Der Wert der Musik

Die Deutschen sammeln immer mehr Musik auf PCs und MP3-Playern und verlieren dabei das Gefühl für den Wert von Musik, meint zumindest Michael Haentjes, Vorsitzender der Deutschen Phonoverbände.

golem

Diese mißt man in den Reihen der Industrie anhand des Mediums, besser kann man doch gar nicht die unpersönliche und kulturfremde Arbeit in puncto Musik unterstreichen. Musik ist kein Edelmetall, das Wert erlangt durch schwindende Menge oder die Art des Äußeren. Musik ist eine Kunst und erlangt Wert mittels Inhalt, der Rest ist Futter für die Krämerseelen, hat jedoch nichts mit Kultur, Kunst etc. zu tun. Ich bin immer wieder dankbar, wenn sich die Industrie selbst erklärt und zeitgleich noch ins eigene Knie schießt :)

9 Antworten zu “Der Wert der Musik”

  1. Falk sagt:

    So Sprüche sind eigentlich der Genickschuss mit der eigenen Hand. Aber die glauben tatsächlich, was sie da den ganzen Tag so reden. Das deren Verständnis von Musik wenig mit Kunst zu tun hat, sollte allerdings dem letzten Deppen endlich mal klarwerden, ob solcher Aussagen.

    Ich hab ja nichts gegen, dass man Kommerzscheisse als solche bezeichnet. Und deren Wert von mir aus anhand der Einlage in der Porzellanschüssel berechnet. Aber Musik im Sinne von Kunst kann man nunmal nicht mit Geld oder Gold aufwiegen.

    Wie arm ist das nur, als Wert *nur* noch Geld zu sehen…

  2. joki sagt:

    Danke für diese öffentliche Zurschaustellung eigener Fehlbarkeit in Hinblick auf die Zielrichtung musikvermarktender Organe!

  3. Maxx sagt:

    Ich muss aber sagen, dass ich durch meine Angewohnheit Musik anzuhäufen teilweise den Wert der einzelnen Musik aus den Augen verloren habe… 😉

  4. Grainger sagt:

    Von Trekstor gibt es für kleines Geld 😀 auch einen brillantenbesetzten MP3-Player aus Gold, vielleicht ist das der angemessene und

    das Gefühl für den Wert von Musik

    steigernde Aufbewahrungsort für meine MP3-Dateien.

    Im Zweifelsfall ist sicher auch der Juwelier meines bereit diesem Mangel abzuhelfen.

  5. Grainger sagt:

    Sollte natürlich

    der Juwelier meines Vetrauens

    heißen.

  6. Falk sagt:

    Zielrichtung musikvermarktender Organe

    Und genau die ist es schuld, dass Musik keinen Wert mehr hat. Und warum? Nur um das nächste Quartalsergebniss zu retten und nach langen Jahren der permanenten Gewinnsteigerung mal ein paar Jahre nur die Umsätze steigern zu können. DAS ist für mich ein viel größeres Übel — neben den Käufern solches Akustikmülls, der einem die Ohren verstopft — und kommt mir nicht mit Geschmackssache — wer das sagt wird mit Tokio Hotel in 24-Stunden-Dauerrotation bestraft und zwar auf Lebenszeit.

  7. Falk sagt:

    Huch, dabei fällt mir grad ein — Letzteres gibts ja schon, nennt sich «privater Rundfunk»…

  8. Jens sagt:

    Schlimmer sind ja Aussagen wie «xx Mio iPods verkauft, aber nur x Mio Songs vertickt», wo dann gerne die Leute pauschal als Raubkopierer dargestellt werden. Das man z.B. seine legalen Musik-CDs auch für MP3-Player nutzen kann scheint der Industrie nicht klar zu sein.

  9. Oliver sagt:

    Natürlich ist es der Industrie klar und natürlich stellen wir auch polemisch diese Frage. Die Realität ist eben, man möchte den Markt kontrollieren, immer und überall und wenn man halt irgendwann Sondereinsatzkommandos losschickt in ferner Zukunft ..

RSS-Feed abonnieren