Der Wahlbetrug der GAL in Hamburg erreicht heute ihren Höhepunkt

Kohle von Beust

Die GAL in Hamburg wird heute den größten Wahlbetrug der jüngeren deutschen Geschichte begehen. Kohle von Beust war ihr zentraler Wahlkampfslogan. Nun kommt Kohle von der GAL: Die Grünen-Senatorin Anja Hajduk wird Moorburg heute genehmigen. Natürlich — um die Grünen-Basis zu beruhigen — unter strengen Auflagen. Dagegen wird Vattenfall klagen, Recht bekommen — der Steuerzahler bleibt auf den Kosten sitzen. Da verklagt ein ausländisches Unternehmen die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt, mal völlig vom Klimakiller abgesehen, und die Bürgerschaft empfängt dieses Unternehmen mit offenen Armen. Fast schon unglaublich.

Während eine mediale Hatz auf Andrea Ypsilanti veranstaltet wird, ist die Presse bei der GAL in Hamburg ruhig. Wundern tut es nicht, hat diese doch den Springer-Konzern und die Brandstwiete im Hintergrund. Anstelle einer monatelanger Verfolgung wird aus Moorburg dann ein unvermeidlicher Moorburg-Wortbruch. Die GAL in Hamburg steht nun ganz in Tradition der Schill-Partei und der CDU und muss mit diesen Parteien in einem Atemzug genannt werden. Schill — Goetsch — von Beust, Politiker gegen Hamburg. Selbst kreativer, menschlich-harmloser Protest ist nicht mehr möglich. Als Pinocchio verkleidet, werden vor dem Rathaus Deine Personalien aufgenommen — das Vermummungsverbot macht es möglich. Ich frage gar nicht erst, in welche Datenbanken der Kollege nun gelandet ist. The Eagle has landet — die GAL macht’s möglich.

Hamburg war mal die Stadt des Protestes: Hafenstraße, Schanzenviertel, um nur 2 Beispiele zu nennen. Mittendrin statt nur dabei: Grünen-Sympathisanten, Grünen-Politiker. Heute stehen sie auf der anderen Seite — und drücken eiskalt lächelnd den Abzug. Sie nebeln die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt ein — allein der Macht wegen. Sie sind in allen zentralen Wahlkampfaussagen eingeknickt. Studiengebühren sollten abgeschafft werden — es gibt sie selbstverständlich weiterhin. Es wird als Erfolg verkauft, dass diese von 500,- Euro auf 375,- Euro sinken. Die Elbvertiefung war neben Moorburg das wichtigste Anliegen. Sie wurde bereits am Anfang der Koalitionsverhandlungen mit der CDU genehmigt — mit der Aussage: Mit der SPD hätten wir sie auch nicht verhindern können. Was ist das bitte für eine Argumentation? Über den emotional geführten Wahlkampf gegen die Person Ole von Beust, der von Ronald B. Schill ins Amt gehievt wurde, verliere ich kein weiteres Wort. Nun wird Moorburg von einer Grünen-Umweltsenatorin genehmigt werden — und um die Menschen zu beruhigen, werden Nebelkerzen geworfen werden. Nebelkerzen, die in der Folge dem Steuerzahler viel Geld kosten werden. Die GAL widert mich nur noch an, ich zitiere mich mal selbst:

Gegen die GAL in Hamburg kommen Andrea Ypsilanti und Oskar Lafontaine in einem Engelsgewand daher.

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4 Antworten zu “Der Wahlbetrug der GAL in Hamburg erreicht heute ihren Höhepunkt”

  1. DrWatson sagt:

    Ich finde es zu polemisch und einfach gemacht, Moorburg nun als «lächelnd den Abzug drücken» darzustellen, also als eine bewusste, kalkulierte Tat, um Hamburg Unrecht anzutun. Das kann ich beim besten Willen nicht sehen. Richtig ist hingegen in vollem Umfang, dass es sich um Wahlbetrug handelt, und ich kann mich nur fragen, wiesowiesowieso da derart gehandelt wurde (nein, «Machtgeilheit» ist mir zu popelig als Antwort, das ist eine Simplifizierung, die nicht ausreichen kann und darf). Wie kann man sich selbst so demontieren? Wie kann man allen Ernstens etwas völlig abwegiges (Moorburg verhindern) versprechen, wenn einem bewusst ist, dass es nicht klappen wird? Nicht klappen kann? Warum tritt man nicht an und sagt:«Wir wollen Moorburg nicht, wir tun alles, um es noch zu verhindern. Sehr wahrscheinlich ist das aber nicht möglich, _WEIL BEUST ES SCHON VERMURKST HAT_, aber in diesem Fall versuchen wir wenigstens noch das allerbeste rauszuholen». Das wäre ein ehrliches Statement. Es wäre ein real verwirklichbares Ziel. Es nennt Dinge beim Namen, verteilt die Verantwortlichkeit im wahren Sinne. Und jetzt? Jetzt zerschießt sich Hajduk die politische Karriere, denn jetzt stehen die Grünen und sie persönlich als diejenigen im Geschichtsbuch, die Moorburg MIT EIGENEN HÄNDEN gebaut haben. Stimmt zwar nicht, aber das wird — und nicht Unrecht geschieht es ihnen — genauso verstanden. Wieso laufen sicher nicht unintelligente Menschen sehenden Auges ins Desaster? Machtgeilheit ist kein stichhaltiges Argument, denn bei einem Desaster dieses Ausmaßes ist es ja mit der Macht schneller rum als man Gelder veruntreuen kann. Und dann ist’s nicht ein bisschen rum mit Macht, sondern auf immer und ewig, vom Verraten von Idealen mal abgesehen. Das ist so viel dümmer als der Eiertanz, den Ypsilanti abzieht. Denn die GAL steht nun vor NULL Alternativen. Die Koalition platzen lassen ist keine, denn man kann das Scheitern ja nicht auf die CDU abwälzen, MAN HAT ES SELBER VERBOCKT. Und erst was in den Sand setzen und dann sagen, pöh, jetzt mag ich nicht mehr, verdammt einen auf alle Ewigkeit in die neunte Wähler-Hölle. Und weitermachen? Dann wird einem eben Machtgeilheit, Verrat, Beliebigkeit vorgeworfen, zu einem großen Teil auch (leider) noch zu Recht. Mann. So viel Blödheit.

  2. Ich sagt:

    Zu beachten ist dabei, dass Ole von Beust wohl bereits in seiner Zeit als alleiniger Herrscher bereits so weitreichende Verträge unterzeichnet hatte, dass es von vornherein unwahrscheinlich war Moorburg zu stoppen. Fazit: Die Grünen, wenn sie denn nich eine Hirnzelle haben, wußten bereits während der Wahl das Moorburg nicht zu verhindern ist. Für tolle Wahlkampfslogans hats trotzdem gereicht…

  3. Chris sagt:

    Zusammengefasst als Antwort auf die vorherigen Kommentare: Rückzug aus der Koalition, Rücktritt der sogenannten Senatorinnen wäre der einzige korrekte Weg gewesen.

    Mit uns nicht. So die eindrucksvolle Aussage der guten Frau Goetsch. Dann darf es mit den Grünen auch nicht gehen — selbst wenn die CDU vor der Wahl die Weichen gestellt hat. Rückgrat nennt man das — haben die Damen, die Grünen per se nicht (mehr). Die Basis wird es am 09. Oktober abnicken. Der eine oder andere erwartet ja in vielleicht 1, 2, 3 Jahren ein Pöstchen… 😉

    Wie die Fahnen im Wind — die Grünen sind mittlerweile die größten Opportunisen im ganzen Land. Sie haben die FDP abgelöst, wir machen alles mit jedem

  4. […] entstünde, namlich die Zulassung zum Bau eines Kohlekraftwerks. Manche Viele nennen das Wahlbetrug … In beiden Fällen soll also der Wähler getäuscht werden. Da hilft auch nicht, was ich gerade ein […]

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