der Teutsche und die Grammatik

Nun dies hier soll keine Rechtfertigung sein gegenüber Rechtschreibfehlern, die eben nun mal hier auftreten können und für deren sachdienliche Hinweise wir auch sehr dankbar sind. Allerdings ist auch allgemein bekannt das der Teutsche für derartige Auswüchse berüchtigt ist und die letzten verbleibenden Hirnzellen zwischen Bierkrug und TV nur allzu gerne im Netz mit übereifrigem Getrolle sinnlos verschleudert. Dabei wäre es doch interessant würde man eben jene Hirnzellen zum Denken nutzen oder gar selbst einige sinnvoll angeordnete Worte zu Papier bringen. Welch blühende Landschaften würden wir da schauen.

Stattdessen ereifern sich diejenigen in Foren, Weblogs1 etc. über Fehler, denn man konditionierte sie derart seit der Grundschule, für jeden ausgemerzten Fehler einen Fleißpreis — derart kann man auch diverse Tierarten dressieren. Leider vergaß man darüber hinaus, das die überkandidelt angeprangerte korrekte Schreibweise nur einen Bruchteil der Sprache ausmacht, ganze Sätze oder mitunter vollständige Texte sind die Kür eines denkenden Lebenwesens und dafür gab es leider nie wirklich Fleißpreise, so das diese immens wichtige Funktionalität bei vielen brach liegt. Je komplexer der Text, je höher das allgemeine schrifttechnische Pensum, umso wahrscheinlicher sind Flüchtigkeitsfehler. Aber wer ist schon perfekt? Nun gewiß am allerwenigsten jene teutschen Grammatikhengste. Dabei sind wirklich kapitale Fehler leicht gemeldet, z.B. via Mail oder mittels Anhang bei einem Kommentar zur eigentlichen Sache. Alles andere fliegt stante pede auf den virtuellen Komposthaufen, denn entweder ist es belanglos oder aber die Information würde weiterhin völlig überflüssig dort in den Kommentaren prangen, trotz des schon beseitigten Fehlers.

Man sieht also vieles ist möglich, bei Buchstabendrehern jedoch ebenso überflüssig, wie der derjenige welches dementsprechendes anmerkt. Und auch einen Hinweis an jene die da meinen unsere Kommentatoren zurecht weisen zu müssen ob etwaiger Fehler grammatischer Natur, geht sterben. Dieser infantile Ausruck eklatanten Intelligenzmangels wird hier rigoros getilgt. Hier ist keinesfalls ein Hort grammatikalischen Widerstands anzutreffen, aber pendantische Nulleinheiten Teutscher Natur werden augenblicklich hier der Tür verwiesen. Kurzm ihr landet in der Mod-Schleife und werdet gelöscht :-)

  1. jene fleißigen und korrekten Teutschen sind Legion bei Heise, Golem & Co in den jeweilig angegliederten Foren []

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4 Antworten zu “der Teutsche und die Grammatik”

  1. Hofi sagt:

    Deine Drohung zu löschen hat gewirkt. Ich werde Dir nicht die von mir gefundenen Fehler benennen 😉

  2. Oliver sagt:

    Es ist auch weniger eine Drohung, sondern eine Feststellung. Und die regelmäßigen Leser hier betrifft es auch gar nicht, mehr die desöfteren gehäuft aufschlagenden Trolle. Jene meinen gar man würde selbst in der Modschleife alles lesen, aber mit der Zeit langt schon die Hälfte des einleitenden Satzes um den Käse anderen Gefilden zu überlassen. Es ist definitiv ein deutsches Phänomen und u.a. auch in der Wikipedia anzutreffen. Blockwarte en masse, deren einzige Leistung dort die Zurechtweisung anderer ist — zu mehr waren und sind diese Leute ohnehin nicht in der Lage. Und wer die Herkunft des Begriffs Blockwart näher beäugt weiß auch wie sehr dies dem Deutschen im Blut liegt, von daher ist selbst obiger xkcd-Strip mehr Realität, denn humoristischer Ausflug.

    Aber wie dem auch sei, das hier ist eine Randnotiz. Neu ist das alles nicht und jeder kennt es, ganze Themen in diversen Foren gerieten schon Offtopic ob solcher Grammatik-Nazis.

  3. Hofi sagt:

    Womit wir ein neues Wort geschaffen hätten: Blogwart:)

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