DFB ./ Jens Weinreich — der Schlussstrich

PlattJens Weinreich atmet durch und man kann ihm nur gratulieren und alles Gute wünschen. Der Feldzug des DFB auf meiner Meinung nach undemokratische Art und Weise hat ein Ende gefunden. Beide Parteien haben nun zusammen eine Presseerklärung veröffentlicht. So sehr es mich für Jens Weinreich freut, dass diese nervenaufreibende und existenzbedrohende Angelegenheit nun zu Ende gegangen ist, so sehr sei noch einmal darauf hingewiesen, mit was für Mitteln der DFB ganz offensichtlich versucht hat, einen Menschen zu zerstören. Ich bin für mich zu der Überzeugung gelangt, dass die Herren Dr. Theo Zwanziger, Harald Stenger, Wolfgang Niersbach und Dr. Rainer Koch zurücktreten sollten. Ich bin fast versucht, zu behaupten, sie sind moralisch einfach nicht in der Lage, den DFB zu leiten, Fair Play den kleinen und großen Kickern vorzuleben. Ich behaupte es aber nicht, sollen sich die Leser ihre eigene Meinung bilden — hier auf F!XMBR und bei Jens Weinreich. Die Überschüsse aus der erfolgreichen Spendenaktion werden sachdienlich verwendet, Jens schlägt unter anderem vor, die Hartplatzhelden zu unterstützen. Die Presseerklärung:

Einigung zwischen DFB und Jens Weinreich

In den laufenden Rechtsstreitigkeiten zwischen Herrn Dr. Theo Zwanziger und dem Deutschen Fußball-Bund e.V. (DFB) und Herrn Jens Weinreich haben sich die Parteien gütlich geeinigt. Damit wird ein Schlussstrich unter diese Angelegenheiten gezogen.

Im Rahmen dieser Einigung haben die Parteien wechselseitige Erklärungen mit folgendem Inhalt abgegeben:

Herr Weinreich hat erklärt, dass er den Präsidenten des DFB, Dr. Theo Zwanziger, mit der von Herrn Dr. Zwanziger beanstandeten Formulierung „unglaublicher Demagoge” zu keinem Zeitpunkt in die Nähe eines Volksverhetzers rücken wollte. Der DFB hat erklärt, dass er Herrn Weinreich durch die Pressemitteilung Nr. 180/2008 vom 14.11.2008 unter der Überschrift „DFB missbilligt Diffamierung von Dr. Theo Zwanziger” zu keinem Zeitpunkt in seiner Arbeit als kritischer Sportjournalist behindern wollte.

Die Parteien haben sich geeinigt, die Rechtsstreitigkeiten jetzt jeweils nicht fortzuführen. Dies gilt sowohl für das Unterlassungsverfahren gegen Herrn Weinreich bezüglich der Aussage „unglaublicher Demagoge” als auch für das Gegendarstellungs– und Unterlassungsverfahren von Herrn Weinreich gegen den DFB bezüglich der Pressemitteilung vom 14.11.2008. Herr Weinreich verzichtet auf eine Durchsetzung der Gegendarstellung, der DFB legt gegen den Untersagungsbeschluss bezüglich der Pressemitteilung vom 14.11.2008 kein weiteres Rechtsmittel ein und gibt die Abschlusserklärung hierzu ab.

Hinsichtlich der Verfahrenskosten trägt jede Partei ihre Kosten selbst.

Dr. Ulrich Amelung für Jens Weinreich
Dr. Christian Schertz für den DFB e.V.

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Foto 1: Björn unter dieser Creative Commons-Lizenz stehend.
Foto 2: F!XMBR

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2 Antworten zu “DFB ./ Jens Weinreich — der Schlussstrich”

  1. Ein schlechter Geschmack bleibt. Und das böse Internet ist damit noch lange nicht vom Tisch. Die Kommunikationsherrschaft wird selbstverständlich weiterhin angestrebt und mit allen Mitteln durchgesetzt werden.

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