Detroit

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radiospike photography | CC-Lizenz

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Die letzten 14 Fotos stammen alle aus dem beeindruckenden Fotoalbum Detroit Ruins von Derek Farr und stehen unter dieser Creative Commons-Lizenz.

Wir steuern auf eine Weltwirtschaftskrise ungeahnten Ausmaßes zu. Nach den Banken wird es genauso hart die Automobilindustrie treffen. Der US-Senat hat ein Rettungspaket für die US-Automobilindustrie bereits abgelehnt. Die letzte Hoffnung ist George W. Bush, der daran arbeitet, etwas von dem 700 Mrd.-Paket, welches für die Banken vorgesehen war, abzuzweigen. Deutsche Autobauer stöhnen zwar auch, können sich es aber noch leisten, Hilfspakete für die eigenen Zulieferer zu schnüren. Erst war es eine Finanzkrise, nun greift sie im Domino-Effekt auf andere Sektoren über — Keynes ist auf einmal wieder in aller Munde.

Die Politik zeigt sich hilflos — selbst die Linke weiß nicht, aus der Situation Kapital zu schlagen. Konjunkturprogramme in Milliardenhöhe werden geschnürt, noch vor wenigen Monaten war es Überzeugung der konservativen Parteien wie CDU, CSU und FDP, dass solche Programme rein gar nichts bringen. Der Markt wird es schon richten, so die Meinung derer, die uns seit Jahr und Tag die Welt erklären. Für viele Entscheidungsträger muss in den letzten Monaten eine Welt zusammengebrochen sein — die eigene. Wie viele dieser sogenannten Experten doch nun einsehen müssen, dass die eigene Ideologie genauso falsch und zusammengebrochen ist, wie so viele vor ihr. Das Problem ist nun, dass die gleichen Herrschaften, die uns in diese Krise manövriert haben, diese nun lösen wollen. Somit ist die Weltwirtschaftskrise unmöglich zu bewältigen. Jede Krise in der Geschichte der Menschheit hatte eine Veränderung des Gesellschaftssystems zur Folge. Wer weiß, wo sich die westliche Welt in ein paar Jahren befindet.

Der Kapitalismus ist gescheitert, wie der Kommunismus, der Faschismus, alle anderen Gesellschaftsformen vorher. Die zukünftige Gesellschaftsform kann nur Humanismus heißen — jedoch ist der Mensch dafür nicht gemacht. Er wird sich immer selbst im Weg stehen und es steht zu befürchten, dass dieser Planet erst zur Ruhe kommt, wenn der Mensch irgendwann einmal nicht mehr ist.

Schöne Woche Euch. :)

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2 Antworten zu “Detroit”

  1. Grainger sagt:

    GM hat bekanntgegeben, ab Montag die Produktion um ein Drittel zu drosseln! Laut eigenen Angaben beträgt der Verlust von GM momentan 1 Milliarde US$ monatlich, das halten die nicht lange durch.

    Amerikanische Neuwagen sind scheinbar so gut wie unverkäuflich, die Halden sind bereits voll und die vielen «gepfändeten» Fast-Neuwagen aus geplatzten Verbraucherfinanzierungen drängen zusätzlich zu Dumpingpreisen auf den Gebrauchtwagenmarkt und ruinieren den Neuwagenmarkt vollends.

    Der Bürgermeister von Detroit hat vor ein paar Wochen in einem TV-Interview gesagt, das seit Jahresanfang 55.000 Familien die Stadt verlassen haben.

    Das hat natürlich immense Auswikrungen auf die gesamte Infrastruktur vom Immobilienmarkt bis zum Einzelhandel.

    Und ich bin mir sicher: die Krise hat noch gar nicht richtig angefangen, wir erleben momentan nur die ersten Böen des heraufziehenden Orkans.

  2. Yuggoth sagt:

    Der Kapitalismus ist nicht gescheitert,es handelt sich momentan (in dieser Krise) meiner Meinung nach nur um eine Phase des Schrumpfens.
    Aber solange Kapitalträger und Kapitalgeber durch Investitionen oder andere Transaktionen am Warenverkehr und Konsum, läuft der Laden (vllt zu ungunsten der meisten Menschen) einwandfrei.
    Solange die Spekulationsblasen aufgefangen werden können und die Vergesellschaftung der Verluste funktioniert, wird das Ding wohl auch weitergehen.
    Das finde ich zwar nicht gut,aber das ist meine traurige Meinung.

    Desweiteren ist nur der Kommunismus nach Marx und Engels gescheitert, der Kommunismus nach Bakunin und Kropotkin funktioniert meiner Meinung nach wunderbar.

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