DesktopBSD: Schritt für Schritt

ist kein Fork oder eine Distro im üblichen Sinn, sondern es ein vorkonfiguriertes FreeBSD Betriebssystem, genießt daher auch 100% Kompatiblität. Auch geht man keine eigenen Wege um die üblichen Dinge zu konfigurieren, wie z.B. Bei Suse Linux usus (Yast), sondern die Tools an der Oberfläche nutzen bereits vorhandene Technologien. Es ist ein angenehmer Einstieg in die UNIX–Welt für den lernbereiten Anwender :) Und wie einfach dieser Einstieg ist möchte ich mit dieser Bilderstrecke zeigen. Diese sind nicht unbedingt von bester Qualität, da fotografiert und das zu später Stunde 😉

Mehr zu DesktopBSD erfährt man u.a. hier.

Hier gibt es nichts zu tun, dieser Schirm präsentiert sich nach dem starten der CD. Allenfalls kann man einen Start ohne ACPI wagen, um etwaige Problem diesbezüglich auszuschließen.

Die diversen Meldungen erkannter und initialisierter Hardware wird angezeigt.

Eine initiale Meldung wird angezeigt, die auf den Umstand des Starts der grafischen Installation hinweist. Sollte diese fehlschlagen (falsche Auflösung) so kann man diese mit [Strg]+[Alt]+[Entf] reinitialisieren. Bei Nvidia Karten und mehreren Bildschirm ist dies eventuell 2–3 mal notwendig.

Hier wird man um die Bestätigung der Auflösung gebeten.

Die Auswahl des Tastatur-Layouts erfolgt.

Nun kann man wählen ob man die übliche grafische Installation starten oder zuerst einen Blick auf das Live-System werfen möchte.

Nun erfolgt die Auswahl der eigenen Sprache.

Die erkannte Hardware wird übersichtlich angezeigt.

Man hat die Wahl zwischen Neuinstallation und Upgrade.

Falls z.B. ein Dualboot mit Windows erwünscht ist, hat man die Möglichkeit dies hier anzugeben.

Die eigentliche Partionierung der Festplatte, um Platz zu schaffen für DesktopBSD. Es ist nur wichtig den freien Platz per se anzugeben, den Rest macht DesktopBSD selbst.

Und schon beginnt auch die Installation, die auf einem 2GHz Rechner in ungefähr 10 min beendet ist.

Und das war es auch schon, DesktopBSD befindet sich installiert auf der Festplatte.

Glückwunsch und Neustart :-)

Der Boot-Bildschirm von DesktopBSD. Man kann diesen wegklicken, indem man [Space] drückt, um die Meldungen des Systems zu sehen.

Der Assistent ist gestartet, um die letzten wenigen Schritte zur Einrichtung dieses Systems zu tätigen.

Installation der Sprache für KDE, dafür wird die zweite CD benötigt. Bei der finalen Version 1.6 wird das Betriebssystem auf einer DVD ausgeliefert.

Den Namen des Computers, interessant wenn mehrere Rechner in einem Netzwerk vertreten sind.

Benutzer anlegen, Passwörter vergeben. Es gibt Systeme welche zwar ein Passwort verlangen, jedoch einfach durchstarten ohne beim Systemstart das Passwort abzufragen. Das mag der Bequemlichkeit genügen und u.U. daheim nicht nötig sein, aber man sollte von Anfang an in puncto Sicherheit konsequent arbeiten, deshalb existiert bei DesktopBSD auch keine Option dieses Passwort beim Systemstart zu übergehen.

BSDStats, auch hier erfolgt nicht wie in anderen Systemen eine vorausgesetzte Einwilligung des Users, sondern man hat die Option dabei mitzuwirken oder es sein zu lassen. Kleinvieh macht auch Mist und dies gilt insbesondere beim Datenschutz. BSDStats sammelt die Daten von Hardware und installierten Systemen, um Firmen etc. Auskunft über die Verbreitung der diversen BSD-Systeme zu geben.

Fertig. Nun kann man sich in aller Ruhe die ersten Schritte durchlesen, um näheres über dieses Betriebssystem und dessen ureigene Tools (DesktopBSD-Tools) zu erfahren.

Login. Eingabe der Benutzer-Daten, wie gesagt Sicherheit geht vor Bequemlichkeit, auch daheim! Sprich es erfolgt kein Auto-Login ohne Passwort-Eingabe.


Initialisierung von KDE.

Hier sieht man einen eingerichteten Desktop.

Hier sieht man u.a. den Mounter von DesktopBSD bzw. mittig die Paketverwaltung.

Was erhält man also nun mit DesktopBSD? Nun ein stabiles, Desktop-taugliches Opensource UNIX-Derivat. Das System wird aus einer Hand entwickelt (FreeBSD) und auch komplett als solches bereit gestellt, diese Vorgehensweise ist seit knapp 30 Jahren bei BSD usus. Peter Hofer nahm nun dieses stabile System, konfigurierte es passend für den Desktop und fügte zudem eine Menge selbst geschriebener Tools hinzu, welche das Arbeiten mit diesem System immens erleichtern. En detail: DesktopBSD 1.6RC3 basiert auf FreeBSD 6.2 stable, es ist auch das einzige System für den BSD Desktop welches ebenfalls in einer AMD64 Version vorkonfiguriert daherkommt.

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9 Antworten zu “DesktopBSD: Schritt für Schritt”

  1. tom sagt:

    diese «bsd für den desktop»-gschichte ist schon interessant — ich verfolge die artikel hier mit aufmerksamkeit. hab grad eine partitio dafür freigeschaufelt … bleibt die frage was das team von fixmbr denn besser findet: desktopbsd oder pcbsd? ich weiß das pcbsd seinen eigenen kram (.pbi) eingeführt hat und halte vom umgehen der ports eigentlich wenig. andererseits sieht mir pcbsd doch ein wenig mehr bleeding edge aus (stichwort flash, compiz fusion). und ein letztes: wenn ich das richtig mitbekommen hab nutzt ihr selbst für den privaten zweck windows (ansonsten wären wohl keine berichte über alternative windows-filemanager hier). nicht sehr konsequent oder?

  2. Oliver sagt:

    Nein wir sind zwei Personen, ich nutze ausschließllich BSD, Chris nutzt Windows. Ich habe aber ebenso Erfahrungen bis zurück in die EDV-Steinzeit mit Windows u. DOS 😉 Desweiteren bin ich im DesktopBSD Team, faktisch also die falsche Person, um mich nach einer Meinung zu PC-BSD zu fragen. Nur soviel, FreeBSD hat kein aktuelles Flash, alles andere wäre schlichtweg eine Lüge. Man kann mittels Wine beispielsweise den Windows-Firefox laufen lassen und darunter Flash 9. Via Linux Layer ist es auch möglich im nativen Firefox Flash 7(!) stabil werkeln zu lassen. Für Youtube beispielsweise ist inzwischen Gnash ein probates Mittel direkt im Browser. Compiz ist eine Sache von FreeBSD selbst und Xorg, hat also nichts mit PC-BSD per se zu tun. Wenn du es brauchst in DesktopBSD, dann sind das auch nur ein paar Handgriffe, die Ports beinhalten alles nötige. Allerdings ist dieses Eyecandy Zeugs, ebenso wie der Support der Treiber insgesamt noch weit entfernt von Stabilität. Wenns eine Distro macht, okay, aber FreeBSD bzw. BSD im allgemeinen propagiert Stabilität, ergo findet man es auch nicht per default in DesktopBSD. Wie gesagt die Nutzung ist kein Problem.

  3. bed sagt:

    Nen, Kumpel von mir ist auch der FreeBSD freek schlechthin. Er kommt damit klar, ich als Gelegenheits FPS-Spieler kann damit leider nicht glücklich werden. Ich finde es aber sehr gut, das die Entwicklung Richtung «Massen» Tauglichkeit weiter geht und nicht im Schatten von Linux dahin dümpelt. Ich wünsche weiterhin genug aktive User, damit es voran geht.

  4. Ich habe mich seit Jahren nicht mehr mit Linux beschäftigt, daher habe ich mal eine ganz blöde Frage: Können moderne Linux-Distributionen eigentlich ohne «Frickelei» auf NTFS-Partitionen, NTFS-Raids und dynamische Partitionen zugreifen?

    Das hat früher immer davon abgehalten mich ernsthafter mit Linux auseinanderzusetzen 😉

  5. Oliver sagt:

    Also als erstes es handelt sich hier um ein *BSD* 😉 Das hat mit Linux per se nichts zu tun. Aber ansonsten ist es allgemein mit BSD und Linux heutzutage möglich auch schreibend auf NTFS Partitionen zuzugreifen.

    Das wird z.B. heutzutage darüber realisiert,

    http://www.ntfs-3g.org/

    Das Lesen an sich stellt eigentlich schon seit Jahren kein Problem mehr da.

  6. […] Ports etc. legt, der sollte zugreifen Ein Upgrade1 geht ebenso einfach von statten, wie eine Installation […]

  7. kobalt sagt:

    moi hat DesktopBSD installiert (Dualboot. Das Installieren ging problemlos vonstatten).

    Die einzige Schwierigkeit ist das erzeugen einer funktionierenden /etc/ppp/ppp.conf (und /etc/rc.conf). Trotz Suchmaschinenbefragung, Foren– und Handbuchlesens komme ich nicht ins Internet. Liegt das nun an mir oder an meinem ISP, 1und1?

  8. Oliver sagt:

    Kann ich dir leider nicht sagen, ich glaube das letzte mal war bei mir Einwahl angesagt irgendwann anno 99/00 😉

    Aber vielleicht hilft dir das hier weiter,

    http://wiki.bsdforen.de/h.….ewall_pf

  9. kobalt sagt:

    Danke. mpd habe ich noch nicht versucht.

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