Der Spiegel und der Stern in Panik

Die Angst geht um — so schrieb schon Oliver und meinte damit die etablierten Parteien und ihre Angst vor der neuen Linken, insbesondere Oskar Lafontaine. Was da teilweise geäussert wurde, hat mich laut auflachen lassen — getroffenen Hunde bellen zu sagen, wäre da noch harmlos gewesen. Aber nicht nur die Parteien haben Angst, auch ihre Lakeien in den Redaktionsräumen schieben Panik, so zum Beispiel die Kollegen vom neoliberalen Kampfblatt Spiegel. Deren Gefälligkeitsinterviews kennt man, ich denke da zum Beispiel an eine grausame Veranstaltung, ein Interview mit Horst Köhler zurück. Heute hatte der SPIEGEL wieder zum Interview geladen — niemand geringeren als Oskar Lafontaine. Das Interview ist wieder ein Beispiel bester Öffentlichkeitsmanipulation.

Das Interview beginnt mit einer Feststellung, um gleich die Richtung vorzugeben: Die PDS ist populistisch und antiwestlich. Keine Frage, schlicht und ergreifend die alte Leier, Journalismus der ganz feinen Sorte. Und diese Linie wird im gesamten Interview fortgeführt — so gut wie jede Frage beginnt mit einer Feststellung. Der Leser wird in die Irre geführt, das Leitmedium in Deutschland hat schließlich immer recht, der schlimme Oskar Lafontaine, was auch immer er zu sagen hat, es ist egal, auch wenn er sich sehr wacker schlägt. In diesen Zeilen ist ganz klar die große Angst des Spiegels vor der neuen Linken zu erkennen, wie sie schon vorher bei Müntefering, Pofalla, Westerwelle und Co. zu erkennen war. Traurig nur, dass der normale Leser dies nicht erkennen wird.

Der Stern rutscht noch ein Stück tiefer — Gossenjournalismus der wirklich üblen Sorte meiner Meinung nach. In wenigen ganz kurzen Absätzen wird dem Argument nachgegangen, inwieweit die neue Linke und die NPD sich gleichen. Das ist dermaßen absurd, dass man dazu nicht mehr sagen muss. Hier rutscht der Stern mal wieder auf das unsägliche Niveau vor der Bundestagswahl ab, eine ganz dunkle Zeit des Hauses, wo sich hauptsächlich der nette Herr Jörges in der Öffentlichkeit zeigte.

Bei WatchBerlin gibt es auch heute eine neue mehrere Folgen von Blattschuss. Oliver Gehrs nimmt mal wieder den Spiegel von heute auseinander. Mit einfachen Worten macht er sich über die Kollegen lustig. Er scheint den Patzer mit der Bundeswehr überwunden zu haben. 😉 Und Holtzbrinck scheint gelernt zu haben — die Videos lassen sich nun einbetten.

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15 Antworten zu “Der Spiegel und der Stern in Panik”

  1. Chris sagt:

    Nachtrag: Der Blattschuß ist schon älter… 😀 Man sollte auch aufs Datum achten. *g*

  2. Steffen sagt:

    Huch, was is denn hier los… Layout zerstört?

  3. Oliver sagt:

    Nein das ist eine Firefox Erkennung 😀 , Chris benutzt Opera — das Problem hatten wir da schon mal mit der Flash-Einbettung.

  4. Bernd sagt:

    OT:
    Das Layout hat’s zerfetzt :s
    Und ganz neben bei, kann ich nun endlich mal mit dem Firefox kommentieren. Bisher war das so: ein Wort tipp –> 2 Sekunden warten bis ein Buchstabe angezeigt wurde. Nur im FF und nur in Kombination mit den freien radeon-Treibern von Xorg 6.9.2 — 7.2. Das ist alles seltsam. Sorry fürs OT — wollte ich nur mal gesagt haben und vielleicht kickst Du das Kommentar einfach, da es ja nicht hier her gehört. :)

    Ich weiß jetzt nicht, an was es liegt, da alle Seiten von Fixmbr korrekt dargestellt wurden. OK, scheint eine FF2 Marotte zu sein, Opera macht seinen Job!
    Falls Interesse an Screenshots besteht, bitte Bescheid geben. Und nochmals sorry für das ober-OT. :)

  5. Chris sagt:

    Nu dürfte alles wieder passen… *args*

    WordPress und Flash — das ist nicht wirklich fein…

  6. Chris sagt:

    @Bernd: Könnte an der Systemauslastung von Firefox liegen… Ich denke, dass die Kommentarvorschau auch viel Last erzeugt. Nutze doch mal NoScript und schalte dann Scripte hier beim Kommentieren ab — das könnte es dann schon gewesen sein.

  7. Oliver sagt:

    >Könnte an der Systemauslastung von Firefox liegen

    Definitiv nicht, FF hat manchmal diese Macke ab und an (in Linux/BSD — Nvidia und Intel GMA950). Die Last ist dann nur bei dieser Seite mehr als gering.

  8. Chris sagt:

    Okay, aber wenn wer das testen könnte, also Scripte ausschalten, wie es sich dann ohne dieses Vorschaugedöns verhält, wäre das sehr gut. :)

  9. Oliver sagt:

    Komiker 😀 ich habs hier im Moment unter Windoof rennen und normalerweise Opera und FF unter FreeBSD 😉

    Scripte lasse ich mit FF auf F!XMBR logischerweise durch, aber ich sehe das Problem halt manchmal, wenn ich FF frisch installiere — frag mich nicht was das damit zu tun hat.

  10. Bernd sagt:

    @Chris:
    Heute Abend wäre das evtl. (subjektiv) machbar. Ich übersetz grad FreeBSD und bei einem Test ist es mir lieber, wenn ich weniger Prozessorlast habe.

    OT

    Was ich aber dennoch als komisch empfinde: Als das Layout zerfetzt war, war die Kommentarvorschau unter FF2 ja noch funktionsfähig und ist auch richtig «geflutscht» wie das bspw. unter Windows 2k der Fall ist. Jetzt — nach dem Fix — ist alles wieder so, wie bisher — leider. 😉

    Es scheint so, als ob FF2 mit irgendeiner CSS Einstellung nicht zurecht kommt (u.a. habe ich das auch mal bei div-Tags mit position:fixed; erlebt). Diese «Trägheit» bei der Kommentarvorschau konnte ich bisher nur in gewissen Kombinationen feststellen: FF2 + Xorg (6.9.2 als auch 7.2) mit radeon resp. ati Treibern und zwei versch. Betriebssystemen (Ubuntu 7.04 und FreeBSD 6.2-p5). Opera ist von diesem Verhalten (zumindest unter meinem FreeBSD) nicht betroffen.

    /OT

  11. Bernd sagt:

    Ich habs! Liegt mitunter am CSS :)

    .contactform {

    position: static;

    overflow: hidden;

    }

    lösche ich position: static und wende das von mir veränderte CSS an, flubbt die Kommentarvoschau wie ne 1.

  12. Chris sagt:

    So, ich habe das static mal gelöscht… :)

  13. Bernd sagt:

    @Chris:

    Ich weiß nicht wie ich sagen soll — ich bin ein solcher Depp, dass ich mir gerade in den Arsch beissen könnte und ehrlich gesagt tut es mir wirklich leid, dass Du Dir jetzt extra die Mühe gemacht hast. Chris position:static brachte keinen Effekt.

    Warum dachte ich so:
    Ich habe unter FF2 die Webdeveloper Bar installiert und zum Nachbearbeiten der CSS verwendet. Ich erinnerte mich an das alte Problem position:fixed und der trügerische aha Effekt war da, als ich position:static sah. Schwupps gelöscht, Änderung übernommen, im Kommentarfeld was gettipst und oho, wie das auf einmal fluppte! Aufgrund dieser Euphorie, endlich diesem alten und lästigen FF-Problemchen auf die Schliche gekommen zu sein, postete ich ohne überhaupt das ganze verifiziert zu haben, ich hätte ja z.B. mal eine andere Zeile löschen können, um zu gucken, ob das auch der Grund für die «Trägheit» bei mir war. Aus diesem Grund schäme ich mich für meine Dummheit und wie schon gesagt, es tut mir wirklich leid, Dich auf eine falsche Fährte gelockt zu haben.

    Dennoch hat es mir keine Ruhe gelassen. Ich hab CSS ganz ausgeschaltet und da war die Trägheit bei der Kommentarvorschau wieder verschwunden.

    Ein Beweis dafür, dass es doch was mit dem CSS zu tun hat? Eine Validierung sollte Aufschluss geben und http://jigsaw.w3.org/css-.….lidator/ hat auch 2 Fehler oder besser gesagt Typos gefunden:

    57 blockquote Ungültige Nummer : font-style noe ist kein font-style-Wert : noe

    247 .posted a:hover, a:active Ungültige Nummer : text-decoration unterline ist kein text-decoration-Wert : unterline

    Ich hab das im CSS lokal korrigiert und die Datei als Fixmbr-Style abgespeichert. Danach hab ich diese Seite hier neu geladen, mein «Benutzer Style Sheet» hinzugefügt und erneut auf Trägheit der Kommentarvorschau überprüft und siehe da — diese war nicht mehr vorhanden. Aber — ich habe mich schon mal lumpen lassen!
    Ich war bzw. bin immer noch unschlüssig — rührt die Trägheit aufgrund der Typos in dem CSS oder hat es doch was mit dem FF2 zu tun, wenn ein Addon auf CSS zugreift?
    Deshalb eine weitere CSS deren Inhalt ausschließlich aus h1 { color: blue; } besteht. Nach dem Hinzufügen dieser Benutzer Stylesheet war die Trägheit wieder da.

    Deshalb komme ich jetzt gaaaanz vorsichtig zum Schluss, dass wohl die zwei Typos der Grund für die Trägheit der Kommentarvorschau im FF2 sind. Ich hoffe ich konnte das hiermit wieder einwenig gut machen.

  14. Chris sagt:

    Ich hab jetzt mal die beiden Fehler gefixt… :)

    *betet gen css-himmel* 😉

  15. king Balance sagt:

    Wer heute Morgen die ARD gesehen hat weiß spätestens jetzt das Linke Leute die von der SPD zur Linkspartei gewechselt sind ihre Gründe auch ohne eine Frage des Moderators darlegen können. Journalismus wird wieder ein Job wo man sich der Wahrheit stellen muss und das kann schon mal peinlich werden wenn der Gesprächspartner sich nicht ins Wort fallen lässt.

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