der social Link Terror

14 Antworten zu “der social Link Terror”

  1. Yerodin sagt:

    Kennt wohl jeder, dieses und jenes Spiel in massiv verkürztem Zeitraum durchgespielt. Gespielt? Nein Schwachsinn, allenfalls für debile Rekorde tauglich.

    Muss ich wiedersprechen. Teilweise ist es durchaus faszinierend. Habe mal einen Speedrun von Baldurs Gate 2 gesehen( etwa 1:50 Stunden). Interessant was da für Tricks genutzt werden.

  2. Oliver sagt:

    Kann ja jeder finden wie er möchte, hat für mich halt nichts mehr mit *Spiel* zu tun. Es gibt auch Leute die sind auch auf Wetten das oder das Guinness Buch der Rekorde ganz heiß oder geben sich eSport hin. Der eine findet es lustig, der andere arm — c’est la vie. Wirkt auf mich eher wie das Kuriositätenkabinett auf früheren Jahrmärkten.

  3. Yerodin sagt:

    Sicher kann man das mit Starcraft oder Counterstrike vergleichen. Man kann durchaus auch den Vergleich zu physischen Leistungsport ziehen. Wo hört Hobysport auf und wo fängt Leistungssport an, der ggf. kein Spiel mehr ist? Wenn man die 100 Meter in unter 10 Sekunden laufen will oder man versucht als Fussballer Millionen verdienen will? Die Grenze ist da fließend, ausserdem finde ich die Argumentation recht schwammig. WiSim Spieler versuchen natürlich immer ein bischen mehr Geld zu verdienen, der Shooterspieler versucht ein paar Frags mehr usw.… Ob man nun gegen die Uhr kämpft oder eine Spielmechanik ist eigentlich gleich. Die einzige Ausnahme dürfte wohl das klassische Point and Klick Adventure sein. Dort gibt gibt es keine «Qualität» einer Leistung, ja oder nein, geschaft oder nicht.

  4. Oliver sagt:

    Wo Sport anfängt? Dort wo e.… aufhört. Klar dann kommen die Skat-Sportler, die Kampftrinker usw. Ja man kann vieles schwammig werden lassen, wenn man sich der ursprünglichen Bedeutung nicht bewußt ist und sich eine Ausrede für die eigene Manie sucht. Klar ist das auf andere Bereiche übertragen mitunter schwammig, läßt man es denn alleinig pauschal wirken, aber für die obige Gattung der gefraggten wannabe-Spieler paßt es doch recht gut.

    >Die Grenze ist da fließend, ausserdem finde ich die Argumentation recht schwammig.

    Counterstrike oder die Frag-Heinis allgemein sind natürlich das Paradebeispiel für die «schwammige Argumentation», klar. Die hätte ich noch mit reinsetzen können, die Zäsur zwischen Debilität und _Spiel_ ist doch recht markant.

    Und zu deiner Sache mit dem Leistungssport und Breitensport allgemein, die Grenze ist auch recht einfach — _hat_ man denn schon _echten_ Leistungssport betrieben. Denn es ist der Trugschluß vieler Laien, das man mit der bloßen Höchstleistung und Regelmäßigkeit zum Leistungssport aufschließen könnte. Letzter besitzt einige (negative) Parameter mehr, die dann doch eine scharfe Trennung abzeichnen. Nur der Narr wünscht sicht Leistungssport ob seiner Naivität.

  5. Yerodin sagt:

    >Wo Sport anfängt? Dort wo e…. aufhört.
    Diese Diskussion hatte ich eigentlich nicht im Sinn,mal davon abgesehen, dass ich da deiner Meinung bin: daran scheiden sich tatsächlich die Geister.

    >Ja man kann vieles schwammig werden lassen, wenn man sich der ursprünglichen Bedeutung nicht bewußt ist

    Was ist den die ursprüngliche Bedeutung?

    > Die hätte ich noch mit reinsetzen können, die Zäsur zwischen Debilität und _Spiel_ ist doch recht markant.

    Ist Debilität für dih die ständige Wiederholeng?

    Grundsätzlich: ich glaube wir messen dem unterschiedliche Bedeutung bei, einige versuchen halt Spiele mit allen Tricks so schnell wie möglich durchzuspielen, andere sammeln Biefmarken. Ist halt jedem seine Sache.

    p.s: das erst wirklich debile Spiel war Summergames 86 😉

  6. Oliver sagt:

    >Ist Debilität für dih die ständige Wiederholeng?

    Nein das Extrem, wenn die grundlegende Sache nicht mehr langt, in anderen Bereichen würde man es auch als Dekadenz bezeichnen.

    >einige versuchen halt Spiele mit allen Tricks so schnell wie möglich durchzuspielen

    Und jetzt denk mal über den Begriff _Spiel_ nach und wiederhole danach nochmals diese Aussage.

    Spiel: Zerstreuung, Entspannung, Vergnügen. Rekorde aufstellen, Geld verdienen damit oder eSport ist halt alles andere als Spiel.

  7. Falk sagt:

    Mir schoss grad beim Lesen Eurer Diskussion durch den Kopf: Wie nennst du dann Fußball? Spiel oder nicht? Oder trennst du dann den Hobbyfussballer in der Kreisliga vom Bundesligisten und Erster spielt nur und Letzterer tut dann was genau?

    Ich frag das ernsthaft, denn ich hab in meiner Jugend Fußball gespielt, mit der Ambition, dies später eventuell zum Beruf zu machen.

  8. Yerodin sagt:

    Ich versuche mal die beiden Ebenen Realsport und PC-Süiele zu trennen.

    »einige versuchen halt Spiele mit allen Tricks so schnell wie möglich durchzuspielen

    >Und jetzt denk mal über den Begriff _Spiel_ nach und wiederhole danach nochmals diese Aussage.

    Beispiel: Ein beliebiges Autorennspiel fordert:«Umrunde Kurs X in 3:00″. Irgentwann erreicht man die Zeit und erfüllt die Mindestanforderung. Jetzt passiert es, dass man die Strecke weiterfährt. Ist das jetzt debil, dekadent oder wie du es auch nennen möchtest, weil man die Mindestanforderung der Spielmechanik übertreffen möchte?

    Realsport:
    Ein Läufer schaft 100 Meter in 11 Sekunden, will es aber in 10,5 schaffen. Ist das jetzt auch debil, weil es igentlich nicht nötig ist oder wie definierst du das?

  9. Oliver sagt:

    Spiel natürlich, das Ballspiel kannst du schon auf römischen Mosaiken sehen oder auch zu Zeiten der Azteken in der heutigen Form.

    Ich spielte Fußball und wie ich «Spiele» nenne die man prof. ausübt für Geld — siehe oben.
    Da könntest du mich jetzt ebenso fragen, was halte ich vom Bloggen da zum Spaß und dem Bloggen wenn jemand Geld dafür nimmt. Tja.

    Ich mache auch keinen Hehl daraus das ich den Profisport für verachtenswert halte, ebenso Profispiele. Wo das Pro ins Spiel kommt geht die eigentliche Sache flöten, aus Leistungsport wie Streß, abseits der eigentlichen körperlichen Leistung/Betätigung, aus Spiel wird dort ebenso Stress, die Entspannung, der Spaß geht verlustig. Redet man sich beispielsweise beim Leistungssport etwas anderes ein ist man doch recht naiv.

  10. Falk sagt:

    Schwer zu sagen, ich denke, in der Situation hab ich das auch nicht als Stress empfunden. Allerdings geb ich dir recht, dass Sport in der Intensität für den Körper selbst enormen Stress bedeutet. Was sich dann später rächt (und es bei mir auch getan hat). Ich finde allerdings das Streben nach Höchstleistungen selbst nicht unbedingt verachtenswert, ganz im Gegenteil, ich hatte durchaus meinen Spass dabei und seh das auch im Nachhinein noch genauso.

    Was ich als generell falsch empfinde (wenn wir schon bei Sport sind), schon in jungen Jahren den Faktor Spiel zugunsten Leistung zu opfern.

  11. Oliver sagt:

    >Ein Läufer schaft 100 Meter in 11 Sekunden, will es aber in 10,5 schaffen.

    Lahmer Vergleich, denn die Sache des Sprinters in dem Fall ist es die 100m zu laufen.

    Die eigentliche Aufgabe des Spiels? Na, was war wohl die Intention des Progammierers? Na? Genau, *spielen*.

    >möchtest, weil man die Mindestanforderung der Spielmechanik übertreffen möchte?

    Die Anforderung des Spiels, der Sache. Was ich da oben beschrieb ist abseits der eigentlichen Sache. Ich kann Bier trinken und genießen, der eigentliche Sinn und Zweck oder ich kann als Kampftrinker im Wettbewerb, ja auch das gibts, soviel heben bis ich unterm Tisch liege. Genau _das_ ist der passende Vergleich.

    Mache ich das ganze jetzt um Rekorde zu brechen oder um damit Geld zu verdienen wie dieser eine «Irre» da. «Fatality» glaube ich, wo bleibt das Spiel?

    Sieh es doch mal so, ich hasse die Counterstrike Spieler nicht, wie sie von Lan-Event zu Lan-Event ziehen und daheim üben bis zum Abwinken — ich habe Mitleid mit denen.

    Alles natürlich eine Gratwanderung, schaut man sich die Typen an sieht man das sie sich schon im einen Extrem befinden und die Gratwanderung längst hinter sich ließen. Siehe auch meine Erläuterung zuvor was ich vom «Pro» halte.
    Du redest von Nuancen eines Spielers sich ein wenig zu fordern, von denen ich nie sprach — ich rede von Extremen.

    Wie gesagt die Frau mit Bart oder der recht kleine Mensch in früheren Kuriositätenkabinetten mag auch die Masse belustigt haben, aber die Menschen dort hatten meist leider keine andere Möglichkeit — freiwillig gaben sie sich kaum dem Gelächter hin. Und heute füllen wir das Kuriositätenkabinett mit anderen Extremen, relativieren es dann als Herausforderung, weil man keine Grenze mehr kennt — man endet im Fanatismus.

    Man kann auch Bücher in Rekordzeit lesen und das eigentliche Anliegen? Klar geht alles, man kann alles zweckentfremden und ins Extrem treiben? Sinn? Herausforderung? Wenn ich schnelle Reaktionen austesten möchte wärme ich mich auf und mache WT-Vollkontakt. Man möchte dort auch besser werden, aber jeder Sifu wird dir eines sagen, versteifst du dich darauf, machst es zum Ziel an sich, wirst du auch scheitern.

    Weit ausgeholt, aber das ist meine Denkweise dabei.

  12. Oliver sagt:

    @falk

    >Ich finde allerdings das Streben nach Höchstleistungen selbst nicht unbedingt verachtenswert,

    >Wenn ich schnelle Reaktionen austesten möchte wärme ich mich auf und mache WT-Vollkontakt. Man möchte dort auch besser werden, aber jeder Sifu wird dir eines sagen, versteifst du dich darauf, machst es zum Ziel an sich, wirst du auch scheitern.

    Schrieb ich kurz zuvor.

    Ich versuche meinen Gegner nicht in 1 Minute kampfunfähig zu machen, sondern ich versuche — im Rahmen des Vollkontakts — a) den Sieg zu erringen, b) gute Technik und Reaktionen zu zeigen. Die Schnelligkeit hätte zwar auch etwas, aber auf Kosten der eigentlichen Sache.

    Im Leistungssport ist der negative Stress die zentrale Sache, wieviel blühten danach geradezu auf — als sie wieder Sport zwar mit Leistung, aber tatsächlich aus Spaß machten. Und wieviel hätten es gerne getan und waren spätestens mit 35–40 kaputt? Fußball ist ein gutes Beispiel, die meisten Keeper können mit an die 50 nicht einmal normal Joggen, zig gebrochene Fingerknöchel, Frakturen etc. Der Spaß vermittelt immer den Einstieg, es ist eigener Stress den man sich macht, Spaß steht jedoch im Vordergrund. Bist du aber einmal in den Mühlen des Profisports drin, gehts rund, dann bist du ein Rad im Getriebe.

    Wie ich auch schon schrieb es ist immer eine Gratwanderung, gerade im Wettbewerb oder bei Höchstleistungen — viele machen dabei eine Bauchlandung und danach läuft nichts mehr, Übersättigung ist noch der harmloseste Faktor dabei. Sinn? Imo keiner.

  13. Yerodin sagt:

    Ok,
    danke für die Meinung, obwohl ich immernoch denke, dass du Spielereien wie Speedruns eine zu hohe Bedeutung beimisst (nicht verwechseln mit den Leuten die 16 Stunden WoW am Tag spielen).

  14. Oliver sagt:

    >dass du Spielereien wie Speedruns eine zu hohe Bedeutung

    Nein ich sagte einfach ich find das affig, kann aber auch meine Meinung en detail darlegen. Wenns nur ein Jucken im linken Zeh wäre, dann wärs imo affig.

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