigern konnten. Wenn ein Produkt zu preiswert ist, betrachtet es der deutsche Verbraucher als billig und qualitativ minderwertig.

    Das Phänomen ist auch in ausländischen Absatzmärkten vorhanden, aber in Deutschland ist es besonders ausgeprägt.

  12. Grainger sagt:

    Irgendwie muss ich beim (Ver)tippen vorzeitig meinen Beitrag abgesendet haben (muss wohl mal meine Opera-Shortcuts überprüfen).

    Bitte gelegentlich den ersten (unvollendeten) Beitrag löschen. 😉

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